Von Moritz Bletzinger
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Nur wenige Augenblicke zwischen Sommer und Winter. In Italien zeichnet eine Webcam ein spektakuläres Naturschauspiel auf. Es fällt September-Schnee.
Sondrio – Eine Sommerwanderung beim Urlaub in Italien und plötzlich wirbeln Schneeflocken durch die Berge. Genau das passierte am Freitag (5. September) am Passo Gavia nahe der italienischen Gemeinde Valfurva. Was als ruhiger Spätsommertag begann, verwandelte sich binnen Stunden in ein winterliches Spektakel.
Plötzlich Schnee in Italiens Alpen: Innerhalb weniger Momente hüllen dichte Wolken den Pass ein.
© Screenshot/Youtube/Scenari Digitali
Eine Webcam an der Berni-Hütte dokumentierte den dramatischen Wetterumschwung. Während in den Tälern laut Wetterdaten von Meteoblue zu dieser Jahreszeit noch sommerliche Temperaturen von an die 20 Grad herrschen, wurde es am Passo Gavia auf einmal winterlich. Die Kamera der Firma Scenari Digitali fing den spektakulären Moment ein, als dichte Wolken den Berg einhüllten und Schneeschauer einsetzten. Als die Wetterfront auftritt, ist erst eine ganze Weile nichts zu sehen – dann taucht der Pass in Weiß wieder auf.
Video zeigt Wetterphänomen in Italien: „Plötzlich brach der Winter herein“ – Schneefall Anfang September „Es schien ein ruhiger Spätsommertag zu sein, doch plötzlich brach der ‚Winter‘ herein, mit Schneeschauern und einer Schneedecke auf dem Pass“, beschreibt das Team von Scenari Digitali das Ereignis. Das entstandene Zeitraffer-Video zeigt eindrucksvoll, wie sich das Wetter binnen weniger Stunden komplett wandelte.
Die spektakulären Aufnahmen stammen aus einem besonderen Projekt: Das Unternehmen aus Umbrien betreibt ein Netzwerk von Webcams in den italienischen Alpen. Ihr Projekt „#overtheclouds“ dient nicht nur der Wetterbeobachtung, sondern auch dem Marketing für die Bergregionen. Die Webcam am Rifugio A. Berni gehört zu diesem System und überwacht kontinuierlich das Wetter in der Valfurva. So entstehen nicht nur praktische Informationen für Bergsteiger und Wanderer, sondern auch faszinierende Einblicke in die Launen der Natur.
Sommer-Schnee in Italien kein Einzelfall: Alpen-Wetter kann schnell umschlagen Der Schneefall am Passo Gavia reiht sich in eine Serie früher Wintereinbrüche in den italienischen Alpen ein. Bereits Ende August hatte es am bekannten Stilfserjoch geschneit. Für Fachleute ist das Phänomen nicht völlig ungewöhnlich – in diesen Höhenlagen können auch im Spätsommer schnell winterliche Bedingungen eintreten.
Strände, Städte, kulturelle Highlights: Die schönsten Urlaubsorte in Italien Bei Italien denken viele zuerst an Meer, Sonne und Strand. Italiens Adriaküste ist 820 Kilometer lang. Sie erstreckt sich vom Golf von Venedig bis zum Absatz des italienischen Stiefels bei Otranto Apulien. Doch das Urlaubsland hat so viele wunderschöne Orte und Flecken zu bieten. © imago Die schönsten Urlaubsorte in Italien sind natürlich keine abschließende Auswahl. Und so ist der Gardasee – Lago di Garda – zwar schon lange kein Geheimtipp mehr. Doch der größte See im Norden Italiens ist ein Sehnsuchtsort für viele Urlauber. Eingebettet von majestätischen Alpen, ist das Klima dort im Norden Italiens mediterran. © IMAGO/Michael Bihlmayer Eine Gardasee-Attraktion ist die „Strada della Forra“. Die spektakuläre Bergstraße oder auch „James Bond“-Straße genannt, führt nach Tremosine sul Garda. Die Straße wurde 1913 gebaut, um den Hafen mit dem Hochland von Tremosine zu verbinden. © IMAGO Auch der Lago Maggiore – der zweitgrößte See Italiens – ist ein Naturparadies zwischen Alpen und Mittelmeer. Über dem See thront die mittelalterliche Festung Rocca di Angera. © imagebroker/ IMAGO Varenna am Comer See (Lombardei, Italien) Der Comer See – Lago di Como – ist eine Perle in der Lombardei. Hollywood-Star George Clooney hat dort eine Villa in einem verschlafenen Nest. Italiens drittgrößter See liegt eingebettet in den südlichen Alpen Norditaliens. Seine Form gleicht einem umgedrehten Y, von oben aus gesehen. Der Ort Varenna (Foto) ist am Ostufer zu finden. © IMAGO Landscape over the vineyards in the Piedmontese hills of the Lan, Fantastic landscape over the viney Das Piemont ist beispielsweise für seine erstklassigen Weine bekannt: Barolo, Barbaresco und Babera. Die Landschaft ist für Wanderer ein Traum. © imago Reopening Of The Trevi Fountain After Renovation In Rome Neben der Natur sind in Italien architektonische Meisterwerke und Kunstschätze zu finden. Der Trevi-Brunnen ist eines der berühmtesten Denkmäler in Rom. Das Wahrzeichen der Stadt gilt als Meisterwerk des Barocks. Viele Prachtbauten standen schon vor seiner Zeit. © IMAGO/Massimo Valicchia Aerial view of islands and tourists boats in the La Maddalena Archipelago in Costa Sme Zur Auswahl der schönsten Urlaubsorte gehören natürlich die zahlreichen Inseln, wie Sardinien. Die Schönheit, die La-Maddalena-Inselgruppe liegt abseits der Costa Smeralda. Das Archipel wird auch die Karibik Europas genannt. © xlmphotx via imago-images.de Florenz in der Toskana: cathedral di Santa Maria del Fiore or Duom, Florence rooftops and cathedral di Florenz in der Toskana gilt inzwischen als völlig überlaufen. Doch die Hauptstadt ist für Kunst- und Architekturfans trotzdem unwiderstehlich. Die Galleria dell‘Accademia zeigt Michelangelos Statue „David“. In den Uffizien sind Botticellis Gemälde „Die Geburt der Venus“ und da Vincis „Die Verkündigung“ zu sehen. Auch abseits der Touristenströme gibt es viel zu entdecken. © imago Cathedral of Siena in Tuscany Region in Central Italy Die toskanische Stadt Siena zählte im 13. Jahrhundert zur größten Rivalin von Florenz. Der prächtige Dom in der Altstadt ist ein Touristenmagnet. Doch es gibt noch viele andere Dinge zu entdecken. © Imago Tourists on the Via San Matteo in the medieval walled city of San Gimignano, Italy. San Gimignano südwestlich von Florenz gehört zu einem der schönsten Orte in der Toskana. Wegen seiner 14 Türme wird die Kleinstadt auch das mittelalterliche Manhattan der Toskana genannt. © IMAGO/Jon G. Fuller Elba Island, ItalyCoast of Tyrrhenian Sea on Elba Island, Italy Mit der Fähre von Piombino nach Elba dauert es eine Stunde und 30 Minuten. Die italienische Insel war einst Exil von Napoleon. Heute ist sie mit ihren wunderschönen Sandstränden und malerischen Kiesbuchten perfekt für einen Badeurlaub. © Copyright: xNicknick_kox via ima Die Villa San Martino (Foto) war Napoleons Sommerresidenz auf der Insel Elba. Die Villa San Martino (Foto) war Napoleons Sommerresidenz auf der Insel Elba. Sie zählt zu den Sehenswürdigkeiten auf der Insel. © IMAGO/imageBROKER/Nando Lardi Holzbrücke über den Brenta - die Ponte degli Alpini in Vicenza in Venetien Italien Auf dem Weg an die Adria oder Venedig fahren viele Touristen an Vicenza vorbei. Die Stadt gilt als eine der elegantesten Kunststädte Venetiens. Sie ist für den berühmten venezianischen Architekten des 16. Jahrhunderts, Andrea Palladios, bekannt. Im Foto ist die Ponte degli Alpini, die Holzbrücke über den Brenta, zu sehen. © Simoncountry via imago-images.de Italienische Hafenstadt Chioggia an der Adria in Venetien mit Blick auf den Kanal Chioggia mit seinen neun Brücken über den Canal Vena liegt 50 Kilometer entfernt von Venedig. Das Fischerdorf ist deswegen auch als „kleine Schwester“ oder „kleines Venedig“ bekannt. © Bernd Friedel/imago Urbino Renaissaance-Stadt in den Marken Italien Urbino ist die Geburtsstadt des berühmten Malers Raffael. Die Renaissance-Stadt liegt knapp 40 Kilometer vor der italienischen Ostküste in der Region Marken. Die Universitätsstadt wird neben den berühmten Städten wie Florenz, Rom und Venedig oft übersehen. © imago Blick auf die Hafenstadt Triest Triest liegt an der Grenze zwischen Venetien und Slowenien. In der italienischen Stadt ist der Einfluss der jahrelang herrschenden Habsburger-Monarchie kaum zu übersehen. © xWirestockx via imago-images.de Die Hafenstadt Triest – hier ein Blick auf den Canal Grande – ist die Hauptstadt von Friaul-Julisch Venetien. Die Hafenstadt Triest – hier ein Blick auf den Canal Grande – ist die Hauptstadt von Friaul-Julisch Venetien, einer Region im Nordosten Italiens, die an Österreich, Slowenien und das Adriatische Meer grenzt. Die Universitätsstadt ist einer der bedeutendsten Handelsplätze an der Adria. © imago The Amazing Due Sorelle Beach (meaning Two Sisters) in Conero Mount, Marche, Italy „Due Sorelle Beach“ – der „Strand der zwei Schwestern“ an der Küste von Ancona (Marken) – werden die zwei Klippen in dem kristallklaren Wasser genannt. Das Naturwunder in der Nähe von Sirolo ist nur mit dem Boot zu erreichen. © stefano.zaccaria/imago Turin (italienisch Torino) im Norden Italiens ist für das Turiner Grabtuch berühmt. Die Hauptstadt Piemonts gilt als kreativ. Teile der Altstadt und die Residenzen des Königshauses von Savoyen sind seit 1997 Teil des UNESCO-Welterbes. Turin (italienisch Torino) im Norden Italiens ist für das Turiner Grabtuch berühmt. Die Hauptstadt Piemonts gilt als kreativ. Teile der Altstadt und die Residenzen des Königshauses von Savoyen sind seit 1997 Teil des UNESCO-Welterbes. © Benard/Andia imago Piazza Savonarola and castle moat, Ferrara, Emilia Romagna, Italy, Europe
Ferrara in der Emilia-Romagna ist ein besonderes Juwel. Die Bewohner der prachtvollen Hauptstadt der Renaissance sind ständig in Bewegung – vor allem mit dem Fahrrad. © IMAGO The village of Cervo on the Italian Riviera, Liguria, Italy An der italienischen Riviera thront das mittelalterliche Cervo mit seinen verwinkelten Gassen auf einer Hügelkuppe über dem Meer. Im Sommer findet hier ein Festival für barocke Kammermusik statt. © imago Tropea in Kalabrien (Italien) - Drohnenaufnahme zeigt Blick auf die Stadt und das Meer. Für den Urlaub in Italien wird Tropea in Kalabrien noch als Geheimtipp gehandelt. Die Stadt liegt auf einem hohen Felsplateau über dem Meer. © Maciej Olszewski/imago Erkundung des Küstencharakters von Polignano a Mare in Apulien, Italien, an einem sonnigen Tag Weißer Kalkstein und türkisfarbenes Meer – das macht Apulien am Absatz des italienischen „Stiefels“ aus. Das Küstendorf Polignano a Mare zählt zu einem der schönsten Orte. © IMAGO/Zoonar.com/Fokke Baarssen Blick auf die Stadt Matera in Apulien (Italien) bei strahlend blauem Himmel Matera in Apulien ist durch eine Verfolgungsjagd im James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ bekannt. Die historische Felsenstadt im Süden Italiens gehört zu einer der ungewöhnlichsten Urlaubsorte in Italien. Bereits vor 9000 Jahren wurde Matera besiedelt. © Fokke Baarssen/imago Wild und unverfälscht: Die Felsenklippen von Torre Sant Andrea (Apulien) sind zwölf Meter hoch. Antike Legenden ranken sich um die eindrucksvollen Formationen im Meer. Wild und unverfälscht: Die Felsenklippen von Torre Sant Andrea (Apulien) sind zwölf Meter hoch. Antike Legenden ranken sich um die eindrucksvollen Formationen im Meer. © marcorubino via imago-images.de Manarola Village, Cinque Terre Coast of Italy - der Ort zählt zu Italiens romantischsten Küstendörfern Cinque Terre ist ein Hotspot für Italien-Touristen. Manarola mit seinen pastellfarbenen Häusern (Foto) liegt an der „Via dell‘Amore“ an der Steilküste der italienischen Riviera. © Imago Cinque Terre - road of love. Liguria, Italy.One from most beautiful in Italy for pedestrian paths for lovers Der ikonische Wanderweg „Vial dell‘Amore“ (auf Deutsch: Weg der Liebe) ist für viele ein Muss. Allerdings müssen Urlauber vorab per Ticket einen Slot für den 900 Meter langen Weg an der Küste buchen. Es gibt strenge Regeln seit der Wiederöffnung im Sommer 2024. © Stelian Porojnicu/imago Zuletzt hatte Italien mit extremen Unwettern zu kämpfen gehabt. Vor allem der Alpenraum war von schwerem Starkregen betroffen, über Nacht entstand neben einer Berghütte ein ganzer See . (moe)
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