„Katastrophale Schäden“

Böen mit 330 km/h: Hurrikan „Otis“ zerstört Erdbeben-Warnsystem in Mexiko

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Die Region Acapulco wurde durch Hurrikan „Otis“ vom Rest des Landes abgeschnitten. Obwohl der Schäden noch nicht feststeht, droht schon die nächste Gefahr.

Acapulco – Schon der Ankunft des Hurrikan „Otis“, der sich über dem Pazifik entwickelte, befürchtete das US-Hurrikanzentrum „katastrophale Schäden“. Mit Windgeschwindigkeiten von 270 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 330 km/h erreichte der „Otis“ das Festland der Küste Mexikos. Dort schnitt der Sturm den bekannten Badeort Acapulco Rest des Landes ab – die Region hatte für mindestens einen halben Tag keinen Strom. Die Verwüstungen, die Hurrikan „Otis“ in der Region hinterlässt, wurden von zahlreichen Personen auf Social Media geteilt.

Extrem gefährlicher Hurrikan erreicht Mexiko: Menschen der Region sollen sich in Sicherheit bringen

Weil die Kommunikation zur Region Acapulco unterbrochen war, lassen sich die Schäden noch nicht abschließend einschätzen. Doch in einer Pressekonferenz sprach der mexikanische Präsident Manel López Obrador von „Sachschäden und blockierten Straßen“. So sei etwa die Autobahn nach Acapulco durch Erdrutsche beschädigt worden. Während laut des Präsidenten noch keine Todesopfer bekannt seine, berichtete der Fernsehsender Foro TV von einem Todesfall – einem Mann, der versucht haben soll, sein Boot vor dem Sturm zu retten.

Die Windgeschwindigkeit von Hurrikan „Otis“ betrug 270 Km/h, einige Böen sogar 220 km/h.

Noch auf dem Wasser wurde „Otis“ als extrem gefährlicher Sturm der Kategorie fünf eingestuft. Die Menschen der Region wurden von Obrador aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Dazu seien rund 500 Notunterkünfte bereitgestellt worden. Viele Urlauber verschanzten sich in den Zimmern ihrer Hotels. Weiter sollten sich die Menschen dringen von Bächen, Flüssen und Schluchten fernhalten. Angekommen auf dem mexikanischen Festland schwächte sich der Hurrikan zu einem Sturm der Kategorie eins ab. Doch ein anderes Problem könnte für jetzt zur Gefahr werden. Dabei wurde Mexiko in diesem Jahr schon von mehreren Extremwettern heimgesucht, bei denen bereits hunderte Menschen starben.

Neue Gefahr in Mexiko: Frühwarnsystem für Erdbeben durch Hurrikan „Otis“ beschädigt

Neue Gefahr an der Küste Mexikos besteht, da der Hurrikan „Otis“ das Frühwarnsystem schwer beschädigte. Zu mehr als zwei Drittel der Sensoren für seismische Aktivität besteht keine Verbindung mehr. Für die Region sind die Warnsysteme sehr wichtig, weil sich die gesamte Westküste Süd-, Mittel- und Nordamerikas im pazifischen Feuerring befindet. Die Region gilt als geologisch aktivste der Welt. In diesem bogenförmigen Gürtel mit einer Länge von 40.000 Kilometern treffen mehrere Erdplatten aufeinander. Sollte die Region von einem Erdbeben erschüttert werden, besteht derzeit keine Möglichkeit, sich frühzeitig darauf vorzubereiten.

Auch in Europa kam in diesem Jahr zu Erdbeben, so wurde der Balkan von zwei Beben innerhalb weniger Stunden heimgesucht. (kiba/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Marco Ugarte/dpa

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