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Nach Kommentar zu Kirk-Attentat: US-Late Night Show von Kimmel abgesetzt

US-Sender ABC nimmt ‚Jimmy Kimmel Live!‘ aus dem Programm. Kommentare zum Tod von Charlie Kirk sorgten für Empörung bei der Regierung von Donald Trump.

Los Angeles – Der Disney-Sender ABC nimmt seine Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“ aus dem Programm. Konservative Kreise hatten auf Kommentare reagiert, die Kimmel nach dem Tod des rechten Influencers Charlie Kirk in seiner Sendung gemacht hatte.

Attentat auf Charlie Kirk: Bilder zeigen das Entsetzen – und den mutmaßlichen Täter

Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten.
Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten. Eine Chronologie der Ereignisse. © FBI (2)/IMAGO / SOPA Images
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte.
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte. © Tess Crowley
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.  © Tess Crowley/dpa
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte.
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte. © Lindsey Wasson/dpa
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.  © IMAGO/Charles-McClintock Wilson
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden.
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten.
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten. © Tess Crowley/dpa
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat.
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat. © IMAGO/Charles McClintock Wilson
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften.
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften. © Tyler Tate/dpa
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht.
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht.
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht. © Tess Crowley/dpa
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.  © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner.
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner. © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.  © IMAGO/Vincent Carchietta
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.  © Lindsey Wasson/dpa
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.  © Madeleine Kelly/dpa
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer.
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer. © Ross D. Franklin/dpa
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk.
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk. © Tess Crowley/dpa
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar.
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar. © Ross D. Franklin/dpa
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer.
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer. © Ross D. Franklin/dpa
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk.
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk. © Mark Schiefelbein/dpa
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand.
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand. © Alex Goodlett/dpa
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden.
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden. © Ross D. Franklin/dpa
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag.
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag. © IMAGO/Madeleine Kelly
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen.
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen. © Lindsey Wasson/dpa
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild)
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild) © Manuel Balce Ceneta/dpa
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen.
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen. © FBI (2)
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat neue Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat zwei Tage nach der tat Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.  © IMAGO / UPI Photo/ FBI (Collage)
US-Medien berichten über den Tatverdächtigen im Fall Charlie Kirk.
Zwei Tage nach der Tat verkündete Donald Trump live im TV die Festnahme des mutmaßlichen Täters im Fall Charlie Kirk. Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Utah. © Patrick T. Fallon/AFP

Ein Sprecher des Senders erklärte lediglich, dass die Show „auf unbestimmte Zeit“ aus dem Programm genommen werde. Der größte Eigentümer von ABC-Tochterstationen, Nexstar, teilte am Mittwoch mit, dass Kimmels Programm ab Mittwochabend ersetzt werde. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit Äußerungen des Late-Night-Show-Moderators zum Tod von Kirk in der vergangenen Woche.

Jimmy Kimmel hatte mutmaßlichen Kirk-Attentäter in die Nähe des MAGA-Lagers gerückt

„Die Kommentare von Herrn Kimmel zum Tod von Herrn Kirk sind in einer kritischen Phase unserer nationalen politischen Debatte beleidigend und unsensibel. Wir glauben nicht, dass sie das Spektrum der Meinungen, Ansichten oder Werte der lokalen Gemeinschaften widerspiegeln, in denen wir ansässig sind“, schrieb Andrew Alford, Präsident der Rundfunkabteilung von Nexstar, in einer Erklärung.

„Es liegt derzeit einfach nicht im öffentlichen Interesse, Herrn Kimmel weiterhin eine Sendeplattform in den Gemeinden zu bieten, die wir bedienen. Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, seine Show vorzeitig zu beenden, um einen kühleren Kopf bewahren zu können, während wir uns auf die Wiederaufnahme eines respektvollen, konstruktiven Dialogs zubewegen“, fügte Alford hinzu.

Das „Jimmy Kimmel Live“-Logo auf einer Produktionsbühne (Symbolbild).

In seiner Sendung am Montag sagte der 57-jährige Kimmel: „Wir haben am Wochenende einige neue Tiefpunkte erreicht, als die MAGA-Gang verzweifelt versuchte, diesen Jungen, der Charlie Kirk ermordet hat, als alles andere als einen der ihren darzustellen, und mit allen Mitteln versuchte, daraus politischen Kapital zu schlagen.“

Verdächtiger im Kirk-Attentat war offenbar kein Trump-Anhänger

Tyler Robinson, der Verdächtige im Fall Kirk, scheint weder ideologisch konservativ zu sein noch ein Anhänger von Präsident Donald Trump. Laut den Anfang dieser Woche veröffentlichten Anklagedokumenten der Staatsanwaltschaft schickte Robinson seinem Mitbewohner eine Nachricht, dass er „genug von [Kirks] Hass habe“.

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Kimmels Vertrag mit ABC sollte nächstes Jahr auslaufen. Es gab Spekulationen darüber, ob er verlängert werden würde, insbesondere nach der Ankündigung im Juli, dass CBS-Eigentümer Paramount seine beliebte Late-Night-Show „The Late Show with Stephen Colbert“ absetzen würde.

Der Vorsitzende der Federal Communications Commission, Brendan Carr, kritisierte Kimmel am Mittwoch und deutete an, dass die Bundesbehörde der Muttergesellschaft Disney die Sendelizenzen entziehen könnte. Lizenzen werden an lokale Sender vergeben, nicht an Netzwerke, und Widerrufe sind äußerst selten.

Behördenchef lobt Entscheidung, Kimmel wegen Kirk-Aussage zu feuern

„Wir können das auf die einfache oder auf die harte Tour machen“, sagte Carr dem konservativen Podcast-Moderator Benny Johnson. „Diese Unternehmen können Wege finden, ihr Verhalten zu ändern und Maßnahmen gegen Kimmel zu ergreifen, oder es wird zusätzliche Arbeit für die FCC geben.“

Carr sagte, er könne „sicherlich einen Weg für eine Suspendierung“ für Kimmel beim Sender sehen, woran die FCC nicht beteiligt wäre. Carr hatte zuvor auch die ABC-Show „The View“ kritisiert.

In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X lobte Carr die Entscheidung von Nexstar, „das Richtige zu tun“ und die Ausstrahlung der Sendung einzustellen. „Lokale Sender haben die Pflicht, dem öffentlichen Interesse zu dienen“, schrieb er. „Auch wenn dies eine beispiellose Entscheidung sein mag, ist es wichtig, dass Sender sich gegen Disney-Programme wehren, die ihrer Meinung nach nicht den Werten der Gemeinschaft entsprechen.“

Trumps Behörden setzen Fernsehunternehmen systematisch unter Druck

Die FCC wird die von Nexstar geplante Übernahme eines weiteren lokalen Fernsehriesen, Tegna, im Wert von 6,2 Milliarden Dollar prüfen. Dieser Deal soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Er würde auch erfordern, dass die FCC die nationale Eigentumsbeschränkung lockert, die begrenzt, wie viele Sender ein Unternehmen in den Vereinigten Staaten besitzen darf. Carr hat in der Vergangenheit angedeutet, dass er bereit ist, diese seit langem bestehende Beschränkung anzuheben oder aufzuheben.

Die Entscheidung von ABC dürfte als Zugeständnis an die Kritiker des Senders angesehen werden. Im Dezember erklärte sich das Unternehmen bereit, 15 Millionen Dollar für Trumps Präsidentenbibliothek bereitzustellen, um eine Verleumdungsklage beizulegen. Nach der Ankündigung, dass Colberts Show abgesetzt wird, spekulierte Trump auf seiner Plattform „Truth Social“, dass Kimmel „der Nächste in der Reihe der talentlosen Late-Night-Shows“ sei.

Moderator Jimmy Kimmel (Archivbild).

Anfang September verspottete Kimmel Trump als „empfindliche, pummelige, kleine Teetasse“. „Haben wir Ihre Gefühle verletzt?“, fragte er. „Sie wollen, dass wir abgesetzt werden, weil wir Witze über Sie machen?“ Trump hat auch Jimmy Fallon und Seth Meyers ins Visier genommen, die Late-Night-Shows für NBC moderieren. Beide stehen bis 2028 unter Vertrag.

Donald Trumps hämische Reaktion im Netz – „Glückwunsch“ zum Aus der Kimmel-Show

„Tolle Neuigkeiten für Amerika“, schrieb Trump am Mittwochabend auf Truth Social. „Die Jimmy Kimmel Show, die mit den Einschaltquoten zu kämpfen hatte, wird abgesetzt. Herzlichen Glückwunsch an ABC, dass sie endlich den Mut hatten, das zu tun, was getan werden musste. Kimmel hat NULL Talent und noch schlechtere Einschaltquoten als Colbert, wenn das überhaupt möglich ist. Damit bleiben Jimmy und Seth, zwei totale Verlierer, bei Fake News NBC. Ihre Einschaltquoten sind ebenfalls miserabel.“

In einem Beitrag auf X schrieb der demokratische Gouverneur JB Pritzker aus Illinois: „Eine freie und demokratische Gesellschaft kann Comedians nicht zum Schweigen bringen, nur weil dem Präsidenten ihre Äußerungen nicht gefallen. Das ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und darf nicht hingenommen werden.“ Ari Cohn, leitender Berater für Technologiepolitik bei der Organisation FIRE, die sich für Meinungsfreiheit einsetzt, sagte am Mittwoch, dass „die Regierung Druck auf ABC ausgeübt hat – und ABC hat nachgegeben“.

Jimmy Kimmels Show lief erstmals 2003

„Ein weiteres Medienunternehmen ist unter dem Druck der Regierung eingeknickt. Dadurch ist sichergestellt, dass die Regierung weiterhin Rundfunk- und Fernsehsender sowie Verlage, die sie kritisieren, erpressen und bestrafen wird“, fügte Cohn hinzu. „Wir können kein Land sein, in dem Late-Night-Talkshow-Moderatoren nach Belieben des Präsidenten dienen. Aber solange die Institutionen nicht Rückgrat zeigen und lernen, sich dem Druck der Regierung zu widersetzen, sind wir genau dieses Land.“

Kimmels Show wurde 2003 erstmals ausgestrahlt. In einem Interview mit der Los Angeles Times im vergangenen Jahr sagte Kimmel, sein aktueller Vertrag mit Disney könnte sein letzter sein. „Ich habe noch etwas mehr als zwei Jahre Vertrag, und das scheint mir ziemlich gut zu sein“, sagte er. „Das scheint mir genug zu sein.“

Zu den Autoren

Jeremy Barr berichtet für die Washington Post über die Medienbranche.

Scott Nover ist Medienreporter für die Washington Post.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 18. September 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

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