11. bis 15. Mai

Wird es an den Eisheiligen in NRW frostig? Expertin gibt aktuelle Prognose

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Im Mai kann es noch einmal richtig frostig werden. Zumindest, wenn es nach einer bestimmten Wetterregel geht: die Eisheiligen. Wie sieht die Prognose 2025 für NRW aus?

Hamm - Im Mai haben die meisten Menschen die Gedanken an Kälte, Frost und weißen Landschaften hinter sich gelassen. Stattdessen beherrschen Tagträume von grünen Wiesen, abwechslungsreichen Ausflügen unter der scheinenden Sonne und geselligen Treffen im Biergarten die Köpfe. Doch das Wetter im Mai hält auch eine Gemeinheit bereit. Die Rede ist von den Eisheiligen. Während dieser Tage besteht, so die Wetterregel, eine größere Möglichkeit, dass es noch ein letztes Mal im Frühjahr in der Nacht frostig wird. Eine Expertin erklärt, wie die aktuelle Prognose aussieht.

Wird es an den Eisheiligen in NRW frostig? Expertin gibt aktuelle Prognose

Die bekannte Bauernregel für den deutschsprachigen Raum gilt für die Tage vom 11. bis 15. Mai. Das sind die Gedenktage für die heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Der meteorologische Hintergrund für das Phänomen der Eisheiligen: Mitte Mai kann es durch Luftströmungen aus Nordosten oder Norden nochmal empfindlich kalt werden, bevor sich das Wetter stabil auf Frühling oder Frühsommer einpendelt.

Kurztrip in NRW: 7 Geheimtipps für einen Ausflug im eigenen Bundesland

Siebengebirge von oben bei blauem Himmel fotografiert
Das Siebengebirge ist die Heimat des Drachenfels und steht für ein vielfältiges Naherholungsgebiet im Kreis Bonn. Das Siebengebirge bietet weite Ausblicke, alte Burgen, zahlreiche Ausflugslokale und einsame Wanderwege inmitten der Natur. Selbst Weinliebhaber kommen auf ihre Kosten. © Zoonar/Kay Augustin/Imago
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Die Weinberge des Siebengebirges umfassen heute insgesamt 8 Hektar und verteilen sich auf die Lagen „Laurentiusberg“, „Rosenhügel“ und „Sülzenberg“. Das Weinanbaugebiet im Bereich Siebengebirge ist nach eigenen Angaben das „einzige Weinbaubereich in NRW“. ©  IMAGO / Westend61
Um Wanderern und Weinliebhabern Informationen über die Flächen zu geben, wurde Anfang der 1980er Jahre der Weinwanderweg eingerichtet. Im Jahr 2021 wurde er vom Naturpark Siebengebirge erneuert.
Um Wanderern und Weinliebhabern Informationen über die Flächen zu geben, wurde Anfang der 1980er Jahre der Weinwanderweg eingerichtet. Im Jahr 2021 wurde er vom Naturpark Siebengebirge erneuert. © IMAGO / NurPhoto
Kanuten auf der Stever Freizeitvergnuegen Deutschland Nordrhein Westfalen Muensterland Luedingh
Auf den Flüssen NRWs gibt es vom Kanu aus viel zu entdecken. Die Stever in Lüdinghausen, rund 20 Kilometer von Münster entfernt, ist dafür ideal: Sie verbindet historische Schlösser. Seit 2019 darf sich Lüdinghausen ganz offiziell mit dem Titel „Stadt der Wasserburgen“ schmücken. © IMAGO / blickwinkel
Burg Vischering, Wasserburg, als Trutzburg in Lüdinghausen NRW
Ein Nebenarm der Stever führt zur Burg Vischering. Das Burgcafé liegt nur 50 Meter vom Ufer entfernt. Sie gilt nach eigenen Angaben als „Ideal einer münsterländischen Wasserburg“ und ist ein beliebtes Fotomotiv. © IMAGO/Rüdiger Wölk
Burg Kakesbeck, Elvert,Lüdinghausen, Münsterland, NRW Burg Kakesbeck ist die älteste von drei erhaltenen Wasserburgen lüdinghausen
Die Burg Kakesbeck ist die älteste von drei erhaltenen Wasserburgen in Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Sie ist „eine der größten mittelalterlichen Wehranlagen des Münsterlandes“ und ist mit dem Kanu gut zu erreichen.  © IMAGO/Zoonar
Wasserburg Burg Luedinghausen Burg Luedinghausen, Renaissanceburg, Wasserburg, Luedinghausen, Muensterland, Nordrhein-Westfalen
Die Burg Lüdinghausen liegt ebenfalls an der Stever und ist mit dem Kanu erreichbar. Sie ist von einem weitläufigen Park umgeben und liegt direkt im Zentrum des Städtchens. Wer eine gemütliche Kanutour auf der Stever plant und die Burgen von der Wasserseite aus bewundern möchte, sollte ein paar Snacks und Getränke mitnehmen, um während der Kanutour sein eigenes Picknick genießen zu können. © IMAGO/Zoona
Luftbild, Hermannsdenkmal, kulturelle Statue des Cheruskerfürsten, nach Entwürfen von Ernst von Bandel, Blick auf Hiddes Teutoburger Wald
Der Teutoburger Wald erstreckt sich vom Süden Niedersachsens bis in den Norden Nordrhein-Westfalens und hat seinen Besuchern viel zu bieten – von Wander- und Radwegen bis hin zu kulturellen Highlights. Das Hermannsdenkmal ist ein bekanntes Ausflugsziel. © IMAGO/Hans Blossey
Die Externsteine – eine markante, rund 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg in Lippe – zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands.
Die Externsteine im Teutoburger Wald – eine markante, rund 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg in Lippe – zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands. ©  IMAGO / imagebroker
Rings um die Externsteine befinden sich verschiedene Wanderwege. Die Bärenstein-, Schliepstein-, Blaubeer- und Knickenhagen-Routen, die durch die dichten Wälder führen, bieten sich etwa an.
Rings um die Externsteine befinden sich verschiedene Wanderwege. Die Bärenstein-, Schliepstein-, Blaubeer- und Knickenhagen-Routen, die durch die dichten Wälder führen, bieten sich etwa an. © IMAGO/Hans Blossey
Historische Gebäude, Fachwerkhaus, Bäume und Evangelische Stadtkirche Auf dem Hallenbrink mit Welscher Haube vom Salzhof
Bad Salzuflen im Kreis Lippe, eingebettet in die Landschaft des Teutoburger Waldes, ist ein Kurort, der neben historischen Gebäuden vor allem durch sein Thermalbad bekannt ist. © IMAGO/imageBROKER/
Ein bisschen Jurrasic-Park-Feeling in NRW: Auf der Sequoiafarm im Nettetaler Stadtteil Kaldenkirchen steht ein ganzer Wald einer Baumart, die auch schon zu Zeiten der Dinosaurier existierte.
Ein bisschen Jurrasic-Park-Feeling in NRW: Auf der Sequoiafarm im Nettetaler Stadtteil Kaldenkirchen steht ein ganzer Wald einer Baumart, die auch schon zu Zeiten der Dinosaurier existierte. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Sequoiafarm im niederrheinischen Nettetal-Kaldenkirchen wurde um 1950 von Ernst und Illa Martin angelegt. Hier begann die erste Mammutbaum-Anzucht Europas. Heute befinden sich dort alte Bergmammutbäume und Küsten- und Urweltmammutbäume, sowie mehr als 400 andere seltene Gehölzarten.
Die Sequoiafarm im niederrheinischen Nettetal-Kaldenkirchen wurde um 1950 von Ernst und Illa Martin angelegt. Hier begann die erste Mammutbaum-Anzucht Europas. Heute befinden sich dort alte Bergmammutbäume und Küsten- und Urweltmammutbäume, sowie mehr als 400 andere seltene Gehölzarten.  © IMAGO/Zoonar
Für einen Ausflug in die Natur auch im Sommer ist die Farm ein echter Geheimtipp. Die Sequoiafarm Kaldenkirchen liegt im so genannten Grenzwald bei Nettetal.
Für einen Ausflug in die Natur auch im Sommer ist die Farm ein echter Geheimtipp. Die Sequoiafarm Kaldenkirchen liegt im so genannten Grenzwald bei Nettetal. Hier ist auch der Ausgangspunkt für den 10 km langen, abwechslungsreichen Premiumwanderweg Galgenvenn. © IMAGO / Funke Foto Services
Aussicht auf den Urftsee und Staudamm im Nationalpark Eifel, NRW, Deutschland
Der Nationalpark Eifel in Nordrhein-Westfalen ist ein absolutes Muss für alle Naturliebhaber und Erholungssuchende. Mit seinen weitläufigen Wäldern und einzigartigen Felsformationen bietet er den perfekten Rückzugsort vom hektischen Alltag und ist nach eigenen Angaben „in dieser Größe in NRW einzigartig“. Hier im Bild die Aussicht auf den Urftsee und Staudamm im Nationalpark Eifel. © IMAGO/Gaby Wojciech
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser.
Der Rursee liegt mitten im Nationalpark Eifel. Schwimmen ist hier erlaubt und Ausflugsschiffe machen Rundfahrten übers Wasser – ideal also für einen Ausflug im Sommer. © IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto
Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen.
Umliegene Orte sind beispielsweise Aachen, Euskirchen oder auch Monschau. Durchs malerische Monschau fließt die Rur, vorbei an vielen kleinen Felschen. ©  IMAGO / Olaf Döring
Die Fachwerkhäuser entlang der Rur in Monschau können bei einem gemütlichen Bummel bewundert werden.
Die Fachwerkhäuser entlang der Rur in Monschau können bei einem gemütlichen Bummel bewundert werden. Die Stadt gilt als eine der schönsten Kleinstädte Deutschlands. Ein Ausflug in den Nationalpark Eifel lässt sich somit ideal mit einem Besuch in der Altstadt verbinden. © IMAGO / Manngold
Ein Mann füttert eine Giraffe im Safariland Stukenbrock.
Das Safariland Stukenbrock ist ein Wildlife-Zoo, der über 600 Tiere beheimatet, sowie Attraktionen und Live-Shows bietet. In einer einstündigen Tour kann man durch das große Gehege mit dem eigenen PKW fahren.  © Friso Gentsch/dpa
Markus Köchling, zoologischer Leiter vom Safariland Stukenbrock, füttert eine Giraffe aus einem Fahrzeug heraus (gestellte Szene, da unter Corona-bedingten Auflagen eine Fütterung aus dem VIP-Shuttle nicht möglich ist). Das Safariland Stukenbrock kann seinen Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen. Die Besucher fahren mit Autos durch den Park. Von daher ist eine Öffnung in Absprache mit den Behörden möglich geworden.
Hier haben die Besucher die Möglichkeit, Löwen und Tigern von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Und das nicht nur tagsüber. © Friso Gentsch/dpa
Der Tier- und Freizeitpark im ostwestfälischen Schloss Holte-Stukenbrock bietet die Möglichkeit, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts in der Safari-Lodge oder der Safari-Zelt-Lodge afrikanisches Flair zu erleben.
Der Tier- und Freizeitpark bietet die Möglichkeit, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts in der Safari-Lodge oder der Safari-Zelt-Lodge afrikanisches Flair zu erleben. Wer also einen Kurztrip plant, hat auch die Möglichkeit zur Übernachtung,  © Severine Groneberg/ Safariland Stukenbrock
Luftbild vom Möhnesee.
Für einen sommerlichen Ausflug ans Wasser bietet sich der Möhnesee im Sauerland bei Soest an. Schwimmen, Tretbootfahren und Wandern – ideal für einen Sommertag. © Ralf Ibing/Snowfield Photography/Imago
Der Möhnesee ist doppelt so groß wie San Marino.
Das „Westfälische Meer“, wie der See liebevoll genannt wird, ist die flächenmäßig größte Talsperre im Sauerland. 40 Kilometer Ufer laden zum Sonnenbaden ein. Auch Segeln, Angeln und Kanufahren sind auf dem See möglich. © Hans Blossey via www.imago-images.de
Drei Wanderinnen auf der Sauerland-Waldroute, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Sauerland three women hikers on the Saue
Mit über 200 km markierten Wanderwegen liegen die unterschiedlich langen Wanderrouten direkt am Möhnesee. Für geübte Füße bietet die Waldroute von Iserlohn entlang der Möhnetalsperre bis Marsberg 240 Kilometer Wandervergnügen. Die Waldroute führt mit zwei traumhaften Etappen am Möhnesee vorbei und wurde für die Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ nominiert. © IMAGO / blickwinkel
Der Möhnesee, Talsperre im nördlichen Sauerland, Segelboote, Yachthafen am Südufer, Drachen-Tretboot, NRW, Deutschland M
imago162704987.jpg © IMAGO/Jochen Tack

Aber wie sieht es konkret für die Mai-Tage 2025 aus? Meteorologin Maria Hafenrichter von der Regionalen Wetterberatungszentrale Essen gibt eine Prognose für den Zeitraum ab. „Aktuell befindet sich Nordrhein-Westfalen unter Hochdruckeinfluss mit kühler Luft aus Nordost“, sagt die Wetter-Expertin auf Anfrage von wa.de.

Das sorge dafür, dass in der Nacht auf Freitag, 9. Mai, in den Mittelgebirgstälern leichter Frost mit knapp unter null Grad möglich. Danach würde sich diese Luftmasse aber nach und nach erwärmen. „Somit ist über die Tage der Eisheiligen bei anhaltendem Hochdruckeinfluss in diesem Jahr nicht mit Frost zu rechnen, selbst Frost in Bodennähe ist nicht zu erwarten“, zieht die Meteorologin ein Fazit.

Maria Hafenrichter erklärt weiter: „Die Eisheiligen sind eine Singularität des Wetters, die sich nicht exakt an die angegebenen Tage hält.“ Heißt: Das Phänomen der Eisheiligen muss nicht, wenn es denn eintritt, genau im im Bereich 11. bis 15. Mai stattfinden. „Somit könnte man die aktuellen Tage vom 4. bis 9. Mai, an denen es in den Frühstunden stellenweise Frost in Bodennähe, im Bergland auch sehr vereinzelt Luftfrost gibt, dieser Bauernregel zuordnen“, sagt die Wetter-Expertin.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Gianna Schade

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