Wie ernst ist die Erkrankung?

Venenleiden bei Trump festgestellt: So äußern sich die Symptome

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Donald Trump erschien kürzlich wiederholt mit stark geschwollenen Knöcheln und Füßen. Die genaue Diagnose des US-Präsidenten wurde nun veröffentlicht.

Washington, DC – Nach den öffentlichen Spekulationen über Donald Trumps Gesundheitszustand hat das Weiße Haus offiziell bekanntgegeben, dass der US-Präsident an einer chronisch venösen Insuffizienz leidet. Damit lieferte Regierungssprecherin Karoline Leavitt eine Erklärung, warum auf Fotos von Trump in den vergangenen Tagen teils stark geschwollene Füße erkennbar waren. Doch was bedeutet die Erkrankung tatsächlich, und wie gefährlich ist sie?

Stark geschwollene Knöchel und Füße: Das sind die Symptome von Donald Trumps Erkrankung

Unter einer chronisch venösen Insuffizienz versteht man in der Medizin eine Erkrankung der Beinvenen, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt. Sie tritt auf, wenn die Venen in den Beinen nicht effektiv Blut zurück zum Herzen transportieren können. Das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) erklärt, dass dies zu einem „Rückstau und zu einer Ansammlung von Blut in den Beinen“ führt.

Die Krankheit entwickelt sich laut dem DHZC häufig durch Tätigkeiten, die langes Stehen und Sitzen erfordern. Das Blut sammelt sich dabei in den Venen und dehnt diese über Jahre hinweg aus. „In vielen Fällen ist zusätzlich eine familiäre Belastung ein begünstigender Faktor“, heißt es weiter.

US-Präsident Donald Trump ist 79 Jahre alt.

Die Erkrankung zeigt sich den Experten zufolge vor allem in den warmen Jahreszeiten. Typische Symptome sind demnach Schwellungen in den Füßen oder Knöcheln, bis hin zu Schmerzen oder Krämpfen in den Waden. Im Ernstfall könne die Erkrankung auch zu Hautveränderungen führen, „wie bräunliche Verfärbungen oder sogar Hautgeschwüre (offene Wunden), insbesondere im Bereich des Knöchels“, heißt in einem Artikel des DHZC.

Donald Trumps Zustand ist laut offiziellen Angaben jedoch in keinem Fall kritisch oder gefährlich. „Der Präsident ist weiterhin bei bester Gesundheit, was Sie alle hier täglich miterleben können“, so Leavitt in dem Regierungsschreiben vom Donnerstag (17. Juli). Sie betonte, dass die Insuffizienz eine nicht lebensbedrohliche, häufig vorkommende Erkrankung sei, die vor allem bei Menschen über 70 Jahren auftrete. Trump ist 79 Jahre alt.

Bluterguss auf Donald Trumps Hand mit Make-Up bedeckt - was hat es damit auf sich?

Der US-Präsident hatte in den vergangenen Tagen für weitere Spekulationen gesorgt. Es kursierten ebenfalls Fotos, auf denen ein Bluterguss auf seiner Hand sichtbar mit Make-Up überdeckt war. Leavitt erklärte das Phänomen mit häufigem Händeschütteln und der Einnahme von Aspirin. Trumps jüngste Laboruntersuchungen umfassten Leavitt zufolge ein vollständiges Blutbild, ein umfassendes Stoffwechselprofil und weitere Tests. Alle Ergebnisse hätten innerhalb der Norm gelegen.

Beim genauen Hinsehen wird ein Make-Up Fleck auf Donald Trumps Hand erkennbar.

BBC ging der Behauptung der Regierungssprecherin laut eigenen Angaben nach und sprach mit dem vorsitzenden Arzt der Abteilung für Gefäßchirurgie an der Wake Forest University darüber, ob die Erklärung des Weißen Hauses plausibel sei. „Wir alle sind anfälliger für Blutergüsse, wenn wir älter werden, und das sieht man häufig bei Menschen, die Aspirin und andere blutverdünnende Mittel einnehmen“, bestätigte Dr. Matthew Edwards demnach. Seiner Einschätzung nach sei es durchaus möglich, dass ein starker Händedruck zu einem Bluterguss führen kann. Auch das Statement im Bezug auf Trumps chronische venöse Insuffizienz ergebe Sinn.

Trump war im April für die erste jährliche ärztliche Untersuchung seiner neuen Amtszeit als Präsident in einem Militärkrankenhaus bei Washington gewesen. „Ich habe mich nie besser gefühlt, aber trotzdem, diese Dinge müssen getan werden“, schrieb Trump damals auf seiner Plattform Truth Social. (no/dpa)

Rubriklistenbild: © Collage: Donald Trump, überschminkter Bluterguss auf seiner Hand

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