VonJulian Mayrschließen
Seit Mittwoch wütet der Hurrikan „Milton“ über Florida. Eine Ende der Überschwemmungen und Tornados ist absehbar. Bis dahin bleibt die Situation kritisch.
Tampa – Hurrikan „Milton“ hat Florida am Abend des 9. Oktober (Ortszeit) nicht als Sturm der befürchteten Kategorie 5, dennoch aber mit voller Wucht getroffen. Sturmböen von mehr als 150 Kilometern pro Stunde und sintflutartige Niederschläge haben in vielen Landesteilen zu schweren Verheerungen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen geführt. Für die Menschen in den betroffenen Gebieten ist zwar ein Ende des Tropensturmes in Sicht, bis dahin prognostizieren Experten aber noch bange Stunden.
Städte geflutet, erste Tote, Sturzflutwarnungen – Die schrecklichen Bilder von Hurrikan „Milton“ in Florida




Hurrikan „Milton“ brachte laut Meteorologen so viel Niederschlag, wie „nur einmal in 2000 Jahren“
Der Hurrikan traf in den Abendstunden des 9. Oktober mit Böen von fast 200 Kilometern pro Stunde auf den Küstenort Siesta Key. Für einige Orte in Florida hatte der Nationale Wetterdienst NWS Warnungen vor Sturzfluten herausgegeben. In St. Petersburg etwa sei einem NBC-Meteorologen zufolge so viel Regen gefallen, wie „nur einmal in 2000 Jahren.“ Laut Informationen von Kachelmannwetter sind in der Großstadt Tampa binnen 24 Stunden fast 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, wie der Wetterdienst auf X (ehemals Twitter) bekanntgab.
Bilder und Videos von TV-Sendern und Aufnahmen in den sozialen Medien lassen teils große Schäden infolge des Hurrikans vermuten. Wie groß die Verwerfungen wirklich sind, können Behörden derzeit noch nicht abschätzen. Erst mit Anbruch des Tages könnten Einsatzkräfte die Schäden beziffern und sich auf die Suche nach möglicherweise vermissten Personen machen, sagt ein Mitglied des Stadtrats von Tampa gegenüber CNN. Dann dürfte auch langsam das Gröbste des Sturmes vorüber sein.
This is Hurricane #Milton 🌀
— Angelina Salcedo (@AngelinaOnTV) October 10, 2024
📍 Ybor City in #Tampa @10tampabay @11AliveNews pic.twitter.com/MLzcxJsnAw
Wie der Meteorologe Jan Schenk von „The Weather Channel“ prognostiziert, dürfte der Hurrikan gegen 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Florida verlassen und gen Atlantik abziehen.
Ende des Hurrikans in Sicht – Bis dahin noch weitere Unwetter durch „Milton“ möglich
Wie der Wetter-Experte weiter ausführt, stehen einigen Teilen des Bundesstaates bis dahin aber noch schwere Unwetter bevor. „In den kommenden Stunden trifft es die Atlantikküste zwischen Jacksonville und Cape Canaveral. Auch Tornados sind hier möglich. Die Windspitzen erreichen immer noch 200 Kilometer pro Stunde und der Mittelwind erreicht Werte von 130 bis 150 Kilometern pro Stunde“, gegenüber Focus.
Laut einem Bericht von NBC wurden mindestens fünf Personen in Palm Beach County ins Krankenhaus gebracht, die seit gestern nach mehreren Tornados ihren Aufenthaltsort nicht verlassen konnten. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren demnach im Einsatz, während im Gebiete noch Tornados wüteten.
Folge von Hurrikan „Milton“ – Florida von Tornado-Flut erfasst
In St. Lucie an der Ostküste Floridas, wurden bereits vor Ankunft des eigentlichen Hurrikans heftige Unwetter gemeldet. Wie US-amerikanische Medien berichten, seien dort mehrere Tornados entstanden und mehrere Menschen einer Rentner-Gemeinschaft seien ums Leben gekommen, bestätigte der Sheriff des County. Von einigen Orten seien nur noch die Fundamente übrig geblieben, sagte er NBC News. „Es sah aus, als hätte jemand ein Gewicht vom Himmel fallen lassen und eine Reihe von Häusern platt gemacht“, schilderte ein Augenzeuge den Treasure Coast Newspapers.
Laut Zählungen des National Weather Service (NWS) soll es allein am Mittwoch (9. Oktober) zu mindestens 27 Tornados gekommen sein. Insgesamt seien am selben Tag rekordverdächtige 125 Tornadowarnungen erfolgt.
Am Donnerstagnachmittag (MEZ Zeit) beruhigen sich die Wetterverhältnisse aber „sehr schnell“, so Schenk. Hurrikan „Milton“ würde derzeit rasch mit fast 30 Kilometern pro Stunde weiterziehen, ließ eine US-Meteorologin während einer Live-Schaltung bei NBC-News durchblicken. Im Vorfeld des Sturm rang ein Wetter-Experte angesichts der bedrohlichen Hurrikan-Prognose mit den Tränen.
Rubriklistenbild: © Bill Ingram/Imago

