Neue Farbe zum runden Geburtstag

Zwangspause für Lippefähre Lupia direkt nach Saisonstart

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    Markus Hanneken
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Kurz nach dem Saisonstart musste die Lippefähre Lupia in Hamm ihren Dienst wieder einstellen. An der auffälligen neuen Farbe liegt es nicht, die hat aber auch bestimmte Gründe.

Hamm - Erst am vergangenen Freitag, 31. März, hatte die Lupia in Hamm ihren zehnten Geburtstag, gleichzeitig startete der Betrieb in die neue Saison. Doch seit dem am Wochenende ist der schon wieder unterbrochen. Grund waren die Niederschläge der vergangenen Tage. Das teilte der Lippeverband am Montag mit.

Führe die Lippe durch starke Regenfälle viel Wasser, nehme auch die Strömung zu, heißt es. Daher werde die Fähre, die bekanntlich nur mit Muskelkraft ans andere Ufer gezogen wird, ab Überschreiten eines kritischen Pegelstandes vom Betreiber außer Betrieb genommen. Voraussichtlich am Karfreitag, 7. April, kann die am Schloss Oberwerrries verortete Lupia wieder Passagiere transportieren.

Präsentierten zum zehnten Geburtstag die Lupia mit neuer Signalfarbe: Uli Paetzel und Marc Herter.

Gut eine halbe Millionen Passagiere haben mit der Lupia seit 2013 übergesetzt. Allein im vergangenen Jahr waren es 63.000, 2018 sogar 84.000. Der Fahrgast ist dabei sein eigener Fährmann: Man zieht sich an den Ketten, mit denen die Lupia zwischen den Ufern vertäut ist, über den Fluss. Möglich ist das nach der aktuellen Zwangspause bis zum 31. Oktober täglich von 7 bis 20 Uhr. Mitarbeiter des Lippeverbandes schließen morgens auf und abends ab.

Lippefähre Lupia in Hamm: Sicherheitssystem schützt Passagiere

Welche Freude die Menschen mit der Lupia haben, das könnten die Leute des Lippeverbandes häufiger erleben, erzählt Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes. Zum Schutz der Passagiere sei die Fähre mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Brauche sie zu lange, um das andere Ufer zu erreichen, würden die Diensthabenden benachrichtigt und bekämen von einer Kamera Live-Bilder übertragen. Im November 2022 hatte es vor Ort allerdings tatsächlich einen Alarm-Einsatz gegeben, damals rückte sogar die Feuerwehr an.

Der neue Anstrich in „Morgengrün“ sei nach zehn Jahren notwendig gewesen, heißt es beim Lippeverband. Den Farbton trügen nun alle vier Fähren des Verbandes. Ende März hatte die Lupia wegen der Corona-Situation einen „Antivirus-Anstrich“ erhalten.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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