Trauer in Rom und der Welt

Papst Franziskus ist tot: Sedisvakanz, Beerdigung und Konklave – Zeitplan für die kommenden Tage

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Papst Franziskus ist am Ostermontag gestorben.. Dies initiiert ein Verfahren, das auf jahrhundertealten Traditionen beruht. So geht es nun im Vatikan weiter.

Update vom 22. April, 12.40 Uhr: Einen Tag nach dem Tod von Papst Franziskus hat der Vatikan den Begräbnistermin bekanntgegeben. Zuvor hatte der Vatikan erste Bilder des Pontifex im offenen Sarg veröffentlicht. Folgender Ablauf ist bekannt:

  • Mittwoch, 23. April: Um 9 Uhr soll der Sarg mit dem Leichnam des Papstes aus der Kapelle seiner Residenz Santa Marta in den Petersdom überführt werden. Gläubige können dort Abschied vom Oberhaupt der Katholiken nehmen.
  • Samstag, 26. April: Ab 10 Uhr wird die Beisetzungszeremonie von Franziskus auf dem Petersplatz stattfinden. Anschließend sollen seine sterblichen Überreste - wie von ihm testamentarisch veranlasst - in die päpstliche Basilika Santa Maria Maggiore im Stadtzentrum Roms überführt und dort beerdigt werden.

Papst Franziskus ist tot – Vatikan veröffentlicht die ersten Bilder vom offenen Sarg

Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Frankfurt am Main
Auch in Hessen trauern viele Gläubige um den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus. © Arne Dedert/dpa
Lieblingsverein des Papstes möchte Stadion nach ihm benennen
Der argentinische Verein San Lorenzo möchte ein neues Stadion nach dem verstorbenen Papst Franziskus benennen, der ein bekannter Unterstützer des Clubs war. (Archivbild) © picture alliance / dpa
Papst Franziskus gestorben - München
Menschen nehmen Abschied von Papst Franziskus. © Peter Kneffel/dpa
Papst Franziskus gestorben - München
In vielen Kirchen sind Gedenkorte für den Papst eingerichtet. © Peter Kneffel/dpa
Gläubige zünden im Trierer Dom Gedenkkerzen für den verstorbenen Papst Franziskus an. Das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken starb am Ostermontag in seiner Residenz im Vatikan im Alter von 88 Jahren an einem Schlaganfall.
Gläubige zünden im Trierer Dom Gedenkkerzen für den verstorbenen Papst Franziskus an. Das Oberhaupt von mehr als 1,4 Milliarden Katholiken starb am Ostermontag in seiner Residenz im Vatikan im Alter von 88 Jahren an einem Schlaganfall. © Harald Tittel/dpa
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes.
Der verstorbene Papst Franziskus liegt aufgebahrt in der Kapelle seines letzten Wohnsitzes. © Vatican Media/afp
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst.
Ein Rosenkranz liegt auf den Händen des toten Papstes. Das ist Teil der traditionellen katholischen Totenrituale, besonders für hohe geistliche Würdenträger wie den Papst. © Vatican Media/afp
Gläubige auf der ganzen Welt trauern um Papst Franziskus.
Gläubige auf der ganzen Welt trauern um Papst Franziskus. © K.M. Chaudary/dpa
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.
Ein Bild des verstorbenen Papstes Franziskus wird auf den Obelisken in Buenos Aires, Argentinien, projiziert.  © Gustavo Garello/dpa
Gläubige nehmen an einem Rosenkranzgebet für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil.
Gläubige nehmen an einem Rosenkranzgebet für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil. © Alessandra Tarantino/dpa
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.
Jose H. Gomez, Erzbischof von Los Angeles, sitzt hinter einem Bild von Papst Franziskus während eines Gottesdienstes zu Ehren des Papstes in der Kathedrale Our Lady of Angels.  © Damian Dovarganes/dpa

Papst Franziskus ist tot: Beerdigung und Konklave – Zeitplan und Termine für die kommenden Tage

Unsere Erstmeldung vom 21. April: Rom – Er galt als Papst für die Armen – nun ist er tot. Am Ostermontag starb Franziskus im Alter von 88 Jahren. „Heute Morgen um 7.35 Uhr ist der Bischof von Rom, Franziskus, ins Haus des Vaters zurückgekehrt“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Vatikans.

Aufgrund einer beidseitigen Lungenentzündung war er im Februar und März im Krankenhaus. Angaben seiner Ärzte zufolge entging er in dieser Zeit nur knapp dem Tod. Am Sonntag (20. April) hatte er noch bei der Ostermesse im Vatikan persönlich kurz vor den Gläubigen gesprochen – es war sein letzter öffentlicher Auftritt. Der Tod von Franziskus nun bringt ein Verfahren nach jahrhundertealten Traditionen in Gang. Es gipfelt in der Einberufung eines Konklaves der Kardinäle zur Wahl eines Nachfolgers.

Papst Franziskus‘ letzter öffentlicher Auftritt: Die Bilder vom Ostersegen auf dem Petersdom

Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.
Papst Franziskus erscheint in der zentralen Loge des Petersdoms, um den Segen Urbi et Orbi zu erteilen. Einen Tag später verstarb Franziskus.  © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft.
Papst Franziskus trinkt mit einem Strohhalm aus einer Flasche Wasser. Nach seinem wochenlangen Krankenhausaufenthalt fehlte dem 88-Jährigen für vieles die Kraft. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus spricht den Segen Urbi et Orbi am Ostersonntag.
Papst Franziskus erteilt am Ostersonntag den Segen Urbi et Orbi auf der Loggia des Petersdoms. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt für den 88-Jährigen werden. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan.
Papst Franziskus erteilt den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) in der zentralen Loge des Petersdoms zum Abschluss der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen.
Nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt wirkte Papst Franziskus geschwächt. Zuletzt hatte er immer wieder Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht.
Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz. Zuletzt hatte der 88-Jährige mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen.
Papst Franziskus von der zentralen Loge des Petersdoms am Ende der Ostermesse. Der 88-Jährige hatte aufgrund seines Gesundheitszustands zuletzt viele Termine absagen müssen. © picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil an der Menschenmenge auf dem Petersplatz vorbei, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat.
Papst Franziskus fährt in seinem Papamobil über den Petersplatz, nachdem er am Ende der von Kardinal Comastri geleiteten Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „der Stadt und der Welt“) erteilt hat. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige.
Papst Franziskus fährt im Papamobil am Petersdom vorbei. Nur einen Tag später verstirbt der 88-Jährige. © picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance, bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza.
Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident JD Vance (l), bevor er den Segen Urbi et Orbi (lateinisch für „für die Stadt und die Welt“) am Ende der Ostermesse unter dem Vorsitz von Kardinal Comastri auf dem Petersplatz im Vatikan erteilt; in der Mitte der Leiter des päpstlichen Hauses, Bischof Leonardo Sapienza. © picture alliance/dpa/Vatican Media | Vatican Media
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus starb am Ostermontag (21. April) an den Folgen eines Schlaganfalls, wie der Vatikan mitteilte. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Rom
Der Leichnam von Papst Franziskus wird ab Mittwoch im Petersdom aufgebahrt. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus ist tot
Einen Tag nach dem Ableben von Papst Franziskus hat der Vatikan erste Bilder des verstorbenen Kirchenoberhaupts veröffentlicht. © Juni Kriswanto/Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Der Leichnam liegt in einem offenen Sarg, flankiert von Mitgliedern der Schweizergarde. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Die Aufnahmen zeigen den 88-jährigen Pontifex, der in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta aufgebahrt ist. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus ist tot – erste Bilder im Sarg
Papst Franziskus trägt ein purpurfarbenes Messgewand. Auf seinen gefalteten Händen ruht ein Rosenkranz, sein Haupt ziert eine weiße Mitra. © Vatikan/AFP
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Vor dem Petersdom wird Gläubigen mitgeteilt, am wann sie den aufgebahrten Papst Franziskus sehen können. © Christoph Reichwein/dpa
Papst Franziskus gestorben - Aufbahrung im Vatikan
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und seine Tochter Laura beten vor dem Leichnahm von Papst Franziskus. © -/Vatican Media via AP/dpa
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen.
Nach Franziskus‘ Tod treffen Kardinäle aus aller Welt im Vatikan ein, um einen Papst-Nachfolger zu wählen. © Gregorio Borgia/dpa
Papst Franziskus gestorben - Frankfurt am Main
Auch in Hessen trauern viele Gläubige um den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus. © Arne Dedert/dpa

Der Zeitplan nach dem Tod von Papst Franziskus: „Sedisvakanz“, Trauerfeiern, Bestattung

Der Tod des Papstes setzt die sogenannte Sedisvakanz in Gang. In der lateinischen Sprache bedeutet das: die Zeit des „leeren Stuhls“. Der Begriff bezeichnet die Zeitspanne bis zur Wahl des neuen Papstes. Eine genaue Dauer lässt sich nicht vorhersagen. Am Ablauf wurde über die Jahrhunderte immer wieder etwas geändert, aber die großen Linien stehen fest. Der Tod wird vom Kardinalkämmerer gemeinsam mit den Ärzten festgestellt.

Früher war es so, dass der Kämmerer dem leblosen Papst mit einem kleinen silbernen Hämmerchen dreimal sachte an die Stirn klopfte und seinen Taufnamen rief. Mangels Antwort wurde er dann für tot erklärt. Nach seinem Tod wird dem Papst der Siegelring von der Hand gezogen und zerstört. Privatgemächer von Franziskus wie auch dessen Arbeitszimmer werden versiegelt.

Papst Franziskus ist am Ostermontag gestorben. (Archivbild)

Es liegt in der Hand des Kardinalskollegiums, zu welchem Zeitpunkt und wie der Leichnam in den Petersdom zu überführen ist.
Dort wird er aufgebahrt, damit Gläubige von ihm Abschied nehmen können. Der Ablauf im Überblick:

  • Tod des Papstes: die Sedisvakanz beginnt.
  • Die Trauerfeiern dauern neun Tage.
  • Die Bestattung ist normalerweise vier bis sechs Tage nach dem Tod.

Der Papst ist gestorben – Das ist über Zeitplan und Terminfindung bis zur Beerdigung bekannt

Papst Franziskus hatte bereits vorgesorgt. Für den Fall seines Todes hatte der Pontifex sogar mit einer Vatikan-Tradition gebrochen. Im April 2024 hatte der Pontifex einige Änderungen veranlasst: Die Beisetzung von Päpsten sollte vereinfacht werden: weniger Pomp und vereinfachte Riten. Bestattungen außerhalb der Mauern des Vatikans sollten möglich sein. Franziskus betonte, dass die Änderungen unterstreichen sollten, dass die Beerdigung eines Papstes die eines „Hirten und Jüngers Christi ist und nicht die eines mächtigen Mannes dieser Welt“.

Folgende Änderungen hatte er außerdem veranlasst:

  • Die Überführung des Leichnams in den Apostolischen Palast entfällt.
  • Im Petersdom wird der tote Papst dann auch nicht mehr offen auf einem Katafalk, einer hohen Bahre, ausgestellt. Genutzt wird ein einfacher Holzsarg.
  • Der päpstliche Bischofsstab als Herrschaftssymbol liegt nicht mehr neben dem Sarg.
  • Nur noch zwei statt vier Särge werden verwendet: Wie bisher wird der Leichnam nach Feststellung des Todes in einen Holzsarg gelegt, der innen auch noch einen Zinksarg hat. Es gibt keine zusätzlichen Särge aus Blei und Eichenholz.

Papst Franziskus ist tot: Er machte vieles anders als seine Vorgänger – bis zur letzten Ruhe hin

Bereits zu Lebzeiten sprach Franziskus mehrfach davon, nicht in den vatikanischen Grotten unter dem Petersdom bestattet werden zu wollen. Auf seinen Tod gibt es emotionale Reaktionen aus der ganzen Welt. Auf eigenen Wunsch wird der Pontifex nun in der Basilika Santa Maria Maggiore seine letzte Ruhe finden, einem seiner Lieblingsorte in Rom, nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof. Die heutige Basilika ist die wichtigste der mehr als 40 Marienkirchen Roms.

Franziskus ist gestorben: Der Zeitplan zur Papst-Nachfolge

Franziskus‘ am 13. März 2013 begonnenes Pontifikat dauerte etwas länger als zwölf Jahre, er folgte damals auf den deutschen Papst Benedikt XVI. Nach dem Tod von Franziskus wird es zur Wahl seines Nachfolgers kommen. Denn: Einen Stellvertreter hat der „Stellvertreter Christi“ nicht.

Spätestens 20 Tage nach dem Tod sollen die Kardinäle aus aller Welt, die das 80. Lebensjahr bislang nicht überschritten haben, im Vatikan zum sogenannten Konklave erscheinen. Das Wort stammt aus dem Lateinischen: „cum clave“. Es bedeutet „mit dem Schlüssel“. Es meint sowohl die Wahlversammlung als auch den von der Außenwelt abgeriegelten Bereich im Vatikan, in dem die Kardinäle ihre Entscheidung treffen.

  • Ort: Sixtinischen Kapelle statt, unter den berühmten Deckenfresken Michelangelos
  • Dauer: Es kann wenige Stunden dauern, aber auch Wochen, Monate oder Jahre. Ein Zeitlimit gibt es nicht.
  • Der neue Papst benötigt zur Wahl eine Zweidrittelmehrheit.
  • Wahlberechtigt sind 136 Kardinäle.

Nachfolge von Papst Franziskus: Weißer oder schwarzer Rauch – Konklave erklärt

Am ersten Tag des Konklaves halten die Kardinäle eine erste Wahlrunde. In den Folgetagen gibt es morgens und nachmittags jeweils zwei Wahlrunden. Die Kardinäle stimmen in geheimer Wahl ab. Eine Enthaltung ist nicht erlaubt. Nach einer vom deutschen Papst Benedikt XVI. erlassenen Änderung ist eine Zweidrittelmehrheit zur Wahl eines Papstes zwingend – egal, wie viele Wahlgänge angesetzt werden müssen. Nach 33 Wahlgängen können die Kardinäle sich für einen anderen Wahlmodus entscheiden, der auch die Wahl eines Kandidaten mit einfacher Mehrheit ermöglicht.

Solange sich die Kardinäle nicht auf einen Papst einigen können, werden die Stimmzettel aus jedem Wahlgang mit einem chemischen Zusatz verbrannt, so dass schwarzer Rauch aus einem Rohr auf der Kapelle emporsteigt. Ist ein neuer Papst gewählt, steigt weißer Rauch auf, zudem läuten die Glocken der Peterskirche.

Nach erfolgreicher Wahl fragt üblicherweise der Kardinaldekan oder ein Stellvertreter den Gewählten, ob er das Amt annimmt und welchen Namen er als Papst tragen möchte. Im sogenannten Raum der Tränen legt sich der neue Papst nach der Wahl allein die päpstlichen Gewänder an. (mbr/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Alberto Pizzoli/dpa

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