Mit 88 Jahren gestorben

Papst ist tot: Franziskus spendete kurz vor Tod noch enorme Summe – Kardinäle besprechen bereits Details

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Papst Franziskus ist mit 88 Jahren am Ostermontag verstorben. Am Tag zuvor hatte er noch den Ostersegen auf dem Petersplatz verkündet. Der News-Ticker.

Update vom 24. April, 08.18 Uhr: Am zweiten Tag der öffentlichen Aufbahrung von Papst Franziskus öffnete der Petersdom nach einer kurzen Pause am frühen Morgen erneut seine Türen. Erneut strömten Tausende dicht gedrängt an dem offenen Sarg vorbei.

Bereits vor 8 Uhr morgens bildete sich vor dem Petersplatz und der Sicherheitskontrolle eine etwa einen Kilometer lange Schlange von Gläubigen. Diese erstreckte sich in Zick-Zack-Linien über angrenzende Plätze und Nebenstraßen. Ordnungskräfte und Freiwillige koordinierten den Verkehr um die Menschenmenge. Ab 7 Uhr begannen die Sicherheitskräfte, die Gläubigen in die Basilika zu lassen.

Gläubige ziehen im Petersdom am offenen Sarg des verstorbenen Papstes Franziskus vorbei.

Ursprünglich hatte der Heilige Stuhl vorgesehen, den Petersdom am Mittwoch und Donnerstag nur bis Mitternacht zu öffnen. Aufgrund des großen Andrangs entschieden die Verantwortlichen jedoch, den Zugang auch nach Mitternacht zu ermöglichen. Ein Livestream aus der Basilika zeigte, dass bis in die frühen Morgenstunden immer wieder Menschen eingelassen wurden, die zuvor teils stundenlang gewartet hatten.

Update vom 24. April, 05.19 Uhr: Die Kardinäle der Weltkirche treffen nach und nach in Rom ein, um einen neuen Papst zu wählen. Heute Morgen um 9 Uhr planen die bereits anwesenden Kardinäle, sich zu einem dritten offiziellen Treffen seit dem Tod von Franziskus zu versammeln. Dabei stehen wichtige Entscheidungen für die kommenden Tage auf der Agenda. Auch die Diskussionen über das bevorstehende Konklave sind in vollem Gange.

Mit großer Erwartung blickt man auf Details zur bevorstehenden Papstwahl. Bislang ist jedoch unklar, wann die Kardinäle den genauen Beginn des Konklaves festlegen werden. „Wir haben noch nichts entschieden. Es ist nur ein Anfang“, äußerte der Franzose Jean-Paul Vesco.

Die Kardinalsversammlungen vor dem Konklave bieten dennoch eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch. Die Geistlichen haben die Möglichkeit, sich kennenzulernen und möglicherweise Allianzen zu bilden, die den Ausgang des Konklaves beeinflussen könnten. In den Generalkongregationen konzentrieren sich die Gespräche bereits jetzt vor allem auf ein zentrales Thema: das Profil des zukünftigen Papstes.

Update vom 23. April, 21.15 Uhr: Von 17 bis 18.30 fand am heutigen Mittwoch bereits die zweite Generalkongregation der Kardinäle statt. In dieser wird unter anderem Franziskus‘ Beerdigung besprochen, erklärte der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Matteo Bruni, laut La Repubblica in einer Pressekonferenz. Obwohl sie bereits in wenigen Tagen beginnt, stehe die Nachfolger-Wahl noch nicht im Fokus. „Über das Konklave sprechen wir ein anderes Mal“, so Bruni.

Enormer Andrang auf toten Papst – Vier Stunden Wartezeit

Update vom 23. April, 19.10 Uhr: Auch bei der Beerdigung des Papstes am Samstag wird ein enormer Andrang erwartet – daher sollen Platzprobleme schon vorher vermieden werden. Die Stadt versuche, „Räume zu gewährleisten, die auch über 200.000 Menschen Platz bieten. Aus diesem Grund statten wir neben der Piazza Risorgimento und der Piazza Pia auch diese aus, und wenn die Zahl der Anwesenden weiter steigt, werden wir auch auf der Piazza Cavour Großbildschirme aufstellen“, sagte Lamberto Giannini, Präfekt von Rom, laut rainews.it.

Update vom 23. April, 17.31 Uhr: Der Besucherandrang vor dem Petersdom ist riesig. Der Platz füllt sich weiter, berichten italienische Medien. Viele Menschen wollen am offenen Sarg von Papst Franziskus Abschied nehmen. Um die Nachfrage zu bewältigen, könnte der Petersdom am Mittwoch und am Donnerstag bis nach Mitternacht, also verlängert geöffnet bleiben, heißt es aus dem Pressebüro des Vatikans. Pilgerinnen und Pilger warten durchschnittlich drei bis vier Stunden, bevor sie den Petersdom betreten können, berichtet rainews.it.

Am Mittwoch (23. April) wurde der Leichnam Papst Franziskus‘ in den Petersdom überführt.

Update vom 23. April, 16.38 Uhr: An Gründonnerstag besuchte der Papst Franziskus noch das bekannteste Gefängnis der italienischen Hauptstadt Rom, das Regina Coeli. Nun wird bekannt: Kurz vor seinem Tod spendete Franziskus 200.000 Euro an Gefangene. Das berichtet die italienische Zeitung La Repubblica.

„Er hat 200.000 Euro aus eigener Tasche überwiesen“, zitiert die Zeitung, den für Gefängnisse zuständige Bischof Benoni Ambarus. „Keine Sorge, ich habe etwas auf meinem Konto“, habe Franziskus auf die Bitte um einen Beitrag geantwortet. Finanzielle Mittel seien aufgebraucht gewesen. „Jetzt, mit dem Testament, erfahre ich, dass er dank eines Wohltäters beerdigt wird. Weil er sich ganz dem Geringsten unter uns hingegeben hat.“ Denn während Kardinäle gut bezahlt werden, bekommt der Papst kein Einkommen.

Papst-Bestattung: Rom erwartet 170 Delegationen

Update vom 23. April, 14.45 Uhr: Rom wappnet sich für die Trauerzeremonie am Samstag (26. April). 170 ausländische Delegationen und Hunderttausende Menschen werden zur Beerdigung kommen, sagte der Bürgermeister von Rom, Roberto Gualtieri, in einem Interview mit Sky Tg24. „Die Römer seien sich dessen bewusst und ich glaube, dass niemand wegen der Unannehmlichkeiten protestieren wird, denn es ist richtig, dass Papst Franziskus eine Beerdigung hat, an der jeder teilnehmen kann, der möchte.“

Update vom 23. April, 13.40 Uhr: Bis Freitagabend (25. April) können sich Gläubige am offenen Sarg im Petersdom von Papst Franziskus verabschieden. Dann wird der Sarg mit den sterblichen Überresten geschlossen. Die rituelle Schließung des Sarges von Papst Franziskus wird um 20 Uhr Kardinal Kevin Joseph Farrell, der Kardinal-Kämmerer der Heiligen Römischen Kirche eingeleitet, teilt der italienische Nachrichtensender rainews.it mit.

Update vom 23. April, 12.49 Uhr: Inzwischen sind erste Besucherzahlen bekannt: Am ersten Tag reihten sich laut dpa mehr als 20.000 Menschen in die Schlangen vor dem Petersdom ein, um den toten Papst zu sehen. Die ersten Gläubigen stellten sich bereits morgens an, um in den Dom zu kommen.

Update vom 23. April, 12.29 Uhr: Während die Gläubigen Schlange stehen, um dem verstorbenen Papst die letzte Ehre zu erweisen, laufen gleichzeitig die Vorbereitungen für seine Beisetzung an. Die Grabnische im linken Seitenschiff der römischen Kirche, in der der verstorbene Pontifex seine letzte Ruhestätte finden wird, ist bereits mit Spanplatten abgetrennt. Diese Nische liegt vor der Kapelle, die die von Franziskus verehrte Marienikone Salus Populi Romani beherbergt.

Auch die internationale Presse rüstet sich für die bevorstehenden Ereignisse. Laut KNA hätten sich seit dem Tod von Franziskus etwa 2000 Journalisten neu beim Vatikan registriert. Zusätzlich seien derzeit rund 500 Medienschaffende dauerhaft akkreditiert. Ein zusätzlicher Saal für Pressekonferenzen wurde ebenfalls offiziell eingerichtet.

Tausende Gläubige strömen zum Petersdom – stundenlange Schlange schon nach Minuten

Update vom 23. April, 11.16 Uhr: Bereits kurz nach der Öffnung der Tore für die Öffentlichkeit strömten Zehntausende Menschen, die während der Zeremonie draußen auf dem Petersplatz gewartet hatten, in die Kirche. Eine lange und breite Menschenschlange bildete sich rasch über den gesamten Platz und darüber hinaus.

Die Polizei und andere Sicherheitskräfte stehen vor der großen Herausforderung, den Ansturm der Gläubigen und der zahlreichen Staatsgäste zu bewältigen. Aufgrund des Heiligen Jahrs 2025 ist Rom in der Osterwoche noch stärker besucht als gewöhnlich. Schätzungen zufolge befinden sich derzeit etwa eine Million Touristen in der italienischen Hauptstadt. Zudem werden Pilger erwartet, die sich auf den Weg machen, um vom Papst Abschied zu nehmen. Im Petersdom sollen Absperrseile rund um den Sarg sicherstellen, dass niemand dem Leichnam zu nahe kommt, da Berührungen des Sarges nicht erlaubt sind.

Update vom 23. April, 09.38 Uhr: Der Leichnam von Papst Franziskus ist im Petersdom angekommen. Der Sarg mit den sterblichen Überresten des Pontifex ist dort nun bis Freitagabend aufgebahrt, Gläubige können dort von ihm Abschied nehmen.

Die Prozession mit dem Leichnam von Papst Franziskus, der drei Tage lang in der Kirche aufgebahrt sein wird, betritt den Petersdom im Vatikan.

Update vom 23. April, 09.28 Uhr: Im Vatikan hat die Überführung des verstorbenen Papstes Franziskus in den Petersdom begonnen. Der Leichnam wurde im offenen Sarg aus der Kapelle der Residenz Casa Santa Marta, in Begleitung der Schweizer Garde in die Kirche gebracht. Zu der Prozession, an der zahlreiche Kardinäle teilnahmen, läutete wieder die größte Glocke des Petersdoms das Trauergeläut.

Papst Franziskus‘ letzter öffentlicher Auftritt: Die Bilder vom Ostersegen auf dem Petersdom

Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.
Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.  © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft.
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus spricht den Segen Urbi et Orbi am Ostersonntag.
Papst Franziskus erteilt am Ostersonntag den Segen Urbi et Orbi auf der Loggia des Petersdoms. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen.
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht.
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen.
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige.
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus starb am Ostermontag (21. April) an den Folgen eines Schlaganfalls, wie der Vatikan mitteilte. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Rom
Der Leichnam von Papst Franziskus wird ab Mittwoch im Petersdom aufgebahrt. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus ist tot
Einen Tag nach dem Ableben von Papst Franziskus hat der Vatikan erste Bilder des verstorbenen Kirchenoberhaupts veröffentlicht. © Juni Kriswanto/Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Der Leichnam liegt in einem offenen Sarg, flankiert von Mitgliedern der Schweizergarde. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Die Aufnahmen zeigen den 88-jährigen Pontifex, der in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta aufgebahrt ist. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus trägt ein purpurfarbenes Messgewand. Auf seinen gefalteten Händen ruht ein Rosenkranz, sein Haupt ziert eine weiße Mitra. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen.
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen. © Gregorio Borgia/dpa
Papst Franziskus gestorben - Frankfurt am Main
Auch in Hessen trauern viele Gläubige um den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus. © Arne Dedert/dpa

Update vom 23. April, 09.06 Uhr: Vor der dreitägigen Aufbahrung im Petersdom wurde der Leichnam von Papst Franziskus durch eine sogenannte Thanatopraxie einbalsamiert und geschminkt. Andrea Fantozzi, der Gründer des italienischen Nationalinstituts für Thanatopraxie, erklärte der Nachrichtenagentur AFP: „Das umfasst die Injektion einer Konservierungsflüssigkeit in das Kreislaufsystem, gefolgt von einer Schönheitsbehandlung des Gesichts und der Hände.“

Fantozzi erläuterte, dass der Zweck der Thanatopraxie darin bestehe, „den natürlichen Prozess der Verwesung zu verlangsamen“. Dieses Verfahren müsse innerhalb von 36 Stunden nach dem Tod durchgeführt werden und dauere mehrere Stunden. Die chemische Flüssigkeit lasse den Verstorbenen ruhiger und natürlicher erscheinen. Der Effekt könne bis zu zehn Tage anhalten.

Update vom 23. April, 08.34 Uhr: Bereits jetzt strömen Gläubige auf den Petersplatz in Rom. Sie erwarten die Überführung des verstorbenen Papstes Franziskus zur öffentlichen Aufbahrung in den Petersdom. Kurz nach 07.30 Uhr erhielten die ersten Besucher Zugang zum Platz. Für diejenigen, die nicht vor Ort sein können, wird die Überführung ab 08.50 Uhr auf der Webseite vaticannews.de live gezeigt. Im Anschluss wird in der Kirche ein Wortgottesdienst abgehalten. Ab 11 Uhr sollen die Tore des Petersdoms dann auch für die Gläubigen geöffnet werden.

Leichnam des Papstes wird heute um 9 Uhr in den Petersdom überführt

Update vom 23. April, 05.16 Uhr: Gegen 9 Uhr wird der Papst heute von der Kapelle der Residenz Santa Marta in den Petersdom gebracht. Dort bleibt Franziskus bis zu seiner Beisetzung am Samstag im offenen Sarg, sodass Gläubige von ihm Abschied nehmen können. Aus Deutschland hat sich neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch Olaf Scholz angekündigt, während Friedrich Merz nicht anwesend sein wird. Mit Interesse wird beobachtet, ob die Trauerfeier am Samstag von den anwesenden Staatsgästen auch für internationale politische Gespräche genutzt wird.

Update vom 22. April, 22.52 Uhr: Sergio Alfieri, Koordinator des medizinischen Teams des Papstes, gibt Einblicke in die letzten Momente vor Franziskus‘ Tod. Dieser sei friedlich gestorben, heißt es. „Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Der Heilige Vater hat nicht gelitten.“ Das sagte er in einem Interview mit dem Sender Tg1. „Als ich in Santa Marta ankam, war er noch am Leben. Seine Augen waren offen, er bekam Sauerstoff und eine Infusion, aber er war nicht bei Bewusstsein. Ich hörte beide Lungenfelder ab, es gab kein Atemproblem: Er war am Leben, aber im Koma.“

Nachfolge von Papst Franziskus an? Vor allem ein Name kursiert

Update vom 22. April, 21 Uhr: Wer tritt die Nachfolge von Papst Franziskus an? Vor allem ein Name kursiert: Pietro Parolin. Der 70-jährige Kardinal aus Italien könnte das nächste Amt des Pontifex bekleiden. Auch in Wettbüros, wie beim Anbieter„Paddy Power“, habe er derzeit die Nase vorn. Darüber berichten verschiedene Medien, darunter das US-Portal Newsweek. Doch Konkurrenz macht ihm Kardinal Luis Antonio Tagle (67) aus den Philippinen. Tagle führt vor allem bei den britischen Buchmachern.

Papst Franziskus ist am Ostermontag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Nach Tod von Papst Franziskus: Kardinäle sagen Teilnahme an Konklave ab

Update vom 21. April, 19.55 Uhr: Die ersten Absagen für das Konklave werden bekannt. Zwei bei der kommenden Wahl eines neuen Papstes stimmberechtigten Kardinäle reisen nicht an. Der emeritierte Erzbischof von Valencia, Antonio Cañizares (79), werde aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, berichteten spanische Medien – darunter auch der Sender Cope der spanischen Bischofskonferenz. Am Montag hatte sich bereits der emeritierte Erzbischof von Sarajevo, Vinko Puljic (79), aus selben Gründen entschuldigt. Darüber berichtete der kroatische TV-Sender RTL

Die Zahl der stimmberechtigten Mitglieder sinkt in der Wahlversammlung damit auf 133 Mitglieder. Das hat auch Auswirkungen auf die Zweidrittelmehrheit der Stimmen, die ein Kardinal braucht, um zum Papst gewählt zu werden. Diese verringert sich somit von 90 auf 89.

Papst Franziskus ist tot – Vatikan veröffentlicht die ersten Bilder vom offenen Sarg

Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Frankfurt am Main
Auch in Hessen trauern viele Gläubige um den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus. © Arne Dedert/dpa
Lieblingsverein des Papstes möchte Stadion nach ihm benennen
Der argentinische Verein San Lorenzo möchte ein neues Stadion nach dem verstorbenen Papst Franziskus benennen, der ein bekannter Unterstützer des Clubs war. (Archivbild) © picture alliance / dpa
Papst Franziskus gestorben - München
Menschen nehmen Abschied von Papst Franziskus. © Peter Kneffel/dpa
Papst Franziskus gestorben - München
In vielen Kirchen sind Gedenkorte für den Papst eingerichtet. © Peter Kneffel/dpa
Gläubige zünden im Trierer Dom Gedenkkerzen für den verstorbenen Papst Franziskus an. Das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken starb am Ostermontag in seiner Residenz im Vatikan im Alter von 88 Jahren an einem Schlaganfall.
Gläubige zünden im Trierer Dom Gedenkkerzen für den verstorbenen Papst Franziskus an. Das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken starb am Ostermontag in seiner Residenz im Vatikan im Alter von 88 Jahren an einem Schlaganfall. © Harald Tittel/dpa
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes.
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes. © Vatican Media/afp
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst.
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst. © Vatican Media/afp
Gläubige auf der ganzen Welt trauern um Papst Franziskus.
Gläubige auf der ganzen Welt trauern um Papst Franziskus. © K.M. Chaudary/dpa
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.  © Gustavo Garello/dpa
Gläubige nehmen an einem Rosenkranzgebet für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil.
Gläubige nehmen an einem Rosenkranzgebet für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil. © Alessandra Tarantino/dpa
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.  © Damian Dovarganes/dpa

Update vom 22. April, 16.21 Uhr: Die Trauer um Papst Franziskus ist groß. Ein Schlaganfall setzte seinem Leben ein abruptes Ende – kurz vorher war davon nichts zu erahnen, berichten Insider.

Feierliche Überführung in den Petersdom

Update vom 22. April, 15.55 Uhr: Die sterblichen Überreste von Papst Franziskus werden am Mittwoch (23. April) von seiner Privatkapelle in Santa Marta in den Petersdom überführt. Drei Tage lang – bis Freitagabend – können Gläubige an seinem offenen Sarg von Papst Franziskus ihm Abschied nehmen.

Sicherheitsmaßnahmen rund um Vatikan verschärft

Update vom 22. April, 14.21 Uhr: Italienische Polizeikräfte patrouillieren mit Booten auf dem Tiber, wie auf Fotos von Presseagenturen zu sehen ist. Polizeihubschrauber kontrollieren aus der Luft und Straßen gesperrt, berichtet der italienische Corriere della Serra. Überhaupt wurden demnach die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Petersdom erhöht. Am Samstag (26. April) findet um 10 Uhr die Trauermesse vor dem Petersdom im Vatikan statt. Voraussichtlich sollen die Maßnahmen bis zur Wahl eines neuen Papstes bestehen bleiben.

Update vom 22. April, 13.40 Uhr: „Danke, dass Sie mich zurück zum Platz gebracht haben“ – soll zu den letzten Worten von Papst Franziskus gehört haben, berichtet Vatican News, die Pressestelle des Heiligen Stuhls. Diese Worte soll Franziskus zu seinem persönlichen Assistenten und Krankenpfleger Massimiliano Strappetti nach der Fahrt des Papstes im Papamobil am Sonntag zum Abschluss des Ostersegens „Urbi et Orbi“ gesprochen haben. Der Papst habe Strappetti demnach zuvor gefragt: „Glauben Sie, dass ich das schaffen kann?“

Papst Franziskus überraschte noch am Ostersonntag mit einer Fahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz.

Update vom 22. April, 13.04 Uhr: Italien hat eine fünftägige Staatstrauer ausgerufen, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet.

In der katholischen Kirche beträgt die Trauerzeit nach dem Tod eines Papstes üblicherweise neun Tage. Die sogenannten „Novemdiales“. In dieser Zeit finden besondere Messern und Gottesdienste statt.

Update vom 22. April, 12.15 Uhr: Bereits am Dienstagmorgen haben die Vorbereitungen für das Begräbnis von Papst Franziskus begonnen, wie die italienische Zeitung Corriere della Sera berichtete. Die Zeremonie soll am kommenden Samstag um 10 Uhr auf dem Petersplatz stattfinden. Auf dem Gelände des Vatikans versammelten sich Tausende von Gläubigen, darunter viele Studentengruppen sowie italienische und ausländische Pilger, die oft ein Kreuz bei sich trugen.

Vor den Toren der Kolonnade bildeten sich lange Schlangen von Touristen. Freiwillige des Zivilschutzes und die Schweizer Garde überwachten den Zugang zum Heiligen Stuhl am Eingang zu St. Anna. An den Ständen für Bücher und Souvenirs, die sich von der Piazza Adriana bis zur Engelsburg erstrecken, seien Kalender und Bücher über Papst Franziskus besonders prominent platziert, fügte die Zeitung hinzu.

Update vom 22. April, 11.43 Uhr: Der Vatikan hat nach dem Tod von Papst Franziskus sein Testament veröffentlicht. In diesem Dokument hinterlässt er präzise Anweisungen für die Gestaltung seiner Beisetzung.

Update vom 22. April, 10.34 Uhr: Der Vatikan hat nach der Ankündigung des Begräbnistermins von Papst Franziskus weitere Details zur Überführung des Sarges bekannt gegeben. Der Sarg mit dem Leichnam werde am Mittwoch um 09 Uhr von der Kapelle seiner Residenz Santa Marta in den Petersdom gebracht. Dort haben Gläubige die Möglichkeit, sich vom verstorbenen Oberhaupt der katholischen Kirche zu verabschieden.

Update vom 22. April, 10.16 Uhr: Jetzt steht das Datum der Beisetzung des Papstes fest: Sie findet am Samstag um 10 Uhr statt.

Update vom 22. April, 9.59 Uhr: In der Kapelle der Residenz Santa Marta im Vatikan ist der Leichnam des verstorbenen Papstes Franziskus aufgebahrt. Kardinäle, Mitglieder der Kurie und Angestellte des Vatikans haben die Möglichkeit, am offenen Sarg Abschied zu nehmen. Der Sarg befindet sich vor einem Altar, an dem Franziskus oft die Frühmesse zelebrierte. Der verstorbene Papst ist in ein rotes Gewand gekleidet und trägt eine weiße Bischofsmitra. Ein Rosenkranz ist um seine gefalteten Hände gelegt. Auf beiden Seiten des Sarges steht ein Mitglied der Schweizer Garde.

Im Verlauf der Woche wird der Leichnam in den Petersdom überführt. Dort können Gläubige aus aller Welt am offenen Sarg Abschied nehmen. Ein Kollegium aus Kardinälen legt den genauen Termin fest, voraussichtlich am Mittwoch, ebenso wie den Zeitpunkt der Beisetzung.

Am Montagabend wurde im Vatikan im Rahmen eines einstündigen Ritus der Tod des 88-Jährigen offiziell bestätigt. Anschließend wurde der Leichnam in den Sarg gelegt, und die Sterbeurkunde wurde verlesen. Kardinalkämmerer Kevin Farrell beglaubigte die Todesurkunde. Die Wohn- und Arbeitsräume des Papstes im Apostolischen Palast wurden versiegelt. Diese Siegel darf erst der neue Pontifex öffnen.

Erste Aufnahmen des verstorbenen Papstes veröffentlicht

Update vom 22. April, 9.50 Uhr: Die Kardinäle sind zur ersten Kongregation im Vatikan eingetroffen. Um 9 Uhr begann das erste wichtige Treffen nach dem Tod von Papst Franziskus. Hier sollen die ersten organisatorischen Schritte beschlossen werden, darunter der Termin für die Beerdigung. Die findet gemäß der Normen zwischen dem vierten und sechsten Tag nach dem Tod des Papstes statt, aktuell deutet sich der Samstag (26. April) an.

Update vom 22. April, 9.08 Uhr: Erste Aufnahmen des verstorbenen Papstes Franziskus sind veröffentlicht worden. Derzeit ruht er in einem Sarg in der Kapelle seiner Residenz, dem Gästehaus Santa Marta. Es wird erwartet, dass der Leichnam am Mittwoch in den Petersdom gebracht wird. Dort sollen Gläubige die Möglichkeit erhalten, sich vom Oberhaupt der katholischen Kirche zu verabschieden. Der kommende Samstag wird als wahrscheinlicher Termin für die Beisetzung diskutiert.

Update vom 22. April, 8.36 Uhr: Der Tod von Papst Franziskus wird auf einen Schlaganfall zurückgeführt. Ob es sich um einen ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfall handelt, bleibt jedoch unklar. Ein ischämischer Schlaganfall entsteht durch den Verschluss von Blutgefäßen. Im Gegensatz dazu wird ein hämorrhagischer Schlaganfall durch das Platzen eines Blutgefäßes mit Blutung im Gehirn verursacht.

Pasquale Perrone Filardi, Präsident der Italienischen Gesellschaft für Kardiologie, äußerte in einem Interview mit Ansa seine Einschätzung. Seiner Meinung nach „ist die wahrscheinlichste Hypothese, dass es sich um einen hämorrhagischen Schlaganfall handelt, der komplexer ist und zu einem Koma führen kann. Es löst eine Kaskade von Ereignissen in anderen Organen, einschließlich des Herzens und des kardiovaskulären Systems, aus, bis zum Kollaps und Tod“.

Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes.

Papst Franziskus möchte ein „schlichtes“ Grab ohne Verzierungen

Update vom 22. April, 5.15 Uhr: Der Vatikan hat den Totenschein von Papst Franziskus veröffentlicht. Darin wird die genaue Todesursache genannt: „Hirnschlag, Koma, irreversibler Herzkreislauf-Zusammenbruch“. Das Dokument, das Andrea Arcangeli, der Leiter der Vatikan-Gesundheitsbehörde, ausgefüllt hat, zeigt auch, dass der 88-jährige Papst zudem an Diabetes Typ 2 litt.

Gleichzeitig wurde das Testament des verstorbenen Papstes veröffentlicht. Franziskus schrieb darin am 29. Juni 2022, dass er spüre, „der Sonnenuntergang meines irdischen Lebens naht“. Für seine Beisetzung wünschte er sich ein „schlichtes“ Grab „ohne besondere Verzierungen“, das nur seinen Namen „Franciscus“ tragen soll.

Franziskus wird nicht im Petersdom, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore außerhalb des Vatikans beigesetzt. Die Kardinäle beraten am Dienstagmorgen über den genauen Termin der Beerdigung, die innerhalb von vier bis sechs Tagen nach seinem Tod stattfinden muss.

In vielen Ländern, darunter Buenos Aires und Mexiko-Stadt, versammelten sich Gläubige, um gemeinsam zu trauern. Als Zeichen der Trauer wurde die Beleuchtung des Eiffelturms in Paris abgeschaltet, und das Kolosseum in Rom soll am Dienstag unbeleuchtet bleiben.

Nach dem Tod von Papst Franziskus: In wenigen Tagen soll das Konklave beginnen

Update vom 21. April, 22.35 Uhr: Wie die Tageszeitung Corriere della Sera berichtet, sei der Papst um 6 Uhr am Montagmorgen aufgewacht. Zu diesem Zeitpunkt habe er sich noch einigermaßen gut gefühlt. Eine Stunde später habe Franziskus plötzlich über Unwohlsein geklagt und sei anschließend in ein Koma gefallen. Etwa eine halbe Stunde später wurde er für tot erklärt.

In wenigen Tagen soll das Konklave beginnen, um einen neuen Papst zu wählen. Wie mehrere kroatische Medien übereinstimmend berichteten, habe einer von zwei kroatischen Kardinälen bereits die Teilnahme abgesagt. Es handele sich um Kardinal Vinko Puljic (79). Die Absage sei auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen.

Darüber hinaus sorgte er mit einer Aussage für Aufsehen. „Der Papst wird sicherlich viele Erinnerungen hinterlassen, aber auch viele Enttäuschungen“, sagte Puljic etwa laut dem Portal net.hr. Welche er genau damit meint, lässt er offen.

Update vom 21. April, 20.17 Uhr: Die Todesursache von Papst Franziskus steht fest. Wie der Vatikan mitteilte, starb er an einem Schlaganfall mit anschließendem Herz-Kreislauf-Versagen. Dies geht aus der von Professor Andrea Arcangeli – dem Direktor der Direktion für Gesundheit und Hygiene des Vatikanstaats – unterzeichneten Sterbeurkunde hervor. Das Portal La Repubblica veröffentlichte einen Ausschnitt des Dokuments.

Papst Franziskus ist tot – Ursache noch nicht offiziell bekannt

Update vom 21. April, 15.10 Uhr: Nach Angaben des Vatikans könnte der Leichnam von Papst Franziskus am Mittwoch zur Aufbahrung in den Petersdom überführt werden. Weitere Informationen würden am Dienstag bekanntgegeben, teilte der Vatikan mit. Demnach starb Papst Franziskus am Morgen in seiner Residenz im Gästehaus St. Martha. Die Todesursache werde „wahrscheinlich“ am Montagabend öffentlich bekannt gegeben. Zuvor soll gegen 20.00 Uhr die offizielle Todeserklärung erfolgen.

Update vom 21. April, 14.20 Uhr: Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa informiert, könnte eine zerebrale Blutung – also eine Hirnblutung – eine mögliche Todesursache von Papst Franziskus sein. Das erfuhr die Nachrichtenagentur aus informierten Kreisen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Todesursache von Papst Franziskus: Medienbericht bezieht sich auf Ärzte

Update vom 21. April, 14.05 Uhr: Bisher liegen keine offiziellen Informationen über die Todesursache von Papst Franziskus vor. Laut dem italienischen Nachrichtenportal Corriere Della Sera sei der 88-Jährige vermutlich an einem Schlaganfall verstorben. Auch das italienische Portal La Repubblica berichtet unter Berufung auf Ärzte des Gemelli-Krankenhauses, dass der Papst „wahrscheinlich“ einen Schlaganfall erlitten habe. Sein Tod stehe demnach nicht im Zusammenhang mit den Atemproblemen, die er seit seiner schweren Lungenentzündung hatte.

Eine offizelle Bestätigung dieser Informationen steht noch aus. Der Heilige Stuhl plant, in den kommenden Stunden eine offizielle Erklärung zur Todesursache zu veröffentlichen.

Papst Franziskus ist tot: Leichnam wird in Sarg aufgebahrt

Update vom 21. April, 13.41 Uhr: Der Leichnam von Papst Franziskus wird heute Abend in einem Sarg in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes im Vatikan aufgebahrt. Der Vatikan teilte mit, dass Kardinalkämmerer Kevin Farrell um 20 Uhr in einem Ritus den Tod erneut offiziell feststellen werde. An diesem Ritus sollen viele kirchliche Würdenträger teilnehmen. Franziskus‘ Sarg wird mit der aufgebahrten Leiche dem Protokoll entsprechend anschließend in den Petersdom überführt, wo die Gläubigen am offenen Sarg Abschied nehmen können.

Papst Franziskus führte vor seinem Tod Änderungen für die Zeit nach seinem Ableben ein

Update vom 21. April, 12.20 Uhr: Vatikan News berichtet, dass Kardinal Kevin Farrell den Tod von Papst Franziskus „nach den kirchlichen Vorschriften“ bereits festgestellt haben soll, als die Todesmeldung bekannt gegeben wurde. Diese Feststellung erfolgte in der Kapelle der Papstresidenz Santa Marta, wo der Leichnam des Papstes aufgebahrt ist, allerdings noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im April 2024 hatte Franziskus Änderungen für die Zeit nach dem Tod eines Papstes eingeführt. Eine dieser Neuerungen betrifft den Ort der offiziellen Todesfeststellung: Der Camerlengo, also der Kardinalkämmerer, führt diese nicht mehr im Sterbezimmer des Papstes durch, sondern in der Kapelle. Der Leichnam ist dabei in päpstliche Gewänder gehüllt und liegt in einem offenen Sarg. Informationen zur Todesursache von Papst Franziskus sind derzeit noch nicht bekannt.

Update vom 21. April, 11.58 Uhr: Drei Kardinäle aus Deutschland werden am Konklave teilnehmen, um den Nachfolger von Papst Franziskus zu wählen. Keiner von ihnen wird jedoch als ernsthafter Anwärter auf das Papstamt angesehen.

Update vom 21. April, 11.34 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat sich bereits zum Tod des Papstes geäußert. Er würdigte Franziskus als bedeutenden Papst und mutigen Erneuerer. „In tiefer Trauer verbeugen wir uns vor einem Papst, dem es ein Anliegen war, unter den Menschen zu sein und an die Ränder der Gesellschaft zu gehen.“

Papst Franziskus ist am Ostermontag um 7.35 Uhr verstorben

Update vom 21. April, 10.57 Uhr: Das Presseamt des Heiligen Stuhls hat die Todesmeldung von Papst Franziskus nun ebenfalls offiziell bestätigt. „Heute Morgen um 9.47 Uhr hat Seine Eminenz Kardinal Kevin Joseph Farrell, Camerlengo der Heiligen Römischen Kirche, mit Trauer den Tod von Papst Franziskus bekannt gegeben“, steht in der Pressemitteilung.

Erstmeldung vom 21. April: Rom – Papst Franziskus ist am Ostermontag verstorben. Kardinal Kevin Farrell verkündete in einer Erklärung, die der Vatikan über seinen Telegram-Kanal verbreitete: „Heute Morgen um 7.35 Uhr ist der Bischof von Rom, Franziskus, ins Haus des Vaters zurückgekehrt.“

Einen Tag zuvor nahm der Papst an der Ostermesse im Vatikan teil

Noch am Sonntag hatte Franziskus den Ostersegen verkündet. Im Februar war er wegen einer schweren beidseitigen Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Laut seinen Ärzten entging er nur knapp dem Tod. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme nahm er am Sonntag zuvor persönlich an der Ostermesse im Vatikan teil.

Farrell ergänzte in seiner Mitteilung: „Liebe Brüder und Schwestern, mit tiefer Trauer muss ich Euch den Tod unseres Heiligen Vaters Franziskus bekannt geben.“ Das Leben von Franziskus war dem „Dienst am Herrn und Seiner Kirche“ gewidmet.

Am Ostersonntag hatte Franziskus mit schwacher Stimme den Gläubigen auf dem Petersplatz frohe Ostern gewünscht, was Tausende erfreute. In seiner Osterbotschaft forderte er Respekt für Religions- und Meinungsfreiheit, rief zur Beilegung bewaffneter Konflikte auf und warnte vor zunehmendem Antisemitismus.

Aufgrund seiner schweren Atemwegserkrankung und des langen Krankenhausaufenthalts war unklar, in welcher Form Franziskus an den Osterfeierlichkeiten teilnehmen könnte. An der traditionellen Kreuzweg-Prozession in Rom am Karfreitag nahm er nicht teil.

Seit 2013 war Franziskus im Amt. Er galt als Papst für die Armen, sprach sich gegen Kapitalismus aus – zog aber auch Kritik auf sich. (tt/dpa)

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