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13 Dinge, die in Deutschland noch nerviger sind als die Cannabis-Legalisierung

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Der „Legalisierung Light“ steht nichts mehr im Wege. Gras zu rauchen ist bald also nur noch so kompliziert wie manch andere Hürde im typisch deutschen Alltag.

Die geplante Cannabis-Legalisierung, um die es viel Streit gab, kann kommen. Das Bundeskabinett hat dem entsprechenden Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zugestimmt. Nach dem Beschluss im Kabinett muss das Gesetz noch durch Bundestag und Bundesrat. In der Länderkammer ist es nach Angaben des Gesundheitsministeriums aber nicht zustimmungspflichtig. Mit einem Inkrafttreten rechnet das Ministerium bis zum Jahresende.

Cannabis, auf dessen Legalisierung sich viele Unternehmen vorbereitet haben, soll den Plänen zufolge im Betäubungsmittelgesetz von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen werden. Ab 18 Jahren soll künftig der Besitz von 25 Gramm erlaubt sein. Privat sollen maximal drei Cannabis-Pflanzen angebaut werden dürfen. In speziellen Vereinen, sogenannten Cannabis-Clubs, sollen Mitglieder die Droge gemeinschaftlich anbauen und gegenseitig abgeben dürfen.

Die geplante Cannabis-Legalisierung in Deutschland kann kommen. Aber es wird eine „Legalisierung Light“, kritisieren viele.

Cannabis-Legalisierung setzt laut Kritiker:innen „Verbotspolitik fort“

Diese Cannabis-Clubs seien „absurd“, wie der Hanfverband bei BuzzFeed News Deutschland kritisiert. Weil es die Fachgeschäfte nicht geben dürfe, müssten rund vier Millionen Gelegenheitskonsument:innen in Vereine – und die dürften nur maximal 500 Mitglieder aufnehmen. Außerdem haben die Clubs noch weitere Auflagen zum Jugendschutz, Werbung und Konsum in den Räumlichkeiten. Das sei laut Hanfverband viel zu kompliziert. „Da kann man sich ausrechnen, wie lange es dauert, bis Vereine eine echte Alternative zum Schwarzmarkt sind.“

Deswegen ist seit Monaten von einer „Legalisierung Light“ die Rede. Wer mehr als 25 Gramm Cannabis mit sich führt oder mehr als drei Cannabispflanzen besitzt, macht sich mit der neuen Gesetzgebung weiterhin strafbar. Die drogenpolitische Sprecherin der FDP, Kristine Lütke, wirft Lauterbach deswegen auch vor, „Verbotspolitik fortzusetzen“. Cannabis zu konsumieren, bleibt demnach also schwieriger als gedacht. BuzzFeed News Deutschland hat 13 Dinge gesammelt, die genauso schwierig sind, wie nach der Cannabis-Legalisierung legal zu kiffen.

1. Einen Termin beim Bürgeramt bekommen.

2. Tickets fürs Taylor Swift Konzert buchen

Denn das ist echt nervenaufreibend. Welche Gedanken alle Taylor Swift-Fans beim Vorverkauf für die Eras-Tour hatten, liest du hier.

3. Einen Termin bei einem Therapeuten bekommen.

4. Kindern Gemüse schmackhaft machen.

Dahinter steckt übrigens Wissenschaft: Darum hassen Kinder Gemüse.

5. Den USB-Stick beim ersten Versuch richtig einstecken.

6. Beim Rammstein-Konzert als Journalist:in akkreditiert werden.

Das hat für BuzzFeed News Deutschland zumindest nicht geklappt. Hier berichten wir, von unseren Erlebnissen bei der Rammstein-Akkreditierung und weiteren problematischen Details im Zuge der Berlin-Konzerte.

7. Nudeln für eine Person kochen.

8. Ins Berghain gelassen werden.

Berghain-Türsteher Sven Marquardt

9. Deine Geld bei Flixtrain zurückbekommen.

10. In so ziemlich jeder deutschen Großstadt eine Wohnung finden.

Schlange vor einer Wohnung in der Leibnitzstraße in Berlin. (Straße hinten im Bild).

In Berlin sind die Schlangen zu einer Wohnungsbesichtigung in etwa so lang, wie zum Club Berghain.

11. Die muhende Müllermilch finden.

12. Dein Hello-Fresh-Abo kündigen.

13. Keinen einzigen Kratzer auf deinem Smartphone kassieren.

Mehr zum Thema: Schon von Lauterbachs LSD-Gate gehört? Das sorgte im Februar 2023 für Spott.

(Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © VWPics/IMAGO, Collage

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