Unwetterwarnungen

Glatteis und Schneefall: DWD-Warnung in weiten Teilen Deutschlands – nächster Wetterschlag steht bevor

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Deutschland ist im Griff des Winters. Nach Schneefällen droht nun Glatteis. Der Wetterdienst warnt vor lebensgefährlichen Bedingungen.

Update vom 5. Januar, 14.41 Uhr: Das Winterwetter, gekennzeichnet durch Schnee und Eisregen, verursachte in Deutschland Flugausfälle, Störungen im Bahnverkehr und eine Vielzahl von Unfällen auf den Straßen. Der Flughafen Frankfurt musste 120 der geplanten 1090 Starts und Landungen streichen, wie der Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport bestätigte. Aufgrund der winterlichen Bedingungen hatten die Fluggesellschaften am Flughafen München bereits am Samstag 35 Starts und Landungen vorsorglich gestrichen und die Passagiere umgebucht, so ein Sprecher.

In einigen Gebieten gab es auch Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Laut der Deutschen Bahn führten diese im Großraum Frankfurt am Main zu vorübergehenden Verspätungen und Zugausfällen. Besonders betroffen waren Fernverbindungen, wobei einzelne ICEs zwischen Hamburg und Stuttgart umgeleitet wurden. Auch an anderen Orten kam es zu Störungen aufgrund von verschneiten Bahnsteigen oder eingefrorenen Weichen.

Auf den Straßen in mehreren Bundesländern häuften sich die Unfälle. Glücklicherweise waren die meisten Autounfälle nicht schwerwiegend und es kam hauptsächlich zu Blechschäden. Am Montag (6. Januar) wird es vorübergehend deutlich milder. Laut dem DWD werden die Temperaturen auf acht bis 16 Grad steigen, nur in Niederbayern wird es kälter. Ab Dienstag (7. Januar) werden die Temperaturen dann wieder sinken.

Winterchaos in Deutschland: Wetterdienst warnt vor Glatteis – „Gefahr für Leib und Leben“

Erstmeldung vom 5. Januar: Frankfurt – Nach dem Wintereinbruch mit Schnee am vergangenen Wochenende, gibt es am Sonntag (5. Januar) in vielen Regionen Regenwetter. Eine Warmfront, die über Deutschland hinwegzieht, macht die Wetterbedingungen besonders riskant.

Schneefall und Glatteis: Fotos zeigen Winter-Chaos in Deutschland

Über Nacht starker Schneefall: Am Morgen des 5. Januar war Deutschland vielerorts in tiefes weiß gehüllt.
Über Nacht starker Schneefall: Am Morgen des 5. Januar war Deutschland vielerorts in tiefes weiß gehüllt. © Screenshot/Facebook
Kaiserliches Winterwetter blieb am Sonntag dennoch aus. Nach den Schneefällen schlug das Wetter in Regen um – die Folge: Matsch und Glatteis.
Kaiserliches Winterwetter blieb am Sonntag dennoch aus. Nach den Schneefällen schlug das Wetter in Regen um – die Folge: Matsch und Glatteis. © Henning Kaiser/picture alliance/dpa
Das Problem: Wo Regen auf kalten Boden trifft, wird er zu Eis. Es entsteht Glatteis und im Extremfall sogenannte Eispanzer.
Das Problem: Wo Regen auf kalten Boden trifft, wird er zu Eis. Es entsteht Glatteis und im Extremfall sogenannte Eispanzer. © Henning Kaiser/picture alliance/dpa
Anhaltende Niederschläge sorgen dafür, dass das Winter-Chaos schwer zu beseitigen ist. Vielerorts kommen die Räumdienste kaum hinterher. Bis zum frühen Vormittag war die Verkehrslage dennoch relativ ruhig, es wird nur von kleineren Rutschunfällen berichtet.
Anhaltende Niederschläge sorgen dafür, dass das Winter-Chaos schwer zu beseitigen ist. Vielerorts kommen die Räumdienste kaum hinterher. Bis zum frühen Vormittag war die Verkehrslage dennoch relativ ruhig, es wird nur von kleineren Rutschunfällen berichtet. © Jason Tschepljakow/picture alliance/dpa
Mit E-Scooter durch den Schneematsch. In weiten Teilen Bayerns warnte der DWD vor „Gefahr für Leib und Leben“. Menschen wurde dringend angeraten, das Haus möglichst nicht zu verlassen. In der Mitte Deutschlands sowie im Norden bestand zwar auch Glatteis-Warnung, doch die Lage war weitaus weniger heikel.
Mit E-Scooter durch den Schneematsch. In weiten Teilen Bayerns warnte der DWD vor „Gefahr für Leib und Leben“. Menschen wurde dringend angeraten, das Haus möglichst nicht zu verlassen. In der Mitte Deutschlands sowie im Norden bestand zwar auch Glatteis-Warnung, doch die Lage war weitaus weniger heikel. © Jason Tschepljakow/picture alliance/dpa
Hier in Aalen wurde die Unwetterwarnung des DWD am frühen Vormittag sogar wieder aufgehoben – am Morgen galt für Baden-Württemberg noch Warnstufe 3.
Hier in Aalen wurde die Unwetterwarnung des DWD am frühen Vormittag sogar wieder aufgehoben – am Morgen galt für Baden-Württemberg noch Warnstufe 3. © Jason Tschepljakow/picture alliance/dpa
Mancherorts sorgte der Schneefall aber auch für idyllische Bilder – wie hier im nordrhein-westfälischen Dinslaken.
Mancherorts sorgte der Schneefall aber auch für idyllische Bilder – wie hier im nordrhein-westfälischen Dinslaken. © Screenshot/Facebook
Auch der Pfälzerwald glänzte unter dem frischen Weiß: Der Regen wird den Schnee im Tagesverlauf allerdings wegspülen.
Auch der Pfälzerwald glänzte unter dem frischen Weiß: Der Regen wird den Schnee im Tagesverlauf allerdings wegspülen.  © Screenshot/Facebook
Wenn die Schneemänner am Montag (6. Januar) bei bis zu angesagten 14 Grad Celsius wegschmelzen, steht der neue Wetterschlag allerdings schon wieder bevor. Am Dienstag erwartet der DWD bis zu zehn Zentimeter Neuschnee in der Alpenregion, am Mittwoch sogar über 20 Zentimeter auch in den Mittelgebirgen westliche des Rheins.
Wenn die Schneemänner am Montag (6. Januar) bei bis zu angesagten 14 Grad Celsius wegschmelzen, steht der neue Wetterschlag allerdings schon wieder bevor. Am Dienstag erwartet der DWD bis zu zehn Zentimeter Neuschnee in der Alpenregion, am Mittwoch sogar über 20 Zentimeter auch in den Mittelgebirgen westliche des Rheins. (Symbolbild) © Thomas Warnack/picture allianca/dpa

In vielen Teilen Deutschlands sind Luft und Boden noch stark abgekühlt. Wenn nun Regen einsetzt, gefriert dieser auf den Straßen und führt zu gefährlicher Glätte. In extremen Fällen wird dieses Wetterphänomen als „Eispanzer“ bezeichnet.

Die Wetterbedingungen sind derzeit besonders in großen Teilen des Südostens Deutschlands kritisch. Von der östlichen Metropolregion München bis fast nach Erfurt besteht eine Unwetterwarnung der Stufe 3 des DWD. Dies bedeutet eine „Gefahr für Leib und Leben.“ Der Wetterdienst rät dringend davon ab, Auto zu fahren und empfiehlt, sich generell nicht im Freien aufzuhalten. Auch am Flughafen Frankfurt kommt es daher derzeit zu Chaos. Mehrere Starts und Landungen werden gestrichen.

Winterchaos in Deutschland: Auf starke Schneefälle folgt gefrierender Regen – der DWD warnt vor Glatteis.

Auch in fast ganz Deutschland besteht eine Wetterwarnung vor Glatteis. In der Mitte des Landes gilt Warnstufe 2, im Norden Warnstufe 1. Nur in weiten Teilen Baden-Württembergs wurde die Warnlage des DWD am frühen Vormittag aufgehoben. Im Südosten dürfte die Gefahr von Glatteis jedoch bis in die Nacht bestehen.

DWD-Prognose prognostiziert „unwetterartige Schneefälle“

Im Südosten wird es am Montag (6. Januar) sehr windig bis stürmisch, im Bergland sind sogar schwere Orkanböen zu erwarten. Am Dienstag (7. Januar) erwartet der DWD den nächsten Schneefall. In den Alpen werden schauerartige Schneefälle mit bis zu zehn Zentimeter innerhalb von zwölf Stunden erwartet. Am darauffolgenden Tag entwickeln sich die Schauer laut DWD-Prognose zu „unwetterartigen Schneefällen“. Dann könnten auch in den Mittelgebirgen westlich des Rheins mehr als 20 Zentimeter Neuschnee fallen. (moe/jh/dpa/afp)

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