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US-Schlag in Venezuela: Trump droht nun auch Kolumbien mit Militäreinsatz

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News zum US-Schlag in Venezuela im Ticker. UN-Sicherheitsrat berät. Maduro wird Gericht in New York vorgeführt. Auch Kubaner getötet.

Update, 6:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Regierung ⁠Kolumbiens mit einem Militäreinsatz gedroht. „Kolumbien ist auch ‍sehr krank, regiert von einem kranken Mann“, sagte Trump an Bord der Air Force One. Damit spielte er ⁠offensichtlich auf den kolumbianischen ​Präsidenten Gustavo Petro an und fügte hinzu, dieser stelle Kokain her und verkaufe es an ⁠die USA. „Er wird das nicht mehr lange tun.“ Auf die ⁠direkte Frage, ob ⁠die USA eine Militäroperation gegen das Land anstreben würden, antwortete Trump: „Das klingt gut für ‍mich.“ 

Update, 5:55 Uhr: Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte. Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen sie dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.

Donald Trump drohte auch der anerkannten Übergangspräsidentin Venezuelas.

Update, 5:40 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat berät heute über den US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der langjährige Staatschef Nicolás Maduro entführt und in die USA gebracht wurde. Die Dringlichkeitssitzung findet um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Bitten Venezuelas statt. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte den US-Angriff verurteilt und betont: „Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen.“

Update, 5. Dezember, 5:05 Uhr: Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll heute erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar. Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt.

Ehefrau von Trump-Berater sorgt mit Bild von Grönland-Karte in US-Farben für Empörung

Update, 22:02 Uhr: Ein Social-Media-Beitrag hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen den USA und Dänemark geführt. In dem Post auf X von Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller war eine Karte der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland in den Farben der US-Flagge zu sehen. Dazu schrieb sie in Großbuchstaben ein einziges Wort: „BALD“. Katie Miller hat über ihren Mann, Vize-Stabschef Stephen Miller, noch immer enge Beziehungen ins Weiße Haus. 

Nur einen Tag nach dem US-Angriff auf Venezuela schürte der Beitrag neue Ängste vor US-Begehrlichkeiten auf das autonom verwaltete Gebiet in der Arktis. US-Präsident Donald Trump ließ sich auch nicht lange bitten und sagte dem Magazin Atlantic kurze Zeit später: „Wir brauchen Grönland absolut.“ Die Insel sei „umzingelt von russischen und chinesischen Schiffen“. Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militärische Mittel schloss er nicht aus.

Update, 19:19 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, gedroht. „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro“, sagte Trump am Sonntag in einem Telefoninterview mit dem Magazin The Atlantic. Zunächst würden die USA das südamerikanische Land führen, hatte Trump am Samstag gesagt. US-Außenminister Marco Rubio betonte am Sonntag, die US-Regierung sei grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der verbleibenden Führung in Venezuela bereit, falls diese „die richtige Entscheidung“ treffe.

USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft

Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen. © STR / AFP
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.  © IMAGO/Stringer
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren.
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.  © IMAGO/Boris Vergara
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela.
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela. © Pedro Mattey/imago
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026.
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026. © Federico Parra/afp
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.  © Andy Wong/dpa
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen.
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen. © @realDonaldTrump/Truth Social
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base.
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base. © Noah K. Murray/dpa
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab.
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab. © Stefan Jeremiah/dpa
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten.
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten. © Yuki Iwamura/dpa
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia.
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia. © Yuki Iwamura/dpa
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro.
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro. © Stefan Jeremiah/dpa
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela.
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela. © Alex Brandon/dpa
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela.
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela. © Donald Trump's Truth Social Account/imago
Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Nach dem US-Militäreinsatz: Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.  © Javier Campos/dpa
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde. © Javier Campos/dpa
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.  © Ariana Cubillos/dpa
Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird.
Protest in Caracas: Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird. © Ariana Cubillos/dpa
Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge.
Protest auch auf den Philippinen: Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge. © Aaron Favila/dpa

Nach US-Angriff auf Venezuela: Streitkräfte erkennen Rodríguez als Staatschefin an

Update, 18:02 Uhr: Die venezolanischen Streitkräfte haben Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als vorübergehende Staatschefin anerkannt. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten übernehme sie verfassungsgemäß die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino.

Update, 17:51 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat die Regierung in Kuba als „riesiges Problem“ bezeichnet. Dies sagte er gegenüber NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun Kuba folge. Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. „Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.“ Dieses habe Venezuelas nun entmachteten Staatschef Nicolás Maduro unterstützt, sagte Rubio weiter.

Rubio äußert sich zu US-Schlag auf Venezuela – und zu Maduro

Update, 16:50 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, warum neben Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores bei dem US-Angriff auf Venezuela nicht weitere Regierungsmitglieder festgenommen worden sind. „Man kann nicht einfach reingehen und fünf Leute auf einmal festnehmen“, sagte er CBS News. Es gebe jetzt schon viel Kritik an dem US-Einsatz, an dem neben dem Militär auch Eliteeinheiten beteiligt waren. 

„Stellen Sie sich vor, was für ein Aufschrei von allen Seiten käme, wenn wir tatsächlich vier Tage dort bleiben müssten, um vier weitere Personen festzunehmen“, sagte Rubio weiter. Maduro und seine Ehefrau hätten im Rahmen der Operation „höchste Priorität“ gehabt, sagte er. 

Update, 15:07 Uhr: Nordkorea wirft den USA eine massive Verletzung der Souveränität Venezuelas vor. Der Vorfall bestätige „die abtrünnige und brutale Natur der USA“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums. Nur wenige Stunden zuvor hatte Nordkorea mehrere ballistische Raketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Der Test könne möglicherweise als Protestreaktion auf den US-Angriff in Venezuela interpretiert werden, zitierten südkoreanische Medien einige Experten.

Reaktion auf Venezuela-Angriff: Dröge kritisiert Merz für Aussage

Update, 14:41 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf das Vorgehen der USA in Venezuela kritisiert. „Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?“, sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztendlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. „Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz“, so Dröge. 

Update, 13:04 Uhr: Papst Leo hat sich besorgt über die politischen Entwicklungen in Venezuela geäußert. Das katholische Kirchenoberhaupt verfolge die Lage nach dem Sturz von Präsident Nicolas Maduro durch die USA mit großer Sorge, wie Reuters berichtet.

Der erste Papst aus den USA rief dazu auf, die Unabhängigkeit Venezuelas zu wahren und die Menschenrechte zu achten. Die Äußerungen des Papstes unterstreichen die internationale Aufmerksamkeit für die Krise in dem südamerikanischen Land.

Update, 11:27 Uhr: Ist Trumps Vorgehen gegen Maduro legitim? Der Kanzler lehnt eine Bewertung zunächst ab – sein Vizekanzler aber geht in seiner Rolle als SPD-Chef deutlich weiter: Er hat den Schlag in Venezuela als „sehr bedenklich“ bezeichnet. Maduro habe zwar ein autoritäres Regime angeführt. „Allerdings kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, internationales Recht zu missachten“, sagte Lars Klingbeil laut dpa. Friedrich Merz (CDU) hatte eine rechtliche Einordnung des US-Angriffs zunächst nur als „komplex“ bezeichnet.

Festnahme von Maduro: UN-Sicherheitsrat kommt wegen Lage in Venezuela zusammen

Update, 10:32 Uhr: Für den morgigen Montag (16 Uhr unserer Zeit) ist auf Antrag Venezuelas eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates angesetzt worden. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die US-Intervention als „gefährlichen Präzedenzfall“. 

Venezuelas UN-Botschafter Samuel Moncada schrieb laut Newsweek am Samstag an den Sicherheitsrat und bezeichnete den US-Schlag gegen sein Land als „Kolonialkrieg mit dem Ziel, unsere republikanische Regierungsform zu zerstören“. Er warf den USA vor, gegen die UN-Charta verstoßen zu haben.

Nach Schlag in Venezuela: Weißes Haus zeigt Video von Maduro in Handschellen

Update, 9:04 Uhr: Die US-Behörden haben Venezuelas entmachteten Staatschef Nicolás Maduro nach New York gebracht – dort soll er bis zu seinem Prozess in Untersuchungshaft sitzen. Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigte, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. 

US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.

Nach US-Operation in Venezuela: China fordert sofortige Freilassung von Maduro

Update, 8:23 Uhr: China hat die USA nach dem Militäreinsatz in Venezuela zur sofortigen Freilassung des gefangen genommenen Staatschefs Nicolás Maduro aufgefordert. China rufe die USA dazu auf, „die persönliche Sicherheit von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau sicherzustellen, sie umgehend freizulassen und aufzuhören, die Regierung Venezuelas zu stürzen“, erklärte das chinesische Außenministerium am heutigen Sonntag (4. Januar). Der Angriff sei eine „eindeutige Verletzung des Völkerrechts“.

Update, 7.31 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eine „zweite, deutlich größere Welle“ von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro „so erfolgreich“ gewesen sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. „Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen.“

Update, 4. Januar, 6.16 Uhr: Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez örtlichen Medienberichten zufolge geschäftsführend die Führung des Landes. Das habe das Oberste Gerichtshof in Venezuela angeordnet. 

Update, 22:08 Uhr: Mithilfe der Eliteeinheit Delta Force ist es den USA gelungen, den Präsidenten von Venezuela gefangen zu nehmen. Doch auch andere Einheiten des US-Militärs waren bei der Operation im Einsatz. Die Nachrichtenagentur AFP hat nun Bilder veröffentlicht, die das Ausmaß der Zerstörung im Land zeigen. Die Satellitenaufnahmen dokumentieren Schäden an mehreren Militäreinrichtungen in Caracas. Zu erkennen: zerstörte Lagergebäude und kaputte Ausrüstungsgegenstände.

Die USA werfen Präsident Nicolás Maduro vor, sich mit Mitverschwörern zusammengeschlossen zu haben. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende von Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X postete. 

Trump will Öl-Infrastruktur modernisieren – und die USA profitieren lassen

Update, 21:13 Uhr: Mit Blick auf den Angriff auf Venezuela hat Donald Trump nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, große US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten „schwer beschädigte“ venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.

Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela „reich, unabhängig und sicher“ machen, sagte Trump. Ebenso sollen aber die USA vom Ölgeschäft profitieren. Trump sprach davon, dass Venezuela im Zuge einer Verstaatlichung amerikanische Ölanlagen beschlagnahmt habe, die man sich nun zurückholen wolle. Mit den Erlösen aus dem Ölverkauf könnten nach seinen Worten die Kosten gedeckt werden, die für die USA während einer Übergangsphase anfallen, in der Washington die Führung in Venezuela übernehmen will.

Update, 20:42 Uhr: Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.

Reaktion auf Venezuela-Einsatz: Merz äußert sich zu Maduro

Update, 20:16 Uhr: Nach dem US-Schlag gegen Venezuela hat sich nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geäußert. Auf X schrieb er: „Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt. Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt. Maduro spielte in der Region eine problematische Rolle.“ Merz will gegenwärtig den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten. „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit.“

Update, 19:57 Uhr: Russland hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Freilassung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgerufen. Moskau fordere die amerikanische Führung auf, ihre Position zu überdenken und den „rechtmäßig gewählten Präsidenten eines souveränen Landes und seine Ehefrau“ freizulassen, teilte das russische Außenministerium in einer von mehreren Stellungnahmen mit. Die USA, die Maduro für illegitim halten, und Venezuela müssten ihre Probleme auf dem Weg des Dialogs lösen. 

Update, 19:34 Uhr: Die US-Regierung will nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro mit dessen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten. „Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach“, sagte US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida.

Venezuela-Angriff: Trump äußert sich während Pressekonferenz

Update, 18:10 Uhr: Nach Informationen von CNN ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der sich an Bord der USS Iwo Jima befindet, auf dem Weg nach Guantanamo Bay – für einen kurzen Zwischenstopp. Danach soll er nach New York gebracht werden. Laut einer anonymen Quelle sei der Grund, dass die Überstellung dadurch beschleunigt werden kann. Indem man Maduro dort ins Flugzeug setzt, können die Beamten ihn direkt nach New York bringen, anstatt ihn zunächst einem anderen Gericht vorführen zu müssen.

Update, 17:54 Uhr: Bei der Pressekonferenz zur Lage nach dem Angriff auf Venezuela hat Trump erklärt, dass die USA das Land „regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können“. In Mar-a-Lago führte er aus: „Wir wollen nicht zulassen, dass jemand anderes an die Macht kommt, und wir befinden uns in derselben Situation wie in den letzten Jahren. Deshalb werden wir das Land regieren.“ Trump nannte keinen Zeitrahmen dafür, wie lange seiner Einschätzung nach ein solcher Machtwechsel dauern würde.

Trump äußert sich live zu Venezuela-Schlag: „Gerechter Übergang“

Update, 17:45 Uhr: Mit Blick auf den US-Schlag in Venezuela hat Donald Trump mit Nachdruck die Schlagkraft des US-Militärs gelobt. Zugleich betonte er, dass die Vereinigten Staaten für einen „gerechten Übergang” in dem Land sorgen werden. Man wolle Frieden, betonte der US-Präsident. Zugleich sagte er, dass die USA bereit seien, eine zweite Angriffswelle auf Venezuela zu starten, wenn dies erforderlich wäre. Gegenwärtig halte er dies aber nicht für notwendig, so Trump.

Update, 17:41 Uhr: Während seiner Pressekonferenz lobte Donald Trump die US-Aktion in Venezuela als “überraschenden Schlag”. Es sei eine „sehr machtvolle” Demonstration der amerikanischen Stärke gewesen. Trump verglich den Schlag auf Maduro mit anderen US-Militäroperationen. „Keine Nation der Welt könnte erreichen, was die USA in der vergangenen Nacht erreicht haben.”

Trump veröffentlicht erstes Maduro-Foto

Update, 17:35 Uhr: Donald Trump hat auf Truth Social ein Foto veröffentlicht, das Maduro an Bord der USS Iwo Jima zeigt. Der Präsident von Venezuela ist in Handschellen und verdeckten Augen zu sehen.

Trump äußert sich gleich live zum US-Schlag in Venezuela: Maduro festgenommen

Update, 17:16 Uhr: Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das gesamte südamerikanische Land erlassen. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela seien laut AFP aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben, erklärte das Auswärtige Amt am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs. Das Auswärtige Amt stehe „im engsten Kontakt“ mit der Botschaft in Caracas.

Update, 17:12 Uhr: Präsident Donald Trump wird in Kürze in Mar-a-Lago bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage in Venezuela informieren.

Update, 16:38 Uhr: Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte will Präsident Donald Trump bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. „Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht“, sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. „Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.“

Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgeführt. Da im vorliegenden Fall keiner dieser Gründe vorliegt, geht Venezuelas Außenminister davon aus, dass Maduro weiterhin Präsident ist.

Update, 10:33 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den US-Angriff auf Venezuela bestätigt. Außerdem sei der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und außer Landes gebracht worden. Maduro sei „zusammen mit seiner Frau festgenommen“ worden, schrieb Trump auf Truth Social. Zudem kündigte er eine Pressekonferenz um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) an.

Maduro wurde am frühen Samstagmorgen von Mitgliedern der Delta Force, der Eliteeinheit des US-Militärs, gefangen genommen, wie US-Beamte gegenüber CBS News mitteilten.

Update, 10:27 Uhr: Die internationale Luftüberwachung zeigt nun eine Maschine der US-Air-Force auf einer heiklen Route gen Venezuela. Südlich von Puerto Rico tauchte bereits in der Nacht ein US-Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135R Stratotanker auf. Das Auffällige: Das US-Flugzeug fliegt unterhalb der Insel Puerto Rico und damit auf halbem Weg in Richtung Caracas im Kreis.

Der mögliche Hintergrund: Luftbetankung für eine anhaltende Luftoperation von US-Streitkräften. Dies ist aber zum aktuellen Zeitpunkt komplette Spekulation. Auf der frei zugänglichen Website flightradar24 ist die Flugbewegung des Stratotankers weiterhin zu verfolgen. (Stand: 3. Januar, 9.55 Uhr)

Venezuela spricht nach Explosionen von „imperialistischem Angriff“ der USA

Update, 10:04 Uhr: Der Grund für die US-amerikanischen Angriffe liegt laut der venezolanischen Regierung auf der Hand. Ziel der USA sei „nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien“. Weiter sprach die Regierung in Caracas von einem „imperialistischen Angriff“.

Update, 8:44 Uhr: Venezuela wirft den USA in einer Erklärung einen „schweren militärischen Angriff“ vor. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es in der Mitteilung.

Seitens der Trump-Regierung gab es noch keine Stellungnahme; Washington sei mit der Situation jedoch vertraut, berichten US-Medien. US-Präsident Donald Trump soll jedoch den Angriff auf Venezuela angeordnet haben. Das berichtet eine amerikanische Reporterin des Senders CBS laut Reuters.

Erstmeldung vom 3. Januar: Caracas – In der Hauptstadt Venezuelas hat es in der Nacht auf Samstag offenbar Explosionen gegeben. Davon berichten verschiedene Journalisten – unter anderem die Nachrichtenagentur AFP. Nach Spannungen mit den USA besteht die Sorge, dass Donald Trump nun einen Angriff in Caracas begonnen haben könnte.

Nach Angaben von Reuters steigt über Caracas eine Rauchwolke auf. Es seien tieffliegende Flugzeuge zu hören. Zudem sei der südliche Teil von Caracas, der nicht weit von einer großen Militärbasis liege, ohne Strom, heißt es.

Nach Einschätzung von Experten ist die Streitmacht für einen Einsatz gegen Drogenschmuggler eigentlich überdimensioniert. Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro wirft dem Weißen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. (Verwendete Quellen: afp, reuters, cnn) (red)

Rubriklistenbild: © dpa/The White House | Molly Riley + dpa/AP | Yuki Iwamura

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