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Alina Schröder
Michelle Brey
Bjarne Kommnick
Moritz Bletzinger
Die Polizei stuft den Messerangriff in Solingen als Anschlag ein. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Alle Informationen zur aktuellen Lage, Tatort und Hergang.
Update vom 26. August, 19.36 Uhr: Wie der Focus aus Sicherheitskreisen erfahren haben will, sollen Ermittlerinnen und Ermittler in einem Gully in Solingen ein durchnässtes Handy und ein Tablet gefunden haben. Bislang sei jedoch unklar, ob die Gegenstände etwas mit dem Messerangriff zu tun hatten oder gar dem mutmaßlichen Täter gehören. Die Angaben wurden zudem von der Polizei nicht bestätigt.
Update vom 26. August, 14.27 Uhr: Kriminaltechniker soll es gelungen sein, die DNA des mutmaßlichen Attentäters von Solingen an der Tatwaffe sichergestellt zu haben. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf ein vertrauliches Polizeipapier. Offiziell bestätigt wurden diese Informationen bislang nicht.
Update vom 26. August, 14.10 Uhr: Die Sicherheitsvorkehrungen für das Oktoberfest in München sollen nach dem tödlichen Messerangriff von Solingen verstärkt werden. „Aus Anlass der aktuellen Sicherheitslage werden wir die Kontrollen nochmals intensivieren“, kündigte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an. An den Einlasspunkten könne es deshalb zu längeren Wartezeiten kommen. Sicherheit gehe nun einmal vor, so Reiter. Die Wiesn gilt als größtes Volksfest der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Gäste aus aller Welt an. Dieses Jahr soll das Oktoberfest vom 21. September bis zum 6. Oktober dauern.
Am Wochenende hatte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) angekündigt, dass das Sicherheitskonzept noch mal unter die Lupe genommen werden soll. „Solingen wirft uns jetzt nicht völlig aus der Bahn, und es ist nicht so, dass wir das Rad deswegen neu erfinden müssen, weil diese Attentatsszenarien im Sicherheitskonzept schon mitgedacht sind. Aber es wäre fahrlässig, jetzt nicht alles noch mal zu überprüfen“, hatte er erklärt.
Update vom 26. August, 12.18 Uhr: Bei WDR-Journalist Bambad Esmaili hatte sich ein Mann gemeldet, der über mehrere Wochen im Zimmer mit dem mutmaßlichen Täter zusammengelebt habe. Ein Gespräch kam letztlich aber nicht zustande. „Er hat gesagt, er hat Angst, sein Leben sei in Gefahr“, berichtet Esmaili im ARD-Brennpunkt am Sonntag.
„Ich könnte einer der getöteten Menschen sein“, berichtet dem WDR derweil ein Mann, der am Freitag mit seinen Freunden auf dem Stadtfest gefeiert hatte. Siavash Hosseini wurde angegriffen und hat überlebt. Er habe ihm direkt in die Augen geschaut, als der Messerangreifer auf ihn zukam, berichtet Hosseini. Dann stach der Unbekannte zu, verletzte ihn im Nacken.
Vor rund einem Jahr war Hosseini aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet. Genau vor solchen Extremisten sei er geflohen.
Update vom 26. August, 11.19 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Solingen sei bei seiner geplanten Abschiebung „im rechtlichen Sinne“ nicht untergetaucht, erklärt Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) im ARD-Talk „Caren Miosga“. Der 26-Jährige sei lediglich an dem Tag nicht erschienen, an dem er abgeholt werden sollte. „Ansonsten war er immer da.“
Update vom 26. August, 9.55 Uhr: Rund um den Tatort und die Innenstadt von Solingen fanden am Sonntag (26. August) drei Demonstrationen statt. Aufgerufen hatten unter anderem das von linken und bürgerlichen Organisationen getragene Bündnis „Wuppertal stellt sich quer“ sowie die als gesichert rechtsextrem eingestufte „Junge Alternative“, eine Jugendorganisation der AfD.
„Wuppertal stellt sich quer“ hatte nach eigenen Angaben auf eine Protest-Ankündigung der „Jungen Alternative und anderer Nazigruppen“ reagiert. Die Gruppe wollte sich „den Nazis in den Weg stellen“, hatte unter anderem Sorge wegen der Nähe der Demonstration zu einer Unterkunft für Geflüchtete.
Zunächst verlief alles friedlich, bis Demonstrierende der linken Gruppierung laut Polizei eine Polizeikette durchbrachen. Die Einsatzkräfte setzten Schlagstöcke ein.
Am Montagabend hat der sogenannte „Solinger Widerstand“ zu weiteren Kundgebungen aufgerufen. Die Gruppe ist vor allem für Proteste gegen Corona-Maßnahmen und Impfungen bekannt geworden. Die Stadt Solingen warnte wiederholt vor kruden Thesen der Gruppierung, die taz beschreibt sie als „Sammelbecken für Impfgegner und Rechtsextreme“. Auch Gegendemonstrationen wurden bereits angekündigt.
Update vom 26. August, 6.30 Uhr: Nach dem tödlichen Messerangriff in Solingen bleiben weiter viele Fragen offen. In einem Interview teilte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Sonntag neue Details zu den Ermittlungen mit. So hatte das in der Nähe des Tatorts gefundene Messer eine Klinge von 15 Zentimetern und sei die einzige Tatwaffe, wie Reul der Rheinischen Post sagte. In einer Asylunterkunft wurde bereits am Samstagabend eine „Halterung für ein Messer“ gefunden – dort „passte das von uns zuvor gefundene Messer genau rein“, fuhr Reul fort.
Indes äußerte sich im WDR ein überlebendes Opfer des Messerangriffs. Gemeinsam mit einem Freund habe der Iraner Siavash Hosseini das Stadtfest in Solingen besucht. „Alles ist in weniger als 15 Sekunden passiert“, sagte der Mann, der selbst aus seiner Heimat geflüchtet sei. Er habe sich bei dem Angriff in Solingen zwar noch wegdrehen können, wurde von dem mutmaßlichen Täter aber im Nacken mit dem Messer getroffen. Er habe gesehen, wie dieser auf ihn zukam und ihm direkt in die Augen geschaut, heißt es in dem Bericht weiter. Seine Verletzung musste demnach im Krankhaus mit 21 Stichen genäht werden.
Tödlicher Messerangriff in Solingen: Staatsanwaltschaft äußert sich
Update vom 25. August, 20.49 Uhr: Der 26-jährige Mann teile die Ideologie der Terrorvereinigung IS und habe sich ihr zu einem derzeit nicht genau bestimmbaren Zeitpunkt vor dem 23. August angeschlossen, heißt es in der Mitteilung der Bundesstaatsanwaltschaft. Eine Abschiebung des Asylbewerbers war 2023 gescheitert. Er tauchte demnach monatelang unter.
Wegen seiner radikal-islamistischen Überzeugungen habe er den Entschluss gefasst, auf dem Solinger Stadtfest eine möglichst große Anzahl aus seiner Sicht „ungläubiger Menschen“ zu töten, so die Bundesanwaltschaft. „Dort stach er mit einem Messer hinterrücks wiederholt und gezielt auf den Hals- und Oberkörperbereich von Besuchern des Festivals ein.“
Update vom 25. August, 16.38 Uhr: Der Tatverdächtige im Fall des Solinger Messerangriffs mit drei Toten kommt in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe habe Haftbefehl unter anderem wegen Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und wegen Mordes erlassen, teilte die Bundesanwaltschaft mit.
Update vom 25. August, 15.50 Uhr: Der Tatverdächtige im Fall des Solinger Messeranschlags ist in Karlsruhe, um einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof (BGH) vorgeführt zu werden. Dieser muss entscheiden, ob der Mann unter anderem wegen möglicher Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Mordes in Untersuchungshaft kommt. Der Verdächtige wurde per Helikopter nach Karlsruhe geflogen.
Update vom 25. August, 12.45 Uhr: Der mutmaßlich Tatverdächtige des Messerangriffs befindet sich am Sonntagmittag offenbar auf dem Weg zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe. Dafür sei ein Spezialkommando der Polizei im Einsatz, wie aus einem Bericht der Bild hervorgeht. Demnach waren eine Kolonne, bestehend aus mehreren schwarzen Fahrzeugen, als auch ein Hubschrauber der Bundespolizei in Solingen eingetroffen.
Update vom 25. August, 12.20 Uhr: Positive Neuigkeiten aus Solingen: Nach Klinikangaben sind alle Verletzten des Messerangriffs außer Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei vom Samstag waren die Verletzungen bei vier Opfern zunächst lebensgefährlich, bei zwei weiteren schwer und bei zwei Betroffenen leicht.
„Alle vier noch stationär behandelten Patienten sind über den Berg“, sagte Thomas Standl am Sonntag im TV-Sender Welt. Er ist der ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums Solingen. „Ich komme gerade von der Visite auf der operativen Intensivstation, wo zwei Patienten – einer davon auch bis vor kurzem – noch beatmet wurde“, sagte Standl. Auch dieser Patient werde inzwischen nicht mehr beatmet.
Messerangriff in Solingen: Mutmaßlicher Täter sollte abgeschoben werden
Update vom 25. August, 11.20 Uhr: Der mutmaßliche Täter des Messerangriffs in Solingen sollte 2023 nach Bulgarien abgeschoben werden. Das berichtete zuerst der Focus. Der Deutschen Presse-Agentur wurden diese Angaben bestätigt. Zuvor war demnach sein Asylantrag abgelehnt worden.
Der 26-Jährige sei laut Focus-Bericht abgetaucht. Sechs Monate danach, als er sich bei den zuständigen Behörden meldete, sei er dann in der Flüchtlingsunterkunft in Solingen untergebracht worden. In seinem Zimmer sei die Messerhülle der Tatwaffe gefunden worden.
Update vom 25. August, 9.30 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Messerangriff in Solingen gibt es neue Details zu dem mutmaßlichen Täter. Der 26 Jahre alte Mann wurde nach Informationen des Magazins Spiegel in Deir al-Sor in Syrien geboren. Er sei Ende 2022 nach Deutschland gekommen und habe in Bielefeld einen Asylantrag gestellt. Ein Jahr später habe er dann subsidiären Schutz erhalten. Dieser greift, „wenn weder Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht“, informiert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf seiner Website.
Den Spiegel-Informationen nach, die von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt wurden, ist der mutmaßliche Täter sunnitischer Muslim. Dass er bislang nicht als islamistischer Extremist bekannt war, wurde der dpa hingegen bestätigt.
Bundesanwaltschaft ermittelt nach tödlichem Messerangriff in Solingen
Update vom 25. August, 9 Uhr: Nach dem Anschlag in Solingen mit drei Toten hat Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge die Bundesanwaltschaft als oberste deutsche Anklagebehörde die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf der dpa mit.
Nun ermittelt die Bundesanwaltschaft auch wegen Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegen den Tatverdächtigen. Das teilte eine Sprecherin der obersten deutschen Anklagebehörde der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe mit.
Update vom 25. August, 8.20 Uhr: Die Polizei hat Details zu der Festnahme des Tatverdächtigen nach dem tödlichen Messerangriff in Solingen mitgeteilt. Demnach habe sich der Mann am Samstagabend den Ermittlungsbehörden gestellt, wie die Polizei Düsseldorf am Sonntagmorgen mitteilt. Es handele sich um einen 26-jährigen Syrer, bestätigte eine Polizeisprecherin der AFP. Er gab demzufolge an, für den Anschlag auf dem Stadtfest in Solingen verantwortlich zu sein. Seine Tatbeteiligung werde „derzeit intensiv geprüft“, hieß es weiter.
Die Stadt Solingen kündigte indes für Sonntag einen Trauergottesdienst an. Statt des geplanten Festgottesdienstes zum 650-jährigen Bestehen der Stadt werde um zehn Uhr in der Stadtkirche am Fronhof ein Trauergottesdienst stattfinden, hieß es auf der Website der Stadt.
Messerangriff in Solingen: Festgenommener Mann sei im „höchsten Maße“ tatverdächtig
Update vom 25. August, 6.30 Uhr: Nach dem Anschlag in Solingen hat die Polizei den mutmaßlichen Angreifer festgenommen. „Der, den wir den ganzen Tag in Wirklichkeit gesucht haben, der ist seit kurzer Zeit bei uns im Gewahrsam“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Samstagabend in den Tagesthemen der ARD. Der festgenommene Mann sei im „höchsten Maße“ tatverdächtig. Es handele sich um mehr als eine Vermutung, Beweisstücke seien gefunden worden – welche das sind, bleibt zunächst unbekannt.
Medienberichten zufolge hatte sich der Tatverdächtige einer Polizeistreife gestellt. Zuvor war es bereits zu zwei weiteren Festnahmen im Zusammenhang mit dem tödlichen Messerangriff gekommen. Der Spiegel berichtete, der mutmaßliche Täter sei ein 26-jähriger Syrer, der Ende Dezember 2022 nach Deutschland gekommen sei und in Bielefeld einen Antrag auf Asyl gestellt habe.
Reul zufolge habe er in einer Flüchtlingsunterkunft in Solingen gewohnt. Den Sicherheitsbehörden war er nach Spiegel-Informationen bislang nicht als islamistischer Extremist bekannt. Diese Informationen zum Täter wurden der dpa bestätigt.
Messerangriff in Solingen: IS bekennt sich zu Anschlag – „ein Soldat“
Update vom 24. August, 21.38 Uhr: Im Zuge des Messerangriffs in Solingen wurde eine Person in einer Flüchtlingsunterkunft in Solingen von der Polizei festgenommen. Ein Sprecher der Polizei teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass nun die Zusammenhänge der Tat überprüft werden.
Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich indes zu dem Anschlag bekannt. Ein „Soldat“ des IS habe den Angriff „auf eine Versammlung von Christen in der Stadt Solingen in Deutschland“ am Freitag verübt, teilte das IS-Propaganda-Organ Amaq am Samstag im Onlinedienst Telegram mit.
Nach Messerangriff in Solingen: Hunderte nehmen an Andacht teil
Update vom 24. August, 20.17 Uhr: Hunderte von Menschen, die um die Opfer des Messerangriffs trauerten, nahmen an einer Andacht in der Fußgängerzone von Solingen teil. Sie brachten Blumen und Kerzen mit. Michael Mohr, der Stadtdechant von Solingen, äußerte: „Die Stadt ist heute eine andere als sie gestern war“. Am Tatort legten viele Menschen Vereinsschals, Kuscheltiere, Briefe und nieder.
Mohr betonte: „Worte zu finden, ist fast unmöglich – Gesten zeigen nicht“. Ilka Werner, die evangelische Superintendentin, unterstrich ebenfalls die tröstende Kraft der Gemeinschaft. „Wie gut, dass Ihr da seid“, sagte sie. Auf dem Platz waren mehrere Seelsorger mit lila Westen anwesend.
Nach einer Erklärung vor dem Rathaus von Solingen gaben die Spitzenpolitiker von Bund und Land bekannt, dass sie den Tatort nicht mehr besuchen würden, um die Ermittlungen nicht zu behindern.
Messerangriff in Solingen: Organisator äußert sich – „kann sich gegen Messerstecher nicht schützen“
Update vom 24. August, 19.06 Uhr: Der Organisator des Stadtfestes in Solingen, Philipp Müller, hat sich nun zum tödlichen Messerangriff geäußert. Im Interview mit Focus erklärt er, dass er als einer der ersten über die Tat informiert wurde. Er sei sofort zum Tatort gefahren. „Es war sehr still, und es lagen dort die Verletzten. Bei den Leuten die da waren, Bühnenhelfer und Security Leute, ich hab da in leere Augen geschaut“, so Müller.
Dass erst im März mehrere Menschen bei einem Brandanschlag in der Stadt ums Leben kam, mache es den Menschen noch schwerer, das Geschehene zu verarbeiten. „Das ist für die Stadtgesellschaft sehr, sehr schwer“, erklärt der Organisator. Sich vor einem Angriff wie diesem zu schützen, wäre laut ihm nicht möglich. „Man kann sich gegen Messerstecher nicht schützen.“
Messerangriff in Solingen: Verdächtiger 15-Jähriger festgenommen – Polizei bittet um Hinweise
Update vom 24, August, 17.13 Uhr: Nach dem tödlichen Messerangriff in Solingen ermittelt die Polizei aktuell „in alle Richtungen“. Dazu gab es auch mehrere Durchsuchungen „im gesamten Land Nordrhein-Westfalen“. Die Polizei geht von einem männlichen Täter aus. Es soll sich um einen „sehr gezielten Angriff auf den Hals“ der Opfer gehandelt haben, sagte Polizeiführer Thorsten Fleiß.
Der Anfangsverdacht eines terroristischen Hintergrundes ergibt sich laut Staatsanwaltschaft daraus, dass „kein anderes Motiv ersichtlich“ sei. Die Opfer hätten „in keiner Beziehung zueinander gestanden“. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus. Die Polizeipräsenz sei erhöht worden, hieß es.
Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe. Auf ihrem Hinweisportal (nrw.hinweisportal.de) könnten Hinweise zur Tat oder dem Täter abgegeben und Bild- oder Videomaterial hochgeladen werden.
Messerangriff in Solingen: Polizei mit neuen Erkenntnissen – 15-Jähriger festgenommen
Update vom 24. August, 15.20 Uhr: Wie der Polizeiführer Düsseldorf Thorsten Fleiß bei der Pressekonferenz sagte, befindet sich aktuell ein 15-Jähriger in Gewahrsam. Inwiefern er an der Tat beteiligt war, werde derzeit noch ermittelt. Möglicherweise hat eine unbekannte Person diesen über die Absichten des Messerangriffs vorher informiert. Hinweise kamen von Zeuginnen. Es werden weiter „umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen“ im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Eine klare Täterbeschreibung liege nicht vor. Es werden derzeit Messer als mögliche Tatwaffen untersucht, die vor Ort gefunden wurden.
Wie Markus Caspers von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf sagte, ist das Motiv weiter unklar – jedoch könne ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde die Identität der drei Toten bekanntgegeben. Bei ihnen handelt es sich um einen 67-Jährigen, einen 56-Jährigen und eine 56 Jahre alten Frau.
Update vom 24. August, 9.24 Uhr: „Unsere Sicherheitsbehörden tun alles, um den Täter zu fassen und die Hintergründe des Anschlags zu ermitteln“, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Polizei NRW hat dabei jede Unterstützung des Bundes. Ich bin dazu mit NRW-Innenminister Herbert Reul und unseren Sicherheitsbehörden im laufenden Kontakt.“
Nach dem Anschlag auf dem Stadtfest Solingen sind noch beinahe sämtlichen Fragen zu Täter und Motiv offen. Die Polizei geht momentan lediglich davon aus, dass es sich um einen einzelnen Täter handelt, Hinweise auf weitere beteiligte Personen gibt es nicht. Über alle bekannten Infos zum Täter berichtet wa.de von IPPEN.MEDIA.
Anschlag in Solingen: Polizei fahndet mit Hochdruck nach Täter
Um den Angreifer zu finden, würden nun „sowohl Opfer als auch Zeugen befragt“, teilt die Düsseldorfer Polizei mit. Der mutmaßliche Täter hatte es beim Tumult nach der Attacke geschafft, vom Tatort zu entkommen. Ein Großaufgebot der Polizei ist im Stadtgebiet auf der Suche. Die Deutsche Presse-Agentur spricht von mehreren Spezialeinheiten, die die Polizei unterstützen.
„Wir haben derzeit keinen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort“, sagte ein Polizeisprecher. Zum Aussehen des flüchtigen Verdächtigen gebe es keine gesicherten Informationen. „Ich glaube, das ist unser Riesenproblem. Wir haben noch nicht so viele Angaben zum Täter“, erklärte Alexander Kresta, Sprecher der Polizei Wuppertal.
Erstmeldung vom 24. August, 6.44 Uhr: Solingen – Anschlag auf die Jubiläumsfeier der Stadt Solingen (NRW). Bei einem Messerangriff tötete ein Unbekannter mehrere Menschen, die Polizei löst Großalarm aus. Die wichtigsten Informationen im Überblick.
Messerangriff auf Stadtfest: Was ist in Solingen passiert?
Am späten Freitagabend (23. August) zog ein Angreifer plötzlich ein Messer und stach wahllos auf Gäste ein. Drei Menschen starben, mehrere wurden verletzt. Der Täter habe gezielt auf den Hals der Opfer eingestochen, berichtet die Polizei. Deshalb wird die Attacke in Solingen als Anschlag eingestuft.
Wo ereignete sich die Tat?
Der Angriff fand auf dem Fronhof in Solingen statt, einem Marktplatz im Stadtzentrum.
Das Solinger Tageblatt berichtete weiter, dass der Angriff während eines Konzerts auf der Veranstaltung stattfand. Laut einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur fand der Angriff unmittelbar vor der Bühne statt. Nach und nach drangen Blaulichter in das Festgelände ein. Gegen 22 Uhr beendete der Veranstalter das Event auf der Bühne.
Täter nach Anschlag in Solingen auf der Flucht: Was wissen wir über den Unbekannten?
Zeugen berichteten, dass der Angreifer in Richtung der Hauptstraße geflohen sei. Die Polizei bestätigte, dass bisher keine Festnahme erfolgt und der Täter noch auf der Flucht ist. Dem Täter sei es gelungen, im Tumult und in der sich anfangs ausbreitenden Panik nach der Tat zu entkommen, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. „Wir haben derzeit keinen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort“, sagt ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Zum Aussehen des mutmaßlichen Täters gebe es keine gesicherten Informationen. Auf eine weitere beteiligte Person gibt es keine Hinweise.
Polizei ermittelt nach Anschlag in Solingen: Wie ist die aktuelle Lage?
Es wurde berichtet, dass mindestens ein Polizeihubschrauber das Gebiet umkreiste. Bewaffnete Polizisten haben das Gebiet abgeriegelt und zahlreiche Rettungswagen sind im Einsatz. Während des Vorfalls waren Sirenen in der Nähe des Tatorts zu hören. Zeugen, die in unmittelbarer Nähe zum Geschehen waren, stünden unter Schock. „Die werden von uns im Augenblick professionell betreut und wir vernehmen diese natürlich, um da jetzt genauere Angaben zu bekommen“, erklärt ein Sprecher der Polizei Wuppertal. (moe/bk/dpa)
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