VonOliver Schmitzschließen
In der Kölner Südstadt sind umfangreiche Arbeiten geplant. Dadurch können die KVB-Bahnen dort nicht mehr fahren – was zu einigen Änderungen führt.
Köln – Bus- und Bahnfahrer in Köln müssen dieser Tage mit einigen größeren Einschränkungen leben. Durch die Sperrung der Mülheimer Brücke für den Stadtbahnverkehr fahren die KVB-Linie 13 und 18 aktuell nicht auf ihrem üblichen Linienweg. Ab Ende September gilt dasselbe für die Linien 15 und 16 – denn die KVB erneuert dann mehrere Wochen lang die Schieneninfrastruktur in der Kölner Südstadt. Dadurch müssen die beiden oberirdischen Bahnlinien getrennt werden. Noch härter trifft es aber die KVB-Linien 17 und 19, die dann gar nicht mehr fahren. Ab dem 12. Oktober wird zudem die KVB-Linie 16 zwischen Rodenkirchen und Bonn Hauptbahnhof getrennt.
Wann und wo finden die KVB-Arbeiten in Köln statt?
- Wann? Vom 21. September (3 Uhr) bis 28. Oktober (3 Uhr) 2024
- Wo? Vom Chlodwigplatz bis zum Rheinauhafen
Während der fünfwöchigen KVB-Arbeiten werden insgesamt rund 1400 Meter Gleis (entsprechend 2800 Meter Schiene), 2300 Schwellen und 3500 Tonnen Schotter ausgetauscht. Zwei neue Weichen und eine neue Gleiskreuzung ersetzen alte Anlagen. Zudem werden auf insgesamt 270 Quadratmetern die Asphaltdecke beziehungsweise das Pflaster erneuert. Im kommenden Jahr wird die neue Gleisanlage dann noch mit grünem Bewuchs ergänzt. Das dient nicht nur der Optik und dem Klima, sondern macht die entlangfahrenden Stadtbahnen leiser.
Wochenlange Arbeiten am Chlodwigplatz: Das ändert sich bei den KVB-Linien 15, 16, 17 und 19
- KVB-Linie 15: Die Bahnen fahren aus Chorweiler kommend lediglich bis zur Haltestelle „Chlodwigplatz“. Hier wird ein provisorischer Bahnsteig in Höhe des dortigen Taxistandes aufgebaut. Von diesem Bahnsteig fahren die Bahnen anschließend wieder zurück in den Kölner Norden.
- KVB-Linie 16: Die Stadtbahn-Linie wird zweigeteilt. Die aus Niehl kommenden Bahnen fahren bis zur Haltestelle „Poststraße“ auf ihrem regulären Linienweg. Ab hier werden sie auf den Weg der KVB-Linie 18 umgeleitet und enden an der Haltestelle „Klettenbergpark“, von wo aus sie wieder in Richtung Norden starten. Die aus Bonn kommenden Bahnen fahren derweil nur bis zur Haltestelle „Schönhauser Straße“ auf ihrem regulären Linienweg und werden dann auf den Weg der KVB-Linie 17 bis zu deren Endhaltestelle „Severinstraße“ umgeleitet.
- KVB-Linie 17: Die Bahnen werden während der Arbeiten komplett eingestellt, da ihr kompletter Linienweg durch die KVB-Linie 16 bedient wird.
- KVB-Linie 19: Um die Teilung der KVB-Linie 16 zu ermöglichen, wird die provisorische Stadtbahn-Linie 19 während der Arbeiten komplett eingestellt.
In diesem Jahr hatte es bereits einige Trennungen von Kölner Stadtbahnen gegeben. So fuhr die KVB-Linie 16 im Mai in Bonn nicht ihren regulären Weg. Außerdem waren im Februar die KVB-Linien 5 und 13 stark limitiert.
Änderungen bei KVB-Linien: Diese Alternativen gibt es während der Arbeiten
Einen direkten Ersatz für die ausfallenden Straßenbahn-Haltestellen wird es nicht geben. Jedoch können für den nicht von der KVB-Linie 15 befahrenen Abschnitt zwischen „Chlodwigplatz“ und der Endhaltestelle „Ubierring“ die Bus-Linien 133 und 142 genutzt werden.
KVB-Arbeiten in Kölner Südstadt: Diese Einschränkungen gibt es für Autofahrer
Durch die Arbeiten in der Kölner Südstadt wird auch der Straßenverkehr stellenweise beeinflusst. Ein Überblick:
- Ab dem 16. September wird der Taxistand von der Einmündung der Merowingerstraße auf die andere Straßenseite des Karolingerrings verlegt. Dadurch entfallen dann etwa eine Woche während des Bahnsteigaufbaus wenige Parkplätze. Der Straßenverkehr wird im Bereich des Aufbaus über die eigentliche Fläche des Taxistandes geführt, die Fahrbahn selbst wird als Arbeitsfläche für den Bahnsteigaufbau benötigt. Während der eigentlichen Erneuerungsmaßnahme des Gleisbaus kann der Karolingerring ohne Einschränkungen genutzt werden.
- Ab dem 28. Oktober wird der Autoverkehr dann erneut für eine Woche umgeleitet, um den provisorische Bahnsteig abzubauen.
- Vom 21. September bis 28. Oktober müssen entlang des Ubierrings auf beiden Seiten der großen Schienenschleife jeweils die linken Fahrspuren für den Straßenverkehr gesperrt werden. Dies beginnt im Abschnitt zwischen der Altemühler Straße und der Mainzer Straße und endet jeweils an den Einmündungen des Ubierrings in die Rheinuferstraße. Der Straßenverkehr kann den Bereich über die jeweils weitere Fahrspur passieren. Hierfür wird eine umfangreiche Halteverbotszone ausgewiesen.
- Vom 21. September bis 28. Oktober wird auf der Rheinuferstraße (Agrippinaufer) auf Höhe der Einmündungen des Ubierrings die rechte Fahrspur in Fahrtrichtung City gesperrt. Der Bereich mit einer Länge von etwa 140 Metern kann über die beiden weiteren Fahrspuren passiert werden.
- Vom 21. September bis 28. Oktober ist jedoch das Parkhaus im Rheinauhafen über die südliche Zufahrt (nahe der Südbrücke) nicht erreichbar. Die beiden weiteren Zufahrten des Parkhauses – am Harry-Blum-Platz und am Bayenturm – sind jedoch uneingeschränkt nutzbar.
- Quelle: KVB Kölner Verkehrs-Betriebe
Die Einschränkungen für Autofahrer halten sich insgesamt also in Grenzen. Auch für Fußhänger und Fahrradfahrer gibt es quasi keine Hindernisse. (os)
Rubriklistenbild: © Horst Galuschka/Imago & Manngold/Imago


