Update vom 16. April, 7.19 Uhr: Millionen orthodoxe Christen in aller Welt haben in der Nacht mit großen Mitternachtsmessen das Osterfest eingeläutet. In der Ukraine sind offiziellen Angaben zufolge rund 70 Prozent der (vor dem Krieg) mehr als 40 Millionen Einwohner orthodoxe oder griechisch-katholische Christen. Auch Russland gehört zu den überwiegend orthodoxen Ländern.
In diesem Zusammenhang berichtete Nexta, dass Kremlchef Wladimir Putin in Moskau ebenfalls zu einem Ostergottesdienst erschien – „aber außer Sicherheitskräften und dem Moskauer Bürgermeister Sergei Sobyanin war niemand sonst da“, twitterte das belarussische Portal. Die Angaben sowie die Echtheit des entsprechenden Clips ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.
Putin arrived for the Easter service, but except the security service and post-quarantine Sobyanin - no one 🤷 pic.twitter.com/0hn1hB7AEV
In Kiew sollten die Osterfeierlichkeiten unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. In der Nacht galt wie sonst auch bis 5.00 Uhr morgens eine Ausgangssperre.
Ukraine-Krieg: Polen und Ungarn stoppen Getreideeinfuhren aus der Ukraine
Update vom 16. April, 6.21 Uhr: Zum Schutz der eigenen Landwirtschaft haben Polen und Ungarn die Einfuhr von Getreide und anderen Nahrungsmitteln aus der Ukraine bis Ende Juni ausgesetzt. Das erklärten Vertreter beider Länder am Samstag (15. April). Kiew bedauerte die Entscheidung.
Infolge des russischen Angriffskriegs werden weniger landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine auf dem Seeweg exportiert. Stattdessen gelangt besonders viel Getreide aus der Ukraine auf dem Landweg in europäische Nachbarländer, darunter Polen. Obwohl die Agrargüter eigentlich in andere Länder weiter exportiert werden sollen, bleiben sie oft in den ukrainischen Nachbarländern und sorgen dort für volle Silos und deutlich sinkende Preise. Das treibt wiederum die Bauern in Polen und Ungarn auf die Barrikaden.
Ukraine-Krieg: Kiew erweitert seine Sanktionsliste
Update vom 15. April, 20.23 Uhr: Angesichts des andauernden russischen Angriffskriegs hat die Ukraine Hunderte weitere russische Firmen und Einzelpersonen auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Zu den mehr als 240 betroffenen Unternehmen zählen etwa die Internet-Konzerne Yandex und VK, wie aus den am Samstag veröffentlichten Dekreten von Präsident Wolodymyr Selenskyj hervorgeht. Auch die Tochter von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, Xenia Schoigu, steht auf der Liste. Unter den mehr als 400 sanktionierten Menschen sind zudem viele bekannte Sportler – auch aus der mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepublik Belarus.
Die Betroffenen dürfen beispielsweise keine Geschäfte mehr in der Ukraine führen oder nicht mehr einreisen. Falls vorhanden, wird oft auch ihr Vermögen in der Ukraine eingefroren. In vielen Fällen dürften die Sanktionen aber vor allem symbolischen Wert haben.
Update vom 15. April, 18.21 Uhr: Die russische Söldnergruppe Wagner hat russischen Angaben zufolge in Bachmut weiter Boden gutgemacht. Es seien zwei weitere Stadtteile eingenommen worden, zitieren russische Nachrichtenagenturen das Verteidigungsministerium.
Feuer in russischer Großstadt Kasan: Zeugen sprechen von Explosion und schwarzer Rauchsäule
Update vom 15. April, 15.45 Uhr: Nahe der russischen Großstadt Kasan ist offenbar ein Feuer ausgebrochen. Die lokale Zeitung InKazan berichtet von einer schwarzen Rauchsäule im südlichen Teil der Stadt. Dort befinde sich ein Panzerübungsplatz. Die Ukrainska Pravda sowie das Portal Nexta zeigten zudem Videos des Brandes. In sozialen Medien hieß es, Anwohner hätten eine laute Explosion auf dem Panzerübungsplatz gehört. Das russische Katastrophenschutzministerium teilte mit, es habe keine Berichte über Explosionen, Sprengungen oder Brände in dem Gebiet erhalten.
Residents of #Kazan are reporting a powerful explosion near the tank range. Local authorities deny everything as usual. pic.twitter.com/5TEQYygZg2
Update vom 15. April, 15.05 Uhr: Bei russischen Angriffen in der Ukraine gab es am Samstag mindestens 31 Verletzte und neun Tote. Kiew meldete Beschuss in den Regionen Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Luhansk, Donezk, Saporischschja, Mykolajiw, Dnipropetrowsk und Cherson.
Update vom 15. April, 13.50 Uhr: Nach dem Einschlag einer russischen Rakete in ein Wohnviertel in der ostukrainischen Stadt Slowjansk ist die Zahl der Todesopfer Behördenangaben zufolge inzwischen auf elf gestiegen. In der Nacht hätten Rettungskräfte eine Frau leblos aus dem schwer beschädigten Hochhaus geborgen, teilte Bürgermeister Wadym Ljach auf Facebook mit. Noch immer werden demnach unter den Trümmern fünf Menschen vermisst. Unter den Todesopfern soll auch ein zwei Jahre altes Kind sein. Mehr als 20 Personen wurden demnach verletzt.
Die Rakete war ukrainischen Angaben zufolge am Freitagnachmittag in der Großstadt im schwer umkämpften Gebiet Donezk eingeschlagen. Auf Fotos ist ein mehrstöckiges Gebäude zu sehen, in dem in den oberen Etagen ein großes Loch klafft.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Ukraine-Krieg: Berichte über „Starke Explosionen“ in Mariupol
Update vom 15. April, 12.30 Uhr: In der Großstadt Mariupol ist es offenbar zu zwei schweren Explosionen gekommen. Ein ukrainischer Beamter, Petro Andriuschtschenko, schrieb auf Telegram: „Es gab gerade zwei starke Explosionen in Mariupol.“ Auch in den sozialen Netzwerken kursieren Fotos, die ein schwer beschädigtes Gebäude zeigen, welches in Mariupol stehen soll. Die Faktenlage ist bislang allerdings noch unklar.
Ukraine-Krieg: Pro-russischer Politiker berichtet von ukrainischem Angriff
Update vom 15. April, 11.35 Uhr: Bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf die russisch kontrollierte Stadt Jassynuwata in der Region Donezk sollen mehrere Menschen getötet und verletzt worden sein. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf den Interimspräsidenten der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“, Denis Puschilin. Weder die Opferzahlen noch der Beschuss selbst konnte bislang aber bestätigt werden.
Die Großstadt Mariupol war besonders in den ersten Kriegsmonaten stark umkämpft. Dieses Foto zeigt zwei russische Soldaten in einem zerstörten Wohnhaus. (Archivfoto)
Update vom 15. April, 10.00 Uhr: Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat die USA dazu aufgefordert, den Ukraine-Krieg nicht länger „zu fördern“ und stattdessen „anzufangen, über Frieden zu reden“. Auf diese Weise könne die internationale Gemeinschaft Putin und Selenskyj davon „überzeugen“, dass „Frieden im Interesse der ganzen Welt liegt“, sagte Lula vor der Presse im Rahmen seines China-Besuchs.
Vor seiner Reise hatte Lula vorgeschlagen, eine Gruppe von Ländern zu bilden, die in dem Krieg vermitteln soll, und sagte, er werde dies in Peking besprechen. Auf die Frage nach den Fortschritten dieser Initiative nach seinem Gespräch mit Xi nannte Lula jedoch keine Einzelheiten.
Ukraine-Krieg: Russland verliert 500 Soldaten an einem Tag
Update vom 15. April, 08.40 Uhr: Russland hat in den vergangenen Wochen im Angriffskrieg gegen die Ukraine etliche Waffen und militärische Ausrüstung verloren. Wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab berichtet, sind allein in den vergangenen 24 Stunden zudem 500 russische Soldaten umgekommen. Die Angaben lassen sich jedoch nur unzureichend überprüfen.
Ukraine-Krieg: Mehrere Explosionen in Sumy
Update vom 15. April, 7.30 Uhr: In der Region Cherson kommt es infolge russischer Angriffe sowie Plünderungen zu Stromausfällen. „Die russischen Eindringlinge plündern weiterhin die vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine“, schrieb der Generalstab der Streitkräfte auf Facebook. Unter anderem hätten beschädigte Stromtransformatoren zu Stromausfällen geführt.
Update vom 15. April, 06.20 Uhr: Die Militärverwaltung der Oblast Sumy berichtete auf Telegram, dass russische Truppen die Gemeinde Seredyna-Buda angegriffen haben. Mehrere Wohngebäude sowie Fahrzeuge seien durch Mörsereinschläge beschädigt worden. Trotz mehrerer Explosionen wurden bislang keine Todesopfer oder Verletzte gemeldet.
Ukraine-Krieg: Anzahl der Toten nach Raketeneinschlag in Slowjansk steigt
Update vom 14. April, 22.54 Uhr: Beim Einschlag einer russischen Rakete in einem Wohnviertel der Stadt Slowjansk im Gebiet Donezk im Osten der Ukraine ist die Zahl der Toten laut offiziellen Angaben auf acht gestiegen. Zudem gebe es mehr als 20 Verwundete, teilte die Polizei des Gebiets Donezk am Freitagabend mit. Unter den Opfern seien auch Kinder. Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach in einer Videoansprache sein Beileid aus. In dieser Woche habe es „keine einzige Stunde ohne russische Morde und Terror“ gegeben, so Selenskyj.
Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen. Die Rettungsarbeiten seien noch nicht abgeschlossen. Zuvor hatte Militärgouverneur Pawlo Kyrylenko von der Zerstörung mehrerer Hochhäuser berichtet. Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht zu überprüfen.
Neue Mobilisierung? Putin vereinfacht Einberufung russischer Soldaten
Update vom 14. April, 21.29 Uhr: In Russland können Männer mit sofortiger Wirkung leichter zum Militär eingezogen werden. Präsident Wladimir Putin unterschrieb dazu am Freitag die erforderlichen Gesetzesänderungen. Damit traten die Regelungen, die in der Bevölkerung für große Verunsicherung sorgen, in Kraft. Künftig müssen Einberufungsbescheide nicht mehr persönlich überreicht werden, sondern können auf elektronischem Weg zugestellt werden. Online erfasste Wehrpflichtige dürfen Russland bis zur Vorstellung bei der Armee nicht mehr verlassen.
Das Parlament in Moskau hatte das Gesetz am Mittwoch in einer Blitzabstimmung verabschiedet. Einige Abgeordnete beklagten, sie hätten gar keine Zeit gehabt, die mehr als 50 Seiten Gesetzestext richtig zu lesen. Viele Russen fürchten, dass nun erneut massenhaft Männer für den bald 14 Monate dauernden Krieg gegen die Ukraine eingezogen werden sollen. Der Kreml dementierte solche Pläne.
Biden: Zusätzliche Maßnahmen zum Schutz sensibler Maßnahmen ergreifen
Update vom 14. April, 20.00 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat nach der Festnahme im Datenleck-Skandal Militär und Geheimdienste angewiesen, zusätzliche Maßnahmen zum Schutz sensibler Informationen zu ergreifen. Die Verbreitung von Informationen über die nationale Verteidigung solle weiter eingeschränkt werden, kündigte Biden am Freitag an. Man sei noch dabei, den inhaltlichen Wert der im Internet veröffentlichten Geheimdokumente zu ermitteln. Dabei stimmten sich die USA eng mit Partnern und Verbündeten ab. Biden lobte die Strafverfolgungsbehörden für „rasches Handeln“.
Raketenangriff in der Ostukraine: Mindestens fünf Menschen im Ukraine-Krieg getötet
Update vom 14. April, 19.19 Uhr: In Slowjansk im Osten der Ukraine sind nach Angaben des regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko bei einem Raketenangriff mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 15 seien verletzt worden. Eine S-300-Rakete habe fünf Apartmenthäuser und fünf Privathäuser beschädigt. Es werde nach sieben Menschen in den Trümmern gesucht.
Bis zu 95 Prozent der russischen Elitekämpfer getötet? Spetsnaz sollen Selenskyj im Ukraine-Krieg fassen
Update vom 14. April, 18.40 Uhr: Wurden bis zu 95 Prozent der russischen Elitekämpfer im Ukraine-Krieg getötet? Dies schreibt die Washington Post und beruft sich auf amerikanische Militärschätzungen und Experten sowie Satellitenbilder, die unter vom Pentagon durchgesickerten Dokumenten auftauchten. Russische Militärkommandeure setzten demnach in den ersten Monaten nach der Invasion häufig Brigaden der Spezialeinheiten als gewöhnliche Infanteristen ein. Infolgedessen wurden Eliteeinheiten, deren Ausbildung mindestens vier Jahre dauert, fast vollständig besiegt. Typischerweise werden Spetsnaz-Mitarbeitern hochriskante Undercover-Missionen zugewiesen – einschließlich eines „offensichtlichen“ Befehls, Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj zu kidnappen.
Die hohen Verluste im Ukraine-Krieg haben demnach die russische Armee der Möglichkeit von Spezialoperationen beraubt, für die solche Einheiten bestimmt sind. Es könnte etwa ein Jahrzehnt dauern, bis Russland tatsächlich kampfbereite Einheiten wieder aufgebaut hat, wie Pentagon-Dokumente zeigen. Darin heißt es: Von den fünf separaten russischen Spezialoperationsbrigaden, die im Spätsommer 2022 aus Kampfhandlungen in der Ukraine zurückkehrten, erlitten alle bis auf eine Einheit erhebliche Verluste.
Immer mehr chinesische Bauteile in russischen Waffensystemen: Russland setzt im Ukraine-Krieg auf China
Update vom 14. April, 17.48 Uhr: Die Ukraine findet nach eigener Darstellung immer mehr chinesische Bauteile in russischen Waffensystemen. Die Zusammensetzung der auf dem Schlachtfeld sichergestellten Waffen habe sich geändert, sagte Regierungsberater Wladyslaw Wlasiuk der Nachrichtenagentur Reuters per Videoschalte bezüglich der Entwicklung im Ukraine-Krieg. „Der Trend geht nun zu weniger Komponenten aus westlicher Produktion, dafür aber mehr Komponenten aus – nicht schwer zu erraten, welches Land“, sagte der für die Sanktionspolitik zuständige Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Natürlich China.“
Ukraine-Krieg: Belarus droht Westen mit Atomwaffen
Update vom 14. April, 14.55 Uhr: Der Verteidigungsminister von Belarus droht während eines unangekündigten Manövers der belarussischen Armee mit der Aufstellung strategischer Atomwaffen. „Wenn nötig, werden wir auch strategische Atomwaffen haben. Wir befassen uns schon mit der Vorbereitung bestehender Startrampen“, sagte Viktor Chrenin Medienberichten zufolge auf einem Truppenübungsplatz. Sollte die feindselige Rhetorik des Westens im Ukraine-Krieg anhalten, werde das „der nächste Schritt“ sein, erklärte der General. Belarus selbst verfügt über keine Atomwaffen. Ende März hatte Russlands Präsident Wladimir Putin angekündigt, taktische Atomwaffen in der verbündeten früheren Sowjetrepublik zu stationieren.
Ukraine-Krieg: Putin setzt Bachmut-Schlacht trotz großer Verluste fort – und schickt „seine professionellsten Einheiten“
Update vom 14. April, 13.15 Uhr: Kiew hat erneut angedeutet, dass die Rückeroberung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ein wesentliches Ziel der ukrainischen Kriegsanstrengungen im Ukraine-Krieg bleiben werde. „Die Krim ist das Territorium der Ukraine, und wir werden dort alle Waffen testen und einsetzen, die nicht durch internationale Gesetze verboten sind, die zur Befreiung unserer Gebiete beitragen werden“, twitterte Oleksij Danilow, der Leiter ihres nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates.
Ukraine-Krieg: Russland versetzt Pazifikflotte in höchste Alarmbereitschaft
Update vom 14. April, 11.45 Uhr: Russland hat seine Pazifikflotte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Dies sei im Rahmen einer überraschenden Inspektion geschehen, berichten staatliche Medien unter Berufung auf Verteidigungsminister Sergei Schoigu. Hauptziel sei, die Fähigkeiten der Streitkräfte zu erhöhen, um von See kommende Angriffe abwehren zu können. Bei einer Truppenübung werde die Abwehr einer versuchten Feindlandung auf die südlichen Kurileninseln und die Insel Sachalin trainiert, erklärte Schoigu. Nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow verläuft das Manöver in drei Etappen - von der Mobilisierung der Truppen über das Auslaufen der Schiffe bis hin zu simulierten Kampfhandlungen.
Update vom 14. April, 10.55 Uhr: Die ukrainische Verteidigung hält nach Einschätzung britischer Geheimdienste noch immer die westlichen Bezirke der schwer umkämpften Stadt Bachmut. Sie sei aber in den vergangenen 48 Stunden „besonders starkem russischen Artilleriebeschuss“ ausgesetzt gewesen, wie das Verteidigungsministerium in London angesichts des Ukraine-Kriegs mitteilte. Grund dafür sei, dass die Streitkräfte des russischen Verteidigungsministeriums und der russischen Söldner-Gruppe Wagner besser kooperierten.
Die ukrainischen Streitkräfte stehen im Ukraine-Krieg den britischen Geheimdiensten zufolge vor erheblichen Nachschubproblemen. Sie hätten sich aber geordnet aus Positionen zurückgezogen, die sie aufgeben mussten. Im Zentrum der Stadt führten Wagner-Angriffsgruppen weiterhin den Hauptvormarsch durch, während russische Luftlandetruppen einige Wagner-Einheiten abgelöst hätten, die die Nord- und Südflanke der Operation sicherten, hieß es weiter.
Ukraine-Krieg: Russische Angriffe konzentrieren sich auf Bachmut
Erstmeldung vom 14. April: Kiew – Die Kämpfe in vielen Regionen der Ukraine gehen weiter. Insgesamt 49 Angriffe sollen die ukrainischen Streitkräfte nach eigenen Angaben am Donnerstag (13. April) abgewehrt haben. „Der Feind gibt seine Pläne, unser Territorium zu besetzen, trotz erheblicher Verluste nicht auf“, teilte der ukrainische Generalstab mit. Neben Kämpfen in Lyman, Awdijiwka und Marjinka steht vor allem die strategisch wichtige Stadt Bachmut im Gebiet Donezk im Osten der Ukraine im Fokus russischer Angriffe.
„Die meisten feindlichen Angriffe finden im Sektor Bachmut statt“, schrieb die stellvertretende Verteidigungsministerin Hannah Malyar auf Telegram. „Der Feind setzt dort seine professionellsten Einheiten ein und greift in erheblichem Umfang auf Artillerie und Flugzeuge zurück.“ Den ukrainischen Streitkräften sei es bisher in den meisten Gebieten gelungen, die Angriffe abzuwehren. Zudem führte die ukrainische Luftwaffe laut dem Generalstab drei Attacken auf russische Truppenkonzentrationen durch.
Ukraine-Krieg: Militärführung bereitet sich weiter auf Offensive vor
Die Militärführung bereite sich weiter auf eine Offensive gegen die russischen Angreifer vor. Sie entwickele ihren Plan entsprechend der Lage an der Front, sagte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Olexij Danilow, im ukrainischen Einheitsfernsehen. „Alles wird im letzten Moment entschieden, wenn die endgültigen Entscheidungen getroffen werden“, betonte Danilow am Donnerstag.
Das ukrainische Militär hatte zuvor den Schaden des „Ukraine-Leaks“ heruntergespielt, durch das Informationen zu Waffenlieferungen sowie Einschätzungen zum Kriegsgeschehen in die Öffentlichkeit gelangten. Die US-Bundespolizei FBI nahm in diesem Kontext einen 21 Jahre alten Angehörigen des US-Militärs in North Dighton im US-Bundesstaat Massachusetts fest, der die Dokumente zum Krieg in der Ukraine im Internet veröffentlicht haben soll. (tt/nak/dpa)