Diplomatie

Kamala Harris stellt Afrika-Team vor

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Eric Holder soll an der Spitze des Afrika-Teams stehen.
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Kamala Harris präsentiert ihr Team für den afrikanischen Kontinent. Trump hatte keinem Staat in Afrika einen Besuch abgestattet. Biden bislang ebenfalls nicht.

Die Bevölkerungszahl auf dem afrikanischen Kontinent hat gerade die 1,5 Milliarden-Marke geknackt, im Jahr 2050 sollen es Schätzungen zufolge 2,5 Milliarden sein. Trotzdem steht der Kontinent auf der Agenda der US-Außenpolitik immer noch hintan. Gleichzeitig haben Länder wie China, Indien, die Türkei und Russland in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftlichen und/oder militärischen Beziehungen zu vielen Staaten auf dem Kontinent deutlich vertieft.

Während die USA 2008 etwa bei den Exporten aus afrikanischen Ländern etwa gleichauf mit der EU noch auf Platz 1 lag, lagen die USA zu Beginn der Corona-Pandemie hinter der EU, hinter dem afrikanischen Binnenhandel sowie auch hinter China und Indien.

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Kamala Harris setzt auf mächtige Symbolik

Wie das Portal „Semafor“ berichtete, hat die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris ein 25-köpfiges Team vorgestellt, das sich im Falle ihres Wahlsieges intensiv um die Beziehungen mit Afrika kümmern soll. An der Spitze des Teams steht Eric Holder, der unter Bill Clinton und Barack Obama Justizminister der USA war.

Donald Trump war nicht untätig

Wie das Portal „Table.Media“ schreibt, hat Holder zuletzt als Koordinator der staatlichen US-Initiative „Prosper Africa“ gearbeitet, die unter anderem US-Investitionen auf dem Kontinent fördern soll. Ins Leben gerufen hatte sie während seiner Amtszeit Donald Trump.

Doch weder er noch Joe Biden haben während ihrer Amtszeiten auch nur einen einzigen Staatsbesuch in einem afrikanischen Land absolviert. Harris, deren indischer Großvater mal in Sambia gelebt hatte, besuchte als Vizepräsidentin immerhin Ghana, Tansania und Sambia. Beobachter:innen erhoffen sich unter einer Harris-Präsidentschaft ein größeres Augenmerk auf Afrika – das nun präsentierte Team werten sie als einen Hinweis darauf.

Biden plant im Dezember übrigens doch noch einen Staatsbesuch in Afrika: In Angola, wo ein Infrastrukturprojekt zur besseren Vermarktung von Rohstoffen aus dem Inneren Afrikas geplant ist.

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