Wetter in NRW

Warmer Sonntag in NRW – neuer Saharastaub ist im Anmarsch?

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Der Samstag (6. April) war schon ganz schön warm in NRW – und auch Saharastaub machte sich im bevölkerungsreichsten Bundesland bemerkbar.

Köln – Sonnenanbeterinnen und -anbeter mussten das aktuelle Wochenende lange herbeisehnen – denn am Samstag herrscchten im Westen Spitzenwerte von fast 30 Grad sein. Damit erlebte NRW am 6. April den ersten Sommertag des Jahres. Das perfekte Wetter für einen Ausflug am Wochenende hält auch am Sonntag mit Werten über 20 Grad an. Das bestätigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Wetter-Einschätzung – doch damit noch nicht genug. Am Samstagnachmittag zog erneut Saharastaub nach NRW.

Saharastaub in NRW am Samstag – Spitzenwerte bis zu 30 Grad am Oberrhein

Saharastaub – was ist das?

Bei Saharastaub handelt es sich um den trockenen Staub aus der Wüste Sahara, der größten Trockenwüste der Welt. Dort wird der Staub vom Wind aufgeweht und kann so große Distanzen in der Erdatmosphäre zurücklegen, sogar bis nach Europa. Der Wüstensand sorgt für eine Trübung am Himmel und ärgert Autofahrerinnen und -fahrer, weil er sich gerne auch auf Windschutzscheiben, Fenstern und Co. festsetzt. Was Autofahrer bei Saharastaub beachten müssen, erklärt wa.de.

Am Sonntag (7. April) ist kein Saharastaub mehr über NRW angesagt, zumindest, wenn es nach aktuellen Einschätzungen des DWD geht. Der Wetterdienst gibt für die kommenden Tage folgende Wetterprognose ab:

  • Sonntag, 7. April: wechselnd bis stark bewölkt und vereinzelt etwas Regen möglich. Ab dem Abend von Südwesten häufiger Regen. Im Tiefland mit 19 bis 23 Grad weiterhin ungewöhnlich mild, in Hochlagen 15 bis 18 Grad.
  • Montag, 8. April: zunächst Auflockerungen und meist niederschlagsfrei. Im Tagesverlauf lokal Bildung von einzelnen teils kräftigen Schauern oder Gewittern. Sehr mild bei Höchstwerten von 20 bis 23 Grad, im höheren Bergland um 18 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südost.
  • Dienstag, 9. April: stark bewölkt und gebietsweise schauerartiger Regen, zum Mittag nachlassend. Nachfolgend Übergang in dichte Quellbewölkung mit einzelnen Schauern. Höchsttemperaturen zwischen 13 und 16 Grad im Westen und 16 bis 19 im Osten, in höheren Lagen von Eifel und Sauerland 11 bis 13 Grad.
  • Mittwoch, 10. April: bei wechselnder Bewölkung neben einzelnen möglichen Schauern oft niederschlagsfrei, am Nachmittag größere Aufheiterungen. Temperaturanstieg auf 14 bis 17 Grad, im Hochsauerland um 10 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um West.
  • Quelle: DWD, Stand: 7. April, 10 Uhr

Die Effekte von Saharastaub dürften jedem Autofahrer längst bekannt sein: Der Wüstensand sorgt für eine Trübung am Himmel und setzt sich gerne auch auf Windschutzscheiben, Fenstern und Co. fest. „Dadurch, dass nach aktuellen Berechnungen der Saharastaub zunächst über Frankreich verbleibt, werden wohl einige Rekorde für die erste Aprildekade (1. bis 10. April) pulverisiert werden“, teilt der DWD mit. „Der bisherige Rekord stammt mit 27,7 Grad in Rheinfelden (Baden-Württemberg) vom 7. April 2011“, erklärt der DWD.

Auf dem Foto ist der Saharastaub zu erkennen, der am 30. März 2024 auch über der Kölner Bucht zu sehen war.

Aprilrekord für Deutschland liegt bei fast 33 Grad – wird er 2024 geknackt?

Der absolute Aprilrekord läge mit jeweils 32,9 Grad vom 28. April 2012 in Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) und Kitzingen (Bayern), dürfte allerdings nicht geknackt werden, so der Wetterdienst. „Allerdings muss betont werden, dass diese Aprilrekorde erst Ende des Monats aufgestellt wurden“, heißt es weiter. Ob das NRW-Wetter diesem Rekord noch in die Quere kommen kann, bleibt also noch bis Ende des Monats abzuwarten. (mo mit dpa)

Rubriklistenbild: © Marc John/Imago

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