Gesundheit

Pollen-Saison 2024: Experten mit schlechten Nachrichten für Allergiker

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Die Pollensaison ging 2024 früh und intensiv los – und könnte länger dauern, als üblich. Jedoch können sich Heuschnupfen-Geplagte mit Tricks helfen.

Berlin – Tränende Augen, eine verstopfte Nase, ständiges Niesen: Mit diesen Symptomen sind Allergikerinnen und Allergiker nur allzu gut vertraut. In diesem Jahr ging die Pollenflug-Saison besonders früh los: Schon im Dezember wurden in Teilen Deutschlands blühende Haseln und Erlen gemeldet, wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst mitteilte. Das lag auch an den milden Temperaturen. Das Jahr 2024 könnte laut Fachleuten zum Super-Pollen-Jahr werden. Eine spezielle App kann Betroffenen helfen.

Pollenflug im Jahr 2024: „Beifuß-Pollen und Kräuterpollen werden länger fliegen“

Die Pollensaison in diesem Jahr startete zwar früh, aber dafür nicht so massiv wie im Jahr 2023. Mit Hasel- und Erlenpollen ging es zeitig los, doch viele Niederschläge und ein erneuter Wintereinbruch konnten zumindest bis Anfang Februar stärkere Belastungen verzögern. Der Februar war dann allerdings der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die milden Temperaturen begünstigten zahlreiche weitere Pollen-Arten wie Eibe, Pappel und Ulme und führten bei Hasel und Erle zur Hauptblüte. Es sei ein „immer breiteres Pollenspektrum in der Luft“, hieß es im Wochenbericht der Pollenstiftung vom Mittwoch (13. März 2024). Und es gehe los mit dem Birkenpollenflug.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher. Die Pollenflug-Saisons werden laut Expertinnen und Experten länger. Zudem gibt es immer mehr nicht heimische Pflanzenarten, die sich aufgrund der Wärme in deutschen Breitengraden breit machen. „2024 werden wir wahrscheinlich mehr Birkenpollen in der Luft haben, die Gräserpollen werden wieder angestiegen sein und die Beifuß-Pollen und Kräuterpollen werden länger fliegen, weil unsere Herbstmonate feuchter und wärmer geworden sind“, erklärte der Experte Karl-Christian Bergmann von der Pollenstiftung laut ProSieben. Allerdings: Wie genau das Pollen-Jahr 2024 wird, lässt sich aufgrund des unklaren Wetterverlaufs nicht genau vorhersagen.

Für viele Allergikerinnen und Allergiker beginnt die Pollen-Saison wegen der Frühblüher im Februar, bei entsprechender Witterung auch schon früher. (Symbolbild)

Einfache Maßnahmen, um Allergie-Symptome zu lindern

Für Betroffene gibt es auch gute Nachrichten: Eine App der Pollenstiftung zeigt Allergikerinnen und Allergikern an, wann welche Pollen fliegen und welche Belastung erwartet wird. Das Besondere: Die Nutzerinnen und Nutzer können die Informationen für ihr eigenes Postleitzahlengebiet abrufen. Damit sind die Angaben so genau wie möglich. Somit können sie ihren Tagesablauf oder sogar ihre Urlaubsreise entsprechend anpassen.

Einfache Maßnahmen helfen bereits, die Symptome abzumildern, etwa das regelmäßige Ausspülen der Nase. Expertinnen und Experten empfehlen zudem ein Luftreinigungsgerät für zu Hause. Ratsam ist demnach auch, die Kleidung beim Betreten des Hauses zu wechseln und die Haare vor dem Schlafengehen zu waschen. Lüften wird beispielsweise nachts empfohlen, tagsüber sollte das Fenster geschlossen bleiben. Auch sind einige Hausmittel bei einer Pollen-Allergie ratsam. (bme/AFP)

Rubriklistenbild: © xvlaminx/Imago

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