VonMichelle Breyschließen
Im Kongo haben Hunderte von Menschen ihr Leben durch Mpox verloren. Ein Drittel der Opfer sind Kinder. Jetzt starten Impfprogramme gegen das Virus, das auch als Affenpocken bezeichnet wird.
Kinshasa – In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) hat am Samstag (5. Oktober) eine Impfkampagne gegen das tödliche Mpox-Virus begonnen. Das berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die östliche Provinz Nord-Kivu war der Ausgangspunkt dieser Aktion.
Die Zahl der Mpox-Fälle nimmt in mehreren afrikanischen Ländern zu. Früher im Jahr rief die WHO eine Notlage aus – ähnlich wie 2022. Die Viruserkrankung breitet sich auch in neuen Gebieten aus. Besonders hart betroffen ist jedoch die Demokratische Republik Kongo.
Impfungen gegen Mpox im Kongo angekommen
Das Land in Zentralafrika hat 265.000 Dosen des MVA-BN-Impfstoffs vom dänisch-deutschen Unternehmen Bavarian Nordic erhalten. Diese wurden von der Europäischen Union, der Impfinitiative Gavi und den Vereinigten Staaten gespendet, so eine Erklärung der WHO. Die Impfung soll zunächst medizinisches Personal, Ersthelfer und besonders gefährdete Personen erreichen, bevor sie auf andere Regionen ausgeweitet wird.
Seit Beginn des Jahres 2024 wurden im Kongo laut WHO mehr als 30.000 Verdachts- und bestätigte Fälle sowie 990 Todesfälle gemeldet. Dies entspricht 90 Prozent der in diesem Jahr aus 15 afrikanischen Ländern gemeldeten Fälle. Etwa ein Drittel der Betroffenen sind Kinder unter fünf Jahren.
Fakten zu Mpox im Überblick – Übertragung, Infektion, Inkubationszeit
„Mpox werden ausgelöst durch das Monkeypox-Virus (MPXV), ein behülltes DNA-Virus aus der Gattung Orthopoxvirus“, informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Website. Die Übertragungen finden in erster Linie durch Kontakt mit wildlebenden Nagetieren, aber auch bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch statt.
1958 wurde das Mpox-Virus zum ersten Mal bei Laboraffen in Dänemark nachgewiesen. Sie war jahrzehntelang unter dem Namen Affenpocken bekannt. Die Erkrankung verursacht:
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Pocken-ähnliche Pusteln auf der Haut.
„Beim Menschen wurden Mpox erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo bei einem 9 Monate alten Jungen identifiziert“, informiert das RKI. Die Inkubationszeit wurde demnach in Endemiegebieten mit fünf bis 21 Tagen angegeben.
In Deutschland sorgte kürzlich das gefährliche Marburg-Virus für Aufsehen. In Hamburg gab es Verdachtsfälle. Das sind die Symptome der Krankheit. (mbr mit dpa)
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