Ein Toter, drei Verletzte

Ursache für Absturz von DHL-Flugzeug weiter rätselhaft – Bundeswehr-General verdächtigt Russland

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Ein DHL-Frachtflugzeug stürzt nahe Vilnius ab. Die Unfallursache ist weiter unklar, es gibt Verletzte und ein Todesopfer. Es wird in alle Richtungen ermittelt.

Update vom 27. November, 7.22 Uhr: Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, äußerte die Hypothese, dass der Absturz des DHL-Frachtflugzeugs in Litauen eventuell ein „Test“ seitens Russlands gewesen sein könnte, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren. „Wir haben schon im Sommer dieses Jahres eine ähnliche Situation erlebt und jetzt ist dort etwas passiert, was in dieses Muster mit hinein passt“, so Breuer in der ARD-Talksendung maischberger. Er betonte, dass bereits im Sommer eine vergleichbare Situation vorgekommen war und das aktuelle Geschehen in dieses Schema passen würde.

Zudem äußerte sich Breuer zur Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aus seiner Perspektive habe Putin einen hybriden Zustand geschaffen. „Ein Zustand, der nicht mehr ganz Frieden, aber auch noch nicht ganz Krieg ist und in dieser Grauzone sich hin und her bewegt. Dazu gehört, dass man austestet, wie weit man gehen kann“, erläuterte der General der Bundeswehr.

Auswertung von Black-Box nach Unglück von DHL-Flugzeug könnte rund einen Monat dauern

Update vom 27. November, 6.07 Uhr: Die Ursache des Absturzes eines Frachtflugzeugs aus Deutschland in Litauen bleibt trotz intensiver Ermittlungen weiterhin ein Rätsel. Die Ermittler setzen ihre Hoffnungen auf die Auswertung der Flugschreiber, die aus dem Wrack der Swift-Air-Maschine, die im Auftrag von DHL von Leipzig nach Vilnius unterwegs war, geborgen wurden. Derweil vermutet ein Experte zwei verschiedene mögliche Szenarien.

Laut einem Bericht des Spiegel, der sich auf einen Sprecher des litauischen Justizministeriums beruft, werde die Auswertung der Daten etwa einen Monat in Anspruch nehmen. Es sei möglich, dass die Flugschreiber in Deutschland untersucht werden. Deutsche Ermittler seien bereits vor Ort und beteiligen sich an der Suche nach der Absturzursache. Experten aus Spanien und den USA würden ebenfalls in Litauen erwartet.

Nach Absturz von DHL-Flugzeug: Sicherheitsbehörde hatte vor „unkonventionellen Brandsätzen“ gewarnt

Außenminister Gabrielius Landsbergis betonte, dass alle denkbaren Ursachen weiterhin untersucht werden. „Wir prüfen alle möglichen Optionen. Bisher wurde keine Option ausgeschlossen“, sagte er.

Der Absturz wirft Fragen auf, insbesondere weil deutsche Sicherheitsbehörden Ende August vor „unkonventionellen Brandsätzen“ gewarnt hatten, die von Unbekannten über Frachtdienstleister verschickt werden könnten. Diese Warnung wurde mit einem Vorfall im DHL-Logistikzentrum Leipzig in Verbindung gebracht, das als weltweites Drehkreuz des Unternehmens dient. Dort soll im Juli ein Paket aus dem Baltikum Feuer gefangen haben, das einen Brandsatz enthielt. Aufgrund der Ermittlungen gab es auch in Litauen Festnahmen, die Anfang des Monats von der Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius bestätigt wurden.

Bislang keine Hinweise auf absichtlich herbeigeführten Absturz von DHL-Flugzeug

Laut den Ermittlern gibt es jedoch keine Anzeichen für einen absichtlich herbeigeführten Absturz. Laurynas Naujokaitis, der Leiter der beim litauischen Justizministerium angesiedelten Stelle für Untersuchungen von Verkehrsunfällen, verneinte bei einer Pressekonferenz am Dienstag die Frage, ob es Hinweise darauf gebe, dass der Vorfall mit Terrorismus, Sabotage oder ähnlichen Einflüssen zusammenhänge: „Im Moment haben wir keine derartigen Anzeichen.“

Vilmantas Vitkauskas, der Leiter des Nationalen Krisenmanagementzentrums, äußerte in einem Interview mit der Agentur BNS, dass es keine Informationen darüber gebe, dass das Flugzeug vor dem Aufprall Feuer gefangen habe oder dass die Piloten durch Störungen der GPS-Satellitennavigation irritiert worden seien.

Update vom 26. November, 13 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs in Litauen haben die Ermittler die Flugschreiber der Unglücksmaschine geborgen. Neben dem Flugdatenschreiber sei auch der Stimmenrekorder gefunden worden, teilte das litauische Justizministerium mit. Beide Geräte seien gegen Mittag aus dem Wrack entfernt worden und sollen nun untersucht werden. Als sogenannte Black Box könnten sie Aufschluss über die bislang unbekannte Ursache des Absturzes geben. 

Nach Unglück von DHL-Flugzeug: Ermittlungen zur Ursache gehen weiter

Update vom 26. November, 10.40 Uhr: Nach dem Flugzeug-Unglück in Litauen gehen die Ermittlungen zur Ursache weiter. Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat dazu aufgerufen, von allzu grossen Spekulationen über die Ursache für den Absturz eines Frachtflugzeugs in Vilnius abzusehen. Die Vermutung eines möglichen Sabotageakts dürfe nicht überbetont, aber auch nicht heruntergespielt werden. Gleichzeitig könne man eine solche Version nicht ausschließen, sagte Nauseda am Morgen im litauischen Radio.

„Ich wiederhole es noch einmal: Natürlich besteht die Möglichkeit einer Sabotage, wir können sie nicht ausschliessen. Daher wird dies mit aller Ernsthaftigkeit ermittelt“, sagte der litauische Präsident, der sich selbst auch bereits ein Bild von der Unglücksstelle gemacht hat. Nach seinen Angaben liegen bislang nicht ausreichend Informationen vor, um eine Unfallursache zu nennen.

Ermittlungen nach Flugzeug-Unglück in Litauen: Auch deutsche Experten beteiligt

Die litauischen Behörden leiteten Ermittlungen ein. Beteiligt sind daran auch deutsche Experten. Nach Angaben von Polizeichef Arunas Paulauskas zeigten die Umstände des Unglücks, dass der Vorfall vermutlich nicht durch einen äusseren Einfluss verursacht worden sei.

Im Zuge der Ermittlungen hat der Betreiber des Flughafens Vilnius die Start- und Landebahn für eine Stunde gesperrt. Grund dafür seien Untersuchungen der Polizei, die mit Hilfe von Drohnen das Gebiet filmen werde, in dem am Montag ein Frachtflugzeug abgestürzt war, teilte die litauische Flugsicherung mit. Eine Flughafenvertreterin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Sperrung planmässig um 10.00 Uhr Ortszeit begonnen habeund bis 11.00 Uhr andauern werde. Die Zeitspanne sei gewählt worden, weil sie die geringsten Auswirkungen auf den Flugbetrieb habe. Betroffen davon seien drei oder vier Flüge, die gestrichen worden seien, sagte sie.

DHL-Flugzeugunfall: Bundeskanzler Olaf Scholz äußert sich zu Spekulationen

Update vom 26. November, 06:09 Uhr: Nach dem Absturz einer DHL-Maschine in Litauen sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im ZDF-„heute journal“ auf die Frage, ob Russland hinter dem Absturz stecke: „Wir gucken uns das genau an, wir können das gegenwärtig nicht sagen“. Er fügte hinzu: „Es könnte so sein.“ Formen sogenannter hybrider Kriegsführung seien gegenwärtig auch in Deutschland festzustellen. „Deshalb muss das auch genau untersucht werden.“ Es werde aber erst dann ein Schuldiger benannt, wenn dies auch nachvollziehbar zu beweisen sei.

Wie der litauische Polizeigeneralkommissar Paulauskas im litauischen TV erklärte, habe einer der Verletzten im Krankenhaus erzählt, es habe keine Anzeichen auf ungewöhnliche Aktivitäten an Bord oder im Inneren des Flugzeugs gegeben. Es scheine, als ob der Flug routinemäßig verlaufen sei und es dann einen Aufprall auf dem Boden gegeben habe. Auch soll die Suche nach dem noch nicht geborgenen Flugschreiber weitergehen, der sich in den Überresten der völlig zerstörten Maschine befinden soll. Die sogenannte Black Box kann dabei helfen, die Unglücksursache zu klären.

DHL lagen nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf verdächtige Pakete an Bord der Maschine vor. Auch das Bundesverteidigungsministerium hat nach Angaben von Minister Boris Pistorius bislang keine Erkenntnisse über einen möglichen Sprengsatz. 

Update vom 25. November, 23.05 Uhr: In der Fernsehsendung TV3 hat der litauische Polizeigeneralkommissar Arūnas Paulauskas am Montagnachmittag erklärt, dass die Beamten der Polizei derweil Kontakt mit der Crew des Flugzeuges hatten: „Mit denjenigen, die kontaktiert werden konnten, wurde bereits ein wenig gesprochen, unsere Ermittler haben mit ihnen gesprochen. Nach den ersten Erkenntnissen gab es kein Feuer, keinen Rauch oder irgendetwas anderes an Bord des Flugzeugs, bevor es auf dem Boden aufschlug, es gibt bisher nichts dergleichen“.

Das Bundesverteidigungsministerium hat derweil keine Informationen auf einen möglichen Sprengsatz, wie focus.de berichtet. Der erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Abend in Berlin vor Journalistinnen und Journalisten.

Update vom 25. November, 20.35 Uhr: Nach dem Absturz eines DHL-Flugzeugs sind am Montag weitere Aufnahmen des Unglücks veröffentlicht worden. Die litauische Zeitung LRT veröffentlichte auf X die Aufnahme einer weiteren Überwachungskamera. Es ist zu sehen, wie sich das Flugzeug im Sinkflug auf die Seite dreht und schließlich in dem Wohngebiet einschlägt. Bei der Explosion erscheint ein greller Lichtblitz:

Update vom 25. November, 18 Uhr: Nach dem Unglück um das DHL-Flugzeug schließt Außenministerin Annalena Baerbock neben einer technischen Ursache auch eine Sabotage nicht aus. Im Rahmen eines Treffens der G7-Außenminister in Fiuggi erklärte sie, dass die Behörden in Litauen und Deutschland derzeit „in alle Richtungen“ ermitteln würden.

Annalena Baerbock schließt nach dem Unglück um ein DHL-Flugzeug eine Sabotage nicht aus.

Dabei erklärte Baerbock: „Das unterstreicht, in was für Zeiten wir leben“ und spielt auf „hybride Angriffe“ an, die es in jüngster Vergangenheit auf Ziele in Europa abgesehen hätten.

Update vom 25. November, 16.40 Uhr: „Mit einigen Besatzungsmitgliedern kann noch nicht kommuniziert werden, sie befinden sich in medizinischer Behandlung. Mit einem Mitglied der Crew wurde gesprochen, aber bisher handelt es sich nicht um ein offizielles Interview, sondern nur um vorläufige Informationen“, sagte Litauens Generalpolizeikommissar Arūnas Paulauskas am Nachmittag unter anderem dem Onlineportal delfi.lt. Zum genauen Unfallhergang des Flugzeugabsturzes bei Vilnius ist zunächst noch weiter nichts offizielles bekannt.

Weiters teilte der Polizeichef jedoch mit: „Ich kann nicht viel dazu sagen, aber die ersten Informationen bestätigen, dass im Inneren nichts passiert ist – es gab keinen Rauch, kein Feuer, das zu dieser Katastrophe hätte führen können“, so Paulauskas.

Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda besuchte indes gemeinsam mit den deutschen und spanischen Botschaftern die Unglücksstelle des DHL-Frachtflugzeugs. „Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und wird von Fachleuten auf ihrem Gebiet durchgeführt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass alles im Detail geklärt wird“, hatte Nauseda vor seinem Besuch an der Unglücksstelle erklärt.

Update vom 25. November, 15 Uhr: In Litauen wird weiter nach der Ursache für den Flugzeugunfall gesucht. „Nach erster Einschätzung ist das Flugzeug nicht abgestürzt, sondern gelandet – es gibt keine sichtbaren Hinweise auf äußere Schäden. Die ersten Daten deuten nicht darauf hin, dass im Inneren des Flugzeugs etwas passiert ist“, zitiert der litauische Fernsehsender LRT den Generalkommissar der Polizei, Arūnas Paulauskas. Laut Paulauskas sei es unwahrscheinlich, dass externe Faktoren für den Unfall verantwortlich waren.

Auch eine Auswertung der Kommunikation zwischen Piloten und Flughafen-Tower deutet einem Bericht des litauischen Rundfunks zufolge nicht auf einen Notfall oder andere Unregelmäßigkeiten beim Landeanflug hin.

„Ohne auf Details einzugehen, kann man sagen, dass die Piloten keine Gefahr und keine Probleme gemeldet haben. Es war eine routinemäßige Kommunikation, ein einfacher Sinkflug“, sagte Vidas Kaupelis Luftfahrtexperte an der Universität Vilnius nach dem Anhören der Aufzeichnung, die nach seinen Angaben im Internet verfügbar und nicht vertraulich sei. Auch mehrere Videoaufnahmen von Überwachungskameras oder Augenzeugen deuten zunächst nicht auf Turbulenzen beim Landeanflug hin. 

Am Montag kam es in Litauen zu einem Flugzeugunfall. Ein Frachter von DHL verunglückte nahe eines Wohnhauses.

Indes liegen dem Unternehmen nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf verdächtige Pakete an Bord der Maschine vor. „Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine Informationen vor, die auf etwas Ungewöhnliches oder Verdächtiges hindeuten“, sagte Ausra Rutkauskiene, Vertriebs- und Marketingleiterin bei DHL Litauen. 

DHL-Frachter in Litauen verunglückt - Ursache zunächst unklar

Update vom 25. November, 13 Uhr: Vier Besatzungsmitglieder waren an Bord der DHL-Unglücksmaschine. Ein spanischer Pilot starb beim Absturz. Das Leben der drei anderen konnte nur gerettet werden, weil die Kabine, in der sie sich befanden, nicht in Brand geraten war, berichtet delfi.lt unter Berufung auf das Notärzte-Team vom Unfallort.

Update vom 25. November, 12 Uhr: Die Absturzursache der DHL-Maschine ist zunächst noch weiter unklar. Die Boeing 737 völlig zerstört. Menschliches Versagen, technischer Fehler könnten die Ursache gewesen sein. Auch einen Terroranschlag schließen die Behörden jedoch zum aktuellen Zeitpunkt nicht aus. Flugschreiber müssen ausgewertet und die überlebenden Besatzungsmitglieder befragt werden, sagte der litauische Verteidigungsminister Kasciunas, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Auch in Deutschland ermitteln die Sicherheitsbehörden. Man stehe dazu „im engen Austausch mit den beteiligten Stellen im In- und Ausland, um den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären“, hieß es in deutschen Sicherheitskreisen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte das vor der Presse in Berlin. Kollegen würden ab dem Abend vor Ort in Litauen die Ermittlungen unterstützen.

DHL-Maschine aus Deutschland stürzt in Wohnhaus – Pilot setzte noch zur Notlandung an

Update vom 25. November, 10.30 Uhr: Das in Litauen verunglückte DHL-Flugzeug hat nach Angaben des Konzerns eine Notlandung ausgeführt. Die Maschine des Servicepartners Swift Air sei im Auftrag von DHL auf dem Weg von Leipzig nach Vilnius gewesen, teilte das Unternehmen mit. Etwa einen Kilometer vor dem Flughafen der litauischen Hauptstadt habe das Flugzeug „eine Notlandung durchgeführt“.

Ein DHL-Flugzeug stürzte in Litauen ab.

Beim Absturz des DHL-Flugzeugs ist ein spanischer Staatsbürger getötet worden. Das sagte ein Vertreter der Polizeibehörde der litauischen Nachrichtenagentur Elta am Vormittag. Die übrigen Insassen des Flugzeugs – ein Deutscher, ein weiterer Spanier und ein Litauer – seien verletzt worden. Zum gesundheitlichen Zustand der Verletzten machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben. Zum Alter der Insassen gebe es noch keine gesicherten Informationen, erklärte die Polizei.

Diese 25 tragischen Flugzeug-Unglücke der Geschichte mahnen

Flugzeugabsturz in Trudering (11. August 1987): Ein Kleinflugzeug  stürzte in ein Wohngebiet im Münchner Stadtteil Trudering. Die drei Insassen des Flugzeugs kamen sofort ums Leben, ebenso drei Menschen am Boden. Die Maschine stürzte auf ein McDonald‘s-Restaurant an der Wasserburger Landstraße. Die Ursache war ein unkontrollierter Strömungsabriss, der durch einen simulierten Triebwerksausfall während eines Checkflugs ausgelöst wurde.
Flugzeugabsturz in Trudering (11. August 1987): Ein Kleinflugzeug stürzte in ein Wohngebiet im Münchner Stadtteil Trudering. Die drei Insassen des Flugzeugs kamen sofort ums Leben, ebenso drei Menschen am Boden, später starben drei weitere. Die Maschine crashte ein McDonald‘s-Restaurant an der Wasserburger Landstraße. Die Ursache war ein unkontrollierter Strömungsabriss, der durch einen simulierten Triebwerksausfall während eines Checkflugs ausgelöst wurde. © IMAGO / WEREK
Flugzeugkollision über Überlingen (1. Juli 2002, Überlingen, Deutschland): Eine Tupolew Tu-154 der Bashkirian Airlines kollidierte mit einer Boeing 757 der DHL über dem Bodensee. Die Kollision wurde durch fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung und Missverständnisse in der Cockpitkommunikation verursacht. Alle 71 Insassen beider Flugzeuge kamen ums Leben.
Flugzeugkollision über Überlingen (1. Juli 2002, Überlingen, Deutschland): Eine Tupolew Tu-154 der Bashkirian Airlines kollidierte mit einer Boeing 757 der DHL über dem Bodensee. Die Kollision wurde durch fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung und Missverständnisse in der Cockpitkommunikation verursacht. Alle 71 Insassen beider Flugzeuge kamen ums Leben. © Rolf Haid/dpa
Lufthansa-Flug 540 (20. November 1974, Nairobi, Kenia): Eine Boeing 747 stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Die Ursache war ein technisches Problem mit den Auftriebshilfen (Vorflügel), das zu einem Strömungsabriss führte. Von den 157 Personen an Bord starben 59, während 98 überlebten.
Lufthansa-Flug 540 (20. November 1974, Nairobi, Kenia): Eine Boeing 747 stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Die Ursache war ein technisches Problem mit den Auftriebshilfen (Vorflügel), das zu einem Strömungsabriss führte. Von den 157 Personen an Bord starben 59, während 98 überlebten. © picture-alliance / dpa/dpaweb | UPI
Flug Atlasjet 4203 (30. November 2007, Isparta, Türkei): Eine McDonnell Douglas MD-83 stürzte während des Landeanflugs nahe der Stadt Isparta ab. Die Ursache war ein Navigationsfehler, der die Maschine abseits der vorgesehenen Flugroute in bergiges Gelände führte. Alle 57 Insassen, darunter Passagiere und Besatzung, kamen bei dem Unfall ums Leben.
Flug Atlasjet 4203 (30. November 2007, Isparta, Türkei): Eine McDonnell Douglas MD-83 stürzte während des Landeanflugs nahe der Stadt Isparta ab. Die Ursache war ein Navigationsfehler, der die Maschine abseits der vorgesehenen Flugroute in bergiges Gelände führte. Alle 57 Insassen, darunter Passagiere und Besatzung, kamen bei dem Unfall ums Leben. © IMAGO / ABC Medya
Flug Pan Am 1736 und KLM 4805 (27. März 1977, Teneriffa): Zwei Boeing 747 kollidierten auf der Startbahn. Ein Kommunikations-Missverständnis und dichter Nebel führten zur Katastrophe. 583 Menschen starben, 61 überlebten.
Flug Pan Am 1736 und KLM 4805 (27. März 1977, Teneriffa): Zwei Boeing 747 kollidierten auf der Startbahn. Ein Kommunikations-Missverständnis und dichter Nebel führten zur Katastrophe. 583 Menschen starben, 61 überlebten. © IMAGO/Peter Dunne
Flug British European Airways 609 (6. Februar 1958, München): Eine Airspeed Ambassador stürzte beim dritten Startversuch auf dem verschneiten Flughafen München-Riem ab. Die Ursache war eine Vereisung der Tragflächen, die zum Strömungsabriss führte. 23 der 44 Insassen starben, darunter Spieler des Fußballclubs Manchester United.
Flug British European Airways 609 (6. Februar 1958, München): Eine Airspeed Ambassador stürzte beim dritten Startversuch auf dem verschneiten Flughafen München-Riem ab. Die Ursache war eine Vereisung der Tragflächen, die zum Strömungsabriss führte. 23 der 44 Insassen starben, darunter Spieler des Fußballclubs Manchester United. © IMAGO/Horace Tonge
Flug American Airlines 191 (25. Mai 1979, Chicago, USA): Eine McDonnell Douglas DC-10 verlor ein Triebwerk beim Start. Ein Wartungsfehler führte zum Absturz. Alle 271 Insassen und 2 am Boden starben.
Flug American Airlines 191 (25. Mai 1979, Chicago, USA): Eine McDonnell Douglas DC-10 verlor ein Triebwerk beim Start. Ein Wartungsfehler führte zum Absturz. Alle 271 Insassen und 2 am Boden starben. © Michael Laughlin via www.imago-images.de
Flug Air India 182 (23. Juni 1985, Atlantik nahe Irland): Eine Boeing 747 explodierte in der Luft aufgrund einer Bombe. Die Bombe wurde von Sikh-Extremisten platziert. Alle 329 Insassen kamen ums Leben.
Flug Air India 182 (23. Juni 1985, Atlantik nahe Irland): Eine Boeing 747 explodierte in der Luft aufgrund einer Bombe. Die Bombe wurde von Sikh-Extremisten platziert. Alle 329 Insassen kamen ums Leben. © IMAGO / ZUMA Press Wire
Flug Delta Air Lines 191 (2. August 1985, Dallas, USA): Eine Lockheed L-1011 stürzte aufgrund von Windscherung ab. Unwetterbedingungen wurden als Ursache identifiziert. 137 Menschen starben, 28 überlebten. (Symbolfoto)
Flug Delta Air Lines 191 (2. August 1985, Dallas, USA): Eine Lockheed L-1011 stürzte aufgrund von Windscherung ab. Unwetterbedingungen wurden als Ursache identifiziert. 137 Menschen starben, 28 überlebten. (Symbolfoto) © Silas Stein/dpa
Flug Japan Airlines 123 (12. August 1985, Gunma, Japan): Eine Boeing 747 stürzte nach einem strukturellen Versagen ab. Ein fehlerhaft reparierter Druckschott führte zum Unfall. 520 Menschen starben, 4 überlebten. Auf dem Foto ist das hintere Druckschott zu sehen.
Flug Japan Airlines 123 (12. August 1985, Gunma, Japan): Eine Boeing 747 stürzte nach einem strukturellen Versagen ab. Ein fehlerhaft reparierter Druckschott führte zum Unfall. 520 Menschen starben, 4 überlebten. Auf dem Foto ist das hintere Druckschott zu sehen. © IMAGO / ZUMA Press Wire
Flug Pan Am 103 (21. Dezember 1988, Lockerbie, Schottland): Eine Boeing 747 wurde durch eine Bombe zerstört. Libysche Terroristen waren verantwortlich. 270 Menschen starben, darunter 11 am Boden.
Flug Pan Am 103 (21. Dezember 1988, Lockerbie, Schottland): Eine Boeing 747 wurde durch eine Bombe zerstört. Libysche Terroristen waren verantwortlich. 270 Menschen starben, darunter 11 am Boden. © Crown_Office/dpa
Flug Avianca 52 (25. Januar 1990, Cove Neck, USA): Eine Boeing 707 stürzte nach Treibstoffmangel ab. Kommunikationsprobleme und schlechtes Wetter führten dazu. 73 Menschen starben, 85 überlebten. (Symbolfoto)
Flug Avianca 52 (25. Januar 1990, Cove Neck, USA): Eine Boeing 707 stürzte nach Treibstoffmangel ab. Kommunikationsprobleme und schlechtes Wetter führten dazu. 73 Menschen starben, 85 überlebten. (Symbolfoto) © IMAGO/Artur Widak
Flug Lauda Air 004 (26. Mai 1991, Suphanburi, Thailand): Eine Boeing 767 stürzte nach einem Triebwerksumkehrfehler ab. Ein technischer Defekt führte zum Absturz. Alle 223 Insassen starben.
Flug Lauda Air 004 (26. Mai 1991, Suphanburi, Thailand): Eine Boeing 767 stürzte nach einem Triebwerksumkehrfehler ab. Ein technischer Defekt führte zum Absturz. Alle 223 Insassen starben. © dpa
Flug China Airlines 611 (25. Mai 2002, Taiwanstraße): Eine Boeing 747 zerbrach in der Luft aufgrund von Material-Ermüdung. Ein früherer Schaden war nicht richtig repariert worden. Alle 225 Insassen kamen ums Leben.
Flug China Airlines 611 (25. Mai 2002, Taiwanstraße): Eine Boeing 747 zerbrach in der Luft aufgrund von Material-Ermüdung. Ein früherer Schaden war nicht richtig repariert worden. Alle 225 Insassen kamen ums Leben. © IMAGO/Dustin Shum
Flug Air France 447 (1. Juni 2009, Atlantik): Ein Airbus A330 stürzte nach einem Strömungsabriss ab. Vereiste Sensoren und Pilotenfehler waren die Ursachen. Alle 228 Insassen starben.
Flug Air France 447 (1. Juni 2009, Atlantik): Ein Airbus A330 stürzte nach einem Strömungsabriss ab. Vereiste Sensoren und Pilotenfehler waren die Ursachen. Alle 228 Insassen starben. © epa efe/dpa
Flug Turkish Airlines 1951 (25. Februar 2009, Amsterdam, Niederlande): Eine Boeing 737 stürzte beim Landeanflug ab. Ein defekter Höhenmesser führte zu einem Strömungsabriss. 9 Menschen starben, 120 überlebten.
Flug Turkish Airlines 1951 (25. Februar 2009, Amsterdam, Niederlande): Eine Boeing 737 stürzte beim Landeanflug ab. Ein defekter Höhenmesser führte zu einem Strömungsabriss. 9 Menschen starben, 120 überlebten. © epa anp Van Beek/dpa
Flug Air India Express 812 (22. Mai 2010, Mangalore, Indien): Eine Boeing 737 überschoss die Landebahn. Pilotenfehler und schlechte Wetterbedingungen führten zum Unfall. 158 Menschen starben, 8 überlebten.
Flug Air India Express 812 (22. Mai 2010, Mangalore, Indien): Eine Boeing 737 schoss über die Landebahn. Pilotenfehler und schlechte Wetterbedingungen führten zum Unfall. 158 Menschen starben, 8 überlebten. © Jagadeesh Nv/dpa
Flug Malaysia Airlines 370 (8. März 2014, Südchinesisches Meer): Ein Boeing 777 verschwand spurlos. Die Ursache bleibt unbekannt, aber Entführung oder technisches Versagen werden vermutet. Alle 239 Insassen gelten als tot.
Flug Malaysia Airlines 370 (8. März 2014, Südchinesisches Meer): Ein Boeing 777 verschwand spurlos. Die Ursache bleibt unbekannt, aber Entführung oder technisches Versagen werden vermutet. Alle 239 Insassen gelten als tot. © Azhar Rahim/dpa
Flug Malaysia Airlines 17 (17. Juli 2014, Ukraine): Eine Boeing 777 wurde durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde von pro-russischen Separatisten abgefeuert. Alle 298 Insassen starben.
Flug Malaysia Airlines 17 (17. Juli 2014, Ukraine): Eine Boeing 777 wurde durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde von pro-russischen Separatisten abgefeuert. Alle 298 Insassen starben. © Lloyd Jones/dpa
Flug Germanwings 9525 (24. März 2015, Französische Alpen): Ein Airbus A320 wurde absichtlich vom Co-Piloten Andreas Lubitz zum Absturz gebracht. Alle 150 Insassen starben.
Flug Germanwings 9525 (24. März 2015, Französische Alpen): Ein Airbus A320 wurde absichtlich vom Co-Piloten Andreas Lubitz zum Absturz gebracht. Alle 150 Insassen starben. © Guillaume Horcajuelo/dpa
Flug Metrojet 9268 (31. Oktober 2015, Sinai, Ägypten): Ein Airbus A321 explodierte in der Luft durch eine Bombe. Die Bombe wurde von IS-Terroristen platziert. Alle 224 Insassen starben.
Flug Metrojet 9268 (31. Oktober 2015, Sinai, Ägypten): Ein Airbus A321 explodierte in der Luft durch eine Bombe. Die Bombe wurde von IS-Terroristen platziert. Alle 224 Insassen starben. © Marina Lystseva/dpa
Flug Lion Air 610 (29. Oktober 2018, Java-Meer): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Ein fehlerhaftes Steuerungssystem (MCAS) war die Ursache. Alle 189 Insassen kamen ums Leben.
Flug Lion Air 610 (29. Oktober 2018, Java-Meer): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Ein fehlerhaftes Steuerungssystem (MCAS) war die Ursache. Alle 189 Insassen kamen ums Leben. © Agung Kuncahya/dpa
Flug Ethiopian Airlines 302 (10. März 2019, Bishoftu, Äthiopien): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Das MCAS-System war fehlerhaft. Alle 157 Insassen starben.
Flug Ethiopian Airlines 302 (10. März 2019, Bishoftu, Äthiopien): Eine Boeing 737 MAX stürzte kurz nach dem Start ab. Die Flugsteuerungssoftware (MCAS-System) war fehlerhaft. Alle 157 Insassen starben. © Mulugeta Ayene/dpa
Flug Ukraine International Airlines 752 (8. Januar 2020, Teheran, Iran): Eine Boeing 737 wurde versehentlich von einer iranischen Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde während erhöhter Spannungen mit den USA abgefeuert. Alle 176 Insassen starben.
Flug Ukraine International Airlines 752 (8. Januar 2020, Teheran, Iran): Eine Boeing 737 wurde versehentlich von einer iranischen Rakete abgeschossen. Die Rakete wurde während erhöhter Spannungen mit den USA abgefeuert. Alle 176 Insassen starben. © IMAGO/Creative Touch Imaging Ltd
Flug Sriwijaya Air 182 (9. Januar 2021, Java-Meer): Eine Boeing 737 stürzte kurz nach dem Start ab. Technische Probleme und Pilotenfehler wurden vermutet. Alle 62 Insassen starben.
Flug Sriwijaya Air 182 (9. Januar 2021, Java-Meer): Eine Boeing 737 stürzte kurz nach dem Start ab. Technische Probleme und Pilotenfehler wurden vermutet. Alle 62 Insassen starben. © Susanto / Opn Images via www.imago-images.de

„Ich habe im Schlaf ein Geräusch gehört, ich schaue aus dem Fenster – alles war rot und voller Funken“, sagte eine Anwohnerin, wie Focus.de unter Berufung auf den litauischen Rundfunk berichtet. Sie stehe unter Schock. Ein anderer sprach von einem Blitz, der „sehr hell“ war, daraufhin Feuer und „eine Menge Rauch“.

Update vom 25. November, 09:06 Uhr: Ein Video einer Überwachungskamera zeigt den Moment, in dem das DHL-Flugzeug abstürzte. Zu sehen ist eine riesige Feuersäule und meterhohe Flammen.

Update vom 25. November, 08.16 Uhr: Wie das litauische Nachrichtenportal delfi.lt berichtet, hat die Polizei inzwischen Voruntersuchung zum Flugzeugabsturz in Vilnius eingeleitet. Wie der Vertreter der Polizeibehörde, Ramūnas Matonis, mitteilt, breitet sich der Brand des abgestürzten Flugzeugs nun nicht mehr weiter aus, das Flugzeug selbst sei aber völlig zerstört.

Edita Zdanevičienė, Vertreterin der Brandschutz- und Rettungsabteilung sagte: „Der Brand ist eingegrenzt, Feuerwehrleute sind noch vor Ort im Einsatz. Vor Ort sind sechs Feuerwehrautos und ein Wassertransportfahrzeug, und es wurde eine Rettungskoordinierungszentrale eingerichtet“. Der Pilot starb, drei weitere Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Flugzeug aus Deutschland sollte in Vilnius landen – Absturz wenige Kilometer vorm Ziel

Und der Leiter der Brandschutz- und Rettungsabteilung, Renatas Požėla, ergänzte auf einer Pressekonferenz: „Das Flugzeug, das auf dem Flughafen Vilnius landen sollte, stürzte wenige Kilometer vor dem Flughafen ab, schlitterte etwa ein paar hundert Meter weit, seine Trümmer erfassten ein Wohnhaus“. Die Infrastruktur des Hauses, Lagerräume und ein Auto standen in Flammen und die Feuerwehr konnte zwölf Bewohner des Hauses erfolgreich evakuieren.

Aktuell werde untersucht, ob der Absturz mit „technischen Problemen“ zusammenhänge, wie der Leiter des Nationalen Krisenmanagementzentrums im litauischen Rundfunk sagte. Die genauen Umstände sind weiter unklar.

Update von 7.32 Uhr: Die Behörden in Litauen gehen nach dem Flugzeugabsturz am Montagmorgen von einem Unfall aus. Das berichtet das litauische Nachrichtenportal Delfi. „Es hat einen Unfall gegeben“, sagte demnach Vilmantas Vitkauskas, Leiter des Nationalen Krisenmanagementzentrums. Die Umstände und Hintergründe seien noch unklar, die Ermittlungen laufen. Aktuell werde zudem nach den Besatzungsmitgliedern gesucht, die an Bord gewesen waren. Nach bisherigen Angaben kam der Pilot bei dem Absturz in Vilnius ums Leben.

Erstmeldung von Montag, 25. November, 7.11 Uhr: Vilnius – Am frühen Morgen des 25. Novembers stürzte ein Frachtflugzeug, das im Auftrag von DHL in Leipzig abgehoben hatte, nahe dem Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius auf ein Wohnhaus. Laut einem Sprecher des Rettungsdienstes, den der litauische Rundfunk zitierte, kam dabei mindestens eine Person ums Leben und eine weitere wurde verletzt.

Einsatzkräfte vor Ort: Eine Person tot, drei im Krankenhaus – Ursache unklar

Einsatzkräfte waren zahlreich vor Ort und der Verkehr am Unfallort war eingeschränkt. Der Rettungsdienst erhielt nach vorläufigen Daten um 5:28 Uhr Ortszeit die Information, dass ein Frachtflugzeug auf ein Gebäude gestürzt war. Es handelte sich dabei um ein zweistöckiges Wohnhaus, das in Brand geriet. Ersten Berichten zufolge waren vier Personen an Bord des Flugzeugs, von denen eine starb und drei weitere verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Ein DHL-Flugzeug stürzte am Morgen in Litauen ab. Mindestens eine Person ist tot.

Flightradar24 teilte auf Twitter mit, dass das Flugzeug gegen 03:30 Uhr UTC (04:30 Uhr deutscher Zeit) während eines Landeversuchs in das Wohngebiet nahe der Landebahn stürzte. Es handelte sich dabei um eine Swiftair 737-400-Maschine vom Typ Boeing 737-476(SF), die für DHL unterwegs war.

Der Leiter der litauischen DHL-Tochtergesellschaft bestätigte gegenüber dem litauischen Rundfunk, dass das Flugzeug einem Auftragnehmer des Unternehmens gehörte. Die Ursache des Unfalls ist derzeit noch unklar.

Sicherheitsbehörden warnen nach Flugzeugabsturz – Steigende Sabotagefälle

Im August wurde bekannt, dass die deutschen Sicherheitsbehörden vor dem Versand von „unkonventionellen Brandsätzen“ durch Unbekannte mittels Frachtdienstleistern warnen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundeskriminalamt (BKA) hatten damals eine entsprechende Warnung an Unternehmen aus der Luftfahrt- und Logistikindustrie versandt.

Obwohl die Warnung von BfV und BKA Russland nicht explizit erwähnte, schließen Sicherheitsexperten einen Zusammenhang mit den steigenden Sabotagefällen, die Russland zugeschrieben werden, in Deutschland nicht aus.

Die Warnung wurde unter anderem in Verbindung mit einem Vorfall im DHL-Logistikzentrum in Leipzig gebracht, das als globales Hub des Unternehmens dient. Dort soll im Juli ein Paket, das aus dem Baltikum verschickt wurde und einen Brandsatz enthielt, in Flammen aufgegangen sein. (jh mit dpa)

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