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Anwohner berichten von starken Erschütterungen in Teilen Griechenlands, Experten melden ein Erdbeben der Stärke 5,8.
Update vom 29. März, 16.23 Uhr: War das heftige Erdbeben in Griechenland am Freitagmorgen (29. März) womöglich der Startschuss einer Serie im Mittelmeerraum? „Ein Erdbeben dieser Art kann in anderen Gebieten Erschütterungen hervorrufen und zum Auslöser neuer Erschütterungen werden“, sagte der Präsident des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie in Italien, Carlo Doglioni, gegenüber dem Messaggero. Infolge des Bebens in der Peloponnes sei ganz Süditalien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Vorläufig stuft der Experte das Risiko, etwa auch von Tsunamis, als gering ein.
In den betroffenen griechischen Gemeinde hatte das Erdbeben der Stärke 5,8 jedoch Schäden angerichtet. Wie der Nachrichtensender skai berichtet, seien demnach mehrere Gebäude in den Regionen um Ilia und im südlicher gelegenen Zacharo getroffen worden. Schulen und Amtsgebäuden blieben sicherheitshalber geschlossen, heißt es. An alten Brücken und in alten Häusern seien Risse festgestellt worden, wie der Bürgermeister von Zacharo, Kostas Mitropoulos, bekannt gab.
„Alle hier sind auf der Straße“: Starkes Erdbeben erschüttert Griechenland – Stärke 5,8 gemeldet
Erstmeldung vom 29. März, 10.37 Uhr:
Athen – Die Menschen im Westen von Griechenland wurden am Freitag von einem starken Erdbeben überrascht. Es ist das zweite in kurzer Zeit: Genau eine Woche zuvor (22. März) bebte die Erde auf der griechischen Insel Korfu.
Erdbeben erschüttert West-Griechenland in den Morgenstunden
Ersten Messungen des geodynamischen Instituts der griechischen Hauptstadt zufolge hatte das aktuelle Erdbeben eine Stärke von 5,8. Es ereignete sich um 9.12 Uhr Ortszeit (8.12 Uhr MEZ). Vorangegangen war ein kleineres Beben der Stärke 4,1 in der Region. Das Erdbebenzentrum lag etwa 20 Kilometer unter dem Meeresboden vor der Westküste der Halbinsel Peloponnes in der Nähe der Kleininseln Stamfani (auch Strofades). Zu spüren war das Beben im gesamten Westen Griechenlands, der Touristeninsel Zakynthos bis hin im knapp 300 Kilometer entfernten Athen.
„Sehr stark“: Bewohner berichten über Erschütterungen des Erdbebens in Griechenland
Ob es Opfer oder Schäden – beispielsweise an Gebäuden – gab, teilte der Zivilschutz vorerst nicht mit. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. „Wir haben die Erschütterungen als sehr stark empfunden“, schilderte ein Einwohner der nahegelegenen Region Olympia der dpa. „Alle hier sind auf der Straße“, fügte er noch hinzu. Reportern lokaler Medien zufolge wurden viele Schulen evakuiert. Auch in Deutschland wurde kurz vor Ostern ein Erdbeben gemessen.
Erdbeben im Westen Griechenlands: Hintergrund sind zwei aufeinander treffende Platten
Im Meer zwischen Westgriechenland und dem italienischen Sizilien befindet sich die tiefste Stelle des Mittelmeeres mit einer Tiefe von gut 5000 Metern. In dieser Region treffen die Afrikanische und die Europäische Platte aufeinander. Dabei entstehen immer wieder starke Beben. (dpa)
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