Beerdigung von Papst Franziskus: Termin ist nun bekannt – das passiert in den nächsten Tagen
VonMartina Lippl
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Papst Franziskus hat in seiner Amtszeit einige Traditionen für eine Papst-Bestattung geändert. Das Datum für sein Begräbnis steht nun fest.
Rom – Der Ablauf nach dem Tod von Papst Franziskus folgt festen Regeln. Vieles davon hat Papst Franziskus selbst schon gestrafft. Weniger Pomp, weniger aufwändig sollte die Trauerzeit sowie die Beerdigung eines Papstes – und damit für ihn sein. Das Papst-Begräbnis findet am Samstag (26. April) um zehn Uhr statt. Staatsgäste aus aller Welt werden zur Trauerfeier erwartet.
Die päpstlichen Gemächer in seiner Residenz Santa Marta sowie der im Apostolischen Palast wurden am Ostermontag versiegelt, teilt vaticannews.va mit. Erst ein neugewählter Pontifex werde diese Siegel brechen dürfen.
Franziskus ist tot: Zeit zum Abschiednehmen – Papst für Gläubige im Petersdom aufgebahrt
Der Leichnam des verstorbenen Papstes liegt inzwischen in der Kapelle von Santa Marta in einem offenen Holzsarg, der mit Zink ausgekleidet ist. An dem offenen Sarg können Kardinäle, Angehörige der Kurie und Angestellte des Vatikans Abschied nehmen. Der tote Papst trägt ein rotes Gewand und eine weiße Bischofsmitra. Um die gefalteten Hände ist ein Rosenkranz geschlungen. Rechts und links wacht jeweils ein Mitglied der Schweizer Garde.
In den Petersdom wird der Leichnam vermutlich am Mittwoch (23. April) überführt. Gläubige aus aller Welt können dann dort von Papst Franziskus am offenen Sarg Abschied nehmen. Eine Neuerung: Papst Franziskus wird nicht wie seine Vorgänger auf einem Katafalk – auf einer Trauerbahre – aufgebahrt. Am Vorabend der Trauerfeier wird der Sarg geschlossen. Es gibt keine zusätzlichen Särge aus Blei und Eichenholz mehr. Im Petersdom findet auch die Trauermesse statt. Für die große Trauerfeier ist als Datum der Samstag (26. April) bestätigt. Im Laufe des Dienstags (22. April) hatten die Kardinäle einen genauen Termin festgelegt.
Beerdigungsort von Franziskus: Papst–Bestattung in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom
Papst Franziskus möchte in der Basilika Santa Maria Maggiore zur letzten Ruhe gebettet werden. Als Grab wählte Franziskus schon zu Lebzeiten einen Nebenraum der Basilika aus – indem, wie er selbst in einem Interview sagte „Kerzenständer lagerten“. Seiner Lieblings-Marien-Ikone „Salus Populi Romani“ stattete Franziskus zu Beginn und Ende jeder Auslandsreise einen Besuch ab. Nach seinem Krankenhausaufenthalt legte der 88-Jährige dort einen kurzen Zwischenstopp ein. Zuletzt besuchte er die Marienikone „überraschende am Vorabend des Palmsonntag“, teilte der Vatikan mit.
Papst-Beerdigung von „Wohltäter“ bezahlt – Wirbel um Detail in Franziskus-Testament
In der Basilika Santa Maria Maggiore sind bisher sieben Päpste beerdigt. Nun wird dort Papst Franziskus auf seinen Wunsch in einer Grabnische im Seitenschiff zwischen der Paulinischen Kapelle und der Sforza-Kapelle beerdigt. Die Anweisungen für sein Grab sind klar und eindeutig: „Das Grab muss in der Erde sein, einfach, ohne besondere Verzierungen und mit der einzigen Inschrift: Franciscus“, so hießt es in seinem Testament, das der Papst am 29. Juni 2022 in Santa Marta verfasste und der Vatikan nach seinem Tod veröffentlichte.
Papst Franziskus‘ letzter öffentlicher Auftritt: Die Bilder vom Ostersegen auf dem Petersdom
Offenbar gibt es einen „Wohltäter“, der die Beerdigung von Papst Franziskus bezahlt, berichtet die italienische Zeitung ilfattoquotidiano.it. Das habe anfangs im Vatikan offenbar Verwirrung gestiftet. Erst habe es Gerüchte gegeben, dass im Text irrtümlich der Begriff „Wohltäter“ anstelle von „Übertrag“ verwenden worden sei. Doch vatikanische Quellen hätten die verwendete Formulierung bestätigt.
„Die Kosten für die Vorbereitung meiner Beerdigung werden durch den Betrag des Wohltäters gedeckt, den ich veranlasst habe und der an die päpstliche Basilika Santa Maria Maggiore überwiesen werden soll und von dem ich entsprechende Anweisungen an Monsignore Rolandas Makrickas, Außerordentlicher Kommissar des Capitolo Liberiano, gegeben habe“, zitiert auch die Zeitung aus dem Testament von Papst Franziskus.