„Schwerer militärischer Angriff“

Explosionen in Venezuela: Militär-Flugzeug der US-Air-Force mit auffälliger Route gesichtet

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In Venezuela und vor allem in der Hauptstadt Caracas hat es schwere Explosionen gegeben. Stecken Trumps USA dahinter? Ein US-Militärflugzeug könnte ein Hinweis sein.

Caracas – Schwere Explosionen haben Venezuelas Hauptstadt Caracas in der Nacht erschüttert. Zudem berichteten Journalisten vor Ort, dass sie tieffliegende Flugzeuge gehört hätten. Die internationale Luftüberwachung zeigt nun eine Maschine der US-Air-Force auf einer heiklen Route.

Während in Venezuela Explosionen gemeldet werden, taucht ein US-Tankflugzeug auf einer auffälligen Route auf.

Denn südlich von Puerto Rico tauchte in der Nacht ein US-Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135R Stratotanker auf. Das Auffällige: Das US-Flugzeug fliegt unterhalb der Insel Puerto Rico und damit auf halbem Weg in Richtung Caracas im Kreis.

Explosionen in Venezuela: US-Militärflugzeug auf brisanter Route entdeckt

Der mögliche Hintergrund: Luftbetankung für eine anhaltende Luftoperation von US-Streitkräften. Dies ist aber zum aktuellen Zeitpunkt komplette Spekulation. Auf der frei zugänglichen Seite flightradar24 ist die Flugbewegung des Stratotankers weiterhin zu verfolgen. (Stand: 3. Januar, 9.55 Uhr)

Auf Puerto Rico selbst haben die USA starke Luftwaffenpräsenz. Hauptsächlich in der Munir Air National Guard Base bei San Juan.

Über die Boeing KC-135 Stratotanker:

Bei der Boeing KC-135 Stratotanker handelt es sich um ein vierstrahliges Tankflugzeug. Es ist in den 1950er Jahren für die US-Air-Force entwickelt worden. Es kann sowohl zur Betankung von Kampfjets in der Luft als auch zum Transport von Fracht und Truppen eingesetzt werden. Bei allen militärischen Konflikten mit Beteiligung der USA seit den 60er Jahren spielte das Flugzeug eine wichtige Rolle. Denn Kampfflugzeuge, Bomber und Aufklärer können hier auftanken, ohne landen zu müssen.

Gleichzeitig hat die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) Flüge rund um Venezuela untersagt. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannten Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, Piarco auf der Insel Trinidad sowie San Juan auf Puerto Rico.

Ob der Stratotanker in Zusammenhang mit den Explosionen in Caracas steht, ist bislang nicht geklärt. Die ersten Detonationen gab es nach einem Bericht eines CNN-Korrespondenten gegen 1.50 Uhr. In den sozialen Medien kursieren etliche Videos, die die Lage in der Nacht einfangen. „Eine der Explosionen war so heftig, dass mein Fenster wackelte“, berichtet ein CNN-Journalist aus Caracas. Mehrere Stadtteile – alle in Nähe zu einer wichtigen Militäranlage – waren demnach ohne Strom.

Ein B-1B Lancer-Kampfflugzeug der US-Luftwaffe verlässt nach der Betankung durch eine KC-135R Stratotanker während eines Einsatzes über Afghanistan seine Position. (Symbolfoto)

Mittlerweile gibt es erste US-Berichte, wonach die USA tatsächlich einen Angriff auf Venezuela gestartet haben. So hätten die USA nach Berichten der US-Medien CBS News und Fox News Ziele in Venezuela angegriffen. US-Präsident Donald Trump habe die Angriffe genehmigt, berichtete CBS News unter Berufung auf US-Beamte.

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Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen. © STR / AFP
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.  © IMAGO/Stringer
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren.
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.  © IMAGO/Boris Vergara
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela.
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela. © Pedro Mattey/imago
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026.
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026. © Federico Parra/afp
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.  © Andy Wong/dpa
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen.
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen. © @realDonaldTrump/Truth Social
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base.
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base. © Noah K. Murray/dpa
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab.
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab. © Stefan Jeremiah/dpa
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten.
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten. © Yuki Iwamura/dpa
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia.
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia. © Yuki Iwamura/dpa
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro.
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro. © Stefan Jeremiah/dpa
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela.
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela. © Alex Brandon/dpa
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela.
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela. © Donald Trump's Truth Social Account/imago
Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Nach dem US-Militäreinsatz: Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.  © Javier Campos/dpa
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde. © Javier Campos/dpa
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.  © Ariana Cubillos/dpa
Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird.
Protest in Caracas: Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird. © Ariana Cubillos/dpa
Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge.
Protest auch auf den Philippinen: Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge. © Aaron Favila/dpa

Die Regierung Venezuelas hat den Vereinigten Staaten eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vorgeworfen. Dies stelle eine Verletzung der UN-Charta dar, hieß es in einer Mitteilung der venezolanischen Regierung. In einer Erklärung war von einem „schweren militärischen Angriff“ die Rede. (Verwendete Quellen: Flightradar24, dpa, afp, cnn)

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