VonKai Hartwigschließen
Alina Schröderschließen
Feuerwehrleute sind aktuell im Süden von Frankreich im Großeinsatz. Ein Waldbrand bedroht eine Stadt am Mittelmeer.
Update vom 9. Juli, 7.16 Uhr: Der Waldbrand in Südfrankreich ist bislang noch nicht vollständig unter Kontrolle. Wenn der Wind nachlasse, könne das Feuer möglicherweise in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden, hatte sich Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau am Dienstagabend (8. Juli) bei einem Besuch bei Feuerwehrleuten vor Ort hoffnungsvoll gezeigt.
Waldbrand in Frankreich: 100 Verletzte – Flughafen Marseille vorübergehend geschlossen
Nach Angaben des Innenministers wurden 400 Bewohner in Sicherheit gebracht, etwa 100 Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten, darunter Rettungskräfte. 63 Häuser seien durch die Flammen beschädigt worden – einige von ihnen seien komplett zerstört, fügte der Minister hinzu. Bisher gebe es keine Todesfälle, „was angesichts des Ausmaßes der Brände bemerkenswert ist“, sagte Retailleau. „Aber es gibt allen Grund zu der Annahme, dass wir auf einen Sommer mit hohem Risiko zusteuern.“
Der Flughafen von Marseille wurde am frühen Nachmittag geschlossen. Ein Flughafensprecher teilte mit, dass 54 Flüge gestrichen und 24 Flüge umgeleitet worden seien. Am späten Aband konnte der Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen werden.
In den vergangenen Tagen hatten mehrere Waldbrände in Südfrankreich gewütet. Aufgrund der Trockenheit infolge einer Hitzewelle konnten sie sich schnell ausbreiten.
Update vom 8. Juli, 16.44 Uhr: Ein in Südfrankreich ausgebrochener Waldbrand hat den Rand der Hafenstadt Marseille erreicht. Die Präfektur rief einen Teil der Bevölkerung am Dienstagnachmittag auf, Schutz in Häusern zu suchen. „Waldbrand in Marseille. (...) Schließen Sie Fenster und Türen“, lautete eine Textnachricht, die die Einwohner der betroffenen Viertel erhielten.
Nach Angaben der Feuerwehr breitete sich der am Vormittag in dem benachbarten Ort Les Pennes-Mirabeau ausgebrochene Brand bereits über 350 Hektar aus. Mehrere Wohnhäuser wurden evakuiert, Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Der Flughafen von Marseille wurde wegen des Feuers geschlossen.
2000 Hektar Wald von Brand in Südfrankreich verschlungen
Update vom 8. Juli, 12.05 Uhr: Der Flächenbrand in Südfrankreich hat 2000 Hektar Wald verschlungen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Angaben der Präfektur zufolge mussten fünf Menschen wegen des Feuers medizinisch versorgt werden, darunter ein Kind. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt, einige Gebäude brannten auch ganz ab. Über 1000 Feuerwehrleute sowie mehrere Löschflugzeuge waren im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.
„Ich habe noch nie so ein schlimmes Feuer gesehen“, zitiert die Nachrichtenagentur Frédéric Bou aus dem Ort Prat-de-Cets. Das aktuelle Feuer ist bereits der dritte Waldbrand innerhalb einer Woche, der sich im Département Aude ereignete.
Waldbrand in Urlaubsregion in Frankreich nahe Autobahn A9
Erstmeldung vom 7. Juli: Narbonne – Alarm in beliebter Ferienregion: Im Süden Frankreichs ist nahe der Stadt Narbonne (Präfektur Aude) ein großer Waldbrand ausgebrochen. Einheimische wurden nach Behördenangaben vom Montag (7. Juli) aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Ein Abschnitt der Autobahn A9 zwischen Frankreich und Spanien wurde dem Betreiber zufolge in beide Richtungen gesperrt.
Feuer in Frankreich: Meterhohe Flammen – Autobahn voll gesperrt
Bilder auf der Plattform X zeigen meterhohe Flammen am Rande der Autobahn 9. „Die Flammen zwangen Autofahrerinnen und Autofahrer zum Umdrehen“, heißt es dazu. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah zudem eine dicke schwarze Rauchwolke aus einem Wald aufsteigen.
🔴 Pour bien comprendre l'ampleur du sinistre dans l'Aude, les flammes ont contraint les automobilistes à faire demi tour sur l'autoroute 🔥 (Autoroute A9 / Massif de Bages) pic.twitter.com/gTnN38tT3Q
— Sphator CR 🏴☠️ (@Christophe5534) July 7, 2025
Region im Süden Frankreichs geriet vor Kurzem schon in Brand
Das Feuer war am Montagnachmittag aus zunächst unbekannter Ursache auf einem Weingut ausgebrochen und wütete auf 1000 Hektar Vegetation. Hunderte Feuerwehrleute mit Unterstützung vom Militär und mehrere Löschflugzeuge sind im Einsatz. Dennoch breitete sich das Feuer aus, wie es von der Präfektur von Aude hieß. Wie der Sender TF1info berichtet, stehe am Abend bereits eine Fläche von 1.500 Hektar in Brand.
Angefacht durch starken Wind breitete sich das Feuer in der durch die starke Hitze ausgetrockneten Vegetation in Frankreich aus. Die Region war bereits vor rund anderthalb Wochen von Bränden heimgesucht worden. „Wir befinden uns in einem Jahr, das nicht dem Normalmaß entspricht“, sagte Catherine Robert, nationale Brandschutzkoordinatorin bei Météo-France, gegenüber TF1info. (asc/kh mit AFP)
Rubriklistenbild: © Montage: X/Sécurité Civile

