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Bona Hyun
Daniel Dillmann
Florian Naumann
Eine Verletzung von AfD-Parteichef Tino Chrupalla wirft weiter Fragen auf. Nun wurden weitere Details aus dem Krankenhaus veröffentlicht.
- Nach mutmaßlichem Angriff auf Chrupalla: Ermittlungen gehen weiter
- AfD-Chef abgereist: Tino Chrupalla hat Krankenhaus in Ingolstadt verlassen
- Hintergründe noch unklar: Sprecher der AfD berichtet von „Stich“ gegen Tino Chrupalla
Update vom 7. Oktober, 11.15 Uhr: Die vermeintliche Attacke auf AfD-Chef Tino Chrupalla in Ingolstadt bleibt mysteriös. Bereits am Freitag teilte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt mit, dass bei toxikologischen Untersuchungen keine giftigen Stoffe in Chrupallas Blut nachgewiesen werden konnten.
Chrupalla-Vorfall in Ingolstadt: Kein tatsächlicher Nadelstich festgestellt
Nun liegt „ZDF frontal“ der vorläufige Arztbrief vor, aus dem hervorgeht, dass die Ärzte des Klinikums Ingolstadt eine „intramuskuläre Injektion mit einer unklaren Substanz“ bei dem AfD-Chef diagnostiziert hätten. Auch ein „Nadelstich“ am rechten Oberarm im Bereich der Schultermuskulatur soll dokumentiert worden sein.
Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen erfuhr, hat die Polizei inzwischen dazu auch den behandelnden Arzt befragt. Demnach handele es sich bei dem Wort um eine Beschreibung des Verletzungsbilds auf Grundlage von Chrupallas Angaben, nicht um eine tatsächliche Feststellung eines erfolgten Nadelstichs. Die AfD hatte in ihrer Darstellung angegeben, dass intramuskulär eine Infektion mit einer noch unbekannten Substanz erfolgt sei.
Chrupalla-Vorfall: Blutproben des AfD-Chefs unauffällig
Update vom 6. Oktober, 16.45 Uhr: Nach dem Krankenhaus-Aufenthalt von AfD-Chef Tino Chrupalla in Folge eines Vorfalls bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bayern hat die kriminaltechnische Untersuchung seiner Blutproben keine besonderen Befunde ergeben. Die toxikologische Untersuchung der Ermittler sei unauffällig gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Auch die Staatsanwaltschaft sprach davon, dass die Untersuchung der Blutproben Chrupallas unauffällig gewesen sei.
Zuvor hatte Chrupallas Büro einen ärztlichen Entlassbrief vom Klinikum Ingolstadt zur Einsicht zur Verfügung gestellt, dem zufolge auch das toxikologische Screening im Krankenhaus negativ verlaufen sei. In dem Schreiben war sowohl von einer „intramuskulären Injektion“ als auch an anderer Stelle von einer „Infektion mit unklarer Substanz“ die Rede. Auch ein „Nadelstich“ im rechten Oberarm wird in dem Schreiben beim Befund zur körperlichen Untersuchung des AfD-Chefs erwähnt.
Chrupalla-Vorfall: AfD gibt neue Details bekannt
Update vom 6. Oktober, 14.15 Uhr: Die AfD hat nach dem Vorfall um ihren Vorsitzenden Tino Chrupalla bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ingolstadt neue Details aus dem Krankenhaus bekannt gegeben. Aus dem Arztbrief des Klinikums Ingolstadt gehe hervor, dass bei Chrupalla ein „Nadelstich am rechten Oberarm“ nachgewiesen werden konnte. „Des Weiteren sei intramuskulär eine Infektion mit einer noch unbekannten Substanz erfolgt. Die kriminaltechnische, toxikologische Analyse dauert an“, heißt es in der Stellungnahme auf der offiziellen Website der Partei weiter.
Auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet aus einem Dokument der Ärzte, das von Chrupallas Büro zur Verfügung gestellt worden war, von einer „Infektion mit unklarer Substanz“. Das toxikologische Screening in der Klinik sei negativ verlaufen. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ingolstadt konnte die Angaben am Freitag zunächst nicht bestätigen. Das Ergebnis einer kriminaltechnischen Analyse von Chrupallas Blut stand am Freitag noch aus. Zuerst hatte die rechtskonservative Zeitung Junge Freiheit über den Arztbrief berichtet.
Update vom 6. Oktober, 10.45 Uhr: Nach Chrupallas Vorfall auf der Wahlkampfveranstaltung reißt die Kritik am Vorsitzenden nicht ab. So schrieb der Meteorologe und Journalist Jörg Kachelmann am 5. Oktober auf X: „Korrekt, die Forderungen nach einer Anteilnahme am Schicksal von Herrn Chrupalla sind abseitig. Ich bin bereit, Straftaten generell zu verurteilen. Darüber hinaus muss ich aber festhalten, dass das Land ethisch und gesellschaftlich gewonnen hätte, wäre er nicht geboren worden.“
Chrupalla angeblich angegriffen – Ermittlungen laufen weiter
Update vom 6. Oktober, 09.00 Uhr: Wenige Details sind nach dem Vorfall, bei dem AfD-Chef Chrupalla mutmaßlich angegriffen wurde, bekannt. Die Ermittlungen der Polizei werden laut einem Sprecher noch mehrere Tage dauern. Ergebnisse von Chrupallas Blutproben und den Tests an seiner Kleidung würden diese Woche wohl nicht mehr vorliegen, sagte der Polizeisprecher laut saechsische.de. „Es werden auch noch weitere Zeugen vernommen. Nach dem Vorfall haben wir eine Vielzahl von Personalien aufgenommen.“
Angeblicher Angriff auf Tino Chrupalla: Bayerns Innenminister kritisiert AfD – „infam und hinterfotzig“
Update vom 5. Oktober, 20.01 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat der AfD nach dem Vorfall rund um Parteichef Tino Chrupalla in Ingolstadt schwere Vorwürfe gemacht. Es erschrecke, „wie infam und hinterfotzig die AfD im Landtagswahlkampf versucht, aus den Vorfällen bei ihrer eigenen Klientel Kapital zu schlagen, ohne die Ermittlungen abzuwarten“, so der CSU-Politiker laut der Nachrichtenagentur dpa. Herrmann betonte, dass es nach wie vor keine Erkenntnisse über einen Angriff auf den Vorsitzenden der rechtspopulistischen Partei gebe.
Tino Chrupalla verlässt Krankenhaus nach angeblichem Angriff in Ingolstadt
Update vom 5. Oktober, 19.10 Uhr: Tino Chrupalla hat das Krankenhaus nach dem mutmaßlichen Angriff verlassen. Das teilte die AfD stellvertretend für ihren Vorsitzenden am Donnerstagabend mit. Chrupalla habe demnach infolge einer „Stichverletzung“ unter „starken Schmerzen und Übelkeit“ gelitten. Er sei mittlerweile aus Ingostadt abgereist, befände sich aber weiterhin in medizinischer Behandlung. Seine Auftritte im Wahlkampf zur Bayern-Wahl seien abgesagt worden.
Update vom 5. Oktober, 17.35 Uhr: Weiter bleibt der Fall um die Verletzung von AfD-Chef Tino Chrupalla unklar. Weder die Partei noch ihr Vorsitzender haben bisher weitere Hintergründe bekannt gegeben. Laut dem Spiegel wurde am Ort der Wahlkampfveranstaltung eine Pinnwandnadel gefunden worden. Weder Staatsanwaltschaft noch Polizei haben bislang weitere Angaben zu den Ermittlungen gemacht.
Ermittlungen wegen möglicher Straftat nach angeblichen Angriff auf Chrupalla
Update vom 5. Oktober, 15.15 Uhr: Im Fall des ins Krankenhaus eingelieferten AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla wird wegen einer möglichen Straftat ermittelt – Anzeichen für einen Angriff gibt es jedoch bislang nicht. Die Partei sprach danach von einem „tätlichen Übergriff“ und „einem Stich“. In einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Nachmittag zum Stand der Ermittlungen heißt es jedoch: „Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde.“
Den Ermittlern zufolge machten mehrere Menschen bei der Veranstaltung Selfies mit Chrupalla, wobei es „zu einem leichten Körperkontakt kam“. Auf dem Weg zur Bühne habe der AfD-Chef dann Schmerzen im Oberarm gespürt. Aufgrund „weiterer gesundheitlicher Beschwerden“ wurde er schließlich in die Klinik gebracht. Den Angaben zufolge konnte am Oberarm eine oberflächliche Rötung beziehungsweise Schwellung festgestellt werden.
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Die weiteren Untersuchungen verliefen laut Staatsanwaltschaft jedoch „unauffällig“. Sie beruft sich in ihrer Darstellung auf Zeugenaussagen von Chrupalla, seinen Personenschützern, einer Frau, die als Ordnerin tätig war, sowie weiteren Teilnehmenden der Veranstaltung.
Die Staatsanwaltschaft kündigte weitere Ermittlungen an. So seien verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben worden - unter anderem zu Blutproben und der Kleidung, die Chrupalla bei dem Vorfall trug. Die Ergebnisse stünden noch aus. Auch von Teilnehmenden der Veranstaltung auf einer eingerichteten Upload-Plattform eingestellte Bilder sollten noch ausgewertet werden.
Update vom 5. Oktober, 13.15 Uhr: Nach einem Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung mit AfD-Chef Tino Chrupalla ist ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Körperverletzung eingeleitet worden. Das Verfahren laufe gegen unbekannt, einen konkreten Verdächtigen gebe es nicht, sagte nun eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Bereits bei einem Anfangsverdacht werde ein solches Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte sie.
Es liefen Untersuchungen auf mögliche Substanzen im Körper Chrupallas, hatte es zuvor aus dem Büro des Politikers geheißen. Ein Polizeisprecher sagte dazu, dass es zu einem möglichen Spritzenangriff auf Chrupalla aktuell keine Erkenntnisse gebe.
Hintergründe noch unklar: AfD-Sprecher berichtet von „Stich“ gegen Chrupalla
Update vom 5. Oktober, 12.00 Uhr: AfD-Chef Tino Chrupalla wird nach Angaben seines Büros weiter in einem Krankenhaus im oberbayerischen Ingolstadt behandelt. Chrupalla liege „weiterhin auf der Intensivstation“, sei aber nach wie vor ansprechbar, sagte ein Sprecher. Er sprach von einer „Einstichstelle“. Es liefen Untersuchungen auf mögliche Substanzen im Körper, die Polizei ermittele. Ein Parteisprecher erklärte: „Es gibt einen Stich.“ Er könne dies aber derzeit nicht weiter konkretisieren. „Wir bleiben bei einem tätlichen Übergriff“, betonte er zugleich.
Was genau zur Krankenhaus-Einweisung Chrupallas führte, blieb aber zunächst unklar. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingeleitet worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ingolstadt am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Ein Polizeisprecher hatte am Mittwoch erklärt, es habe zunächst keine Hinweise auf einen Angriff gegeben.
Der Chef der Bayern-AfD, Stephan Protschka, geht nach eigenen Angaben davon aus, dass Chrupalla für den Wahlkampf-Endspurt ausfällt. „Nach aktuellem Stand wird er bis zur Wahl wohl keine Auftritte mehr wahrnehmen können.“ Laut einem Sprecher der AfD-Landtagsfraktion steht auch die Teilnahme Chrupallas an der Wahlparty in München am Sonntagabend auf der Kippe.
AfD-Chef Chrupalla in Ingolstadt in Klinik: „Intensivmedizinisch überwacht“
Update vom 4. Oktober, 23.46 Uhr: Zum Vorfall mit AfD-Chef Tino Chrupalla in Ingolstadt hat sich dessen Partei nun erneut zu Wort gemeldet. Ein Sprecher des 48-Jährigen ließ laut dpa verlauten, dass dieser „den Umständen entsprechend stabil“ sei. Er werde die kommende Nacht „intensivmedizinisch überwacht“. Und: Chrupalla sei ansprechbar.
Ermittlungen zu Chrupalla-„Vorfall“ eingeleitet: Polizei sah weder Verletzung noch Angriff
Update vom 4. Oktober, 22.30 Uhr: Mittlerweile hat sich auch das Polizeipräsidium Oberbayern Nord zum „Vorfall“ um Tino Chrupalla gemeldet: Den Angaben zufolge musste der AfD-Chef am Nachmittag vor Beginn einer Rede auf dem Theaterplatz in Ingolstadt hinter der Bühne medizinisch versorgt werden und wurde dann ins Krankenhaus gebracht. Eine offensichtliche Verletzung sei zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar gewesen.
Ein Sprecher sagte, die Polizei wolle ermitteln, ob Dritte für den Vorfall verantwortlich sein könnten. Es gebe aber keine Hinweise auf einen Angriff. Das sei der derzeitige Ermittlungsstand. Die AfD hatte von einem „tätlichen Vorfall“ gegen Chrupalla gesprochen.„Um die näheren Umstände dieses medizinischen Vorfalls abzuklären, wurden die weiteren Ermittlungen durch die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt übernommen“, hieß es in der Polizeimitteilung weiter. Besucher, die im Umfeld der Veranstaltung Fotos oder Videos gemacht haben, wurden aufgerufen, diese der Polizei zur Verfügung zu stellen.
AfD im Bayern-Wahlkampf: Chrupalla nach „tätlichem Vorfall“ in Klinik
Erstmeldung vom 4. Oktober, 18.29 Uhr: Ingolstadt – Vor einer AfD-Wahlkampfkundgebung in Ingolstadt hat es nach Angaben der Partei einen „tätlichen Vorfall“ gegen den Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla gegeben. Chrupalla sei deshalb in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es von der AfD-Bundesgeschäftsstelle auf Anfrage. Chrupallas Gesundheitszustand befinde sich „noch in der Klärung“.
Die Polizei Ingolstadt sprach auf Anfrage von einem Polizeieinsatz bei einer AfD-Kundgebung im Zuge der Bayern-Wahl, nannte aber zunächst keine Details. Zuvor hatten der Donaukurier und die Junge Freiheit über den Vorfall berichtet.
Vor Bayern-Wahl: AfD-Chef Tino Chrupalla nach Vorfall in Menschenmenge ins Krankenhaus
In Bayern wird am Sonntag der Landtag neu gewählt. Ein Sprecher der bayerischen AfD-Landtagsfraktion sagte, Chrupalla hätte in Ingolstadt eine Rede halten sollen. Kurz davor sei es in einer Menschenmenge zu einem Vorfall gekommen. Chrupalla sei dann ins Krankenhaus gebracht worden. Mehr könne er derzeit auch nicht sagen, sagte der Sprecher in München.
Der 48-jährige Sachse Chrupalla steht seit knapp vier Jahren an der Spitze der AfD. Zunächst führte er die Partei gemeinsam mit Jörg Meuthen, der Anfang 2022 aus der AfD austrat. Seit Juni 2022 bilden Chrupalla und Alice Weidel das Führungsduo der Partei. Sie sind außerdem Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion.
Mehrfach AfD-Wirbel: Weidel hatte auf Auftritt verzichtet – „Hinweise auf Anschlag“
Weidel hatte am Dienstag, dem Tag der Deutschen Einheit, auf einen geplanten öffentlichen Auftritt im bayerisch-thüringischen Grenzort Mödlareuth verzichtet. Ein Sprecher hatte gesagt, es habe am vorletzten Wochenende einen „sicherheitsrelevanten Vorfall“ gegeben. „Frau Weidel und ihre Familie wurden von Sicherheitsbehörden aus ihrer privaten Wohnung an einen sicheren Ort verbracht, da sich Hinweise verdichtet hatten, die auf einen Anschlag auf ihre Familie hindeuteten“, hatte er auf Anfrage gesagt. (dpa)
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