„Alle Mittel mobilisiert“

Waldbrand wütet in Südfrankreich: Todesopfer und Vermisste – Häuser völlig zerstört

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In Südfrankreich wütet ein massiver Waldbrand. Eine Frau kam ums Leben, ein weiterer Mensch wird vermisst. Die Lage ist kritisch.

Ribaute – In Südfrankreich wütet derzeit der größte Waldbrand des Sommers, der bereits ein erstes Todesopfer gefordert hat. Das Feuer im Corbières-Massiv, nahe der Mittelmeerküste, breitete sich schnell aus und hat seit seinem Ausbruch am Dienstagnachmittag (5. August) mehr als 10.000 Hektar Land zerstört. Zudem wurden 25 Häuser entweder beschädigt oder vollständig zerstört. Mehrere Dörfer sind weiterhin von den Flammen bedroht.

Neben Frankreich ist auch Südspanien von Waldbränden betroffen. In der Region Andalusien wurden aufgrund eines Feuers im beliebten Badeort Tarifa Menschen evakuiert. Das Feuer brach am Dienstag (05. August), gegen 15 Uhr im Waldgebiet La Peña aus, mutmaßlich wurde der Brand durch einen brennenden Wohnwagen auf dem Campingplatz „Torre de la Peña II“ verursacht.

Feuer breitet sich in Südfrankreich aus: Einsatzkräfte im „Langzeiteinsatz“

Lucie Roesch von der Präfektur Aude erklärte: „Das Feuer breitet sich in einem Gebiet aus, in dem alle Bedingungen für seine Ausbreitung gegeben sind.“ Sie fügte hinzu: „Dieser Brand wird uns noch mehrere Tage beschäftigen. Es handelt sich um einen Langzeiteinsatz.“ Über 1200 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die durch starken Wind angefacht werden. Sie erhalten Unterstützung von 14 Löschflugzeugen und zwei Löschhubschraubern.

Feuer in Südfrankreich zerstören zehntausende Hektar Land.

Eine Person tot, einer vermisst, mehrere Verletzte: Feuer breitet sich in Südfrankreich aus

Eine Frau kam in ihrer Wohnung in Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse im Département Aude, nahe Narbonne, ums Leben, wie die regionalen Behörden mitteilten. Ein weiterer Bewohner desselben Ortes wird vermisst. Insgesamt erlitten neun Personen Verletzungen. Aber auch die Helfenden begeben sich in Gefahr: Ein Verletzter erlitt schwere Verbrennungen, während sieben Feuerwehrleute ebenfalls Verbrennungen davontrugen, so Roesch. In der betroffenen Region wurden Campingplätze und ein Dorf teilweise evakuiert, und mehrere Straßen sind gesperrt. Auch etwa 30 Häuser mussten evakuiert werden.

Feuer verwüsten Mittelmeerregion: Bilder zeigen Ausmaß der Großbrände

Löschhubschrauber während eines Brandes bei La Peña
Mehrere Löschhubschrauber bekämpfen die Flammen im Waldgebiet bei La Peña. Auslöser des Feuers soll ein in Brand geratenes Wohnmobil gewesen sein. © dpa/ EUROPA PRESS/ Nono Rico
Aus dem Wald bei La Peña steigt Rauch auf.
Dichter Rauch steigt aus dem Waldgebiet bei La Peña in Südspanien auf – die Gäste des Campingplatzes Torre de la Peña in Tarifa mussten aufgrund des Feuers in Sicherheit gebracht werden. © dpa/ EUROPA PRESS/ Nono Rico
Löschmaßnahmen aus der Luft
Ein Löschhubschrauber unterstützt aus der Luft die Bekämpfung des Waldbrandes in Spanien. © adpa/ EUROPA PRESS/ Eduardo Sanz
Fläche bei Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse in Frankreich.
Blick auf eine Fläche bei Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse in Frankreich, die durch einen schweren Waldbrand stark beschädigt wurde.  © dpa/ AFP/ Idriss Bigou-Gilles
Das Feuer setzt sich unaufhaltsam fort. Einsatzkräfte löschen das Feuer.
Das Feuer setzt sich unaufhaltsam fort – Einsatzkräfte kämpfen unter Hochdruck gegen die Ausbreitung. © dpa/Pompiers13 via AP
Dichte Rauchwolken ziehen über Südfrankreich
In Südfrankreich stehen Wälder und Felder großflächig in Brand. © dpa/Securite Civile
Ein Anwohner versprüht Wasser, um einen Waldbrand zu löschen.
Das ausgebrochene Feuer in Südfrankreich lässt sich nur schwer eindämmen. © dpa/Idriss Bigou-Gilles
Feuerwehr im Einsatz: Brand wütet in Südfrankreich
Etwa 1.500 Feuerwehrleute versuchen, den Brand in Südfrankereich in Schach zu halten. © Screenshot/ X/ Pompiers de l‘Aude
Brände in Frankreich verwüsten die Mittelmeerregion
Während die Flammen in Südfrankreich weiter vorrücken, sind Feuerwehr und Rettungskräfte im Dauereinsatz. © dpa/Securite Civile
Flugzeug fliegt über einen großflächigen Waldbrand in Südfrankreich.
Das Feuer brach in der Gemeinde Ribaute im südfranzösischen Département Aude aus, das ungefähr zwischen den Städten Carcassonne und Narbonne liegt. © Screenshot/ X/ Pompiers de l‘Aude

Walbrand-Alarmstufe rot: Auch Macron äußert sich

Die Behörden riefen derweil die höchste Waldbrand-Alarmstufe Rot aus, da die Entwicklung des Brandes ungünstig sei. Laut Météo-France leidet die gesamte Region unter einer Hitzewelle, wodurch die Brandgefahr „sehr hoch“ ist. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich auf X zu dem Großbrand: „Alle Mittel der Nation sind mobilisiert.“ Er rief die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf. Bereits Anfang Juli kam es in Südfrankreich zu einem größeren Brand, bei dem der Flughafen Marseille geschlossen werden musste. (jh mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Uncredited/Securite Civile/AP/dpa

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