„Massiver Angriff“ auf Frankreichs Schnellzugnetz: Ministerin schließt russische Beteiligung nicht aus
VonJennifer Lanzinger
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Moritz Bletzinger
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Vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris wurde das französische Schnellzugnetz angegriffen. Die Hintergründe sind unklar, die Auswirkungen sind massiv.
Paris – Nur wenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris berichtet die französische Bahngesellschaft SNCF von einem „massiven Angriff“ auf ihr Schnellzugnetz. Zahlreiche Verbindungen mit den TGV-Schnellzügen in Frankreich müssen gestrichen werden. Die „Situation dürfte mindestens das ganze Wochenende anhalten, während die Reparaturen durchgeführt werden.“
„Massiver Angriff“ auf Schnellzugnetz in Frankreich: Verkehr wohl tagelang stark beeinträchtigt
In der Nacht zum Freitag (26. Juli) wurden mehrere Brandanschläge verübt, wie die SNCF weiter berichtet. Der Verkehr auf den betroffenen Linien ist „stark beeinträchtigt“. Eine Person, die dem Fall nahesteht, bezeichnete die Vorfälle als „Sabotage“.
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Brandanschläge auf Bahnnetz in Frankreich: 800.000 Menschen von mutmaßlicher Sabotage betroffen
Die betroffenen Strecken liegen im Norden und Osten des Landes sowie an der Atlantikküste. Die Bahnlinie im Südosten des Landes blieb unberührt, dort konnte laut SNCF „ein böswilliger Akt vereitelt“ werden. Unter anderem ist der Bahnhof Montparnasse in Paris betroffen. Hier kommt es zu erheblichen Störungen. Zahlreiche Menschen sind gestrandet, rund eine Woche nachdem die massive IT-Störung den Personenverkehr weltweit gestört hat.
Reisenden werden aufgerufen, ihre Fahrten zu verschieben und nicht zu den Bahnhöfen zu kommen. Nach Angaben der SNCF sind etwa 800.000 Menschen von den Ausfällen betroffen.
„Koordinierte Sabotage“: Sportministerin schließt Beteiligung von Russland nicht aus
Frankreichs Sportministerin Amelie Oudea-Castera äußert sich erschrocken über die Brandanschläge auf das französische Schnellzugnetz. „Es ist absolut entsetzlich“, sagt sie und spricht beim massiven Angriff auf den Zugverkehr in Frankreich von einer „Art koordinierter Sabotage“. Von SkyNews darauf angesprochen, will Oudea-Castera eine Beteiligung Russlands nicht ausschließen. Ihre Antwort: „Vielleicht“.
Verkehrsminister Patrice Vergriete schreibt auf Twitter (X): „Ich verurteile diese kriminellen Machenschaften aufs Schärfste.“