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Ein Doppelgänger soll Kiew zufolge anstelle von Putin die Front besucht haben. Die Kämpfe um Bachmut dauern an. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
- Kremlchef ein „Bunker-Opa“?: Wladimir Putin hat laut Kiew Doppelgänger vorgeschickt
- Ukraine sprengt angeblich Wohngebäude in Bachmut: Russland spricht von 20 toten Zivilisten
- Ukraine verhöhnt Putins Frontbesuch: „Zum letzten Mal an Verbrechen erfreut“
Update vom 20. April, 9.42 Uhr: Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.
Ukraine-Krieg-News: Laut Kiew nur Putins Doppelgänger auf Frontbesuch
Update vom 20. April, 6.48 Uhr: Laut dem Kreml hat der russische Präsident kürzlich die Front besucht. „Das war nicht der echte Putin“, behauptete am Mittwoch (19. April) nun der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Olexij Danilow, ohne Beweise im Fernsehen. „Um mit dem echten Putin sprechen zu können, muss man mindestens 10 bis 14 Tage in Quarantäne.“ Der in Cherson gesichtete Putin sei „ein gewöhnliches Double gewesen, von denen es bekanntlich mehrere gibt“.
Nach Danilows Worten sei Putin „ein verängstigter Mann“, und die Vorstellung, dass er sich zu einem Besuch der Front entschlossen habe, sei schlicht unmöglich. Am Dienstag (18. April) hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die schwer umkämpfte Stadt Awdijiwka besucht. Selenskyj sei damit „das genaue Gegenteil“ zu Putin, betonte Danilow, da er jederzeit an die Front gehe. „Das ist der Unterschied zum Bunker-Opa Putin, der bald vor sich selbst Angst hat.“ Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Vorbereitungen auf Frühjahrsoffensive laut ukrainischem Verteidigungsminister „im Gange“
Die geplante Gegenoffensive „umfasst ein umfangreiches und komplexes Paket von Aktionen und Maßnahmen“ des ukrainischen Militärs, das Vorbereitungen für „eine Reihe von Defensiv- und Offensivmaßnahmen“ beinhaltet, sagte die Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maliar am Mittwoch im ukrainischen Fernsehen. Einige dieser „komplexen Maßnahmen“ seien im Osten des Landes bereits „im Gange“, hieß es weiter.
Kurz vor der erwarteten Frühjahrsoffensive der Ukraine erhielt das Land Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot, wie der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Mittwoch auf Twitter bestätigte. Eines der nun gelieferten Systeme stamme aus Deutschland, die anderen beiden aus den USA und den Niederlanden. Indes hatten die Vereinigten Staaten der Ukraine am Mittwoch weitere Militärhilfen im Wert von 325 Millionen US-Dollar zugesagt, darunter Himars, Artilleriemunition und Panzerabwehrminen.
Generalstaatsanwalt der Ukraine: „Folterpolitik ist Teil des verbrecherischen Plans Moskaus“
Update vom 19. April, 19.25 Uhr: Der ukrainische Generalstaatsanwalt Andrij Kostin hat Russland vorgeworfen, „systematisch“ Gräueltaten in der Ukraine zu begehen. „Diese Handlungen sind nicht zufällig oder spontan, sie sind Teil eines weit verbreiteten und systematischen Angriffs des Kremls auf die Zivilbevölkerung der Ukraine“, sagte Kostin vor dem auswärtigen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus in Washington.
„Diese Folterpolitik ist Teil des verbrecherischen Plans Moskaus zur Unterwerfung der Ukrainer“, so der Generalstaatsanwalt weiter. Russland verstoße schamlos gegen die Grundprinzipien des Völkerrechts. Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden untersuchen Kostin zufolge rund 80.000 Fälle von mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechen im Land. Der Vorsitzende des Ausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Michael McCaul, nannte die russischen Gräueltaten Völkermord. „Das sind mehr als Kriegsverbrechen. Das sind mehr als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Was wir in der Ukraine erleben, ist Völkermord“, sagte er. Der russische Präsident Wladimir Putin habe deutlich gemacht, dass es Russlands Absicht sei, die Existenz der Ukraine systematisch auszulöschen.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Ukraine-Krieg: Bachmut weiter im Zentrum der Zusammenstöße
Update vom 19. April, 17.20 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte harren weiterhin in der umkämpften Stadt Bachmut aus und verteidigen diese gegen die russische Armee und Söldner der Wagner-Gruppe. Eine Mehrheit der russischen Truppen befinde sich um die Stadt und träume davon, „die Stadt komplett zu kontrollieren“, schrieb der Kommandeur der östlichen Kampfgruppe des ukrainischen Militärs auf Telegram. „Die Bachmut-Richtung bleibt das Epizentrum der russischen Offensive“, teilte er weiter mit.
Das ukrainische Militär leistet seit Wochen Widerstand gegen die russischen Invasoren, welche die Stadt einkesseln und erobern wollen. Auch wenn die Wagner-Söldner nach eigenen Angaben weite Teile der Stadt kontrollieren, hat sich die ukrainische Armeeführung bislang gegen einen vollständigen Rückzug ausgesprochen.
Ukraine-Krieg: Patriot-Systeme geliefert – Resnikow bedankt sich bei westlichen Partnern
Update vom 19. April, 14.20 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow hat sich bei den westlichen Partnern für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen bedankt. Resnikow habe sich bereits 2021 für die Lieferung von Patriots an die Ukraine ausgesprochen. Nun sei dieser „Traum“ Wirklichkeit geworden. „Heute wird unser schöner ukrainischer Himmel sicherer, weil Patriot-Luftverteidigungssysteme in der Ukraine angekommen sind“, schrieb der Verteidigungsminister auf Twitter.
„Unsere Partner haben Wort gehalten“, schrieb Resnikow auf Twitter und bedankte sich namentlich bei seinem US-amerikanischen Amtskollegen Lloyd Austin und dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius. „Wir werden gemeinsam gewinnen“, sagte Resnikow weiter.
Ukraine-Krieg: Moskau warnt Südkorea vor Waffenlieferungen an die Ukraine
Update vom 19. April, 12.34 Uhr: Russland hat Südkorea vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Diese würde bedeuten, dass Südkorea bis zu einem gewissen Grad an dem Konflikt beteiligt sei, erklärt die Regierung von Putin.
Der Kreml reagiert damit auf Äußerungen des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol in einem Reuters-Interview: Er hatte angekündigt, die Unterstützung für die Ukraine könnte über humanitäre und wirtschaftlichen Hilfen hinausgehen, falls Russland in großem Ausmaß Zivilisten angreife.
Ukraine sprengt angeblich Wohngebäude in Bachmut - 20 tote Zivilisten?
Update vom 19. April, 11.52 Uhr: Ukrainische Truppen haben nach Angaben prorussischer Einheiten vor zwei Tagen in der seit Monaten umkämpften Stadt Bachmut vier Wohngebäude gesprengt und dabei 20 Zivilisten getötet. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.
Der Bericht lässt sich unabhängig zunächst nicht verifizieren. Bachmut in der Ostukraine ist einer der derzeitigen Brennpunkte des Krieges. Russische Einheiten und Söldner versuchen dort seit Monaten, die Oberhand zu gewinnen.
Update vom 19. April, 11.36 Uhr: Die Ukraine leidet offenbar unter einem akuten Mangel an Boden-Luft-Raketen und befürchtet, dass Russland daher bald zu noch massiveren Bombenangriffen fähig sein wird. Kiew brauche händeringend Raketen, die in der Lage seien, russische Kampfjets abzuschießen, heißt es in einem Bericht der Financial Times, die sich auf Aussagen von drei Regierungsbeamten beruft.
Kiew will deshalb offenbar beim Treffen der Ukraine-Unterstützer in Ramstein am kommenden Freitag seine westlichen Verbündeten drängen, schnellstmöglich weitere Raketen zu liefern. In Sachen Luftvereidigung stehe die Ukraine bald mit leeren Händen da, heißt es. Dies öffne den Raum für die russischen Luftstreitkräfte. Russland kännte möglicherweise bald auch mit Bomben ohne Lenksysteme in den ukrainischen Luftraum eindringen, „dann wird die Ukraine in Schwierigkeiten geraten“, zitiert die Financial Times eine ihrer Quellen. „Es sieht düster aus“.
Ukraine-News: Versteckte Gräber mit 53 Wagner-Toten in Sibirien gefunden
Update vom 19. April, 10.43 Uhr: Versteckte Gräber mit mehr als 50 toten Wagner-Söldnern wurde offenbar in der russischen Region Sibirien entdeckt. Den Fund machten Journalisten der unabhängigen russischen Nachrichtenagentur People of Baikal, die darüber auch berichtet.
Die 53 Gräber seien in einem abgelegenen Teil eines Friedhofs nahe der sibirischen Hauptstadt Irkutsk entdeckt worden, heißt es. Zehn weitere leere Gräber seien bereits vorbereitet und ausgehoben gewesen. Der jüngste Begrabene sei 19 Jahre alt. Die Angehörigen der Wagner-Kämpfer hätten teils erst durch die Nachrichtenagentur vom Tod der Männer erfahren.
Ukraine-News: Russland setzt auf Taktik der „Erzählwäsche“
Update vom 19. April, 9.34 Uhr: Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine massiv auf Desinformation und Falschnachrichten. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sei dies „ein Hauptelement“ von Putins Strategie, schreibt das britische Verteidigungsministerium in einem aktuellen Bericht. Russland würde falsche oder manipulierte Informationen absichtlich erstellen und weitergeben. Wichtigstes Ziel dabei: Die ukrainische Regierung diskreditieren und die internationale Unterstützung der Ukraine schmälern.
Eine Komponente dieser Strategie sei die „Erzählwäsche“: Dabei fördere Russland gezielt die Verbreitung von Informationen aus nicht verifizierten Quellen voran, die dadurch Eingang in die Berichterstattung bekannter Medien fänden. „So soll die Quelle der Informationen verschleiert werden, was es dem russischen Staat leichter macht, sich von der Nachricht zu distanzieren“, heißt es aus London.
Kampfansage an den Westen? Lawrow wettert gegen „Erpressungsversuche“
Update vom 19. April, 08.30 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist nach Brasilien nun zu Besuch in Venezuela. Dort rief er laut Nachrichtenagentur AFP zum gemeinsamen Widerstand gegen angebliche Erpressungsversuche des Westens auf. „Es ist notwendig, unsere Kräfte zu bündeln, um den Erpressungsversuchen und dem illegalen einseitigen Druck des Westens zu begegnen“, sagte Lawrow in einer Pressekonferenz mit seinem venezolanischen Kollegen Yván Gil.
Lawrow und Gil verurteilten die Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in die Ukraine. Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit verstärken, wie das venezolanische Fernsehen nach einem Treffen Lawrows mit dem autoritär regierenden Präsidenten, Nicolás Maduro, berichtete. „Venezuela ist einer der zuverlässigsten Partner in der Welt“, so Lawrow.
USA warnen vor Putins Atomwaffen: „Wichtig, dass wir wachsam bleiben“
Update vom 19. April, 6.50 Uhr: Die USA fordern ein wachsames Auge der westlichen Verbündeten, was den möglichen Einsatz russischer Atomwaffen angeht. „Wir alle haben beobachtet und uns Sorgen gemacht, dass Wladimir Putin eine seiner Meinung nach nicht-strategische taktische Atomwaffe einsetzen könnte“, sagte die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman bei einem Nato-Treffen. Sherman befürchtet, dass der russische Präsident damit eine Eskalation erzwingen könnte. „Es ist sehr wichtig, dass wir in dieser Hinsicht wachsam bleiben.“
Update vom 19. April, 5.30 Uhr: In der südukrainischen Hafenstadt Odessa ist eine Infrastruktureinrichtung in Brand geraten. Nach Angaben des Leiters des regionalen Militärkommandos, Juri Kruk, wurde das Feuer durch russische Drohnen verursacht. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Es habe keine Verletzungen gegeben.
Ukraine-News: Deutschland hat Luftabwehrsystem Patriot geliefert
Update vom 18. April, 22.36 Uhr: Deutschland hat neuen Angaben der Bundesregierung zufolge das der Ukraine zugesicherte Luftabwehrsystem Patriot geliefert. Wie aus einer aktualisierten Aufstellung zu Waffenlieferungen an die Ukraine hervorgeht, enthält das neue Hilfspaket zwei Fahrzeuge für den Grenzschutz, 16 Zetro-Lkws, ein Patriot-Luftverteidigungssystem sowie Raketen.
Im Januar hatte die Bundesregierung neben der USA und den Niederlande die Lieferung des Patriot-Systems zugesichert. Das Abwehrsystem ist für die Bekämpfung von größeren Zielen in der Luft wie Flugzeugen, Drohnen, Raketen und Marschflugkörperndient ausgelegt und soll der Ukraine gegen russische Luftangriffe helfen. Eine Patriot-Batterie kann bis zu 50 Ziele im Blick behalten und fünf Objekte gleichzeitig bekämpfen. Die Reichweite beträgt laut Bundeswehr rund 68 Kilometer.
Schwere Gefechte in Ostukraine: Kiew meldet Zerstörung russischer Fabrik
Update vom 18. April, 20.14 Uhr: Der Ukraine-Krieg fokussiert sich nach wie vor auf den Osten des Landes. Dort gibt es schwere Kämpfe. Nun zerstörten ukrainische Artilleristen nach eigener Darstellung eine russische Einrichtung zur elektronischen Kriegsführung. Daneben seien zwei Bereitstellungen russischer Soldaten und Fahrzeuge unter Beschuss genommen worden, teilte der Generalstab in Kiew ohne genaue Ortsangaben mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Russische Militärs berichteten von ukrainischen Angriffen in der Region Donezk. Unter anderem sei dabei von ukrainischer Seite eine Luft-Boden-Rakete eingesetzt worden, die speziell zur Bekämpfung von bodengestützten Radaranlagen entwickelt wurde. Über die Auswirkungen dieses Angriffs wurden keine weiteren Angaben gemacht.
Update vom 18. April, 19.45 Uhr: Polen und die Ukraine haben ihren Streit über die Einfuhr von ukrainischem Getreide beigelegt. Wie der polnische Landwirtschaftsminister Robert Telus nach einem Treffen mit ukrainischen Vertretern am Dienstag sagte, soll der von Warschau verhängte Importstopp aufgehoben und ab dem kommenden Samstag wieder ukrainisches Getreide durch Polen transportiert werden.
Warschau und Kiew hätten aber „Mechanismen“ vereinbart, um sicherzustellen, „dass nicht eine Tonne Getreide in Polen verbleibt“, sagte Telus. Ungarn und Polen hatten am Samstag angekündigt, bis Ende Juni kein Getreide und andere Lebensmittel mehr aus der Ukraine zu importieren.
Update vom 18. April, 17.05 Uhr: Russische Truppen haben am Dienstag weitere Erfolge aus der umkämpften Stadt Bachmut vermeldet. „In Richtung Donezk eroberten Angriffsabteilungen infolge aktiver Operationen drei Viertel im nördlichen, mittleren und südlichen Teil der Stadt Artemiwsk“, teilte das russische Verteidigungsministerium auf dem offiziellen Telegram-Kanal mit.
Artemiwsk ist die russische Bezeichnung für die Stadt Bachmut. Dort kämpfen seit Monaten ukrainische Truppen gegen russische Streitkräfte und Wagner-Söldner, um die Kontrolle der Stadt. Die Berichte von den russischen Erfolgen können aktuell jedoch nicht unabhängig überprüft werden.
Ukraine-Krieg: Russisches Parlament beschließt schärfer Strafen für Hochverrat
Update vom 18. April, 16.25 Uhr: Das russische Parlament bringt schärfere Strafen auf den Weg. Das Unterhaus stimmt für die Einführung lebenslanger Haftstrafen für Hochverrat und für die Erhöhung der Höchststrafen für eine Reihe von Terrorismus- und Sabotagedelikten. Außerdem können Personen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden, wenn sie an der Umsetzung von Rechtsentscheidungen internationaler Organisationen mitwirken, an denen Russland nicht beteiligt ist.
Damit reagiert das Parlament auf die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs im März, einen Haftbefehl gegen Putin zu erlassen. Die Änderungen müssen noch vom russischen Oberhaus, dem Föderationsrat, gebilligt werden, bevor sie von Putin unterzeichnet werden können. Erst am Montag hatte ein Gericht in Moskau den prominenten Regimekritiker Wladimir Kara-Mursa zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt.
Ukraine-Krieg: Auch Selenskyj besucht Soldaten an der Front
Update vom 18. April, 15.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Dienstag den ukrainischen Truppen an der Front einen Besuch abgestattet. Wie das Büro des Präsidenten verkündete, besuchte Selenskyj die Truppen in der Stadt Awdijika in der Region Donezk. „Ich habe die Ehre, heute hier zu sein, um Ihnen für Ihren Dienst zu danken, für die Verteidigung unseres Landes, der Ukraine, unserer Familien“, wird der ukrainische Präsident zitiert.
Selenskyj habe Berichte über die Lage an der Front angehört und Orden an die Soldaten vor Ort verteilt. Am Dienstagmorgen hatte auch der Kreml Bilder von einem angeblichen Frontbesuch von Wladimir Putin veröffentlicht.
Ukraine verhöhnt Putins Frontbesuch: „Zum letzten Mal an Verbrechen erfreut“
Update zum 18. April, 14.10 Uhr: Die Führung in Kiew hat mit bitterem Spott auf den Truppenbesuch von Wladimir Putin in besetzten Gebieten der Ukraine reagiert. Mychailo Podoljak, ein ranghoher Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, schrieb auf Twitter, Putins Besuch sei „eine ‚Spezialtour‘ des Urhebers der Massenmorde in den besetzten und zerstörten Gebieten, um sich ein letztes Mal an den Verbrechen seiner Schergen zu erfreuen“. Die Ukraine und der Westen werfen den russischen Truppen Kriegsverbrechen vor, was die Führung in Moskau abstreitet.
Ukraine-Krieg: Spionage-Vorwurf – US-Journalist Gershkovich bleibt in Untersuchungshaft
Update vom 18. April, 13.33 Uhr: Der US-amerikanische Journalist Evan Gershkovich bleibt vorerst weiter in Untersuchungshaft. Das hat das zuständige Moskauer Gericht in einer Anhörung am Dienstag entschieden. Gershkovich war am Vormittag vor Gericht erschienen, um Einspruch gegen seine Haftbedingungen einzulegen. Der Journalist hatte beantragt, bis zu Hauptverhandlung anstellte der Haft unter Hausarrest gestellt zu werden.
„Die Vorwürfe gegen Evan entbehren jeder Grundlage, und wir fordern die Russische Föderation auf, ihn unverzüglich freizulassen“, sagte die US-Botschafterin in Russland, Lynne Tracy, nach der Anhörung. Dem Journalisten des US-Magazins Wall Street Journal wird von den russischen Behörden Spionage vorgeworfen. Gershkovich bestreitet die Vorwürfe.
Ukraine-Krieg-News: Russischer Botschafter warnt vor „globalem Konflikt“
Update vom 18. April, 10.45 Uhr: Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, hat der Regierung in Washington einen provokativen Kurs gegen Moskau vorgeworfen. „[Washington] hat dem Kiewer Regime immer tödlichere und weitreichendere Systeme übergeben, die rein offensiven, nicht defensiven Zweck haben“, beklagte der Botschafter der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.
Der Botschafter bezog sich dabei auf eine Rede des US-amerikanischen Staatssekretärs für Verteidigungspolitik, Colin Stahl. „Die Ausführungen des Beamten sind voller Schamlosigkeit, Heuchelei und Arroganz gegenüber unserem Land“, sagte Antonow. Für ihn sei deswegen klar, „dass Washington während des gesamten Konflikts bewusst einen provokativen Kurs gegenüber Russland verfolgt hat.“ Antonow betonte weiter auch die Gefahr eines globalen Konflikts. „In ihrem Wunsch, uns eine Niederlage zuzufügen, haben sie buchstäblich alles vergessen und vor allem das Schicksal des ukrainischen Volkes und die Risiken eines globalen Konflikts“, sagte Antonow weiter.
Ukraine-Krieg: Russen-Kommandant will Bachmut „in Ruinen“ sehen
Update vom 18. April, 9.25 Uhr: Bachmut ist seit Wochen das Epizentrum des russischen Angriffs auf die Ukraine. Russland soll aktuell seine Truppenstärke sowie seine Offensivaktionen rund um Donezk verringert haben, um stattdessen weitere Truppen nach Bachmut zu schicken. Das geht aus dem aktuellen Update des britischen Geheimdienstes hervor. Russland würde dort aktuell „schleichende Fortschritte“ erreichen.
Der Kommandant der Bodentruppen der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyi, schrieb zuletzt über Telegram, dass Russland seine Artillerie- und Luftschläge in Bachmut intensivieren würde. Die Stadt würde durch die Angriffe „in Ruinen“ verwandelt werden. Russland gebe nicht auf, die Stadt um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen. „Gleichzeitig fügen unsere Kämpfer dem Feind erhebliche Verluste zu und verlangsamen seine Offensivaktionen erheblich“, so der General.
Ukraine-Krieg-News: Brasilien-Präsident löst Riesen-Aufsehen mit Aussagen zur Ukraine aus
Update vom 18. April, 8.25 Uhr: Der brasilianische Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva hat mit Aussagen zum Ukraine-Krieg für Aufsehen gesorgt. Nachdem Lula am vergangenen Wochenende ein Ende der militärischen Unterstützung Kiews durch die USA gefordert hatte, wiesen diese seine Vorwürfe nun scharf zurück, wie die französische Nachrichtenagentur AFP schreibt.
Lula hatte den USA bei seinem China-Besuch eine Verlängerung des Krieges vorgeworfen. „In diesem Fall plappert Brasilien russische und chinesische Propaganda nach, ohne sich überhaupt die Fakten anzuschauen“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, am Montag (17. April).
Ukraine-Krieg-News: Putin hat laut Kreml die Front besucht
Update vom 18. April, 7.45 Uhr: Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine ist Präsident Wladimir Putin in die Region Cherson und Luhansk gereist. Das erklärte nun der Kreml, ohne Angaben zum Zeitpunkt des Besuchs zu machen. Den Angaben zufolge ließ sich Putin dort Bericht von vorderster Front erstatten.
In Luhansk soll er auch den Oberbefehlshaber Alexander Lapin getroffen haben. Ein genauer Zeitpunkt des Besuchs wurde nicht mitgeteilt. Vor Ort soll er den Soldaten Osterwünsche überbracht haben.
Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Zahlen zu Russlands Verlusten
Update vom 18. April, 7.45 Uhr: Im Ukraine-Krieg verliert Russland immer mehr Soldaten. Alleine in den letzten 24 Stunden sollen es laut dem ukrainischen Generalstab fast 500 gewesen sein, die getötet oder verwundet wurden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
- Verluste von Russland (Stand: 18. April)
- Soldaten: bislang insgesamt etwa 183.130 (+470)
- Drohnen: 2353 (+6)
- Gepanzerte Kampffahrzeuge: 7098 (+11)
- Panzer: 3661 (+1)
- Quelle: Generalstab der Ukraine auf Facebook
Update vom 18. April, 5.15 Uhr: Russische Truppen und Wagner-Söldner kämpfen zusammen um Bachmut – und gehen nun koordinierter gegen die ukrainischen Verteidiger vor. Unter anderem Fallschirmjäger hätten zwei Stadtviertel von Bachmut eingenommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Unabhängig prüfen ließen sich diese Angaben nicht.
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin bestätigte das gemeinsame Vorgehen. Demnach schützen die regulären Truppen die Flanken seiner Privatarmee. Prigoschin hatte zuletzt immer wieder kritisiert, dass das russische Verteidigungsministerium zu wenig unternehme, um Bachmut einzunehmen. Vor allem hatte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin einen Mangel an Munition beklagt.
Auf ukrainischer Seite wurde zuletzt bestätigt, dass russische Kämpfer ins Zentrum Bachmuts vorgedrungen seien. Nach russischen Angaben sind rund 80 Prozent der Stadt erobert, die vor dem Krieg rund 70.000 Einwohner zählte. Die Ukraine will Bachmut trotz allem nicht aufgeben.
Ukraine-News: Ex-Kremlchef Medwedew droht Polen
Erstmeldung vom 16. April: Kiew/Moskau – Dmitri Medwedew poltert wieder. Der Ex-Kremlchef fällt oft durch Hetze gegen den Westen auf. Zum einen schrieb er auf Twitter davon, wie sich „jungukrainische Blutsauger auf den verkrümmten Hals der immer schwächeren EU setzen und parasitieren“ würden. In einem anderen Tweet geht es nun gegen Polen.
Den Eintrag vom Freitag (14. April) hat Medwedew, der als enger Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin gilt, auf Englisch und Polnisch verfasst. „Irgendein Dummkopf namens Mateusz Morawiecki hat behauptet, die Ukraine habe das Recht, Russland anzugreifen – und dass er sich keine Sorgen über einen Krieg der Nato gegen Russland machen würde, weil Moskau einen solchen Krieg bald verlieren würde“, hieß es da.
„Ich weiß nicht, wer einen solchen Krieg gewinnen oder verlieren wird, aber angesichts der Rolle Polens als Außenposten der Nato in Europa wird dieses Land mit Sicherheit verschwinden, und zwar zusammen mit seinem dummen Premierminister“, fuhr er fort. (AFP/dpa/frs)
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