Olaf Scholz

Bundeskanzler Scholz ist in Äthiopien angekommen

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Kanzler Olaf Scholz (Bild) ist in Äthiopien gelandet.

Zum Auftakt seiner zweiten größeren Afrika-Reise als Bundeskanzler ist Olaf Scholz (SPD) in Äthiopiens Hauptstadt Addis gelandet.

Addis Abeba - Am Donnerstag wird sich der in Osnabrück geborene Scholz mit Vertretern der äthiopischen Regierung sowie der Afrikanischen Union (AU) treffen. Am Abend geht es weiter nach Kenia, dem wichtigsten Partnerland Deutschlands in Ostafrika. Im Zentrum der Reise werden die Themen Konfliktbewältigung und Friedenssicherung auf dem afrikanischen Kontinent stehen. Auch die Bekämpfung des Klimawandels, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine werden eine wichtige Rolle spielen.

Äthiopien ist mit rund 120 Millionen Einwohnern nach Nigeria der zweitbevölkerungsreichste Staat Afrikas. Bis vor Kurzem tobte dort ein Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten um die Region Tigray, der erst im November nach zwei Jahren Blutvergießen mit einem Waffenstillstand beendet wurde. Trotzdem kommt es noch immer zu Gewalt in dem Land.

Auf seiner Reise wird Scholz von mehreren Vertretern deutscher Unternehmen begleitet. Insbesondere Kenia ist von Interesse für die deutsche Wirtschaft. In Kenia wird der Kanzler die größte Geothermie-Anlage des Kontinents am Naivashasee besuchen. Das Land gewinnt je nach Schätzung zwischen 80 und 92 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen und liegt damit weltweit im oberen Drittel. Die Zahlen müssen allerdings im Kontext betrachtet werden. Kenia produziert laut der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien mit Sitz in Masdar rund 12 Gigawattstunden (GWh) Strom, das deutlich stärker industrialisierte Deutschland fast 50 Mal so viel. (dpa)

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