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Viele Menschen wünschen sich die Abschaffung der Zeitumstellung. Denn bei einigen löst sie massive Schlafprobleme aus – ähnlich eines Jetlags.
Frankfurt – In der Nacht zwischen dem 28. und 29. Oktober findet in ganz Deutschland die Rückstellung der Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr statt. Die Zeitumstellung ist seit Jahren Gegenstand heftiger Kritik. Eine zunehmende Anzahl von Menschen erlebt dadurch Schlafprobleme.
Mini-Jetlag nach Zeitumstellung: Ein Viertel der Deutschen betroffen
Nach den halbjährlichen Zeitumstellungen im Frühjahr und Herbst berichten viele Menschen von einem plötzlichen Gefühl der Erschöpfung. Laut einer Umfrage der DAK Gesundheit aus dem März 2023 gaben etwa 25 Prozent der deutschen Bevölkerung an, Beschwerden nach der Zeitumstellung zu haben. Diese Beschwerden sind nicht ausschließlich psychologischer Art, sondern können auch körperliche Probleme verursachen. Seit einem Jahrzehnt haben nicht mehr so viele Menschen in der jährlichen DAK-Umfrage über einen Mini-Jetlag nach der Zeitumstellung geklagt.
Trotz der geringen Differenz von nur einer Stunde, kann die Zeitumstellung erhebliche Auswirkungen auf einige Menschen haben. Reisende, die Erfahrungen mit dem Wechsel in andere Zeitzonen gemacht haben, kennen oft das Gefühl des Jetlags in den darauffolgenden Tagen. Laut einer Umfrage der DAK berichteten 85 Prozent der Betroffenen von häufig auftretender Erschöpfung und Müdigkeit als Hauptbeschwerden. Schlafstörungen wurden von 63 Prozent angegeben, während 36 Prozent über Konzentrationsschwierigkeiten klagten.
80 Prozent der Befragten sind gegen die Zeitumstellung
Eine Analyse der Krankenkasse Barmer ergab ebenfalls, dass die Zahl der Menschen, die nach der Zeitumstellung unter Schlafproblemen und einem Mini-Jetlag leiden, zunimmt. Die Barmer empfiehlt, bei anhaltenden negativen Auswirkungen der Zeitumstellung über eine Woche hinweg einen Mediziner zu konsultieren. Aufgrund der zunehmenden Probleme befürworten viele Menschen eine vollständige Abschaffung der Zeitumstellung. Gemäß einer Umfrage der DAK sprachen sich etwa 80 Prozent der Teilnehmer gegen die Zeitumstellung aus.
Diese Beschwerden verspüren betroffene Menschen nach der Zeitumstellung:
| Beschwerden nach Zeitumstellung | Häufigkeit des Auftretens |
|---|---|
| Müdigkeit und Abgeschlagenheit | 85 Prozent der Befragten |
| Schlafstörungen | 63 Prozent der Befragten |
| Konzentrationsschwierigkeiten | 36 Prozent der Befragten |
| Gereiztheit | 32 Prozent der Befragten |
Es gibt einige Strategien, um den Mini-Jetlag nach der Zeitumstellung etwas erträglicher zu machen. Laut der Schlafmedizinerin Kneginja Richter sollten sich Betroffene rechtzeitig auf die Zeitumstellung vorbereiten. Ihr Ratschlag ist, jeden Tag eine Viertelstunde früher schlafen zu gehen – auch der Wecker sollte entsprechend früher eingestellt werden. Der zweite Tipp der Schlafspezialistin lautet: „Licht, Licht, Licht. Je mehr Licht wir bekommen, desto mehr Energie verspüren wir.“ (rd mit dpa)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Teresa Toth sorgfältig überprüft.
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