Von Felix Durach
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Lange wurde über die Zukunft von Saskia Esken orakelt, nun steht die Entscheidung fest. Die 63-Jährige will nicht erneut als Parteivorsitzende der SPD kandidieren.
Berlin – Saskia Esken zieht einen Schlussstrich unter ihre Zeit als Parteivorsitzende der SPD . Die 63-Jährige will sich aus der Parteispitze der Sozialdemokraten zurückziehen und nicht erneut für das Amt der Vorsitzenden kandidieren. Das sagte Esken am Sonntagabend dem ARD -Hauptstadtstudio.
„Nun ist es an der Zeit“: Esken will nicht erneut als SPD-Chefin kandidieren „Ich hatte die Freude und die Ehre, sechs Jahre lang die Vorsitzende der Partei zu sein. Nun ist es an der Zeit, der SPD Raum für Erneuerung zu geben“, so Esken im „Bericht aus Berlin“. Das bedeutet, dass sich Esken auf dem Bundesparteitag der SPD im Juni nicht erneut zur Wahl stellen lassen will.
Saskia Esken will nicht erneut als SPD-Vorsitzende kandidieren. Lars Klingbeil hat angekündigt, weitermachen zu wollen.
© IMAGO/Christian Spicker
Machtzuwachs bei Klingbeil – Esken bei Postenvergabe übergangen In den vergangenen Wochen war viel über die Zukunft der 63-Jährigen spekuliert worden. Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis der SPD bei der Bundestagswahl 2025 hatte Eskens Co-Vorsitzender Lars Klingbeil zunehmen die Macht in der Partei an sich genommen . Klingbeil stieg vorübergehend auch zum Fraktionsvorsitzenden der Partei auf und übernimmt in der neuen schwarz-roten Regierung von Friedrich Merz das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers.
Esken hingegen ging bei der Verteilung der Ministerposten leer aus und auch in der Bundestagsfraktion sprang kein neuer Führungsjob für die SPD-Chefin raus. Diese wird künftig von Matthias Miersch angeführt.
Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“ 17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden. © IMAGO/Uwe Koch Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister. © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt. © AnikkaxBauer Wolfram Weimer Minister für Kultur Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage. © IMAGO/Thomas Bartilla Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat. © IMAGO/Christian Spicker Bär Ministerin Söder Merz KAbinett Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern. © IMAGO/Heiko Becker Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet. © IMAGO/FRANK TURETZEK Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden. Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur Bas Ministerin Arbeit Kabinett Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags. © IMAGO Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen. © IMAGO/Jürgen Heinrich Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. © IMAGO Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet. Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur Kultursenator Joe Chialo Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt. Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke Nachfolge für Esken als SPD-Vorsitzende noch unklar – Bas mit guten Chancen Wer auf Esken im Vorstand der SPD folgen könnte, ist bislang noch unklar. Klingbeil hatte bereits angekündigt, als Parteichef weitermachen zu wollen. Gute Chancen auf den Posten neben dem Vizekanzler dürfte die ehemalige Bundestagspräsidentin und neue Arbeitsministerin Bärbel Bas haben. „Ich habe den Parteivorsitz nicht ausgeschlossen, aber bisher sind beide Vorsitzenden ja im Amt“, sagte Bas zuletzt den Zeitungen der Funke Mediengruppe . Mit Eskens Rückzug wäre der Weg jedoch frei.
Esken stand den Sozialdemoraten seit 2019 als Teil einer Doppelspitze zuvor. Zunächst an der Seite von Norbert Walter-Borjans – seit 2021 neben Lars Klingbeil. (fd)
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