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Bedroht die Gehirn-Entwicklung: Arzt warnt vor beliebter Kinderserie

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Der Mediengebrauch in jungen Jahren wird häufig kritisiert. Eine bestimmte Serie soll jedoch besonders schädlich für die Entwicklung von Kindern sein.

Apple Valley – Im Zeitalter von Instagram, TikTok und ständig verfügbaren Medieninhalten auf Plattformen wie YouTube stehen viele Eltern vor der Frage, wie viel Medienkonsum gut ist für ihre Kinder. Ein Arzt warnt jetzt vor einer Sendung, die aufgrund ihrer Wirkung medizinisch sogar schädlich sein soll.

Mehr und finden auch Mediziner und Politiker ihren Weg auf moderne Plattformen, um ihre Botschaften dort zu vermitteln. Das in China entwickelte TikTok ist dafür bekannt, mit kurzen Videos sehr schnell viele Nutzer zu erreichen. Dort vertreten ist auch ein Amerikaner, der als „Dr. Joe“ (47) zur kleinen Berühmtheit wurde. Auf der Plattform hat er bereits mehr als zwei Millionen Follower und gibt medizinische Ratschläge. Mit vollem Namen heißt der Mediziner Joe Whittington und arbeitet eigenen Angaben zufolge als Notarzt in einer Klinik im kalifornischen Apple Valley.

Prison Break, Scrubs & Co: Diese Serien-Reboots könnten uns erwarten

Stephen Amell in „Suits: L.A.“
„Suits: L.A.“: Am 23. Februar 2025 startet das Spin-off der beliebten Anwaltsserie „Suits“ auf NBC. Die Serie folgt Ted Black (Stephen Amell), einem ehemaligen Strafverteidiger, der nun eine Kanzlei in Los Angeles leitet. Die Kanzlei steht jedoch vor einer Krise und die Charaktere müssen ihre Loyalität und persönlichen Grenzen immer wieder hinterfragen. Bryan Greenberg und Lex Scott Davis spielen wichtige Rollen, während Aaron Korsh, der Schöpfer von „Suits“, das Drehbuch liefert. © NBC
Die Original-Castmitglieder aus „One Tree Hill“
„One Tree Hill“: Ein Reboot wird als Sequel bei Netflix entwickelt und spielt 20 Jahre nach den Ereignissen der Originalserie. Die Rückkehrer aus der Originalbesetzung sind Sophia Bush („Chicago P.D.“) und Hilarie Burton Morgan, die erneut ihre Rollen als Brooke und Peyton übernehmen und außerdem als Executive Producer fungieren. Die neue Serie wird die Charaktere in neuen Lebensabschnitten zeigen, wobei die ursprüngliche Dynamik beibehalten wird, während sich die Handlung auf die Herausforderungen des Erwachsenenlebens konzentriert. © The CW und WBTV
Die Familie aus der US-Serie „Malcolm Mittendrin“
„Malcolm in the Middle“: „Malcolm mittendrin“ kehrt als Miniserien-Revival bei Disney+ zurück. Die Originaldarsteller, darunter Frankie Muniz, Bryan Cranston und Jane Kaczmarek, sollen wieder in ihre Rollen schlüpfen. Die geplante vierteilige Miniserie wird von den kreativen Köpfen der Originalserie geführt und verspricht, die chaotische Familiendynamik mit neuen Überraschungen fortzusetzen. © FOX
Poster zu „Daredevil: Born Again“
„Daredevil: Born Again“: Ab dem 4. März 2025 wird auf Disney+ erneut die Geschichte des blinden Anwalts Matt Murdock (Charlie Cox) alias Daredevil erzählt. Nach Verzögerungen wurde die Serie neu ausgerichtet. Dario Scardapane übernahm als Showrunner, bekannte Darsteller wie Elden Henson und Ayelet Zurer sind wieder dabei. Ob es ein Reboot oder eine Fortsetzung ist, bleibt umstritten. Cox und Wilson-Fisk-Darsteller Vincent D‘Onofrio betonen Ähnlichkeiten zur Netflix-Serie, doch die Charaktere wurden weiterentwickelt. © Disney+
Poster zu „King of the Hill“
„King of the Hill“: Die Animationsserie erhält ein Revival auf Hulu, das für zwei Staffeln geplant ist. Viele der ursprünglichen Sprecher, darunter Mike Judge, Kathy Najimy und Stephen Root, kehren in ihre Rollen zurück. Die neue Serie wird einen Zeitsprung enthalten und hat noch keinen offiziellen Titel. © FOX
Serienposter von „Melrose Place“
„Melrose Place“: Ein Reboot der 90er Kultserie befindet sich derzeit in der Planungsphase. Mehrere Originalstars, darunter Heather Locklear, Daphne Zuniga und Laura Leighton, wollen zurückkehren. Die Serie wird sich auf die Charaktere nach einem plötzlichen Todesfall konzentrieren, der alte Konflikte und Geheimnisse wieder ans Licht bringt, wobei das Projekt einen modernen Blickwinkel auf das chaotische Drama der Vergangenheit werfen soll. © FOX
Der Cast der Originalserie „White Collar“
„White Collar“: Die Krimiserie wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Revival mit dem Titel „White Collar Renaissance“ erhalten. Serienmacher Jeff Eastin hat das Skript geschrieben, während die Hauptdarsteller Matt Bomer, Tim DeKay und Tiffani Thiessen ihr Interesse bekundet haben, ihre Rollen wieder aufzunehmen. Einen Sender und einen Starttermin gibt es bisher noch nicht. © USA Network
Nick Tarabay in „Spartacus: House of Ashur“
„Spartacus“: Starz hat ein Revival der „Spartacus“-Reihe mit der neuen Serie „Spartacus: House of Ashur“ angekündigt, die eine alternative Geschichte für die Figur Ashur bietet. Der ursprüngliche Showrunner Steven S. DeKnight kehrt zurück und Nick E. Tarabay wird erneut die Rolle von Ashur übernehmen. Die Serie, die 2025 starten soll, wird als erotisches, spannendes Abenteuer beschrieben, das an die Erfolgselemente des Originals von 2010 bis 2013 anknüpft. © Starz
Key Art zur Serie „Martin“ mit Martin Lawrence
„Martin“: Die Comedy erhält ein Prequel in Form der Serie „Young Martin“, die die Jugend des charismatischen Martin Payne aus der gleichnamigen 90er Sitcom erzählt. Die Geschichte spielt im modernen Detroit und folgt einem Teenager, der die Herausforderungen des Erwachsenwerdens meistert. Martin Lawrence, der die ursprüngliche Rolle spielte, ist als Produzent an dem Projekt beteiligt, das das Erbe der Kultserie weiterführt und dabei Themen wie Familie und Freundschaft behandelt. © FOX
Szenenbild aus der Serie „Euphoria“
„Euphoria“: RTL+ hat sich die Rechte am deutschen Remake von „Euphoria“ gesichert. Produziert wird die Serie von Zeitsprung Pictures, mit Jonas Lindt und Paulina Lorenz als Autoren. Die Serie wird sich der deutschen Jugend widmen mit Themen wie Identität, Sucht und psychische Erkrankungen und dabei den Kern der israelischen Originalgeschichte beibehalten. © HBO
Die Stars der Serie „Akte X“ feierten weltweit Erfolge mit ihrer Mysteryserie.
„Akte X“: Ein Reboot des Serienklassikers „The X-Files“ wird aktuell unter der Leitung von Regisseur Ryan Coogler („Black Panther“, „Creed“) vorbereitet und soll einen diversen Cast umfassen. Dabei gibt es dennoch Bestrebungen, die ursprünglichen Darsteller wie David Duchovny und Gillian Anderson für das Projekt zu gewinnen, da ihre Charaktere, Mulder und Scully, das Herzstück der Serie waren. Ohne sie könnte das Reboot Schwierigkeiten haben, an den Erfolg des Originals anzuknüpfen. © FOX
Poster zu „Bewitched“ alias „Verliebt in eine Hexe“
„Bewitched“: Eine dramatischere, einstündige Neuinterpretation der klassischen 60er-Jahre-Comedy befindet sich derzeit in Planung. Die potentielle Serie wird von Judalina Neira produziert, die für ihre Arbeit an „The Boys“ bekannt ist. Details zum Cast, einschließlich der Besetzung für die Hauptrolle der Samantha Stephens, stehen noch aus, ebenso wie der genaue Veröffentlichungstermin und ein Sender. © ABC
Cast der Serie „Baywatch“
„Baywatch“: Ein Remake der Rettungsschwimmerserie wurde 2024 von FOX in Auftrag gegeben. Das Skript stammt von Lara Olsen, die auch als Showrunnerin fungiert. Sie arbeitet mit den Originalmachern zusammen und bringt ihre Erfahrung aus Serien wie „Private Practice“ und „90210“ ein. Momentaner Status: in Produktion. © IMAGO
Sarah Michelle Gellar sitzend auf Tisch. Mysteriöser Raum mit Antiquitäten.
„Buffy - Im Bann der Dämonen“: Die Kultserie könnte ein Reboot bekommen, da Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar kürzlich ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Rückkehr geändert hat. In einem Interview erklärte sie Ende 2024, dass Serien wie „Dexter: Original Sin“ ihre Sichtweise beeinflusst haben und sie nun offen für die Idee sei. Obwohl Gellar nicht zwangsläufig als Buffy zurückkehren möchte, glaubt sie, dass das „Buffy“-Universum großes Potential für neue Geschichten bietet. Allerdings ist hier noch gar nichts spruchreif. © IMAGO / Cover-Images
Harry Potter und der Stein der Weisen
„Harry Potter“: Nach acht Filmen wird „Harry Potter“ von HBO nun zur Serie adaptiert. Die Dreharbeiten starten im April 2025, das Casting für Harry, Ron und Hermine läuft bereits. Die Ausstrahlung ist frühestens 2026 geplant, möglicherweise sogar erst 2027. Um sichtbare Altersunterschiede bei den jungen Darstellern zu vermeiden, sollen die ersten beiden Staffeln zeitnah gedreht werden. © Imago
Cast der Serie Friday Night Lights
„Friday Night Lights“: Peacock arbeitet an einem Reboot der beliebten Football-Serie, das bereits in Produktion ist. Ob Taylor Kitsch erneut als Tim Riggins dabei sein wird, ist noch unklar - der Schauspieler bestätigte lediglich, dass er vom Produktionsteam angefragt wurde. Ein offizieller Starttermin für die Neuauflage wurde bisher nicht bekanntgegeben. © NBC
Cast der Serie Grimm
„Grimm“: Peacock plant ein Reboot von „Grimm“, höchstwahrscheinlich wird es sich dabei jedoch um einen Film handeln. Die früheren Co-Showrunner David Greenwalt und Jim Kouf sind beteiligt, während Josh Berman („Drop Dead Diva“) das Drehbuch schreibt. Ob Hauptdarsteller David Giuntoli als Nick Burkhardt zurückkehrt, ist noch offen. © NBC
Serienposter von „Desperate Housewives“
„Desperate Housewives“: Serienschöpfer Marc Cherry dachte im Dezember 2024 öffentlich über ein Reboot nach, allerdings mit neuem Konzept. Statt einer klassischen Fortsetzung könnte die Serie in einem früheren Jahrzehnt spielen, etwa 1966. Ob das Projekt realisiert wird und wie Fans darauf reagieren, bleibt abzuwarten. © ABC
Cast der Serie Prison Break
„Prison Break“: Hulu arbeitet an einer neuen „Prison-Break“-Serie, hat im Dezember 2024 aber zunächst nur eine Pilotfolge bestellt. Elgin James („Mayans MC“) schreibt das Drehbuch, während Originalschöpfer Paul Scheuring und frühere Produzenten involviert sind. Die Serie spielt im selben Universum wie das Original, wird jedoch eine neue Geschichte ohne die bisherigen Hauptdarsteller erzählen. © FOX
Serienposter vom deutschen „Ghosts“
„Ghosts“: Der WDR produziert ein deutsches Remake der britischen Geisterkomödie „Ghosts“, die bereits in den USA adaptiert wurde. In der Hauptrolle sind Cristina do Rego und Benito Bause als Paar zu sehen, das ein altes Herrenhaus in ein Hotel verwandeln will - doch plötzlich tauchen Geister aus verschiedenen Epochen auf... Regie führt Erik Haffner, der Serienstart ist für 2025 geplant. © WDR
Die Darsteller aus der Krankenhauscomedy „Scrubs“.
„Scrubs“: Ein „Scrubs“-Revival ist bei ABC in Entwicklung, mit Bill Lawrence als Produzent. Ob ehemalige Hauptdarsteller wie Zach Braff und Donald Faison zurückkehren, ist noch offen. Geplant ist ein Mix aus bekannten und neuen Figuren, der die nostalgischen Elemente der Originalserie mit frischen Ideen kombiniert. Eine offizielle Bestätigung für das Projekt steht zwar noch aus, das Comeback der Serie wird aber immer wahrscheinlicher. © ABC
Domhnall Gleeson, Sabrina Impacciatore, Melvin Gregg, Chelsea Frei spielen Hauptrollen in The Paper
„The Office“: Die Mockumentary-Sitcom „The Paper“ ist ein Spin-off der Serie „The Office“ und startet auf Peacock. Die Produktion von Greg Daniels und Michael Koman spielt in einer Zeitungsredaktion und begleitet deren Versuch, sich mit freiwilligen Reportern neu aufzustellen. Domhnall Gleeson, Sabrina Impacciatore, Melvin Gregg und Chelsea Frei übernehmen die Hauptrollen. Die Produktion begann im Juli 2024, ein Startdatum gibt es noch nicht. © IMAGO
Mit Schirm, Charme und Melone aka The Avengers
„Mit Schirm, Charme und Melone“: Die Spionageserie, die im Original „The Avengers“ hieß, lief von 1961 bis 1969. Ein geplantes Remake befindet sich in Vorproduktion. Das Drehbuch stammt von Mickey Down und Konrad Kay („Industry“), Regie führt Ben Taylor („Sex Education“). StudioCanal und Warner Bros. Discovery sind an der Produktion beteiligt. © ABC
Zeichentrickserie Scooby-Doo!
„Scooby-Doo!“: Die Kultserie soll bald als Realserie auf Netflix zurückkehren, nachdem der Streamingdienst und Greg Berlanti eine Script-to-Series-Vereinbarung abgeschlossen haben. Berlanti, bekannt für seine Arbeit an Serien wie „Arrow“ und „Riverdale“, produziert die Live-Action-Serie gemeinsam mit Josh Appelbaum und Scott Rosenberg. „Scooby-Doo!“ gibt es seit 1969 in zahlreichen TV-Formaten, Filmen und Specials, darunter auch zwei Realfilme mit großen Hollywood-Stars. © IMAGO
„Unsere kleine Farm“ damals im Original von NBC
„Unsere kleine Farm“: Netflix bringt das charmante Familiendrama mit dem Originaltitel: „Little House on the Prairie“ zurück - mit einem Reboot, das mehr als 50 Jahre nach dem Original in die Fußstapfen des Klassikers tritt. Rebecca Sonnenshine („The Boys“) übernimmt die Verantwortung als Produzentin und Autorin und verspricht, die Geschichte mit einem „hoffnungsvollen Familiendrama“ und einer „epischen Überlebensgeschichte“ zu bereichern. Wann genau die neue Serie erscheint, steht noch nicht fest, doch die Produktion wird von CBS Studios und Anonymous Content übernommen. © IMAGO / Everett Collection

189 Millionen Abonnenten: TikTok-Arzt warnt vor beliebter Kinderserie „Cocomelon“

In einem aktuellen Video warnt er nun Eltern und informiert über die negativen Auswirkungen von Kindersendungen wie „Cocomelon“. Die Sendung soll junge Zuschauer im Frühkindalter von zwei bis fünf Jahren ansprechen und zeigt Geschichten verschiedener animierter Comic-Figuren. Im Mittelpunkt: ein kleines Baby namens „JJ“. Der YouTube-Kanal hat weltweit 189 Millionen Abonnenten – Platz drei auf der gesamten Plattform. Die Videos sind in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Arabisch und Mandarin. In Deutschland wird die Fernsehserie dazu seit 2021 auf Super RTL ausgestrahlt.

Mediziner Whittington zufolge seien Sendungen wie diese darauf angelegt, die Aufmerksamkeit der Kinder zu fesseln – durch grelle Farben, Musik und eingängige Wiederholungen. Das würden aber das Belohnungssystem im Gehirn überstimulieren und die Entwicklung des Gehirns negativ beeinflussen. Studien befassen sich auch damit, ob soziale Medien Jugendliche einsam machen.

Kindersendung macht laut Arzt abhängig und stört die Gehirn-Entwicklung

„Babys Kryptonit“ nennt „Dr. Joe“ die Sendung, sie werden gar abhängig von den ungesunden Inhalten. Und das sei dem Mediziner zufolge so gewollt. Die Macher würden die Reaktionen der Kleinkinder beobachten. Drehe ein Baby den Kopf zur Seite, werde die Sendung so angepasst, dass die Aufmerksamkeit wieder geweckt wird. Die Abfolge zwischen den gezeigten Bildern ist sehr schnell, teils nur zwei oder drei Sekunden. Dabei werde zu viel Dopamin ausgeschüttet, ähnlich des Belohnungsgefühls bei Zuckerkonsum. Die Folge: Die Aufmerksamkeitsspanne der Heranwachsenden verkürzt sich auf Dauer.

In den USA hat die Sendung in den vergangenen Jahren mehrfach für Diskussionen gesorgt. 2006 ursprünglich angelegt als Lehrvideos für Kinder im Vorschulalter, bemerkten viele Eltern mit den geänderten Inhalten über die Jahre, dass ihr Kind regelrecht süchtig nach „Cocomelon“ sei. „Cocainemelon“ wurde zum geflügelten Wort in Anspielung auf die abhängig machende Droge Kokain. Mediziner Whittingtons Rat: Bildschirmzeit besser mit freiem Spiel, Aktivitäten im Freien oder Büchern ausgleichen.

Was und wie viel sollten Kinder im Fernsehen schauen?

„Fernsehen macht dumm“ stimmt nicht per se – Konsum hat laut Studie aber deutlichen Einfluss auf Kinder

Das bestätigt auch eine amerikanische Studie des Drexel‘s College of Medicine. Darin zeigte sich, dass Kinder, die bis zu ihrem zweiten Geburtstag häufiger fernsahen, eher eine untypische Art entwickeln, Sinneseindrücke zu verarbeiten. Sie reagierten im Alter von 33 Monaten weniger sensibel oder langsamer auf Reize, etwa, wenn sie mit ihrem Namen angesprochen werden. Später seien sie empfindlicher gegenüber Lichtreizen und Geräuschen und würden Empfindungen vermeiden.

Dabei ist Fernsehkonsum nicht per se zu verteufeln. Aus der Kindheit bekannte Warnungen wie „Fernsehen macht dumm“ sind nicht gerechtfertigt – glaubt man medizinischen Untersuchungen. Wer die richtigen Inhalte konsumiert, „trainiert“ sein Gehirn auch im jungen Alter. Eine Studie des Universitätsklinikums Jena, die 2024 im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass Fernsehen positive Auswirkungen haben kann. Der Konsum steigere die visuelle Informationsverarbeitung und könne die motorische Lernfähigkeit deutlich verbessern.

Erstaunlich: Zwei Studien zeigten jetzt, was ein Lockdown wie in der Covid-Pandemie mit jungen Gehirnen macht. (diase)

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/photothek.de/IMAGO

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