VonSarah Hankeschließen
Wann der Startschuss für die Umgestaltung des Marktes in Welver fällt, ist noch offen. Wo es solange für den Wochenmarkt hingeht, steht fest.
Welver – Wann der erste Spatenstich für die Neugestaltung des Marktplatzes sowie der Straße Am Markt erfolgt, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber schon: Für den Zeitraum der Bauarbeiten wird der Wochenmarkt umziehen müssen.
An der Starenschleife hinter Rossmann werden die Marktbeschicker so lange ihr neues Quartier beziehen und ihre Stände direkt auf dem gemeindeeigenen Parkplatz an der Straße aufstellen. Eigentümer des zweiten Parkplatzes ist Rossmann.
„Wir werden dort noch für die nötige Infrastruktur sorgen“, kündigt Gemeindesprecher Wolfgang Lückenkemper auf Nachfrage an. „Wir werden dort einen Kasten aufstellen, um den Händlern anzapfbaren Strom zur Verfügung zu stellen.“ Auch für zusätzliche Beleuchtung, die jetzt gerade in der dunklen Jahreszeit von Nöten ist, soll noch gesorgt werden.
Kunden gehen gewohnte Routen
Offen ist noch, ob und in welcher Form der Abendmarkt während der Bauarbeiten seine Fortsetzung erlebt. Oder ob er für diese Zeit pausieren wird. Denn für die Größe, die die Veranstaltung bei den vergangenen Auflagen bereits angenommen hatte, sei der Platz hinter Rossmann zu klein, so Lückenkemper. Und das Ambiente stimme auch nicht ganz.
Den Händlern bleibt nichts anderes übrig als umzuziehen, wenn der Wochenmarkt auch während der Neugestaltung des Marktplatzes stattfinden soll. „Ich wüsste keine Alternative, wo wir uns sonst hinstellen sollen“, sagt Heinz-Joachim Nölken am Gemüse-Stand. Er ist jedoch gespannt, ob er mit seinem langen Gefährt problemlos zu seinem neuen Standort kommen wird und wie die Kundschaft die Verlegung des Wochenmarktes annehmen wird. „Man muss abwarten und es muss sich erst einspielen“, schätzt er. Aus Erfahrung weiß er von anderen Märkten, dass eine Umstellung oft problematisch ist, da die Kunden ihre gewohnten Routen gehen und sich dann wundern, wenn sie ihren Stammhändler nicht finden können.
Wochenmarkt Welver hat sich etabliert
„Wir standen mal zehn bis 15 Meter außerhalb der gewohnten Linie und die Leute haben uns nicht gefunden“, erinnert sich Nölken, der seit zehn Jahren mit seinem Gemüsestand auf dem Wochenmarkt präsent ist. Mit der Kundenresonanz in Welver sei er immer zufrieden gewesen. „Der Markt hat sich etabliert. Ich fahre gerne zum Markt nach Welver, weil es für mich ja auch nur fünf Minuten Fahrtzeit sind“, sagt Nölken.
Wenn wir am Ende einen schönen Marktplatz haben wollen, müssen wir eben in den sauren Apfel beißen.“
Auch Händler Torsten Wilms hat inzwischen seine Stammkunden auf dem Wochenmarkt. „Man hofft natürlich immer, dass ein paar mehr Kunden kommen“, sagt er. „Die Leute sparen schon mehr als früher.“
Für schönen Marktplatz in „sauren Apfel“ beißen
Er hofft, dass seine Stammkunden ihm auch am Ausweichstandort die Treue halten werden. Denn der Durchgangsverkehr vom Marktplatz werde ja dann fehlen.
Aber das nimmt der Händler gerne in Kauf. „Wenn wir am Ende einen schönen Marktplatz haben wollen, müssen wir eben in den sauren Apfel beißen“, sagt Wilms und freut sich auf dann wieder an gewohnter Stelle – nur eben noch schöner – durchstarten zu können. Auf dem Wochenmarkt versucht Torsten Wilms noch Fuß zu fassen und sich mit seinem Stand zu etablieren.
Gemüsestand Nölken pausiert krankheitsbedingt
Bis zum Beginn der Baumaßnahmen findet der Wochenmarkt freitags an gewohnter Stelle statt. Allerdings ohne Gemüsestand, daHeinz-Joachim Nölken krankheitsbedingt einige Zeit pausieren muss.
Der Rat hatte Anfang Dezember beschlossen, dass die Händler keine Gebühren zahlen müssen, solange die Bagger am Marktplatz und der Straße am Markt rollen.
Rubriklistenbild: © Wilms

