Rekordtemperaturen von 49 Grad

Extremwetter in Mexiko: Über hundert Menschen sterben durch Hitze

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Hitzewelle und Hurrikan: Mexiko ist aktuell Opfer von Extremwetterereignissen. Bereits über hundert Tote sind zu beklagen.

Mexiko-Stadt – Extremwetterereignisse sind in Zeiten des Klimawandels keine Seltenheit mehr. Egal ob Überschwemmungen, Stürme oder Hitzewellen, die Naturereignisse bringen großes Leid für Mensch und Natur. Das Urlaubsland Italien war in diesem Jahr bereits von schweren Unwettern, mit Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. Und auch Deutschland bereitet sich zunehmend auf Hitzewellen vor.

Nun sieht sich auch Mexiko konfrontiert mit Extremwetter. Nachdem das Land von einer Hitzewelle mit mehr als Hundert Toten betroffen war, wird nun vor dem Eintreffen eines Hurrikans im Westen Mexikos gewarnt.

Hitzewelle in Mexiko: Rekordtemperaturen von 49 Grad

Im Juni kam es im Land zu Rekordtemperaturen. Ganze 49 Grad wurden im Bundesstaat Sonora im Nordwesten Mexikos gemessen. Im Normalfall liegen die Temperaturen im Sommer zwischen 30 und 45 Grad. Durch die Hitze starben zwischen dem 12. und dem 25. Juni 104 Menschen. Davon 64 im nordöstlichen Bundesstaat Nuevo León, gefolgt von Tamaulipas, an der Grenze zu Texas liegend. Bereits ab dem 1. Juli wird die nächste Hitzewelle erwartet.

Die starke Hitzewelle in Mexico forderte bereits mehr als 100 Tote.

Extremwetter: Mexiko könnte von Hurrikan getroffen werden

Nun haben Meteorologen eine Hurrikanwarnung für den Westen Mexikos herausgegeben. So teilte es das US-Hurrikanzentrum (NHC) mit. Der Sturm mit dem Namen „Beatriz“ soll voraussichtlich am Freitag (30. Juni) Hurrikanstärke erreichen. Aktuell bewege sich der Tropensturm parallel zur Küste in Richtung Nordwesten. Dennoch könne ein Erreichen des Festlandes nicht ausgeschlossen werden, so Alejandra Méndez, Koordinatorin des nationalen Wetterdienstes.

Regen, Wellen, Winde: erste Auswirkungen des Hurrikans bereits zu spüren

Bereits am Donnerstag waren erste Auswirkungen des Wirbelsturms in Südmexiko zu spüren. Regen, hohe Wellen und heftige Winde von bis zu 65 Kilometer pro Stunde kündigten den Hurrikan an. Die Warnung soll für den Küstenabschnitt zwischen Zihuatanejo in Guerrero und Playa Pérula im westlichen Bundesstaat Jalisco, gelten. Hier befinden sich auch beliebte Touristenziele.

Die Hurrikan-Saison beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni jedes Jahres. Enden wird sie am 30. November. Auch Haiti ist aktuell von mehreren Extremwetterereignissen betroffen. Überschwemmungen, Erdrutsche und ein Erdbeben, forderten bereits Opfer. (Anna-Lena Kiegerl/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Luis Barron

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