Großer Polizeieinsatz am Hauptbahnhof

Messerangriff in Hamburg: Mehrere lebensgefährlich Verletzte – erste Details zur mutmaßlichen Täterin

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    Fabian Raddatz
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Am Freitagabend kam es am Hamburger Hauptbahnhof zu einem Messerangriff, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Die Polizei konnte eine Frau festnehmen.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Über die weiteren Entwicklungen nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof informieren wir Sie in diesem Ticker. +++

Update vom 23. Mai, 21.52 Uhr: Bislang gebe es keine Hinweise auf eine politische Motivation, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth laut dpa. Er erklärte weiter: „Vielmehr haben wir Erkenntnisse, aufgrund derer wir jetzt insbesondere dahingehend ermitteln, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.“ Die 39-jährige Frau habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Zum Ablauf des Messerangriffs im Hamburger Hauptbahnhof sagte Abbenseth, es seien mehrere Notrufe eingegangen. Die sogenannte Quattrostreife – vier Beamte von Bundes- und Landespolizei sowie Mitarbeiter von DB-Sicherheit und Hochbahnwache – sei schnell vor Ort gewesen. 

Zur Zahl der Opfer erklärte er: „Wir haben hier mehrere verletzte Personen zu beklagen, eine valide Zahl habe ich noch nicht, zwischendurch kursierte die Zahl 17. Klar ist, dass sich unter diesen Personen mehrere befinden sollen, die lebensgefährliche Verletzungen aufweisen sollen.“ Die Feuerwehr hatte detaillierte Angaben (siehe unten) zur Zahl der Opfer gemacht, die sich natürlich noch ändern kann.

Messerangriff in Hamburg: 17 Personen verletzt – Frau festgenommen

Update vom 23. Mai, 21.40 Uhr: Die Feuerwehr bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass bei dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof 17 Personen verletzt worden seien. Vier von ihnen hätten lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecher. Sechs Menschen wurden demnach schwer, sieben weitere leicht verletzt. 

Eine Sprecherin der auch für Hamburg zuständigen Bundespolizeidirektion Hannover sprach gegenüber AFP von einem Messerangriff „einer weiblichen Person gegen Reisende“. Eine Streife habe die Frau festgenommen, sie befinde sich auf einer Wache.

18 Verletzte bei Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof: Täterin stach wahllos zu – die Fotos

Messerangriff in Hamburg: Die Polizei ermittelt am Tatort.
Am Freitagabend, dem 23. Mai 2025, kam es am Hamburger Hauptbahnhof zu einem schweren Messerangriff auf dem Bahnsteig von Gleis 13/14. Mehrere Verletzte wurden medizinisch versorgt. © dpa (3)
Eine 39-jährige Frau stach wahllos auf Reisende ein und verletzte dabei insgesamt zwölf Menschen.
Eine 39-jährige Frau stach laut Polizei wahllos auf Reisende ein und verletzte dabei mindestens 18 Menschen. © Georg Wendt/dpa
Einsatzkräfte am Freitagabend in Hamburg. Sechs der Opfer wurden lebensgefährlich, drei schwer und drei weitere leicht verletzt.
Einsatzkräfte am Freitagabend in Hamburg. Sechs der Opfer wurden lebensgefährlich, mehrere schwer und weitere leicht verletzt. © picture alliance/dpa/tv7news
Wegen des Angriffs wurden die Gleise 13 und 14 sowie angrenzende Bereiche des Bahnhofs gesperrt
Wegen des Angriffs wurden die Gleise 13 und 14 sowie angrenzende Bereiche des Bahnhofs gesperrt © Steven Hutchings/dpa
Nach Messerangriff am Hauptbahnhof Hamburg
Von der blutigen Tat ist auf dem Bahnsteig nicht mehr viel zu sehen. Nur einzelne Blutflecken deuten auf die Attacke hin. © Georg Wendt/dpa
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot.
Eine Sprecherin der auch für Hamburg zuständigen Bundespolizeidirektion Hannover sprach gegenüber AFP von einem Messerangriff „einer weiblichen Person gegen Reisende“. © dpa/News5 / René Schröder
Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei am Hamburger Hauptbahnhof.
Nach dem schockierenden Vorfall in Hamburg forderte der Vorsitzende der Bundespolizei in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nun flächendeckende Kontrollmöglichkeiten an Bahnhöfen.  © IMAGO/Breuel-Bild
Das Großaufgebot der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am Hamburger Hauptbahnhof.
Eine Augenzeugin des Messerangriffs berichtete laut Hamburger Abendblatt: „Ich hatte zum Glück keine Kopfhörer drin, deswegen habe ich mitbekommen, wie alle angefangen haben zu schreien. Und dann sind alle weggerannt.“  © IMAGO/Breuel-Bild
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geht die Polizei derzeit nicht von einer politischen Motivation aus. Dafür gebe es bislang keine Hinweise, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geht die Polizei derzeit nicht von einer politischen Motivation aus. Dafür gebe es bislang keine Hinweise, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth. © Georg Wendt/dpa
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot.
Am Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Nahverkehr gilt seit Ende 2024 ein Messerverbot. (Archivfoto) © Jonas Walzberg/dpa
Nach bisherigen Informationen handelte es sich wohl um eine Einzeltäterin, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.
Nach bisherigen Informationen handelte es sich wohl um eine Einzeltäterin, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.  © Georg Wendt/dpa
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin zunächst auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs mit einem Messer hantiert haben, bevor sie auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 Reisende attackierte.
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin zunächst auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs mit einem Messer hantiert haben, bevor sie auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 Reisende attackierte. © IMAGO / BREUEL-BILD
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr massiv beeinträchtigt: Es kam zu erheblichen Verspätungen, Umleitungen sowie Teilausfällen im Fernverkehr.
Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr massiv beeinträchtigt: Es kam zu erheblichen Verspätungen, Umleitungen sowie Teilausfällen im Fernverkehr. © Lukas Müller/dpa
Einsatzkräfte der Polizei an den Gleisen 13 und 14 am Hamburger Hauptbahnhof.
Laut Mitteilung der Deutschen Bahn (DB) hat die Spurensicherung ihre Arbeit mittlerweile abgeschlossen. Bereits in der Nacht zum Samstag seien alle Gleise wieder für den Zugverkehr freigegeben worden. © IMAGO/Breuel-Bild
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern
Das Motiv der deutschen Tatverdächtigen ist bislang unklar; es wird geprüft, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. © dpa/News5 / René Schröder
Die Polizei teilte mit: „Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und der Motivlage der Tatverdächtigen, aufgenommen. Sie dauern weiter an.“
Die Polizei teilte mit: „Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und der Motivlage der Tatverdächtigen, aufgenommen. Sie dauern weiter an.“ © Steven Hutchings/dpa
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Tatort zu sichern © Steven Hutchings/dpa
Die Tat am Hamburger Hauptbahnhof ereignete sich auf dem Bahnsteig zwischen Gleis 13 und 14 – normalerweise drängen sich die Menschen hier dicht an dicht. (Archivfoto)
Die Tat am Hamburger Hauptbahnhof ereignete sich auf dem Bahnsteig zwischen Gleis 13 und 14 – normalerweise drängen sich die Menschen hier dicht an dicht. (Archivfoto) © Georg Wendt/dpa
Die Polizei in Hamburg hat ein Hinweistelefon für Angehörige der verletzten Personen eingerichtet. Die Nummer lautet: 040-4286 56789.
Die Polizei in Hamburg hat ein Hinweistelefon für Angehörige der verletzten Personen eingerichtet. Die Nummer lautet: 040-4286 56789. © Lukas Müller/dpa
Insgesamt wurden 18 Personen im Alter zwischen 19 und 85 Jahren verletzt, bestätigt die Polizei. Sieben Personen sollen leichte Verletzungen erlitten haben, sieben weitere seien hingegen schwer verletzt worden. Vier Personen, eine 24-jährige Frau, ein 24-jähriger Mann, eine 52-jährige sowie eine 85-jährige Frau, wurden lebensgefährlich verletzt.
Insgesamt wurden 18 Personen im Alter zwischen 19 und 85 Jahren verletzt, bestätigt die Polizei. Sieben Personen sollen leichte Verletzungen erlitten haben, sieben weitere seien hingegen schwer verletzt worden. Vier Personen, eine 24-jährige Frau, ein 24-jähriger Mann, eine 52-jährige sowie eine 85-jährige Frau, wurden lebensgefährlich verletzt.  © IMAGO / BREUEL-BILD
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es laut Polizei weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation der Tat. Vielmehr bestünden „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“.
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es laut Polizei weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation der Tat. Vielmehr bestünden „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“.  © IMAGO / BREUEL-BILD
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm nach dem Angriff Kontakt zu Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher auf. Er zeigte sich bestürzt über die Ereignisse.
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm nach dem Angriff Kontakt zu Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher auf. Er zeigte sich bestürzt über die Ereignisse. © dpa (2) / Michael Kappeler / Marcus Brandt
Der Tatort am Tag danach – Markierungen der Polizei sind am Samstag noch zu sehen.
Der Tatort am Tag danach – Markierungen der Polizei sind am Samstag noch zu sehen. © Georg Wendt/dpa
Reisende stehen am Samstag auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 11 und 12, nach dem Messerangriff vom Freitag am Hamburger Hauptbahnhof.
Reisende stehen am Samstag auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 11 und 12, nach dem Messerangriff vom Freitag am Hamburger Hauptbahnhof. © Georg Wendt/dpa
Der Tatort auf dem Bahnsteig 13/14 des Hamburger Hauptbahnhofes einen Tag nach der blutigen Messerattacke.
Der Tatort auf dem Bahnsteig 13/14 des Hamburger Hauptbahnhofes einen Tag nach der blutigen Messerattacke. © IMAGO / BREUEL-BILD

Messerangriff in Hamburg: Polizei geht derzeit nicht von politischer Motivation der Täterin aus

Update vom 23. Mai, 21.26 Uhr: Nach dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geht die Polizei derzeit nicht von einer politischen Motivation aus. Dafür gebe es bislang keine Hinweise, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.

Update vom 23. Mai, 20.48 Uhr: Nach dem Messerangriff mit mehreren Verletzten am Hamburger Hauptbahnhof hat die Polizei eine 39 Jahre alte Frau festgenommen. Sie sei eine Deutsche. Ein Polizeisprecher erklärte der Deutschen Presse-Agentur, es werde geprüft, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden habe. Er fügte hinzu: „Nach einer ersten Videosichtung gehen wir davon aus, dass die Frau allein gehandelt hat.“

Eine valide Zahl der Opfer lag der Polizei zunächst nicht vor. Der Sprecher bestätigte, dass es mehrere lebensbedrohlich Verletzte geben soll. Über die Zahl lagen unterschiedliche Angaben vor. Ein Feuerwehrsprecher hatte der Deutschen Presse-Agentur eine Zahl von sechs lebensbedrohlich Verletzten genannt, ein anderer Feuerwehrsprecher vor Ort sagte dem NDR, es seien drei Menschen lebensbedrohlich verletzt worden.

Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof: Deutsche Bahn „tief bestürzt“

Update vom 23. Mai, 20.40 Uhr: Die Deutsche Bahn hat ihre „tiefe Bestürzung“ über den Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof geäußert. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Verletzten“, heißt es in einer Mitteilung. Bei der Tat wurden mehrere Menschen schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stach eine Frau auf dem Bahnsteig von Gleis 13/14 wahllos um sich. Sie sei festgenommen worden.

Wegen des laufenden Polizeieinsatzes sind derzeit diese beiden Gleise gesperrt. Es komme zu Verspätungen und Umleitungen im Fernverkehr, teilte die Bahn mit. „Servicekräfte der DB betreuen die Reisenden am Hauptbahnhof.“

Update vom 23. Mai, 20.33 Uhr: Die Angreiferin im Hamburger Hauptbahnhof soll nach Polizeiangaben eine Einzeltäterin gewesen sein. Bei der festgenommenen Frau handele es sich um eine 39-Jährige, die Ermittlungen zu den Hintergründen liefen auf Hochtouren, teilte die Polizei auf der Plattform X mit.

Messerangriff in Hamburg: Polizei nimmt Frau als Tatverdächtige fest

Update vom 23. Mai, 20.11 Uhr: Nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof ist eine Frau als Tatverdächtige festgenommen worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Weitere Angaben zu der Frau machte er zunächst nicht.

Erstmeldung: Hamburg – Zu dem Angriff soll es am 23. Mai gegen 18 Uhr gekommen sein. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden dabei offenbar mehrere Personen auf der Gleisanlage 13/14 mit einem Messer verletzt. Insgesamt wurden offenbar zwölf Menschen verletzt. Sechs davon hätten lebensbedrohliche Verletzungen, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP. 

Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof: Mehrere Menschen verletzt

Wie die Polizei auf X mitteilte, konnte eine „tatverdächtige Person“ festgenommen werden. Wie Reporter vor Ort berichten, waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Der Bereich rund um den Tatort wurde zeitweise abgesperrt. Die Polizei Hamburg schreibt auf X von einem „größeren Polizeieinsatz“.

In Hamburg gab es mehrere Verletzte bei einem Messerangriff am Hauptbahnhof.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung handelt es sich bei der festgenommenen Person um eine Frau. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Messerangriff in Hamburg: Mehrere Gewalttaten mit Messern in den vergangenen Monaten

Der Hamburger Hauptbahnhof gehört zu den am stärksten frequentierten Verkehrsknotenpunkten in Deutschland. Im freitäglichen Feierabendverkehr herrscht dort regelmäßig dichtes Gedränge.

In den vergangenen Monaten war es an verschiedenen Orten in Deutschland zu Gewalttaten mit Messern gekommen. Das hatte eine politische Debatte über Ursachen und Maßnahmen ausgelöst. Im Hamburger Hauptbahnhof und im öffentlichen Personennahverkehr der Hansestadt ist das Mitführen von Waffen, auch Messern, verboten.

Rubriklistenbild: © Steven Hutchings/dpa

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