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„Bunker-Opa Putin“: Ukraine befeuert Doppelgänger-Theorie

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Ein Doppelgänger soll Kiew zufolge anstelle von Putin die Front besucht haben. Die Kämpfe um Bachmut dauern an. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 20. April, 9.42 Uhr: Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Ukraine-Krieg-News: Laut Kiew nur Putins Doppelgänger auf Frontbesuch

Update vom 20. April, 6.48 Uhr: Laut dem Kreml hat der russische Präsident kürzlich die Front besucht. „Das war nicht der echte Putin“, behauptete am Mittwoch (19. April) nun der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Olexij Danilow, ohne Beweise im Fernsehen. „Um mit dem echten Putin sprechen zu können, muss man mindestens 10 bis 14 Tage in Quarantäne.“ Der in Cherson gesichtete Putin sei „ein gewöhnliches Double gewesen, von denen es bekanntlich mehrere gibt“.

Nach Danilows Worten sei Putin „ein verängstigter Mann“, und die Vorstellung, dass er sich zu einem Besuch der Front entschlossen habe, sei schlicht unmöglich. Am Dienstag (18. April) hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die schwer umkämpfte Stadt Awdijiwka besucht. Selenskyj sei damit „das genaue Gegenteil“ zu Putin, betonte Danilow, da er jederzeit an die Front gehe. „Das ist der Unterschied zum Bunker-Opa Putin, der bald vor sich selbst Angst hat.“ Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Vom russischen Staats-TV verbreitetes Bild von Putin in Mariupol

Vorbereitungen auf Frühjahrsoffensive laut ukrainischem Verteidigungsminister „im Gange“

Die geplante Gegenoffensive „umfasst ein umfangreiches und komplexes Paket von Aktionen und Maßnahmen“ des ukrainischen Militärs, das Vorbereitungen für „eine Reihe von Defensiv- und Offensivmaßnahmen“ beinhaltet, sagte die Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maliar am Mittwoch im ukrainischen Fernsehen. Einige dieser „komplexen Maßnahmen“ seien im Osten des Landes bereits „im Gange“, hieß es weiter.

Kurz vor der erwarteten Frühjahrsoffensive der Ukraine erhielt das Land Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot, wie der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Mittwoch auf Twitter bestätigte. Eines der nun gelieferten Systeme stamme aus Deutschland, die anderen beiden aus den USA und den Niederlanden. Indes hatten die Vereinigten Staaten der Ukraine am Mittwoch weitere Militärhilfen im Wert von 325 Millionen US-Dollar zugesagt, darunter Himars, Artilleriemunition und Panzerabwehrminen.

Generalstaatsanwalt der Ukraine: „Folterpolitik ist Teil des verbrecherischen Plans Moskaus“

Update vom 19. April, 19.25 Uhr: Der ukrainische Generalstaatsanwalt Andrij Kostin hat Russland vorgeworfen, „systematisch“ Gräueltaten in der Ukraine zu begehen. „Diese Handlungen sind nicht zufällig oder spontan, sie sind Teil eines weit verbreiteten und systematischen Angriffs des Kremls auf die Zivilbevölkerung der Ukraine“, sagte Kostin vor dem auswärtigen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus in Washington.

„Diese Folterpolitik ist Teil des verbrecherischen Plans Moskaus zur Unterwerfung der Ukrainer“, so der Generalstaatsanwalt weiter. Russland verstoße schamlos gegen die Grundprinzipien des Völkerrechts. Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden untersuchen Kostin zufolge rund 80.000 Fälle von mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechen im Land. Der Vorsitzende des Ausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Michael McCaul, nannte die russischen Gräueltaten Völkermord. „Das sind mehr als Kriegsverbrechen. Das sind mehr als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Was wir in der Ukraine erleben, ist Völkermord“, sagte er. Der russische Präsident Wladimir Putin habe deutlich gemacht, dass es Russlands Absicht sei, die Existenz der Ukraine systematisch auszulöschen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine-Krieg: Bachmut weiter im Zentrum der Zusammenstöße

Update vom 19. April, 17.20 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte harren weiterhin in der umkämpften Stadt Bachmut aus und verteidigen diese gegen die russische Armee und Söldner der Wagner-Gruppe. Eine Mehrheit der russischen Truppen befinde sich um die Stadt und träume davon, „die Stadt komplett zu kontrollieren“, schrieb der Kommandeur der östlichen Kampfgruppe des ukrainischen Militärs auf Telegram. „Die Bachmut-Richtung bleibt das Epizentrum der russischen Offensive“, teilte er weiter mit.

Das ukrainische Militär leistet seit Wochen Widerstand gegen die russischen Invasoren, welche die Stadt einkesseln und erobern wollen. Auch wenn die Wagner-Söldner nach eigenen Angaben weite Teile der Stadt kontrollieren, hat sich die ukrainische Armeeführung bislang gegen einen vollständigen Rückzug ausgesprochen.

Ukrainische Soldaten fahren auf einem gepanzerter Mannschaftstransportwagen(APC) auf einer Straße in Bachmut, dem Schauplatz schwerer Kämpfe.

Ukraine-Krieg: Patriot-Systeme geliefert – Resnikow bedankt sich bei westlichen Partnern

Update vom 19. April, 14.20 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow hat sich bei den westlichen Partnern für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen bedankt. Resnikow habe sich bereits 2021 für die Lieferung von Patriots an die Ukraine ausgesprochen. Nun sei dieser „Traum“ Wirklichkeit geworden. „Heute wird unser schöner ukrainischer Himmel sicherer, weil Patriot-Luftverteidigungssysteme in der Ukraine angekommen sind“, schrieb der Verteidigungsminister auf Twitter.

„Unsere Partner haben Wort gehalten“, schrieb Resnikow auf Twitter und bedankte sich namentlich bei seinem US-amerikanischen Amtskollegen Lloyd Austin und dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius. „Wir werden gemeinsam gewinnen“, sagte Resnikow weiter.

Ukraine-Krieg: Moskau warnt Südkorea vor Waffenlieferungen an die Ukraine

Update vom 19. April, 12.34 Uhr: Russland hat Südkorea vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Diese würde bedeuten, dass Südkorea bis zu einem gewissen Grad an dem Konflikt beteiligt sei, erklärt die Regierung von Putin.

Der Kreml reagiert damit auf Äußerungen des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol in einem Reuters-Interview: Er hatte angekündigt, die Unterstützung für die Ukraine könnte über humanitäre und wirtschaftlichen Hilfen hinausgehen, falls Russland in großem Ausmaß Zivilisten angreife.

Ukraine sprengt angeblich Wohngebäude in Bachmut - 20 tote Zivilisten?

Update vom 19. April, 11.52 Uhr: Ukrainische Truppen haben nach Angaben prorussischer Einheiten vor zwei Tagen in der seit Monaten umkämpften Stadt Bachmut vier Wohngebäude gesprengt und dabei 20 Zivilisten getötet. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.

Der Bericht lässt sich unabhängig zunächst nicht verifizieren. Bachmut in der Ostukraine ist einer der derzeitigen Brennpunkte des Krieges. Russische Einheiten und Söldner versuchen dort seit Monaten, die Oberhand zu gewinnen.

Update vom 19. April, 11.36 Uhr: Die Ukraine leidet offenbar unter einem akuten Mangel an Boden-Luft-Raketen und befürchtet, dass Russland daher bald zu noch massiveren Bombenangriffen fähig sein wird. Kiew brauche händeringend Raketen, die in der Lage seien, russische Kampfjets abzuschießen, heißt es in einem Bericht der Financial Times, die sich auf Aussagen von drei Regierungsbeamten beruft.

Kiew will deshalb offenbar beim Treffen der Ukraine-Unterstützer in Ramstein am kommenden Freitag seine westlichen Verbündeten drängen, schnellstmöglich weitere Raketen zu liefern. In Sachen Luftvereidigung stehe die Ukraine bald mit leeren Händen da, heißt es. Dies öffne den Raum für die russischen Luftstreitkräfte. Russland kännte möglicherweise bald auch mit Bomben ohne Lenksysteme in den ukrainischen Luftraum eindringen, „dann wird die Ukraine in Schwierigkeiten geraten“, zitiert die Financial Times eine ihrer Quellen. „Es sieht düster aus“.

Ukraine-News: Versteckte Gräber mit 53 Wagner-Toten in Sibirien gefunden

Update vom 19. April, 10.43 Uhr: Versteckte Gräber mit mehr als 50 toten Wagner-Söldnern wurde offenbar in der russischen Region Sibirien entdeckt. Den Fund machten Journalisten der unabhängigen russischen Nachrichtenagentur People of Baikal, die darüber auch berichtet.

Die 53 Gräber seien in einem abgelegenen Teil eines Friedhofs nahe der sibirischen Hauptstadt Irkutsk entdeckt worden, heißt es. Zehn weitere leere Gräber seien bereits vorbereitet und ausgehoben gewesen. Der jüngste Begrabene sei 19 Jahre alt. Die Angehörigen der Wagner-Kämpfer hätten teils erst durch die Nachrichtenagentur vom Tod der Männer erfahren.

Ukraine-News: Russland setzt auf Taktik der „Erzählwäsche“

Update vom 19. April, 9.34 Uhr: Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine massiv auf Desinformation und Falschnachrichten. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sei dies „ein Hauptelement“ von Putins Strategie, schreibt das britische Verteidigungsministerium in einem aktuellen Bericht. Russland würde falsche oder manipulierte Informationen absichtlich erstellen und weitergeben. Wichtigstes Ziel dabei: Die ukrainische Regierung diskreditieren und die internationale Unterstützung der Ukraine schmälern.

Eine Komponente dieser Strategie sei die „Erzählwäsche“: Dabei fördere Russland gezielt die Verbreitung von Informationen aus nicht verifizierten Quellen voran, die dadurch Eingang in die Berichterstattung bekannter Medien fänden. „So soll die Quelle der Informationen verschleiert werden, was es dem russischen Staat leichter macht, sich von der Nachricht zu distanzieren“, heißt es aus London.

Kampfansage an den Westen? Lawrow wettert gegen „Erpressungsversuche“

Update vom 19. April, 08.30 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist nach Brasilien nun zu Besuch in Venezuela. Dort rief er laut Nachrichtenagentur AFP zum gemeinsamen Widerstand gegen angebliche Erpressungsversuche des Westens auf. „Es ist notwendig, unsere Kräfte zu bündeln, um den Erpressungsversuchen und dem illegalen einseitigen Druck des Westens zu begegnen“, sagte Lawrow in einer Pressekonferenz mit seinem venezolanischen Kollegen Yván Gil.

Lawrow und Gil verurteilten die Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in die Ukraine. Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit verstärken, wie das venezolanische Fernsehen nach einem Treffen Lawrows mit dem autoritär regierenden Präsidenten, Nicolás Maduro, berichtete. „Venezuela ist einer der zuverlässigsten Partner in der Welt“, so Lawrow.

USA warnen vor Putins Atomwaffen: „Wichtig, dass wir wachsam bleiben“

Update vom 19. April, 6.50 Uhr: Die USA fordern ein wachsames Auge der westlichen Verbündeten, was den möglichen Einsatz russischer Atomwaffen angeht. „Wir alle haben beobachtet und uns Sorgen gemacht, dass Wladimir Putin eine seiner Meinung nach nicht-strategische taktische Atomwaffe einsetzen könnte“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman bei einem Nato-Treffen. Sherman befürchtet, dass der russische Präsident damit eine Eskalation erzwingen könnte. „Es ist sehr wichtig, dass wir in dieser Hinsicht wachsam bleiben.“

Update vom 19. April, 5.30 Uhr: In der südukrainischen Hafenstadt Odessa ist eine Infrastruktureinrichtung in Brand geraten. Nach Angaben des Leiters des regionalen Militärkommandos, Juri Kruk, wurde das Feuer durch russische Drohnen verursacht. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Es habe keine Verletzungen gegeben.

Ukraine-News: Deutschland hat Luftabwehrsystem Patriot geliefert

Update vom 18. April, 22.36 Uhr: Deutschland hat neuen Angaben der Bundesregierung zufolge das der Ukraine zugesicherte Luftabwehrsystem Patriot geliefert. Wie aus einer aktualisierten Aufstellung zu Waffenlieferungen an die Ukraine hervorgeht, enthält das neue Hilfspaket zwei Fahrzeuge für den Grenzschutz, 16 Zetro-Lkws, ein Patriot-Luftverteidigungssystem sowie Raketen.

Im Januar hatte die Bundesregierung neben der USA und den Niederlande die Lieferung des Patriot-Systems zugesichert. Das Abwehrsystem ist für die Bekämpfung von größeren Zielen in der Luft wie Flugzeugen, Drohnen, Raketen und Marschflugkörperndient ausgelegt und soll der Ukraine gegen russische Luftangriffe helfen. Eine Patriot-Batterie kann bis zu 50 Ziele im Blick behalten und fünf Objekte gleichzeitig bekämpfen. Die Reichweite beträgt laut Bundeswehr rund 68 Kilometer.

Schwere Gefechte in Ostukraine: Kiew meldet Zerstörung russischer Fabrik

Update vom 18. April, 20.14 Uhr: Der Ukraine-Krieg fokussiert sich nach wie vor auf den Osten des Landes. Dort gibt es schwere Kämpfe. Nun zerstörten ukrainische Artilleristen nach eigener Darstellung eine russische Einrichtung zur elektronischen Kriegsführung. Daneben seien zwei Bereitstellungen russischer Soldaten und Fahrzeuge unter Beschuss genommen worden, teilte der Generalstab in Kiew ohne genaue Ortsangaben mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Russische Militärs berichteten von ukrainischen Angriffen in der Region Donezk. Unter anderem sei dabei von ukrainischer Seite eine Luft-Boden-Rakete eingesetzt worden, die speziell zur Bekämpfung von bodengestützten Radaranlagen entwickelt wurde. Über die Auswirkungen dieses Angriffs wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Update vom 18. April, 19.45 Uhr: Polen und die Ukraine haben ihren Streit über die Einfuhr von ukrainischem Getreide beigelegt. Wie der polnische Landwirtschaftsminister Robert Telus nach einem Treffen mit ukrainischen Vertretern am Dienstag sagte, soll der von Warschau verhängte Importstopp aufgehoben und ab dem kommenden Samstag wieder ukrainisches Getreide durch Polen transportiert werden.

Warschau und Kiew hätten aber „Mechanismen“ vereinbart, um sicherzustellen, „dass nicht eine Tonne Getreide in Polen verbleibt“, sagte Telus. Ungarn und Polen hatten am Samstag angekündigt, bis Ende Juni kein Getreide und andere Lebensmittel mehr aus der Ukraine zu importieren.

Update vom 18. April, 17.05 Uhr: Russische Truppen haben am Dienstag weitere Erfolge aus der umkämpften Stadt Bachmut vermeldet. „In Richtung Donezk eroberten Angriffsabteilungen infolge aktiver Operationen drei Viertel im nördlichen, mittleren und südlichen Teil der Stadt Artemiwsk“, teilte das russische Verteidigungsministerium auf dem offiziellen Telegram-Kanal mit.

Artemiwsk ist die russische Bezeichnung für die Stadt Bachmut. Dort kämpfen seit Monaten ukrainische Truppen gegen russische Streitkräfte und Wagner-Söldner, um die Kontrolle der Stadt. Die Berichte von den russischen Erfolgen können aktuell jedoch nicht unabhängig überprüft werden.

Ukraine-Krieg: Russisches Parlament beschließt schärfer Strafen für Hochverrat

Update vom 18. April, 16.25 Uhr: Das russische Parlament bringt schärfere Strafen auf den Weg. Das Unterhaus stimmt für die Einführung lebenslanger Haftstrafen für Hochverrat und für die Erhöhung der Höchststrafen für eine Reihe von Terrorismus- und Sabotagedelikten. Außerdem können Personen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden, wenn sie an der Umsetzung von Rechtsentscheidungen internationaler Organisationen mitwirken, an denen Russland nicht beteiligt ist.

Damit reagiert das Parlament auf die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs im März, einen Haftbefehl gegen Putin zu erlassen. Die Änderungen müssen noch vom russischen Oberhaus, dem Föderationsrat, gebilligt werden, bevor sie von Putin unterzeichnet werden können. Erst am Montag hatte ein Gericht in Moskau den prominenten Regimekritiker Wladimir Kara-Mursa zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt.

Ukraine-Krieg: Auch Selenskyj besucht Soldaten an der Front

Update vom 18. April, 15.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Dienstag den ukrainischen Truppen an der Front einen Besuch abgestattet. Wie das Büro des Präsidenten verkündete, besuchte Selenskyj die Truppen in der Stadt Awdijika in der Region Donezk. „Ich habe die Ehre, heute hier zu sein, um Ihnen für Ihren Dienst zu danken, für die Verteidigung unseres Landes, der Ukraine, unserer Familien“, wird der ukrainische Präsident zitiert.

Selenskyj habe Berichte über die Lage an der Front angehört und Orden an die Soldaten vor Ort verteilt. Am Dienstagmorgen hatte auch der Kreml Bilder von einem angeblichen Frontbesuch von Wladimir Putin veröffentlicht.

Ukraine verhöhnt Putins Frontbesuch: „Zum letzten Mal an Verbrechen erfreut“

Update zum 18. April, 14.10 Uhr: Die Führung in Kiew hat mit bitterem Spott auf den Truppenbesuch von Wladimir Putin in besetzten Gebieten der Ukraine reagiert. Mychailo Podoljak, ein ranghoher Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, schrieb auf Twitter, Putins Besuch sei „eine ‚Spezialtour‘ des Urhebers der Massenmorde in den besetzten und zerstörten Gebieten, um sich ein letztes Mal an den Verbrechen seiner Schergen zu erfreuen“. Die Ukraine und der Westen werfen den russischen Truppen Kriegsverbrechen vor, was die Führung in Moskau abstreitet.

Ukraine-Krieg: Spionage-Vorwurf – US-Journalist Gershkovich bleibt in Untersuchungshaft

Update vom 18. April, 13.33 Uhr: Der US-amerikanische Journalist Evan Gershkovich bleibt vorerst weiter in Untersuchungshaft. Das hat das zuständige Moskauer Gericht in einer Anhörung am Dienstag entschieden. Gershkovich war am Vormittag vor Gericht erschienen, um Einspruch gegen seine Haftbedingungen einzulegen. Der Journalist hatte beantragt, bis zu Hauptverhandlung anstellte der Haft unter Hausarrest gestellt zu werden.

„Die Vorwürfe gegen Evan entbehren jeder Grundlage, und wir fordern die Russische Föderation auf, ihn unverzüglich freizulassen“, sagte die US-Botschafterin in Russland, Lynne Tracy, nach der Anhörung. Dem Journalisten des US-Magazins Wall Street Journal wird von den russischen Behörden Spionage vorgeworfen. Gershkovich bestreitet die Vorwürfe.

Ukraine-Krieg-News: Russischer Botschafter warnt vor „globalem Konflikt“

Update vom 18. April, 10.45 Uhr: Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, hat der Regierung in Washington einen provokativen Kurs gegen Moskau vorgeworfen. „[Washington] hat dem Kiewer Regime immer tödlichere und weitreichendere Systeme übergeben, die rein offensiven, nicht defensiven Zweck haben“, beklagte der Botschafter der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Der Botschafter bezog sich dabei auf eine Rede des US-amerikanischen Staatssekretärs für Verteidigungspolitik, Colin Stahl. „Die Ausführungen des Beamten sind voller Schamlosigkeit, Heuchelei und Arroganz gegenüber unserem Land“, sagte Antonow. Für ihn sei deswegen klar, „dass Washington während des gesamten Konflikts bewusst einen provokativen Kurs gegenüber Russland verfolgt hat.“ Antonow betonte weiter auch die Gefahr eines globalen Konflikts. „In ihrem Wunsch, uns eine Niederlage zuzufügen, haben sie buchstäblich alles vergessen und vor allem das Schicksal des ukrainischen Volkes und die Risiken eines globalen Konflikts“, sagte Antonow weiter.

Ukraine-Krieg: Russen-Kommandant will Bachmut „in Ruinen“ sehen

Update vom 18. April, 9.25 Uhr: Bachmut ist seit Wochen das Epizentrum des russischen Angriffs auf die Ukraine. Russland soll aktuell seine Truppenstärke sowie seine Offensivaktionen rund um Donezk verringert haben, um stattdessen weitere Truppen nach Bachmut zu schicken. Das geht aus dem aktuellen Update des britischen Geheimdienstes hervor. Russland würde dort aktuell „schleichende Fortschritte“ erreichen.

Der Kommandant der Bodentruppen der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyi, schrieb zuletzt über Telegram, dass Russland seine Artillerie- und Luftschläge in Bachmut intensivieren würde. Die Stadt würde durch die Angriffe „in Ruinen“ verwandelt werden. Russland gebe nicht auf, die Stadt um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen. „Gleichzeitig fügen unsere Kämpfer dem Feind erhebliche Verluste zu und verlangsamen seine Offensivaktionen erheblich“, so der General.

Ukraine-Krieg-News: Brasilien-Präsident löst Riesen-Aufsehen mit Aussagen zur Ukraine aus

Update vom 18. April, 8.25 Uhr: Der brasilianische Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva hat mit Aussagen zum Ukraine-Krieg für Aufsehen gesorgt. Nachdem Lula am vergangenen Wochenende ein Ende der militärischen Unterstützung Kiews durch die USA gefordert hatte, wiesen diese seine Vorwürfe nun scharf zurück, wie die französische Nachrichtenagentur AFP schreibt.

Lula hatte den USA bei seinem China-Besuch eine Verlängerung des Krieges vorgeworfen. „In diesem Fall plappert Brasilien russische und chinesische Propaganda nach, ohne sich überhaupt die Fakten anzuschauen“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, am Montag (17. April).

Ukraine-Krieg-News: Putin hat laut Kreml die Front besucht

Update vom 18. April, 7.45 Uhr: Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine ist Präsident Wladimir Putin in die Region Cherson und Luhansk gereist. Das erklärte nun der Kreml, ohne Angaben zum Zeitpunkt des Besuchs zu machen. Den Angaben zufolge ließ sich Putin dort Bericht von vorderster Front erstatten.

In Luhansk soll er auch den Oberbefehlshaber Alexander Lapin getroffen haben. Ein genauer Zeitpunkt des Besuchs wurde nicht mitgeteilt. Vor Ort soll er den Soldaten Osterwünsche überbracht haben.

Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Update vom 18. April, 7.45 Uhr: Im Ukraine-Krieg verliert Russland immer mehr Soldaten. Alleine in den letzten 24 Stunden sollen es laut dem ukrainischen Generalstab fast 500 gewesen sein, die getötet oder verwundet wurden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

  • Verluste von Russland (Stand: 18. April)
  • Soldaten: bislang insgesamt etwa 183.130 (+470)
  • Drohnen: 2353 (+6)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 7098 (+11)
  • Panzer: 3661 (+1)
  • Quelle: Generalstab der Ukraine auf Facebook

Update vom 18. April, 5.15 Uhr: Russische Truppen und Wagner-Söldner kämpfen zusammen um Bachmut – und gehen nun koordinierter gegen die ukrainischen Verteidiger vor. Unter anderem Fallschirmjäger hätten zwei Stadtviertel von Bachmut eingenommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Unabhängig prüfen ließen sich diese Angaben nicht.

Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin bestätigte das gemeinsame Vorgehen. Demnach schützen die regulären Truppen die Flanken seiner Privatarmee. Prigoschin hatte zuletzt immer wieder kritisiert, dass das russische Verteidigungsministerium zu wenig unternehme, um Bachmut einzunehmen. Vor allem hatte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin einen Mangel an Munition beklagt.

Auf ukrainischer Seite wurde zuletzt bestätigt, dass russische Kämpfer ins Zentrum Bachmuts vorgedrungen seien. Nach russischen Angaben sind rund 80 Prozent der Stadt erobert, die vor dem Krieg rund 70.000 Einwohner zählte. Die Ukraine will Bachmut trotz allem nicht aufgeben.

Ukraine-News: Ex-Kremlchef Medwedew droht Polen

Erstmeldung vom 16. April: Kiew/Moskau – Dmitri Medwedew poltert wieder. Der Ex-Kremlchef fällt oft durch Hetze gegen den Westen auf. Zum einen schrieb er auf Twitter davon, wie sich „jungukrainische Blutsauger auf den verkrümmten Hals der immer schwächeren EU setzen und parasitieren“ würden. In einem anderen Tweet geht es nun gegen Polen.

Den Eintrag vom Freitag (14. April) hat Medwedew, der als enger Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin gilt, auf Englisch und Polnisch verfasst. „Irgendein Dummkopf namens Mateusz Morawiecki hat behauptet, die Ukraine habe das Recht, Russland anzugreifen – und dass er sich keine Sorgen über einen Krieg der Nato gegen Russland machen würde, weil Moskau einen solchen Krieg bald verlieren würde“, hieß es da.

„Ich weiß nicht, wer einen solchen Krieg gewinnen oder verlieren wird, aber angesichts der Rolle Polens als Außenposten der Nato in Europa wird dieses Land mit Sicherheit verschwinden, und zwar zusammen mit seinem dummen Premierminister“, fuhr er fort. (AFP/dpa/frs)

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