VonAmy Walkerschließen
Eine Mega-Panne sorgt gerade weltweit für Chaos. In Australien, Deutschland und den USA können Flüge an einigen Orten nicht stattfinden. Aber auch andere Bereiche sind betroffen.
Update vom 20. Juli, 13:20 Uhr: Nach der folgenschweren IT-Panne mit Auswirkungen auf Fluggesellschaften, Krankenhäuser und Fernsehsender weltweit normalisiert sich die Lage in vielen Ländern allmählich. Mehrere Fluggesellschaften in den USA sowie in Asien erklärten, dass sie ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten. Laut Thailands nationalem Flughafendirektor Keerati Kitmanawat gibt es derzeit „keine langen Warteschlangen an den Flughäfen, wie wir sie gestern erlebt haben“. Auch in Australien lief der Betrieb größtenteils wieder normal, wenngleich der Flughafen Sydney immer noch Flugverspätungen meldete.
IT-Störung aktuell: Flughäfen in Hongkong, Südkorea, USA, Thailand nehmen Betrieb wieder auf
An den Flughäfen in Hongkong, Südkorea und Thailand wurde der Check-in-Service wiederhergestellt, in Indien, Indonesien und am Changi-Flughafen in Singapur funktionierte die Abfertigung ab Samstagnachmittag (Ortszeit) wieder weitgehend normal. Laut einem hochrangigen US-Regierungsvertreter wurde in den USA „der Flugbetrieb im ganzen Land wieder aufgenommen, auch wenn es nach wie vor zu Engpässen kommt“.
Das volle Ausmaß der Störungsauswirkungen ist noch nicht bekannt. Berichten aus den Niederlanden und Großbritannien zufolge könnten auch Gesundheitsdienste betroffen gewesen sein.
CrowdStrike entschuldigt sich für „beispiellose“ IT-Störung
Auch Medienunternehmen hatten mit den Folgen der Panne zu kämpfen: Der britische Nachrichtensender Sky News erklärte, die Störung habe seine Nachrichtensendungen am Freitagmorgen beendet. Der australische Sender ABC meldete ebenfalls erhebliche Schwierigkeiten.
Die Firma CrowdStrike teilte derweil mit, sie habe eine Lösung für das Problem gefunden. Firmenchef George Kurtz sagte dem US-Nachrichtensender CNBC, er wolle sich „persönlich bei jeder Organisation, jeder Gruppe und jeder Person entschuldigen, die davon betroffen war“. Es könne einige Tage dauern, bis der Betrieb wieder normal laufe. Laut dem Cybersicherheitsexperten Junade Ali vom britischen Ingenieur- und Technologieverband ist das Ausmaß des Ausfalls „beispiellos“. Die Panne werde „zweifellos in die Geschichte eingehen“. Ihm zufolge gab es eine ähnliche folgenschwere Störung zuletzt 2017.
Update vom 20. Juli, 12:18 Uhr: Das Unternehmen CrowdStrike, dessen Software-Update für die weltweite IT-Störung verantwortlich war, informiert auf ihrer Webseite über Hacker, die versuchen die Situation auszunutzen. Diese „bösartigen Akteure“ versuchten Kunden eine Datei unterzujubeln, die angeblich den Fehler beim jeweiligen Computer beheben soll – in Wirklichkeit verberge sich dahinter jedoch ein Virus. Vor allem Kunden in Lateinamerika sollen von diesem Hack betroffen sein. Die betreffende Datei trage den Titel crowdstrike-hotfix.zip.
Weiter informiert CrowdStrike auf ihrer Webseite über die laufenden internen Ermittlungen zu dem IT-Vorfall. Die Firma wolle die Störung „volumfänglich aufklären“.
Update vom 20. Juli, 11:17 Uhr: Über 24 Stunden nachdem weltweit IT-Systeme ausgefallen waren, gibt es in einigen Teilen der Welt noch immer Probleme. In den USA wird außerdem vor Fake-Webseiten und Phishing-Mails gewarnt, die angeblich Hilfe bei der Behebung von CrowdStrike-Fehlern anbieten, aber in Wirklichkeit die Situation ausnutzen und Viren auf die Rechner schleusen. Davor warnte der CEO der Cybersicherheitsfirma Trellix, Bryan Palma, in einem Interview mit dem US-Sender CNN.
Palma erklärt des Weiteren, dass das Problem zwar einfach zu beheben sei, aber eben manuell auf Millionen von Rechnern weltweit durchgeführt werden müsse. „Das Problem wird nicht in 24 oder sogar 48 Stunden behoben sein“, so Palma weiter.
“Our team is already seeing fake website domains purporting to give #CrowdStrike support - the bad guys take advantage of this stuff very quickly”
— Julia Chatterley (@jchatterleyCNN) July 19, 2024
@BryanJPalma CEO of cybersecurity firm @trellix on the global tech #outage & advice for those impacted. pic.twitter.com/jlC7u8KTDZ
Während sich der Betrieb am Hauptstadtflughafen weitgehend normalisiert hat, kommt es an andere Flughäfen im Land noch vereinzelt zu Problemen. Am Flughafen in Stuttgart fallen noch vereinzelt Flüge aus. Passagiere sollten sich vor der Fahrt zum Flughafen informieren, ob ihr Flieger auch tatsächlich abhebt, wie eine Flughafensprecherin sagte. Die Systeme liefen aber wieder normal, beim Check-in gebe es nun keine Verzögerungen mehr. Am Flughafen in Rheinmünster kam es zu keinen Ausfällen, aber zu Verspätungen.
Update vom 20. Juli, 10:40 Uhr: Nach der großen IT-Störung am Freitag läuft der Betrieb am Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld wieder weitgehend normal. Die startenden Maschinen seien mit Ausnahme einiger geringfügiger Verspätungen im Plan, sagte ein Flughafensprecher der dpa. Einzig zwei Ankünfte aus New York und Newark seien von Airlines gestrichen worden, weil es in den USA offenbar noch Probleme gebe.
IT-Störung sorgte am Flughafen BER für 150 Flugausfälle
Die Situation an den BER-Terminals sei ruhig und entspannt, schilderte der Sprecher. Insgesamt erwartet der BER am Samstag demnach 70.000 Passagiere. Damit erreicht das Passagieraufkommen nicht das Niveau von Spitzentagen, obwohl es sich um das erste Ferienwochenende in Berlin und Brandenburg handelt.
Nach Angaben des BER-Sprechers wurden am Freitag 150 von 552 Flügen gestrichen - es handelte sich um Abflüge und Ankünfte. Tausende Passagiere mussten am Airport ausharren oder wurden in Hotels gebracht, andere wurden umgebucht. 19 Flugzeuge starteten in der Nacht zum Samstag, weil Airlines eine Ausnahme vom Nachtflugverbot zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr beantragten und von der Luftfahrtbehörde genehmigt bekamen.
BSI-Präsidentin kündigt Maßnahmen nach der IT-Störung durch CrowdStrike an
Update vom 20. Juli, 10:03 Uhr: Nach dem weltweiten IT-Problem wegen eines fehlerhaften Updates hat die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, Maßnahmen angekündigt, um solche Pannen künftig möglichst auszuschließen. „Es gibt ein paar Stellen und Hebel, an denen wir etwas tun können und auch müssen. Die Frage ist: Wie können wir sicherstellen, dass uns das nicht nochmal passiert“, sagte Plattner am Freitag dem Fernsehsender Phoenix.
Vor allem gehe es darum, bei den Herstellern deutlicher auf die Qualität der Produkte zu achten. „Da werden wir deutlich tiefer reinschauen“, fuhr die BSI-Präsidentin fort. In der jüngeren Vergangenheit sei bereits viel geschehen, um die Sicherheit zu erhöhen. „Der heutige Tag hat uns aber gezeigt, dass es in der Lieferkette durchaus noch einige Themen gibt, wo wir alle noch mehr machen müssen“, sagte Plattner. Eine absolute Sicherheit vor Ausfällen dieser Größenordnung könne jedoch niemand versprechen.
Weltweite IT-Störung hat noch immer Folgen – Künstler verpassen Festival in NRW
Update vom 20. Juli, 09:35 Uhr: Die weltweite IT-Störung wird nach und nach behoben – doch die Folgen lassen sich noch immer spüren. Ein Beispiel dafür findet sich beim Parookaville-Festival in NRW, das aktuell stattfindet. Wie die Rheinische Post berichtet, haben einige Künstler am Freitag und Samstagmorgen ihre Auftritte absagen müssen, weil sie es nicht rechtzeitig geschafft haben. „Wegen Flugausfällen aufgrund globaler Microsoft-Störungen können Artists sich verspäten. Wir halten dich über wichtige Änderungen up to date“, hieß es am Freitagnachmittag in der Festival-App, wie die RP weiter berichtet.
Update vom 20. Juli, 08.50 Uhr: Während Unternehmen, Verwaltungen und Banken ihre Systeme wieder zum Laufen bringen, fragen sich die Menschen weltweit, wie es zu so einer Mega-Störung kommen konnte. Nach Einschätzung von Cyber-Sicherheitsexperten ist das Update der IT-Sicherheitssoftware der Firma CrowdStrike vor seiner Bereitstellung nicht ausreichend geprüft worden.
Massive Störung der IT weltweit: Experte findet den Fehler im Code
Sicherheitsforscher Patrick Wardle, der sich auf die Untersuchung von Bedrohungen für Betriebssysteme spezialisiert hat, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, seine Analyse habe den für den Ausfall verantwortlichen Code identifiziert. Es ist unklar, wie der fehlerhafte Code in das Update gelangen konnte und warum er nicht entdeckt wurde, bevor er für die Kunden freigegeben wurde. „Idealerweise wäre das Update zuerst an einen begrenzten Kundenkreis freigegeben worden“, sagte der leitende Sicherheitsforscher von Huntress Labs. „Dies wäre sicherer gewesen und hätte das Chaos vermeiden können.“
„Wir entschuldigen uns für die Probleme, die wir bei Kunden, Reisenden und allen Betroffenen, einschließlich unseres Unternehmens, verursacht haben“, sagte Crowdstrike-Chef George Kurtz im US-Sender NBC News am Freitag. Bei vielen werde das System schnell wieder betriebsbereit sein. „Bei einigen Systemen, die sich nicht automatisch wiederherstellen lassen, könnte es einige Zeit dauern.“
Update vom 20. Juli, 07:40 Uhr: Am Morgen nach der weltweiten IT-Störung beruhigt sich die Lage nur langsam wieder. Teilweise muss der Fehler an der Software des Cybersicherheitsdienstleisters CrowdStrike manuell behoben werden, weshalb es noch lange dauern kann, bis überall alles wieder rund läuft.
Betrieb am Flughafen BER normalisiert sich nach weltweiter Störung nur langsam
Entsprechend dauern auch noch am Samstagmorgen die Probleme an. Am sichtbarsten betroffen war am Freitag der Flugverkehr, in Deutschland war vor allem der Hauptstadtflughafen BER lahmgelegt. Am frühen Samstagmorgen konnten Flüge wieder starten und landen, allerdings war überall mit Verspätungen zu rechnen. Bei der Airline Eurowings war es erst am Abend wieder möglich, Check-Ins und Buchungen vorzunehmen, entsprechend ist auch am Wochenende mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Allerdings geht Eurowings davon aus, dass am Samstag wieder alles rund läuft. Insgesamt wurden weltweit am Freitag nach Angaben der BBC über 4000 Flüge gestrichen.
Update vom 19. Juli, 21:10 Uhr: Technische Probleme, die durch eine weltweite IT-Störung hervorgerufen wurde, haben am Freitag den Flugbetrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) schwer beeinträchtigt. Insgesamt mussten durch die Computerprobleme und IT-Ausfälle 113 Flüge am BER storniert werden. 51 geplante Ankünfte und 62 Abflüge mussten abgesagt werden. Das bestätigte Axel Schmidt, Sprecher des Flughafens, dem rbb.
Auslöser war eine weltweite IT-Panne bei Microsoft-Systemen. Nach stundenlangen Störungen lief der Betrieb gegen Mittag langsam wieder an. „Die Systeme des Flughafens sind wieder hochgefahren und wir kehren sukzessive zum Normalbetrieb zurück“, teilte eine Sprecherin mit. Es komme aber weiterhin zu Wartezeiten.
Lage beruhigt sich nach weltweiter IT-Störung am Flughafen: Fluggäste nach IT-Ausfällen in Hotels untergebracht
Update vom 19. Juli, 19:30 Uhr: Besonders hart haben die weltweiten IT-Störungen den Berliner Flughafen BER getroffen. Der Flugbetrieb in Schönefeld wird derweil noch bis in die Nacht hinein beeinträchtigt sein. Zahlreiche Passagiere mussten deshalb weiter am Flughafen ausharren, erklärte ein Sprecher gegenüber der Tagesschau. Viele Gesellschaften versuchten nach den IT-Ausfällen, ihre Fluggäste in umliegenden Hotels unterzubringen. „Bei dieser Größenordnung ist das nicht ganz leicht.“ Am Abend beruhigte sich dann die Lage im Flughafen, nur noch wenige Passagiere waren vor Ort.
Weltweite IT-Störung: Flughafenbetreiber rechnen der Normalisierung nach den IT-Ausfällen am Samstag
Mit einer vollständigen Normalisierung des Betriebs rechnen die Flughafenbetreiber frühestens für Samstagmorgen. Am frühen Freitagmorgen war der Flugverkehr zunächst weitgehend eingestellt worden. Nach unbestätigten Informationen kam es am BER zu einem massiven Serverausfall, Notsysteme sollen angesprungen sein. Flüge wurden umgeleitet oder gestrichen, nur wenige landeten und starteten – und das oft mit Verspätung. Seit etwa 10 Uhr wurden die Systeme dann wieder hochgefahren.
Weltweite IT-Störung: Am Flughafen BER können Airlines Nachtflüge beantragen
Update vom 19. Juli, 19:10 Uhr: Die weltweite IT-Störung hat bei Banken, Krankenhäusern und Flughäfen für Chaos gesorgt. Nun können wegen der IT-Ausfälle die Airlines bei der Luftsicherheit Flüge am BER in Berlin für die Nacht auf Samstag beantragen, sagte eine Flughafensprecherin. Wie viele das tun werden, bleibt offen. Bis zum Abend kam dieser Möglichkeit nach Informationen eines rbb-Reporters keine Fluglinie nach. Grundsätzlich gilt ein Nachtflugverbot am BER.
IT-Störung weltweit: Programmänderung in der ARD
Update vom 19. Juli, 17:10 Uhr: Die ARD sendet heute Abend um 20:15 Uhr eine Sondersendung zum weltweiten Chaos durch die IT-Störung. Der „Brennpunkt“ findet nach der Tagesschau statt und wird von Ingo Zamperoni moderiert. Titel der Sendung ist: „Weltweites Computer-Chaos – Wie anfällig sind wir?“
IT-Störung weltweit: Durch die IT-Ausfälle wurden tausende Flüge gestrichen
Auch am Nachmittag zeichnete sich noch kein Ende der IT-Ausfälle und Pannen ab. Wie die BBC berichtet, wurden im Laufe des Tages 3300 Flüge bisher gestrichen. Das waren etwa drei Prozent aller Flüge, die hätten stattfinden sollen. Die BSI-Präsidentin Claudia Plattner ging am Freitagnachmittag davon aus, dass es noch einige Zeit dauern würde, bis alle Probleme behoben wurden. Zunächst müsse man davon ausgehen, dass die IT-Störung auch am Wochenende nicht vorbei sein würde.
Blaue Bildschirme, Flughafen-Chaos: Bilder zur weltweiten IT-Störung




IT-Störung weltweit: Wegen der massiven IT-Ausfälle muss Eurowings weitere Flüge streichen
Update vom 19. Juli, 16:45 Uhr: Die weltweiten IT-Ausfälle halten auch deutsche Fluggesellschaften weiter in Atem. Die Airline Eurowings muss wegen der weltweiten IT-Störung noch mehr Flüge streichen, als ursprünglich geplant. „Wir streichen immer noch schwerpunktmäßig innerdeutschen Flüge auch über 15 Uhr hinaus“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutsche Presse-Agentur. Zunächst hatte das Unternehmen durch die IT-Ausfälle angekündigt, bis 15 Uhr alle Flüge zu streichen. „Wir setzen alles dran, dass sich die Lage bis morgen normalisiert hat, aber bestätigen kann ich das noch nicht“, so die Sprecherin jetzt.
Weltweite IT-Ausfälle: IT-Störungen kosten Milliarden
Derweil kann von einem Milliardenschaden für die Wirtschaft durch die weltweite IT-Störung ausgegangen werden. „IT-Ausfälle bremsen das Wirtschaftsleben, das liegt auf der Hand. Zurzeit sieht es nicht nach einer längeren Beeinträchtigung aus“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank am Mittag. Manches werde auch manuell nachgeholt werden können, sodass ein nachhaltiges Wegknicken der Weltkonjunktur vorerst nur ein Risiko sei: „Die Panne zeigt jedenfalls einmal mehr die Abhängigkeit von Computersystemen, die mit Blick auf den Einsatz von KI sicherlich nicht kleiner werden wird“, fügte der Ökonom hinzu.
IT-Ausfälle weltweit: Mercedes von der massiven IT-Störung betroffen
Update vom 19. Juli, 16.14 Uhr: Der Autobauer Mercedes-Benz hat unter den weltweiten Computer-Problemen gelitten. Eine Sprecherin sagte in Stuttgart, das globale Produktionsnetzwerk sei teilweise betroffen gewesen und kehre nun wieder in den normalen Schichtbetrieb zurück. Man habe mit dem IT-Dienstleister des Autobauers Maßnahmen entwickelt, die man bereits ausrolle und die diese Störungen beheben haben.
Weltweite IT-Ausfälle: Kritische Infrastruktur von Deutschland durch massive IT-Störung betroffen
Claudia Plattner, die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wies am Nachmittag auf die Folgen des IT-Ausfalls hin: „Es sind auch kritische Infrastrukturen betroffen, nämlich solche, die genau diese Software einsetzen.“ Dem BSI lägen aktuell mindestens 17 Meldungen von Betreibern kritischer Infrastrukturen vor. Plattner verwies darauf, dass die Reparatur unter Umständen sehr aufwendig sei. „Im schlimmsten Fall muss jeder betroffene Rechner einzeln bearbeitet werden.“ Im Nachgang der Krise müsse man darüber sprechen, wie die Qualitätssicherung bei Crowdstrike und bei Microsoft aussehe. „Aber für den Moment fokussieren wir uns natürlich voll und ganz auf die Bewältigung.“
Bei Eröffnung des Handels in den USA hat das Unternehmen Crowdstrike 15 Prozent seines Aktienwerts verloren. Derweil hat sie sich aber wieder stabilisiert.
Update vom 19. Juli, 15:21 Uhr: Während überall auf der Welt an einer Behebung der Ursache für die IT-Panne gearbeitet wird, beginnen schon die ersten Fragen nach den Folgen. Sind wir zu abhängig von einzelnen Firmen geworden? Und wie konnte es zu diesem massiven Ausfall kommen? „Es hat eine gewisse Ironie, dass ausgerechnet ein System, das die Computer schützen und am Laufen halten soll, sie stört“, kommentierte IT-Sicherheitsexperte Mikko Hypponen von der Firma WithSecure.
Normalerweise werden solche Updates auf Herz und Nieren getestet, bevor sie breit ausgespielt werden. Crowdstrike wird nun erklären müssen, wieso ein ganz offensichtlich schwerwiegender Fehler in der Software übersehen wurde.
IT-Störung weltweit zeigt: Abhängigkeit von wenigen großen Firmen ist ein Risiko
In den vergangenen Jahren nahm die Konzentration im Software-Geschäft immer mehr zu, unter anderem durch Übernahmen. Große Konzerne mit vielen Kunden können viel effizienter wirtschaften - und den Preisdruck auf kleinere Rivalen verstärken. Wenn sie zudem innovative Technologien wie Crowdstrike entwickeln, sind einige wenige Player plötzlich allgegenwärtig. So warnte Oxford-Forscher Brian Klaas in seinem Buch „Fluke“, dass diese bis ins letzte Detail auf Kosten optimierten und weltweit vernetzten Systeme ein potenziell katastrophales Risiko darstellten. Und ein Alarmsignal war bereits der Hack des Software-Dienstleisters SolarWinds: Über Programme des Wartungs-Spezialisten gelangten 2019 Angreifer in Systeme seiner zahlreichen Kunden, zu denen unter anderem auch US-Behörden gehören.
Die Störung bei Microsoft hat uns vor Augen geführt, wie abhängig wir sind von kritischer Infrastruktur EINES großen Techkonzerns. Höchste Zeit, unabhängiger von Microsoft, Google & Co zu werden. Dafür müssen wir die Macht der Techkonzerne aufbrechen. https://t.co/dQYD3RKcIv
— LobbyControl (@lobbycontrol) July 19, 2024
Massive IT-Störung weltweit: Microsoft informiert über Problem-Behebung bei IT-Ausfällen
Update vom 19. Juli, 14:48 Uhr: Derweil hat Microsoft auf ihrer Webseite darüber informiert, wie man Probleme beheben könnte. Für Stirnrunzeln dürfte folgende Empfehlung sorgen: „Wir haben das Feedback von Kunden bekommen, dass mehrere Neustarts (bis zu 15 Stück) notwendig sein müssen“. Also: Computer an und wieder ausmachen, bis es wieder läuft, so die offizielle Empfehlung.
Die Welt hat ein Interview mit dem Cybersicherheits-Experten Christian Dörr veröffentlicht, der die Aufarbeitung des IT-Vorfalls fordert. „Wir sehen, wir haben hier eine Monokultur“, so der Experte. „Das führt uns wieder vor Augen, dass wir von einzelnen Anbietern und Zulieferern angewiesen sind“. Unternehmen und die Gesellschaft müsste mehr über diese Risiken sprechen. „Das wird auch häufiger vorkommen“, warnte er.
Update vom 19. Juli, 14:07 Uhr: Der Chef des Cybersicherheitsunternehmens Crowdstrike, George Kurtz, hat sich in einem Interview beim US-amerikanischen Sender NBC zu Wort gemeldet. „Uns tut es sehr leid“, sagte er in dem Interview. Man habe das Problem beheben können, allerdings werde es noch einige Zeit andauern, bis alles wieder zum Laufen gebracht werden könne. „Es ist aber unsere Mission, jedem Kunden bei der Wiederherstellung zu helfen“.
Bei einer Pressekonferenz sagte BSI-Präsidentin, dass es noch andauern werde, bis die Probleme gelöst seien. „Das wird noch ein bisschen dauern“, sagte Claudia Plattner. Es sei nicht zu erwarten, dass bis Ende des heutigen Tages wieder alles zum Laufen gebracht werden kann.
Weltweite IT-Störung legt Flugverkehr und Airlines lahm – Dutzende Flüge wegen IT-Ausfällen gestrichen
Update vom 19. Juli, 13:24 Uhr: Die Fluggesellschaft Eurowings streicht aufgrund anhaltender technischer Störungen alle innerdeutschen Flüge sowie Flüge von und nach Großbritannien mit Abflugzeit bis 15.00 Uhr. Damit solle das betroffene IT-System entlastet werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Laut der Unternehmenswebsite sind über 50 Flüge von den Annullierungen betroffen.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine Erklärung der Sicherheitsbehörden zu den weltweiten Computerproblemen angekündigt. „Es wird von den Sicherheitsinstitutionen Deutschlands in enger Abstimmung mit denen vieler anderer Länder der Welt dazu etwas gesagt werden“, sagte Scholz bei einer Pressekonferenz in Belgrad. „Da kann man auch beruhigt drauf warten.“ Er selbst habe derzeit „nichts Aktuelles“ zu den Problemen zu sagen.
Massive IT-Störung weltweit trifft deutsche Unternehmen: Siemens, BWM und Allianz melden IT-Ausfälle
Update vom 19. Juli, 12:40 Uhr: Neben dem Flugverkehr sind auch andere Bereiche der Wirtschaft betroffen. Die großen Firmen Siemens, BMW und Allianz haben alle Probleme bestätigt. Die Probleme gehen auf die Sicherheitsfirma Crowdstrike zurück. Offenbar habe es Probleme bei einem Update für Produkte der Marke Falcon gegeben, erläuterte der britische Technikexperte Ciaran Martin BBC Radio. „Das Falcon-Sensor-Update, das viele Unternehmen zur Erkennung von Bedrohungen verwenden, wurde offenbar so falsch konfiguriert, dass es Microsoft Windows zerstört.“
Experte zu weltweiter IT-Störung: Update „offenbar so falsch konfiguriert, dass es Microsoft Windows zerstört“
Crowdstrike hat weltweit mehr als 29.000 Kunden, die die Produkte der Firma aus dem US-Bundesstaat Texas zum Schutz ihrer Netzwerke einsetzen.
Auch in der Finanzwirtschaft waren die Auswirkungen zu spüren. Bei Australiens größtem Geldhaus Commonwealth Bank konnten einige Kunden den Angaben zufolge keine Überweisungen tätigen. Auch deutsche Institute hätten technische Schwierigkeiten, teilte der Branchenverband mit. Bei der London Stock Exchange (LSEG) fiel die Nachrichten- und Datenplattform Workspace vorübergehend aus, über die auch Reuters-Nachrichten an die Finanzmärkte verbreitet werden. Ein Händler in London sagte, mehrere Handelsplattformen hätten Probleme, sodass einige Kunden nicht handeln könnten. „Wir haben die Mutter aller weltweiten Marktausfälle.“
Update vom 19. Juli, 12:21 Uhr: Verantwortlich für die globale IT-Panne ist nach Angaben der Bundesregierung offenbar die US-Cybersicherheitsfirma Crowdstrike. Auf einen Cyberangriff gebe es nach aktuellem Erkenntnisstand keine Hinweise, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Die IT-Panne wirkte sich auf Anwendungen des US-Softwarekonzerns Microsoft in Unternehmen weltweit aus, darunter bei vielen Fluggesellschaften, bei Rundfunkanstalten oder in Krankenhäusern.
Derweil scheint sich die Lage nach und nach zu beheben. Die US-Airline American Airlines ist nach eigenen Angaben wieder voll funktionsfähig. Bisher wurden weltweit über 1000 Flüge gestrichen.
Weltweite IT-Ausfälle: Schwere IT-Störung hat verheerende Folgen – Microsoft und Bundesregierung äußern sich
Microsoft erklärte im Onlinedienst X, zahlreiche Apps und Dienstleistungen des Clouddienstes Microsoft 365 könnten „nicht erreichbar“ sein. Der Konzern arbeite „mit Hochdruck“ daran, das Problem zu beheben.
Weltweite IT-Störung: Deutsche Bundesregierung benennt Crowdstrike-Update als Ursache für IT-Ausfälle
Der Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, Ursache für die Panne sei „offenbar ein fehlerhaftes Update einer IT-Security Lösung des Herstellers Crowdstrike“. Diese werde von zahlreichen weiteren IT-Diensten genutzt. Nach Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe Crowdstrike mitgeteilt, wie das Problem zu beheben ist.
Crowdstrike stützt seine Anwendungen stark auf Künstliche Intelligenz (KI). Wichtiges Produkt der Firma ist das Antivirenschutzprogramm Falcon (Falke). Es wird von vielen Unternehmen weltweit verwendet, um die Sicherheit von Windows-Computern und -Servern zu verwalten. Die Aktie von Crowdstrike fiel an der Börse in New York im elektronischen Handel um fast 17 Prozent. Die Aktie von Microsoft fiel um 2,5 Prozent.
IT-Störung schlägt weltweit zu – CEO von Crowdstrike meldet sich über Ausfälle zu Wort
Update vom 19. Juli 2024, 12 Uhr: Microsoft geht davon aus, dass die weltweiten Computer-Störungen bald behoben werden können. „Wir sind uns eines Problems bewusst, das Windows-Geräte aufgrund eines Updates von einer Softwareplattform eines Drittanbieters betrifft“, sagte ein Microsoft-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen davon aus, dass eine Lösung in Kürze gefunden wird.“ Medienberichten zufolge gibt es Probleme beim Dienstleister Crowdstrike. Der CEO der US-amerikanischen Firma sagte in einer Mitteilung an die BBC, dass man an einer Lösung arbeite. „Unsere Kunden werden laufend auf unserer Webseite informiert“, so George Kurtz. Man habe das Team „vollständig mobilisiert“.
Die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, auch der Hafen Rotterdam untersuche mögliche technische Probleme. Auch das Außenministerium sei betroffen, dazu mehrere Krankenhäuser im Land, die Operationen verschoben. Der Sender Talpa berichtete ebenfalls von technischen Problemen. In Großbritannien meldete das wichtigste Bahnunternehmen Probleme, auch die Börse in London war betroffen. Der Handel begann später als geplant.
IT-Ausfälle weltweit: In Deutschland ist kritische Infrastruktur von weltweiter IT-Störung betroffen
Die Bundesregierung geht bislang nicht davon aus, dass die massiven IT-Störungen in Deutschland und vielen anderen Staaten das Ergebnis einer Hackerattacke sind. „Nach aktuellem Erkenntnisstand aus den Äußerungen der betroffenen Unternehmen gibt es keine Hinweise auf einen Cyberangriff“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Vorfälle würden laufend weiter bewertet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei mit allen relevanten Stellen in Kontakt und informiere kontinuierlich über die Entwicklung der Lage.
Der Sprecher sagte, von den weltweiten IT-Ausfällen in zahlreichen Branchen seien auch Unternehmen in Deutschland betroffen, darunter Betreiber kritischer Infrastruktur. Zur kritischen Infrastruktur zählen unter anderem Energieversorger, Transport und Verkehr, die öffentliche Verwaltung, Krankenhäuser, Trinkwasser, Abwasser und Telekommunikation. Einem IPPEN-Reporter sagte die Kreisverwaltung in Bad Homburg beispielsweise, dass alle Mitarbeiter in der Verwaltung nach Hause geschickt wurden. „Die Mitarbeiter wurden für den heutigen Freitag und den kommenden Montag alle nach Hause geschickt“, so ein Sprecher.
Weltweite IT-Störung: Probleme bei Crowdstrike – Aktie stürzt ab
Update vom 19. Juli 2024, 11:30 Uhr: Was ist die Ursache hinter der weltweiten IT-Störung? Das ist die Frage, die die ganze Welt wohl gerade bewegt. Die gute Nachricht: Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Probleme auf eine Cyberattacke zurückzuführen sind. In den ersten Stunden tasteten sich IT-Experten nur allmählich zur Ursache des Problems vor. Eine zentrale Theorie: Ein Auslöser könnte ein Fehler in einem Programm-Update der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike gewesen sein. Das wiederum habe Software unter anderem des Software-Riesen Microsoft gestört. Das jüngste Update werde gerade wieder zurückgenommen, sagte ein Crowdstrike-Sprecher dem US-Sender CNBC.
Die amerikanische Firma spielt eine zentrale Rolle beim Schutz gegen IT-Bedrohungen und sichert unter anderem Websites ab. Eines ihrer Produkte mit dem Namen Falcon dient dazu, bösartige Aktivitäten im Datenverkehr zu entdecken. Laut Medienberichten könnte ein fehlerhaftes Falcon-Update die Störungen ausgelöst haben. Die Aktie von Crowdstrike bekam die Probleme im vorbörslichen Handel mit einem Minus von zeitweise mehr als 20 Prozent zu spüren.
IT-Ausfälle weltweit: Flughafen BER von massiver Störung lahmgelegt – auch weitere betroffen
Update vom 19. Juli 2024, 11 Uhr: Neben dem Flughafen BER sind auch andere deutsche Flughäfen von Problemen betroffen. Dazu gehören die beiden bayerischen Flughäfen Nürnberg und Memmingen sowie der Flughafen in Düsseldorf. Die niederländische Airline KLM muss den Betrieb komplett einstellen, auch die Lufthansa und Eurowings haben Probleme, vor allem beim Buchungssystem.
IT-Ausfälle weltweit: Große Störung weltweit wirkt sich auf Flughäfen, Airlines und TV-Sender aus
Die BBC berichtet von Ausfällen auch in den Systemen, die sich in Paris auf die nächste Woche beginnende Olympia einstellen sollten. Wegen Computer-Problemen ist die Pforzheimer Stadtverwaltung derzeit nur eingeschränkt erreichbar.
Von den weltweiten Computerproblemen sind in Frankreich auch mehrere Fernsehsender betroffen. Der Bezahlsender Canal+ informierte seine Abonnenten, dass er unter den Auswirkungen einer großen weltweiten technischen Panne leide, die die ordnungsgemäße Ausstrahlung seiner Kanäle verhindere. Auch der Fernsehsender TF1 ist betroffen. Ein Moderator sagte im laufenden Programm, dass der Sender nicht alles wie gewohnt ausstrahlen könne. Beispielsweise könnten keine Karten zum Wettbericht gezeigt werden. Die Sendungen würden aber dennoch ausgestrahlt.
IT-Ausfälle weltweit: Massive Störung zieht auch Australien in Mitleidenschaft
Update vom 19. Juli 2024, 10:28 Uhr: Wegen der weltweiten Computer-Probleme hat die australische Regierung eine Krisensitzung einberufen. „Die australische Regierung arbeitet bei diesen sich entwickelnden Ausfällen eng mit dem National Cyber Security Coordinator zusammen“, zitierte die Zeitung Sydney Morning Herald einen Regierungssprecher.
Weltweite IT-Störung: Gesundheitswesen in Deutschland und Großbritannien betroffen
Zu den betroffenen Bereichen gehört jetzt auch das Gesundheitswesen. Wegen einer großflächigen technischen Störung sagt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein heute alle geplanten Operationen an ihren Standorten in Kiel und Lübeck ab. Das teilte die Klinik auf ihrer Internetseite mit. Auch die Ambulanzen blieben geschlossen. „Die Versorgung der Patientinnen und Patienten im UKSH ist gesichert, ebenso die Notfallversorgung.“ Und auch in Großbritannien werden nur noch Notfälle bei einigen Ärzten behandelt, wie die BBC berichtet.
In Polen trifft der Ausfall derweil den größten Hafen in Danzig. Und in ganz Deutschland sind einem IPPEN.MEDIA-Reporter zufolge die Filialen der Supermarktkette Tegut betroffen. Demnach seien Kassensysteme nicht funktionsfähig, weshalb einige Filialen schließen müssen.
Aktuelle IT-Störung legt Flüge, Züge und Banken in Deutschland und der Welt lahm – Spekulationen über Ursache
Update vom 19. Juli 2024, 10:13 Uhr: Aus mehreren Quellen ist mittlerweile zu hören, dass die Ursache der globalen IT-Panne ein Update beim Sicherheitsdienstleister Crowdstrike sein könnte. Wie ein kommunaler Anbieter, die Südwestfalen-IT berichtet, gebe es Probleme bei den Computern, die Crowdstrike in Kombination mit Windows nutzen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag habe Crowdstrike ein Update durchgeführt. Eigentlich soll Crowdstrike als Software vor Hacker-Angriffen schützen.
Weltweite IT-Ausfälle: Technische Störung legt Flughäfen lahm – Erste Spekulationen zu möglicher Ursache
Crowdstrike sprach in einer Mitteilung an die Kunden von Problemen, wie die Technologie-Website The Verge schrieb. Der Fehler bei Crowdstrike habe wiederum Software von Microsoft gestört, berichteten Medien wie der Finanzdienst Bloomberg. Der Software-Riese meldete zuvor Probleme mit seinem Cloud-Service 365.
In den USA stoppte die Luftfahrtaufsicht FAA Flüge von Airlines wie United, American und Delta. Der europäische Billigflieger Ryanair sprach ebenfalls von Problemen. In Norddeutschland sagte das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Operationen ab.
IT-Ausfälle: Weltweite technische Störung legt Flugverkehr, Züge und Banken lahm – auch in Deutschland
Erstmeldung vom 19. Juli 2024, 9:30 Uhr: Frankfurt – Technik-Ausfälle haben am Freitag (19. Juli) weltweit für Probleme gesorgt. Der Berliner Flughafen stoppte vorübergehend den Flugverkehr. Aufgrund einer technischen Störung seien alle Flüge am Berliner Flughafen bis 10.00 Uhr eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Auch anderswo waren Verbindungen verspätet oder fielen aus. In Großbritannien konnte der Nachrichtenkanal Sky News nicht senden. Auf Allestörungen.de mehrten sich zudem Störungsmeldungen bei den großen Cloud-Anbietern Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud.
IT-Störung weltweit: Ausfälle in Australien und Großbritannien – auch Microsoft betroffen
Wie die BBC berichtet, ist auch der Flugverkehr am australischen Flughafen Sydney betroffen. Ein Reporter vor Ort spricht von „mildem Chaos“. Ebenfalls betroffen ist der Zugverkehr in Großbritannien sowie die Londoner Börse. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet weiter, dass auch Microsoft mit Problemen zu kämpfen hat und seit heute Morgen mehrere Dienste und Apps nicht funktionieren. Die Ursache für die Störung ist noch nicht bekannt.
Auf X (ehemals Twitter) berichten Nutzer von Problemen an Flughäfen in Indien. Auch der Flughafen Amsterdam Schiphol sowie Flughäfen in Tokio berichten von Ausfällen. Im US-Bundesstaat ist es nach Angaben der BBC zu einem Ausfall der Notfallnummer 911 gekommen.
Am Frankfurter Flughafen (FRA) laufen die IT-Systeme dagegen stabil. Dort gebe es keine Einschränkungen im Flugbetrieb, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers am Freitagmorgen. Auch in München soll es keine Probleme geben, wie ein Pressesprecher IPPEN.MEDIA bestätigte.
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