VonKilian Bäumlschließen
Erst vor kurzem stürzte eine Maschine in Washington an, jetzt gab es auch in Philadelphia ein Flugzeugunglück. Alle Insassen sterben – mindestens 19 weitere sind verletzt.
Update vom 2. Februar, 16.00 Uhr: Auch nach dem zweiten Flugzeugabsturz innerhalb weniger Tage bleiben in den USA viele Fragen offen. In Philadelphia stürzte ein Jet für einen medizinischen Transport mitten in einem belebten Gebiet der US-Ostküstenstadt ab. Alle sechs Menschen an Bord kamen ums Leben, wie die Bürgermeisterin von Philadelphia, Cherelle Parker, mitteilte. Mindestens 19 Verletzte würden derzeit in Krankenhäusern behandelt.
Einsatzkräfte in Philadelphia betonten, die Zahl der Toten und Verletzten könne noch nach oben gehen. Es sei nicht abschließend klar, wer sich zum Zeitpunkt des Einschlags auf den Straßen des Viertels aufgehalten habe, sagte ein Vertreter der Stadt. „Es wird also wahrscheinlich noch Tage dauern oder länger, bis wir endgültig beantworten können, wie viele Menschen bei dieser Tragödie ums Leben gekommen sind und wie es um die Verletzten steht.“
Die Luftfahrtbehörde FAA teilte mit, die Maschine sei von einem nahegelegenen Flughafen, Northeast Philadelphia Airport, abgeflogen und kurz nach dem Start abgestürzt. „Den Flugprotokollen zufolge war das Flugzeug nur eine Minute in der Luft, bevor es abstürzte“, hieß es in der Mitteilung aus dem Büro der Bürgermeisterin. Das Flugzeug sei auf dem Weg in den Bundesstaat Missouri gewesen und habe von dort nach Mexiko weiterfliegen sollen.
Die Maschine war mitten in einem belebten Gebiet im Nordosten der Stadt abgestürzt - mit Geschäften, Wohnhäusern und vielbefahrenen Straßen im Feierabendverkehr. Nach Angaben der Behörden wurden Menschen auf Parkplätzen, auf Straßen, in Autos und in Häusern der Umgebung verletzt. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz.
Was zu dem dramatischen Absturz führte, ist bislang unklar. Die Unfallermittlungsbehörde NTSB hat Untersuchungen dazu aufgenommen.
Update vom 2. Februar, 6.30 Uhr: Gerald Wissel, Experte der Luftfahrt-Beratungsgesellschaft Airport, betrachtet das Fliegen trotz mehrerer Flugzeugunfälle innerhalb weniger Wochen als grundsätzlich sicher. Er betont die strengen Vorschriften bei der Flugzeugzulassung und die umfassende Ausbildung des Personals. „Für die Wartung von Flugzeugen gibt es strenge Auflagen“, fügt der Experte hinzu. Diese Regelungen gelten für den gesamten Flugbetrieb. „Wenn all das eingehalten wird, dann ist Fliegen absolut sicher.“
Laut einer Statistik des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft kamen im letzten Jahr 334 Menschen bei Unfällen im zivilen Luftverkehr ums Leben. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Verbands, stellte fest: „Fliegen war im vergangenen Jahr rund 53-mal sicherer als noch in den 1970ern“.
Update vom 1. Februar, 19.07 Uhr: Neue Details zu dem Unglück werden bekannt. Die dpa teilt nun mit, dass am Boden eine weitere Person durch das Unglück ums Leben gekommen sei und einige verletzt wurden. Auch genaue Zahlen zu den Verletzten gibt es jetzt: Mindestens 19 Verletzte würden derzeit in Krankenhäusern behandelt.
Einsatzkräfte in Philadelphia betonen, dass die Zahl der Opfer möglicherweise noch steigen könnte. „Wir wissen nicht genau, wer sich gestern Abend zum Zeitpunkt des Einschlags auf den Straßen dieses Viertels aufgehalten hat“, erklärte ein Vertreter der Stadt. „Es wird also wahrscheinlich noch Tage dauern oder länger, bis wir endgültig beantworten können, wie viele Menschen bei dieser Tragödie ums Leben gekommen sind und wie es um die Verletzten steht.“
Das mexikanische Außenministerium bestätigte auf X, dass unter den verstorbenen Insassen des Fluges sechs Mexikaner waren. Auch Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte den Tod der sechs Staatsbürger und drückte auf X ihre Trauer über das Unglück aus.
Neue Details zu Insassen von Flugzeugunglück – Alle tot
Update vom 1. Februar 2025, 15.20 Uhr: Bei dem Absturz einer Learjet-Maschine in Philadelphia sind alle sechs Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das teilte das Büro der Bürgermeisterin von Philadelphia, Cherelle Parker, mit. An Bord waren demnach ein junges Mädchen, das in einem Kinderkrankenhaus in Philadelphia behandelt worden war, deren Mutter sowie vier Crew-Mitglieder. „Viele Menschen am Boden - auf Parkplätzen, auf Straßen, in Autos und Häusern in der Umgebung - wurden verletzt“, hieß es. Eine genaue der Zahl der Verletzten gebe es noch nicht.
„Den Flugprotokollen zufolge war das Flugzeug nur eine Minute in der Luft, bevor es abstürzte“, hieß es in der Mitteilung. Die Ursache für das Unglück werde noch untersucht.
Update vom 1. Februar 2025, 15 Uhr: Kurz nach dem Flugzeugunglück in Philadelphia bleiben weiter viele Fragen ungeklärt. „Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Flugzeug abhebt, um gleich abzustürzen“, äußerte sich Shai Gold, Sprecher vom Flugunternehmen Jet Rescue Air Ambulance, bei NTV. Das Flugzeug, ein Learjet 55, habe demnach eine ausgezeichnete Wartungsbilanz gehabt und sei bereits zuvor genutzt worden.
Wenig Hoffnung nach Flugzeugabsturz in Philadelphia: „Keine Anzeichen, dass jemand überlebt hat“
Update vom 1. Februar 2025, 13.09 Uhr: Laut US-Medien gibt es kaum Hoffnung, dass die Passagiere der abgestürzten Maschine überlebt haben. Shai Gold, Sprecher der Air Ambulance, sagte dem Sender Fox News: „Das Flugzeug war mit hochentzündlichem Kerosin beladen“, was die Explosion wahrscheinlich verstärkt hat. „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass irgendjemand überlebt hat, und angesichts des Trümmerfeldes wäre ich angenehm überrascht, etwas anderes zu erfahren.“ In einem LinkedIn-Statement fügte Gold hinzu, dass die Passagiere den Absturz nicht überlebt haben.
Auch das Aviation Safety Network spricht in einem ersten Bericht von „keinen Überlebenden“. Offizielle Stellen haben die Todesmeldungen allerdings noch nicht bestätigt.
Flugzeug-Crash in Philadelphia: Riesiger Feuerball mitten in der Stadt – die dramatischen Bilder vom Absturz




Videoaufnahmen zeigen Flugzeugabsturz in Philadelphia – „Unglaublicher Winkel“
Update vom 1. Februar 2025, 11.28 Uhr: Nach dem Absturz einer kleinen Passagiermaschine ist die Ursache des Unglücks bislang noch unklar. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie das Flugzeug abstürzt und schließlich auf dem Boden explodiert. Diese Aufnahmen sind wichtig, um die Ursache zu ermitteln, da sie zeigen, „wie das Flugzeug in einem unglaublichen Winkel herabstürzt“, erklärt Luftfahrt-Experte Arthur Wolk gegenüber dem US-Nachrichtenportal NBC10.
„Fast 45 Grad, was bedeutet, dass das Flugzeug außer Kontrolle geraten ist. Kein Pilot würde ein Flugzeug freiwillig in diesem Winkel sinken lassen“, so Wolk. Er zieht daraus den Schluss, dass entweder der Pilot oder die Maschine von etwas überrascht wurden. Auch die Stimmaufnahme des letzten Kontakts mit den Passagieren könnte wertvolle Hinweise zur Ursache des Absturzes liefern. Inzwischen gibt es neue Informationen zur letzten Nachricht des Flugzeugs.
Der Fluglotse soll nach dem Abflug mehrfach versucht haben, Kontakt zum Flugzeug aufzunehmen. In einer Höhe von etwa 500 Metern brach der Kontakt schließlich vollständig ab. Der Fluglotse sagte daraufhin: „Hier ist 765. Wir haben ein verlorenes Flugzeug“, und fügte hinzu: „Wir sind nicht genau sicher, was passiert ist, und versuchen, es herauszufinden. Für den Moment wird das Feld geschlossen. Also wahrscheinlich keine An- oder Abflüge.“
Update vom 1. Februar 2025, 10.24 Uhr: Zum Flugzeugabsturz in Philadelphia kommen immer mehr Details ans Licht. Wie CNN berichtet, sollen sich eine Mutter und ihr Kind an Bord des Flugzeugs befunden haben, die auf dem Weg nach Springfield waren, um dort zwischenzulanden. Das erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft Jet Rescue Air Ambulance. Zu den weiteren Passagieren gehörten der Pilot, der Co-Pilot sowie ein Sanitäter und ein Arzt. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht bestätigen, dass es Überlebende gibt“, teilte das Ambulanzflugunternehmen am Freitag mit.
Unterdessen wurde der letzte Kontakt mit dem Flugzeug bekannt. Etwa eine Minute vor dem Absturz sagte der Fluglotse: „Wir haben ein verlorenes Flugzeug.“ Kurz darauf stürzte die Maschine in eine Wohngegend. „Mehrere Häuser und Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen“, berichtete Philadelphia Bürgermeisterin Cherelle Parker am Freitagabend in einer Pressekonferenz. Laut CNN gab es mehrere Verletzte am Boden, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Details zu den Personen, die sich derzeit dort befinden, sowie zu ihrem Zustand wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Flugzeugabsturz in Philadelphia: Augenzeugen berichten von großer Explosion
Update vom 1. Februar 2025, 09.22 Uhr: In Philadelphia stürzte ein Flugzeug in einem Wohngebiet. Zahlreiche Anwohner haben das Unglück hautnah mitbekommen und beschreiben dramatische Szenen. „Es gab eine große Explosion, sodass ich für eine Sekunde dachte, wir würden angegriffen“, sagte der Anwohner Michael Schiavone dem US-Portal the express. Er war zum Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes in seinem Haus in Mayfair.
Das Viertel befindet sich in der Nähe des Unglücksortes. Dort habe er den Knall der aufprallenden Maschine durch das ganze Haus gespürt. Er beschreibt, dass es sich wie ein kleines Erdbeben angefühlt habe. Laut Schiavone soll, der Absturz auf den Aufnahemen der Sicherheitskameras des Grundstücks wie ein Raketeneinschlag aussehen. Ein anderer Zeuge beschreibt ähnliches, „alles bebte, es fühlte sich an, als würden die Gebäude einstürzen“, sagte er dem Sender NBC News.
Die Flugdaten zeigten, dass der Jet um 18:06 Uhr vom Flughafen abhob und etwa 30 Sekunden nach dem Aufstieg auf eine Höhe von 1.600 Fuß vom Radar verschwand. Gouverneur Josh Shapiro erklärte, er biete alle „Ressourcen des Commonwealth an, um auf den Absturz des kleinen Privatflugzeugs im Nordosten von Philadelphia zu reagieren.“
Erstmeldung vom 1. Februar 2025, 08.31 Uhr: Philadelphia – In Philadelphia stürzte ein Jet mit sechs Personen an Bord in einem dicht besiedelten Stadtteil ab. Das Flugzeug war für einen medizinischen Transport im Einsatz. Laut der Betreiberfirma befanden sich vier Crew-Mitglieder sowie eine minderjährige Patientin mit Begleitung an Bord.
In einer offiziellen Erklärung hieß es, dass derzeit noch nicht bestätigt werden könne, ob es Überlebende gebe. Alle Insassen des Flugzeugs stammten aus Mexiko, was auch vom mexikanischen Außenministerium auf der Plattform X bestätigt wurde. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem ähnlichen Unfall in Washington, bei dem ein Flugzeug mit einem Helikopter kollidierte.
Der Absturz ereignete sich im nordöstlichen Teil der Stadt, einem belebten Gebiet mit vielen Geschäften, Wohnhäusern und starkem Verkehr. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zunächst wurden keine weiteren Informationen zu möglichen Verletzten oder Todesopfern veröffentlicht. Philadelphia’s Bürgermeisterin, Cherelle Parker, erklärte, dass die Zahl der Todesopfer noch nicht bekannt sei, wies jedoch darauf hin, dass mehrere Häuser und Fahrzeuge beschädigt wurden. Gouverneur Josh Shapiro aus Pennsylvania äußerte, dass in dieser Region mit Verlusten zu rechnen sei.
Zahl der Opfer nach Flugzeugabsturz noch nicht bekannt: Bilder zeigen das Unglück in Philadelphia
Schockierende Bilder aus dem nordöstlichen Philadelphia zeigten eine riesige Explosion, einen Feuerball und dichten Rauch. Das betroffene Gebiet wurde großflächig abgesperrt, und die Bevölkerung wurde gebeten, den Bereich zu meiden.
BREAKING: Plane crash near Roosevelt Mall in Philadelphia, Pennsylvania. Several homes are on fire, MASSIVE emergency response in-progress. pic.twitter.com/wl6rVCbX5m
— Hexdline (@HexdlineNews) January 31, 2025
Flugzeugabsturz in Philadelphia nur Tage nach Washington-Unglück
Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte mit, dass es sich bei dem verunglückten Flugzeug um einen Learjet 55 handelte, ein Modell, das vor allem für Privat- und Geschäftsflüge genutzt wird. Das Flugzeug war kurz nach dem Start vom nahegelegenen Northeast Philadelphia Airport abgestürzt, auf dem Weg nach Missouri. Philadelphia, eine Stadt mit 1,5 Millionen Einwohnern an der Ostküste der USA, liegt rund 1.600 Kilometer von Missouri entfernt. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Absturz auf der Plattform Truth Social als „tragisch“ und betonte, dass das Land „noch mehr unschuldige Seelen verloren habe“.
Erst kürzlich hatte ein weiteres schweres Flugzeugunglück in Washington Entsetzen ausgelöst. Am Flughafen Ronald Reagan (DCA) kollidierte eine Passagiermaschine der American Airlines beim Landeanflug mit einem Militärhubschrauber. Beide stürzten ins Wasser. An Bord der Maschine befanden sich 60 Passagiere sowie vier Crew-Mitglieder, und der Hubschrauber hatte drei Besatzungsmitglieder. Die Behörden gingen davon aus, dass alle 67 Insassen ums Leben kamen. Es war das schwerste Flugzeugunglück in den USA seit über 20 Jahren, und die Bergungsarbeiten dauern noch an. (kiba/dpa)
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