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Nach schweren Niederschlägen hat die Feuerwehr auf Elba zahlreiche Personen gerettet. Eine Gemeinde sendet derweil einen dringenden Aufruf an die Einwohner.
Portoferraio – Die beliebte italienische Ferieninsel Elba im Tyrrhenischen Meer wurde von heftigen Unwettern getroffen. Am Donnerstag (13. Februar) mussten die Feuerwehrkräfte mindestens 47 Personen aus gefährlichen Situationen retten, wie die Behörden am Abend mitteilten.
Heftige Regenfälle auf Elba: Feuerwehr evakuiert zahlreiche Menschen
Besonders stark betroffen ist die Gemeinde Portoferraio an der Nordküste der Insel. Dort haben Wasser und Schlamm viele Straßen unpassierbar gemacht. Regionalpräsident Eugenio Giani berichtete, dass innerhalb einer Stunde fast 65 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen seien. Diese Bedingungen erinnern an die Unwetter-Serie, die Italien im letzten Herbst heimsuchte.
#Livorno, forte #pioggia sull’Isola d’Elba, strade allagate a Portoferraio: persone bloccate in auto o nei piani bassi di edifici, #vigilidelfuoco impegnati nei soccorsi. Via mare giunte in rinforzo altre squadre di #sommozzatori e soccorritori acquatici [#13febbraio 20:00] pic.twitter.com/zvUCOc3bIs
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) February 13, 2025
Zu den Evakuierten zählten Mitglieder einer Tanzschule, die am Donnerstagnachmittag in ihrem Vereinsheim trainierten. Auch zehn Personen wurden aus einer Pizzeria in Sicherheit gebracht. Im Gemeindegebiet retteten die Feuerwehrkräfte zudem 28 Menschen aus ihren Fahrzeugen.
Auf der Plattform X informierte die Feuerwehr, dass vor allem Menschen in Autos und Kellern eingeschlossen waren. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte vom Festland: „Weitere Teams aus Kampfschwimmern und Wasserretter kamen als Verstärkung über das Meer an“.
Appell der Behörden nach den Unwettern: „Versuchen Sie nicht herauszukommen“
Die Gemeinde Portoferraio richtete einen dringenden Appell an die Bevölkerung: „Kommen Sie nicht nach Portoferraio und versuchen Sie nicht, herauszukommen. Die Zufahrtsstraßen sind blockiert“. Die Menschen sollten insbesondere auf die Nutzung ihrer Autos verzichten. Das Festland, einschließlich Florenz, Lucca und Siena, waren ebenfalls von den heftigen Regenfällen betroffen.
Die Mittelmeer-Region kämpft gegen die Naturgewalten. Nach einer Erdbeben-Serie auf Santorini gelten auf der griechischen Urlaubsinsel derzeit besondere Maßnahmen. Auch die Vulkane Vesuv und Ätna in Italien zeigen besorgniserregende Aktivitäten. (dpa/bk)
Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco/dpa
