„Noch schwere Unwetter möglich“

Unzählige Wirbelstürme und Sintflut durch Hurrikan „Milton“ - Meteorologe mit drastischer Vorhersage

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Seit Mittwoch wütet der Hurrikan „Milton“ über Florida. Eine Ende der Überschwemmungen und Tornados ist absehbar. Bis dahin bleibt die Situation kritisch.

Tampa – Hurrikan „Milton“ hat Florida am Abend des 9. Oktober (Ortszeit) nicht als Sturm der befürchteten Kategorie 5, dennoch aber mit voller Wucht getroffen. Sturmböen von mehr als 150 Kilometern pro Stunde und sintflutartige Niederschläge haben in vielen Landesteilen zu schweren Verheerungen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen geführt. Für die Menschen in den betroffenen Gebieten ist zwar ein Ende des Tropensturmes in Sicht, bis dahin prognostizieren Experten aber noch bange Stunden.

Städte geflutet, erste Tote, Sturzflutwarnungen – Die schrecklichen Bilder von Hurrikan „Milton“ in Florida

Satellitenaufnahmen zeigen Hurrikan „Milton“ von oben USA FLORIDA Sturm Unwetter
Hurrikan „Milton“ von oben.  © Cira/Noaa/Noaa/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa
Oktober Florida, USA: Hurrikan Milton Flutungen Fruitland Heights Tampa St. Petersburg
Für manche Gebiete Floridas wurden infolge des Hurrikans Milton Sturzflutwarnungen herausgegeben.  © Tampa Bay Times/Imago
St. Petersburg, Florida, USA: Tropicana Field Stadium Stadion Baseball Sturm Hurrikan Milton
In St. Petersburg (Florida) riss der Sturm das Dach des Tropicana-Field-Stadions hinfort. Am Donnerstagmorgen (10. Oktober, MEZ) folgten erste Meldungen über Todesopfer.. © IMAGO/Chris Urso
Tropicana Field Stadium in St. Petersburg Dach zerstört durch Hurrikan Milton
Eine Aufnahme von oben zeigt das Ausmaß der Zerstörung am Dach des Tropicana-Field-Stadions in St. Petersburg (Florida).  © Tampa Bay Times/IMAGO
Regenfälle infolge des Hurrikans „Milton“ Tampa Florida USA
Die Regenfälle infolge des Hurrikans „Milton“ erreichten etwa in St. Petersburg seltene Maßstäbe. Doch auch in Tampa (hier im Bild) bringt der Sturm viel Niederschlag.  © Julio Cortez/AP/dpa
Hurrikan „Milton“ Florida USA Sturm Überflutungen
In den Abendstunden des 9. Oktobers erreichte Hurrikan „Milton“ die Küste Floridas. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht evakuiert worden war, sollte sich zu Hause schützen, rieten Behörden.  © SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP
Milton Hurrikan Kategorie 3 Sturm
Obwohl sich der Hurrikan auf die Kategorie 3 und zwischenzeitlich 2 abschwächte, führte „Milton“vielerorts zu Flutungen, wie hier in Brandon.  © Miguel J. Rodriguez Carrillo / AFP
St. Petersburg Florida Hurrikan Milton USA Baukran verwüstet
In St. Petersburg stürzte ein Baukran aufgrund der heftigen Sturmböen ein.  © Chris Urso/Tampa Bay Times/AP/dpa
Stadt Tampa Florida Milton Hurrikan Sturm
Auch in der Stadt Tampa zeigten sich die Auswirkungen von Hurrikan „Milton“.  © SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP
Evakuierungs-Empfehlungen der Behörden Ford Myers Florida Hurrikan Milton
Nicht alle Anwohner folgten den Evakuierungs-Empfehlungen der Behörden, einige Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Landgands von Hurrikan „Milton“ noch auf den Straßen.  © CHANDAN KHANNA / AFP
Hurrikan „Milton“ Florida Sturm Überflutung Regen Wind
Hurrikan „Milton“ sorgt vielerorts in Florida für geflutete Straßen, wie hier in Fort Myers.  © CHANDAN KHANNA / AFP

Hurrikan „Milton“ brachte laut Meteorologen so viel Niederschlag, wie „nur einmal in 2000 Jahren“

Der Hurrikan traf in den Abendstunden des 9. Oktober mit Böen von fast 200 Kilometern pro Stunde auf den Küstenort Siesta Key. Für einige Orte in Florida hatte der Nationale Wetterdienst NWS Warnungen vor Sturzfluten herausgegeben. In St. Petersburg etwa sei einem NBC-Meteorologen zufolge so viel Regen gefallen, wie „nur einmal in 2000 Jahren.“ Laut Informationen von Kachelmannwetter sind in der Großstadt Tampa binnen 24 Stunden fast 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, wie der Wetterdienst auf X (ehemals Twitter) bekanntgab.

Bilder und Videos von TV-Sendern und Aufnahmen in den sozialen Medien lassen teils große Schäden infolge des Hurrikans vermuten. Wie groß die Verwerfungen wirklich sind, können Behörden derzeit noch nicht abschätzen. Erst mit Anbruch des Tages könnten Einsatzkräfte die Schäden beziffern und sich auf die Suche nach möglicherweise vermissten Personen machen, sagt ein Mitglied des Stadtrats von Tampa gegenüber CNN. Dann dürfte auch langsam das Gröbste des Sturmes vorüber sein.

Wie der Meteorologe Jan Schenk von „The Weather Channel“ prognostiziert, dürfte der Hurrikan gegen 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Florida verlassen und gen Atlantik abziehen.

Ende des Hurrikans in Sicht – Bis dahin noch weitere Unwetter durch „Milton“ möglich

Wie der Wetter-Experte weiter ausführt, stehen einigen Teilen des Bundesstaates bis dahin aber noch schwere Unwetter bevor. „In den kommenden Stunden trifft es die Atlantikküste zwischen Jacksonville und Cape Canaveral. Auch Tornados sind hier möglich. Die Windspitzen erreichen immer noch 200 Kilometer pro Stunde und der Mittelwind erreicht Werte von 130 bis 150 Kilometern pro Stunde“, gegenüber Focus.

Laut einem Bericht von NBC wurden mindestens fünf Personen in Palm Beach County ins Krankenhaus gebracht, die seit gestern nach mehreren Tornados ihren Aufenthaltsort nicht verlassen konnten. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren demnach im Einsatz, während im Gebiete noch Tornados wüteten.

An der Ostküste von Florida wüteten bereits vor der Ankunft von Hurrikan „Milton“ zahlreiche Tornados, mehrere Menschen starben.

Folge von Hurrikan „Milton“ – Florida von Tornado-Flut erfasst

In St. Lucie an der Ostküste Floridas, wurden bereits vor Ankunft des eigentlichen Hurrikans heftige Unwetter gemeldet. Wie US-amerikanische Medien berichten, seien dort mehrere Tornados entstanden und mehrere Menschen einer Rentner-Gemeinschaft seien ums Leben gekommen, bestätigte der Sheriff des County. Von einigen Orten seien nur noch die Fundamente übrig geblieben, sagte er NBC News. „Es sah aus, als hätte jemand ein Gewicht vom Himmel fallen lassen und eine Reihe von Häusern platt gemacht“, schilderte ein Augenzeuge den Treasure Coast Newspapers.

Laut Zählungen des National Weather Service (NWS) soll es allein am Mittwoch (9. Oktober) zu mindestens 27 Tornados gekommen sein. Insgesamt seien am selben Tag rekordverdächtige 125 Tornadowarnungen erfolgt.

Am Donnerstagnachmittag (MEZ Zeit) beruhigen sich die Wetterverhältnisse aber „sehr schnell“, so Schenk. Hurrikan „Milton“ würde derzeit rasch mit fast 30 Kilometern pro Stunde weiterziehen, ließ eine US-Meteorologin während einer Live-Schaltung bei NBC-News durchblicken. Im Vorfeld des Sturm rang ein Wetter-Experte angesichts der bedrohlichen Hurrikan-Prognose mit den Tränen.

Rubriklistenbild: © Bill Ingram/Imago

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