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Hochwasser-Lage in Deutschland weiter kritisch: Karte zeigt, welche Regionen betroffen sind

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Langsam scheint sich die Hochwasserlage in Deutschland zu entspannen. Das Wetter könnte sich zum Vorteil ändern. Unsere Karte gibt einen Überblick.

Frankfurt – Heftige Regenfälle verursachten in vielen Regionen in Deutschland Hochwasser. Weiterhin ist die Lage in mehreren Regionen angespannt. Gebietsweise wird noch auf Entwarnung gehofft. Weiterhin sind Einsatzkräfte vor Ort, um Deiche zu stabilisieren und Anwohner zu schützen. Auch der Main rückte in den Fokus. Das Wetter in den kommenden Tagen könnte ein Gamechanger sein.

Hochwasser in Deutschland: Wetter könnte Lage entspannen

In Teilen Niedersachsen und im Süden Sachsen-Anhalts ist die Hochwasserlage weiter angespannt. Zuletzt schlug die Stadt Oldenburg Alarm. Die Böden seien vom vielen Regen noch immer vielerorts gesättigt, wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte. Das Wetter könnte allerdings eine Wende einleiten. „Die Wetterprognosen kommen uns entgegen, weil es nicht mehr so starken Niederschlag gibt“, sagte der Sprecher. Denn das Wetter dreht.

Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte: „Die seit Wochen anhaltende, außergewöhnlich milde Westwetterlage, die uns reichlich Regen und Hochwasser beschert hat, neigt sich nun endgültig dem Ende zu.“ Er fügte an: „Die Wetterlage stellt sich grundlegend auf Winter um.“ Die Temperaturen steigen tagsüber nicht mehr über null Grad, besonders im Norden und Süden wird Schnee erwartet. Die Regionen in der Mitte Deutschlands müssen sich dagegen auf Frost bei schneefreiem Boden einstellen. Experten rechnen damit, dass die Scheitelstände vielerorts im Land erreicht sind (Stand: 6. Januar).

Aktuelle Karte zeigt Hochwasserlage in Deutschland: Wo gibt es Warngebiete?

Welche Orte wie stark vom Hochwasser betroffen sind, können Sie unserer tagesaktuellen Karte entnehmen. Sie informiert über die Hochwasserlage in den Regionen und gibt einen Überblick über Vorwarnungen.

Hochwasser in Deutschland: Frost könnte zur Gefahr werden

Der erwartete Frost könnte den von dem Hochwasser betroffenen Regionen ebenfalls in die Karten spielen. Eine Landkreissprecherin zufolge wird damit gerechnet, dass Dauerfrost zu einer Entspannung der Lage beiträgt. Hausbesitzern könnte die Kombination aus Hochwasser und Frost jedoch schaden. „Denn, wenn Wasser gefriert, dehnt es sich um zehn Prozent auf“, erklärte Professor Norbert Gebbeken, Experte für Baustatik der Bundeswehr-Universität München. Ein Feuerwehrmann sprach gar von einer „Katastrophe“, die sich aufgrund des sich ausdehnenden Wassers ergeben könnte. (mbr)

Rubriklistenbild: © John Macdoucall/AFP

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