News-Ticker zur Blitzoffensive

Syrien-Umsturz: Spekulation um Absturz von Assad-Flieger – Israel-Angriff trifft angeblich Damaskus

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  • Bedrettin Bölükbasi
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  • Hannes Niemeyer
    Hannes Niemeyer

Die Rebellen in Syrien sind in der Nacht in Damaskus einmarschiert. Assad soll in einem Flugzeug geflohen sein. News zum Bürgerkrieg in Syrien.

Dieser News-Ticker ist beendet. Informationen zur aktuellen Lage in Syrien finden Sie in unserem News-Ticker zum Krieg in Syrien.

Update vom 8. Dezember, 12.51 Uhr: Aus Sicherheitskreisen im Libanon und in Syrien heißt es, mutmaßlich israelische Angriffe hätten die syrische Hauptstadt Damaskus getroffen. Betroffen sei das Viertel Masseh in der syrischen Hauptstadt. Israel hatte zuvor auch eine Chemiewaffenfabrik Assads attackiert, um zu verhindern, dass die Waffen in die Hände der Rebellen gelangen.

Krieg in Syrien: Rebellen stürmen Botschaft des Iran

Update vom 8. Dezember, 11.47 Uhr: In Damaskus haben syrische Rebellen nach Angaben des englischsprachigen iranischen Senders Press TV die Botschaft des Iran gestürmt. Die irakische staatliche Nachrichtenagentur berichtete, die Botschaft des Irak werde evakuiert und das Personal in den Libanon verlegt.

Update vom 8. Dezember, 10.52 Uhr: Noch immer wird über den Verbleib von Syriens Machthaber Assad gerätselt. Jetzt gibt es sogar Gerüchte, dass er gar nicht mehr am Leben ist, sondern das Flugzeug, mit dem er fliehen wollte, abstürzte.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters auf ihrer Homepage berichtet, startete vom Flughafen in Damaskus eine Maschine der Syrian Air etwa zur Zeit, als Rebellen die Hauptstadt einnahmen. Dies geht auch aus Daten der Website Flightradar hervor. Der Flieger nahm zuerst Kurs auf die syrische Küste, machte dann aber plötzlich eine Kehrtwende und flog in die entgegengesetzte Richtung. Dann verschwand es von der Landkarte.

Syrien-Rebellen stürzen Assad: Die Bilder des Machtwechsels

Machthaber Baschar al-Assad ist gestürzt. In ganz Syrien versammeln sich Menschen, um den Sturz der syrischen Regierung zu feiern.
Machthaber Baschar al-Assad ist gestürzt und hat das Land verlassen. Der Bürgerkrieg in Syrien ist beendet. Im ganzen Land versammeln sich Menschen wie hier in der Hauptstadt Damaskus auf den Straßen. Sie feiern den Sturz der syrischen Regierung und das Ende der über 50 Jahre andauernden Herrschaft der Assad-Dynastie.  © dpa/DIA Photo/AP | Ugur Yildirim
Ein zerbrochenes Porträt des syrischen Ex-Präsidenten Hafez Assad liegt auf dem Boden. Menschen durchwühlten die Privatwohnung des geflohenen Machthabers Baschar al-Assad.
Ein zerbrochenes Porträt des syrischen Ex-Präsidenten Hafez Assad liegt auf dem Boden. Der im Jahr 2000 verstorbene Hafez Assad war der Vater Baschar al-Assads und herrschte von 1970 bis zu seinem Tod über das Land. Bürgerinnen und Bürger strömten auch in den Präsidentenpalast und in eine Privatwohnung des geflohenen Machthabers. © dpa/AP | Hussein Malla
Menschen gehen durch die Hallen des Präsidentenpalastes des syrischen Präsidenten, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad.
Der Präsidentenpalast wird nach dem Sturz Baschar al-Assads in Syrien zu einem Publikumsmagenten. Hunderte Menschen strömten in den Protzbau des Ex-Präsidenten und wandelten durch die Hallen. © Hussein Malla / dpa
Eine Gruppe von Menschen macht ein Familienfoto, während sie auf einer Couch in einem Saal des Präsidentenpalastes, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad.
Eine Gruppe von Menschen macht ein Familienfoto, während sie auf einer Couch in einem Saal des Präsidentenpalastes, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad. © dpa/AP | Hussein Malla
Syrische Oppositionskämpfer stehen vor dem beschädigten Eingang der iranischen Botschaft, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad.
Syrische Oppositionskämpfer stehen vor dem beschädigten Eingang der iranischen Botschaft, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad. © dpa/AP | Hussein Malla
Syrische Oppositionskämpfer entfernen eine syrische Regierungsflagge von einem offiziellen Gebäude in Salamiyah, östlich von Hama.
Syrische Oppositionskämpfer entfernen eine syrische Regierungsflagge von einem offiziellen Gebäude in Salamiyah, östlich von Hama. © dpa/AP | Ghaith Alsayed
Überall auf den Straßen feiern Menschen den Sturz Assads.
Überall auf den Straßen feiern Menschen den Sturz Assads. © dpa/AP | Emrah Gurel
Ein Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt eine riesige Menschenansammlung in Aleppo.
Ein von Maxar zur Verfügung gestelltes Satellitenbild zeigt feiernde Menschen auf den Straßen Aleppos. © dpa/Maxar Technologies/AP | Uncredited
Rauchschwaden im Hintergrund, während Einwohner und Oppositionskämpfer auf einem zentralen Platz in Damaskus feiern.
Rauchschwaden im Hintergrund, während Einwohner und Oppositionskämpfer auf einem zentralen Platz in Damaskus feiern. © dpa/AP | Ghaith Alsayed
Menschen versammeln sich zur Feier des Sturzes der syrischen Regierung in einer Glaubensmoschee.
Menschen versammeln sich zur Feier des Sturzes der syrischen Regierung in einer Glaubensmoschee. © dpa/AP | Emrah Gurel
Rebellen-Anführer Abu Mohammed al-Dschulani spricht in der Umayyaden-Moschee nach der Machtübernahme in Syrien.
Rebellen-Anführer Abu Mohammed al-Dschulani spricht in der Umayyaden-Moschee nach der Machtübernahme in Syrien. © dpa/AP | Omar Albam
Ein Bild von Baschar al-Assad in der Stadt Hama ist durchlöchert von Kugeln.
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Überläufer stellen sich in einer Reihe auf, um ihre Daten bei den syrischen Aufständischen in Aleppo, Syrien, zu registrieren.
Überläufer stellen sich in einer Reihe auf, um ihre Daten bei den syrischen Aufständischen in Aleppo, Syrien, zu registrieren. © dpa/AP | Omar Albam
Nachdem syrische Rebellen Hama erob ert haben, fliehen Menschen aus der Stadt.
Nachdem syrische Rebellen Hama erobert haben, fliehen Menschen aus der Stadt. © dpa/AP | Ghaith Alsayed
Oppositionskämpfer fahren an Panzern der Regierungstruppen vorbei, die auf einer Autobahn zurückgelassen wurden, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad.
Oppositionskämpfer fahren an Panzern der Regierungstruppen vorbei, die auf einer Autobahn zurückgelassen wurden, nach dem Sturz des bisherigen syrischen Machthabers al-Assad. © Hussein Malla / dpa
Eine zerstörte Straße nach einem Angriff der syrischen Armee in Aleppo.
Eine zerstörte Straße nach einem Angriff der syrischen Armee in Aleppo. © Anas Alkharboutli / dpa
Ein syrischer Oppositionskämpfer hält einen Raketenwerfer vor dem Büro der Provinzregierung, an dessen Fassade ein Bild des syrischen Präsidenten Baschar Assad von Kugeln durchlöchert ist.
Ein syrischer Oppositionskämpfer hält einen Raketenwerfer vor dem Büro der Provinzregierung, an dessen Fassade ein Bild des syrischen Präsidenten Baschar Assad von Kugeln durchlöchert ist. © dpa/AP | Ghaith Alsayed
Ein Kind erklimmt eine abgerissene Statue des ehemaligen Präsidenten Hafis al-Assad. In ganz Syrien wurden derartige Statuen gestürzt.
Ein Kind erklimmt eine abgerissene Statue des ehemaligen Präsidenten Hafis al-Assad. In ganz Syrien wurden derartige Statuen gestürzt. © dpa/IMAGESLIVE via ZUMA Press Wire | Juma Mohammad
Ein im Bürgerkrieg zerstörtes Fahrzeug der syrischen Armee.
Ein im Bürgerkrieg zerstörtes Fahrzeug der syrischen Armee. © IMAGO/Rami Alsayed
Ein syrischer Oppositionskämpfer zerreißt am internationalen Flughafen von Aleppo ein großes Bild, das den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und seinen verstorbenen Vater Hafis al-Assad zeigt.
Ein syrischer Oppositionskämpfer zerreißt am internationalen Flughafen von Aleppo ein großes Bild, das den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und seinen verstorbenen Vater Hafis al-Assad zeigt. © dpa/AP | Omar Albam
Eine zerbrochene Büste des alten syrischen Präsidenten Hafez Assad
Eine zerbrochene Büste des alten syrischen Präsidenten Hafez Assad, Vater des jetzigen Präsidenten Baschar al-Assad, liegt auf einem von Oppositionskämpfern zerstörten Fliesenboden in Aleppo. © dpa/AP | Omar Albam
Syrische Oppositionskämpfer stehen auf einem beschlagnahmten Kampfjet auf einem Militärflughafen nahe der Stadt Hama.
Syrische Oppositionskämpfer stehen auf einem beschlagnahmten Kampfjet auf einem Militärflughafen nahe der Stadt Hama. © dpa/AP | Ghaith Alsayed
Syrer feiern die Ankunft der Rebellen in Damaskus auf einem Panzerfahrzeug.
Syrer feiern die Ankunft der Rebellen in Damaskus auf einem Panzerfahrzeug. © dpa/AP | Omar Sanadiki
Noch im Morgengrauen feierten Menschen die Ankunft der Rebellen in Damaskus. Immer wieder feuerten Syrer mit Gewehren in die Luft.
Noch im Morgengrauen feierten Menschen die Ankunft der Rebellen in Damaskus. Immer wieder feuerten Syrer mit Gewehren in die Luft. © dpa/AP | Omar Sanadiki
Auch in Deutschland feierten die Exil-Syrer die Flucht von Assad. Hier etwa in Mainz.
Auch in Deutschland feierten die Exil-Syrer die Flucht von Assad. Hier etwa in Mainz. © dpa | Andreas Arnold

Laut Reuters ist unklar, wer an Bord der Maschine war. Zwei syrische Quellen sagten zur Nachrichtenagentur, „es bestehe eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Assad bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sein könnte“. Grund sei das plötzliche Verschwinden des Flugzeugs vom Radar.

Syrien-News: Israel startet Angriff auf Assads Chemiewaffen

Update vom 8. Dezember, 10.15 Uhr: Offenbar will Israel im Bürgerkrieg in Syrien verhindern, dass die Rebellen in den Besitz von Assads Chemiewaffen kommen. Laut einem Bericht der Jerusalem Post hat die israelische Armee eine Chemiewaffenfabrik von Assad bombardiert hat.

Der geflohene syrische Diktator soll über ein großes Arsenal an Chemiewaffen verfügen und wird dabei offenbar auch von Russland und dem Iran unterstützt. Auch gegen seine eigene Bevölkerung soll Assad bereits Giftgas eingesetzt haben. Israel hat zudem Streitkräfte an die Pufferzone zu Syrien verlegt, Medien berichten von Panzern und Schüssen auf den Golanhöhen.

Syrien-News: Aufständische offenbar auf Gelände des Präsidentenpalasts

Update vom 8. Dezember, 10.10 Uhr: Ein Video in den sozialen Medien soll zeigen, dass Rebellen in Syrien bereits bis zum Eingang des Präsidentenpalastes in Damaskus vorgedrungen sind. Dort ist auch die Residenz des geflohenen Präsidenten Assad. In dem Video sind Männer zu sehen, die auf dem Gelände schreien und schießen.

Syrien-News zum Sturz von Assad: Machtwechsel soll offenbar geordnet erfolgen

Update vom 8. Dezember, 9.54 Uhr: Zwischen den Rebellen und dem syrischen Ministerpräsidenten Mohammed al-Dschalali gibt es nach dem Ende der Assad-Herrschaft offenbar Bemühungen in Richtung eines geordneten Übergangs. Die staatlichen Institutionen würden bis zu einer Übergabe von al-Dschalali beaufsichtigt, erklärte Rebellenführer Abu Mohammed al-Golani.

In einem Video auf X des Syrien-Experten Charles Lister ist zu sehen, wie Rebellenkämpfer Assads Premierminister Ghazi al-Dschalali in Daraa wegeskortieren. Angeblich soll er in einem Hotel die Dokumente unterzeichnen, die die Macht offiziell an die Rebellen übergeben.

Syrien-News: : Rebellen verkünden Ende der Herrschaft von Assad im Staatsfernsehen

Update vom 8. Dezember, 9 Uhr: Im Staatsfernsehen in Syrien haben Kämpfer mehrerer Gruppen jetzt nun auch offiziell den Sturz von „Tyrann“ Baschar al-Assad bekanntgegeben. In einer am Sonntagmorgen übertragenen Ansprache verlas ein Mitglied einer Menschengruppe unter dem Namen „Einsatzzentrale zur Eroberung von Damaskus“ eine Erklärung. Darin wurde die „Befreiung der Stadt Damaskus und der Sturz des Tyrannen Baschar al-Assad“ verkündet.

Weiter hieß es, „alle zu Unrecht in den Gefängnissen des Regimes Inhaftierten“ sollten freigelassen werden. Kämpfer wie Bürger wurden in der Erklärung aufgerufen, das „Eigentum des freien syrischen Staats“ zu schützen.

Update vom 8. Dezember, 8.22 Uhr: Wo befindet sich Syriens Machthaber Assad nach dem Sturz seine Regimes? Ein rätselhafter Flug liefert Hinweise, wohin seine Flucht ihn führte.

Syrien-News: Nach Sturz von Assad Plädoyer für freie Wahlen in Syrien

Update vom 8. Dezember, 8.03 Uhr: Der syrische Ministerpräsident Mohammed al-Dschalali plädiert für freie Wahlen in Syrien, damit die Menschen nach dem Sturz von Assad über die Führung des Landes entscheiden können. Das sagte er in einem Interview mit dem Sender Al-Arabija. Er sei in Kontakt mit dem Rebellen-Kommandanten Abu Mohammed al-Golani, um zu besprechen, wie eine Übergangsperiode organisiert werden könne.

Syrien-News: Rebellen halten Ansprache im TV – Assad sei gestürzt, Damaskus befreit

Update vom 8. Dezember, 7.11 Uhr: In einer TV-Ansprache haben die Rebellen in Syrien erklärt, dass sie Damaskus befreit und das Assad-Regime gestürzt haben. Zudem sprachen sie von der Freilassung aller Gefangenen. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Syrien-News: Rebellen wollen Macht friedlich übernehmen

Update vom 8. Dezember, 6.41 Uhr: Das Rebellen-Bündnis in Syrien will nach Worten des Anführers Abu Mohammed al-Dschulani die Macht friedlich übernehmen. Öffentliche Einrichtungen in der Haupstadt Damaskus „werden bis zur offiziellen Übergabe unter Aufsicht des früheren Ministerpräsidenten bleiben“, teilte Al-Dschulani in sozialen Medien mit. Militärischen Kräften sei es strikt verboten, sich diesen Einrichtungen zu nähern, auch Schüsse dürften nicht abgegeben werden.

Syrien-News: Armee erklärt Herrschaft von Assad für beendet

Update vom 8. Dezember, 6.15 Uhr: Assads Herrschaft über Syrien ist beendete – darüber habe die Armeeführung Syriens ihre Offiziere laut der Nachrichtenagentur Reuters informiert. Syrische Rebellen erklären Damaskus für „frei von Assad“.

Baschar Al-Assad habe am Sonntag ein Flugzeug bestiegen und Damaskus in Richtung eines unbekannten Ziels verlassen. Rebellen sagen, sie seien in die Hauptstadt eingedrungen, ohne dass Truppenbewegungen der Armee zu erkennen waren. Zeugenberichten zufolge versammeln sich tausende Menschen auf einem Hauptplatz in Damaskus, schwenken Fahnen und rufen „Freiheit“.

Update vom 8. Dezember, 3.20 Uhr: Der syrische Diktator Baschar al-Assad ist geflohen. Dies teilten hochrangige syrische Quellen der Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach hat Assad die Hauptstadt Damaskus verlassen und ist an einen „unbekannten Ort“ geflohen. Die syrische Opposition meldete, sie hätten das Fernsehgebäude in der Stadt übernommen. Dort würden sie nun eine offizielle Erklärung zum Sieg über das Regime vorbereiten.

Syrien-News: „Damaskus ist militärisch gefallen“ – Rebellen suchen nach Assad

Update vom 8. Dezember, 2.45 Uhr: „Damaskus ist militärisch gefallen“: Dies sagte eine der syrischen Opposition nahestehende Quelle gegenüber dem Sender CNN. Demnach haben Rebellentruppen das Zentrum der Hauptstadt betreten und würden nach Machthaber Baschar al-Assad suchen, hätten ihn bislang aber nicht gefunden. Rebellen würden sich in strategischen Punkten in der Hauptstadt stationieren.

Lokale Quellen melden das massenhafte Überlaufen der Regime-Soldaten. Kommandeure der Regime-Einheiten würden sich bei der Opposition melden und mitteilen, dass sie sich gemeinsam mit ihren Soldaten ergeben und nicht mit den Rebellen kämpfen, stattdessen in ihren Stützpunkten bleiben würden. Die Regime-Soldaten ziehen sich auch vom internationalen Flughafen in Damaskus und dem Gebäude des Generalstabs zurück.

Syrien-News: Rebellen mit Versprechen im Fall des Sieges über Assad

Update vom 7. Dezember, 22.40 Uhr: Die führende Rebellengruppe bei der Offensive gegen die syrische Regierung hat den Einsatz chemischer Waffen ausgeschlossen. Man wolle der Weltgemeinschaft versichern, dass man verantwortungsvoll mit dem Chemiewaffenarsenal der syrischen Regierung umgehen werde, hieß es in einer Mitteilung der islamistischen Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS). 

„Wir betonen klar, dass wir nicht vorhaben, chemische Waffen einzusetzen.“ Man werde auch nicht erlauben, dass sie in verantwortungslose Hände fielen, so die Mitteilung weiter. Zudem kündigte die Gruppe an, bei der Überwachung des Arsenals internationale Kooperation anzustreben.

Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad setzte nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen in dem seit 2011 andauernden Bürgerkrieg mehrmals Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung ein. Einer auf internationalen Druck gegebenen Zusage, sein Arsenal zu vernichten, kam Assad aber nicht nach. 

Syrien-News: Rebellen erobern drittgrößte Stadt Homs

Update vom 7. Dezember, 22.10 Uhr: Die strategisch wichtige Großstadt Homs ist nach Angaben von Aktivisten an die syrischen Rebellen gefallen. Die Regierungstruppen hätten sich aus der Stadt zurückgezogen, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte Rami Abdel-Rahman der Deutschen Presse-Agentur. Aus syrischen Militärkreisen hieß es, die Streitkräfte positionierten sich neu um die Stadt Homs. 

Die drittgrößte Stadt Syriens liegt zwischen Aleppo im Norden und der Hauptstadt Damaskus im Süden. Zudem liegt sie an einer strategisch wichtigen Position zwischen den Hochburgen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad an der Küste und Damaskus. Für Assad dürfte es damit zunehmend schwierig werden, das Blatt noch einmal zu werden.

Update vom 7. Dezember, 19.50 Uhr: Der Sender Sky News Arabia berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, dass die Regime-Armee in Homs den Befehl erhalten hat, sich aus der Stadt zurückzuziehen. Die Rebellen haben eigenen Angaben zufolge im Zuge ihrer Großoffensive auf die Stadt mehrere Orte und Kontrollpunkte bereits erobert, nachdem die Verteidigungslinie des Regimes zusammengebrochen sei. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete zuvor, dass die Rebellen aus mehreren Richtungen in Homs eingedrungen seien. Auch regime-nahe Quellen bestätigen inzwischen die Präsenz der Opposition in Homs.

Update vom 7. Dezember, 17.50 Uhr: Dutzende Vororte und Städte rund um Damaskus fallen inzwischen, noch bevor die Rebellen diese Gebiete erreichen. Die lokale Bevölkerung vertreibt Soldaten des Assad-Regimes aus ihren Stütz- und Kontrollpunkten. Die Innenstadt von Damaskus wird allmählich komplett umzingelt. Der syrische Innenminister Mohammad Chalid al-Rahmoun sagte laut syrischen Medien, um die Stadt herum habe man ein Sicherheitskreis erschaffen. „Niemand kann diese Sicherheitslinie durchdringen“, so der Minister laut syrischen Medien.

Syrien-News: Donald Trump will kein Einmischen der USA

Update vom 7. Dezember, 16.25 Uhr: Der designierte US-Präsident Donald Trump meldete sich zu den Geschehnissen in Syrien zu Wort. „Oppositionskämpfer in Syrien haben in einem beispiellosen Schritt in einer gut koordinierten Offensive zahlreiche Städte vollständig übernommen und befinden sich nun am Stadtrand von Damaskus, wo sie offensichtlich einen sehr großen Schritt zur Beseitigung Assads vorbereiten“, schrieb Trump in seinem Netzwerk Truth Social.

Er unterstrich, dass sich die USA nicht einmischen solle. „Auf jeden Fall ist Syrien im Chaos, doch nicht unser Freund und die Vereinigten Staaten sollten damit nichts zu tun haben“, hieß es von Trump. Weiter schrieb er: „Das ist nicht unser Kampf. Mischt euch nicht ein!“

Update vom 7. Dezember, 15.30 Uhr: Das syrische Regime hat eine Erklärung zum Verbleib von Diktator Baschar al-Assad veröffentlicht. In der Erklärung wurde dementiert, dass Assad das Land verlassen habe. „Präsident Assad ist in Damaskus und kommt weiterhin seinen nationalen und verfassungsrechtlichen Pflichten nach“, hieß es weiter.

Update vom 7. Dezember, 15.15 Uhr: Die Rebellen machen sehr schnell Fortschritte in Damaskus. Nach Daraya wurde auch der Vorort Moudamiyat al-Scham von Rebellentruppen eingenommen. Somit stehen die Rebellen unmittelbar vor dem Mezzah-Luftstützpunkt, der über eine Straße direkt mit dem Palast von Machthaber Baschar al-Assad verbunden ist. Sollten die Rebellen auch Mezzah und den Luftstützpunkt einnehmen, so steht praktisch nichts mehr zwischen ihnen und Assads Palast.

Syrien-News: Rebellen stehen acht Kilometer vor Zentrum von Damaskus

Update vom 7. Dezember, 14.50 Uhr: Die Rebellen sind nur noch acht Kilometer entfernt vom Stadtzentrum von Damaskus: Der Vorort Daraya wurde laut dem Operationshauptquartier der Opposition eingenommen. Auch die Zivilbevölkerung rührt sich langsam. In Dschardschana im Osten von Damaskus wurde die Statue von Baschar al-Assads Vater Hafez Assad zerstört. Es gibt Demonstrationen gegen das Regime. Die Rebellen rücken aus allen Richtungen nach Damaskus vor.

Syrien im Krieg: Rebellen umzingeln allmählich Damaskus

Update vom 7. Dezember, 13.30 Uhr: Das Operationshauptquartier der syrischen Rebellen hat eine neue Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es: „Unsere Truppen haben die finale Phase der Umzingelung von Damaskus eingeläutet.“ Die Regime-Truppen würden sowohl im Zentrum als auch im Süden des Landes „kollabieren“. Quellen der syrischen Opposition teilten dem Nachrichtenportal Nedaa Post mit, man habe eine Offensive gestartet, um Damaskus aus drei Richtungen zu umzingeln.

Update vom 7. Dezember, 13.15 Uhr: Im Süden von Damaskus sieht es für das Assad-Regime sehr düster aus. Nur ein Tag, nachdem die Rebellen in den südlichen Provinzen eine Offensive gestartet haben, scheinen sie Damaskus erreicht zu haben. Die Regime-Armee befindet sich auf dem Rückzug in ganzer Linie. Im Umland von Aleppo ziehen sich die Regime-Soldaten aus mehreren Orten wie Qatana, Chan es-Scheich, Al-Kiswah und Artuz zurück. Die Rebellen haben bereits mehrere Orte Qanakir und Beit Dschinn sowie Deir Khaybiyah erobert und rücken nun mit voller Geschwindigkeit auf die Tore von Damaskus zu. Besonders mit der Einnahme von Deir Khaybiyah und der bald erwarteten Eroberung von Al-Kiswah stehen die Rebellen nur wenige Kilometer vor der Hauptstadt.

Die Gebiete Daraa, Suwaida und Quneitra im Süden sind bereits unter vollständiger Kontrolle der Rebellen. Dort wurden mehrere Stützpunkte pro-iranischer Milizen und des Assad-Regimes von den Oppositionskräften eingenommen. Die Armee von Assad kann so gut wie kein Widerstand leisten und zieht sich zurück nach Damaskus, um die Hauptstadt zu verteidigen. Nicht nur von der Türkei, sondern auch von den USA unterstützte Rebellen rücken vor. Im Wüstengebiet haben sich die von den USA ausgebildete Rebellen aus dem Al-Tanf gebiet in Richtung Palmyra weiter ausgebreitet. Die Schlinge um Damaskus zieht sich zu.

Update vom 7. Dezember, 12.38 Uhr: Die Lage für Assad wird immer brenzliger. Regierungsfeindliche Kämpfer befinden sich in Syrien nun offenbar nur noch wenige Kilometer von der Hauptstadt Damaskus entfernt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Aktivisten. Hassan Abdel Ghani, ein Militärchef der Islamisten, teilte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mit: „Wir sind jetzt weniger als 20 Kilometer vom südlichen Zugang der Hauptstadt Damaskus entfernt.“

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, örtliche Rebellen hätten inzwischen die gesamte Provinz Daraa unter ihrer Kontrolle, deren nördliche Grenze stellenweise nur etwa 20 Kilometer von Damaskus entfernt ist.Das syrische Militär zieht sich derweil aus den Regionen Suweida und Daraa im Süden zurück

Syrien-Konflikt spitzt sich zu: Iran sieht sich zu Dementi gezwungen

Update vom 7. Dezember, 11.19 Uhr: In einem Bericht der New York Times hieß es, iranische Diplomaten und Militärberater hätten Syrien aufgrund der heftigen Kämpfe mit den Rebellentruppen bereits verlassen. Den Bericht wies der Iran nun als falsch zurück. Die Botscchaft in Damaskus werde operativ bleiben und ihre Arbeit wie gewohnt fortsetzen, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut Internetportal Iran Nuances.

Eskalation in Syrien: Armee fasst neuen Plan im Süden des Landes

Update vom 7. Dezember, 10.08 Uhr: Assads Armee ändert die Taktik. Nach dem rasanten Vorrücken der islamistischen Rebellen haben die Truppen des Präsidenten begonnen, sich in zwei Regionen im Süden des Landes neu aufzustellen. In den Provinzen Daraa und Suweida errichteten die Truppen derzeit einen „Sperrbezirk“, nachdem „terroristische Elemente entlegene Kontrollpunkte der Armee angegriffen“ hätten, erklärte der Generalstab der syrischen Armee laut Staatsmedien am Samstag.

Der überraschend schnelle Vormarsch der Rebellen bereitet auch Israel zunehmend Sorgen. Das Land ist schon jetzt an mehreren Fronten in kriegerische Konflikte verwickelt. Auf den annektierten Golanhöhen würden vorsorglich die Truppen verstärkt, teilte die Armee mit.

Erstmeldung: Damaskus – Für Baschar al Assad wird es immer enger. Die Blitz-Offensive der Rebellen schreitet immer weiter voran, der syrische Machthaber scheint machtlos, die Kämpfer zu stoppen. Die Millionenstadt Aleppo ist längst in den Händen der islamistischen Rebellenallianz, tagtäglich folgen weitere Orte. Nun steht eine zentrale Schlacht um die so wichtige Stadt Homs bevor. Und es wird klar: Das Ziel der Rebellen ist Damaskus.

Rebellen überrennen Assad-Truppen in Syrien: Armee landesweit auf der Flucht

Die islamistischen Truppen haben den Stadtrand von Homs bereits erreicht, teilten sie am Freitagabend im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Laut dem Institut für Kriegsstudien (ISW) ist die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt für Lieferungen des Irans an die Hisbollah-Miliz im Libanon. Homs bietet Zugänge zum nahegelegenen Libanon an mehreren Grenzübergängen. Die Wichtigkeit der Stadt betonte auch Rami Abdel-Rahman, Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. „Wer die Schlacht um Homs gewinnt, wird Syrien regieren“, äußerte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Lage für Assad ist denkbar schlecht. Denn die doch überraschend gestartete Offensive der Rebellen scheint die Regierungstruppen völlig unvorbereitet zu überrollen. Syrische Regierungstruppen hätten sich laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte bereits aus Homs zurückgezogen, man habe deren „völlige Abwesenheit“ festgestellt. Regierungstreue Milizen seien aber noch vor Ort. Derweil sollen die Rebellen mittlerweile auch die Kontrolle über die symbolträchtige Stadt Daraa und große Teile der gleichnamigen Provinz im Süden des Landes übernommen haben.

Während Assads Truppen landesweit auf der Flucht sind, ist klar, dass die Rebellen nicht etwa nur Homs und Daraa, sondern auch die Hauptstadt Damaskus im Blick haben. Von dort gab es am Freitag bereits Meldungen über Schüsse und Explosionsgeräusche nahe des Präsidentenpalastes. Assad soll sich Berichten zufolge zu dem Zeitpunkt noch in selbigem aufgehalten haben. Zeugen filmten die Szenen vor Ort. Was der Auslöser war und von wem die Schüsse ausgingen, war aber zunächst nicht klar.

Assad steht mit dem Rücken zur Wand – und scheint, was sein privates Umfeld angeht, bereits reagiert zu haben. So vermeldete das Wall Street Journal, dass die Familie des syrischen Machthabers bereits vergangene Woche nach Russland geflohen sein soll. Das sollen syrische und arabische Beamte angegeben haben. Assads Frau Asma wurde in London geboren, ist britische Staatsbürgerin. Im Mai wurde publik, dass die Finanzanalystin an Leukämie erkrankt ist. Sie und Assad sind seit 2000 verheiratet. Assads Schwager soll in die Vereinigten Arabischen Emirate geflüchtet sein.

Chaos in Syrien: Assad-Familie soll nach Russland geflohen sein – Präsident wohl noch in Damaskus

Derweil heißt es in einem Bericht des Telegraph, Assad sei zumindest am Freitag noch in Syrien gewesen, obwohl ägyptische und jordanische Beamte dem Präsidenten eine Flucht und eine Exil-Regierung nahegelegt hatten. Der Bericht wurde von jordanischer Seite allerdings dementiert.

Die Entwicklungen in Syrien bereiten unterdessen weltweit Kopfzerbrechen. Die USA etwa riefen ihre Staatsbürger mittlerweile zur Ausreise aus Syrien auf. Auch Russland, seines Zeichens prominenter Unterstützer des Assad-Regimes, empfahl seinen anwesenden Staatsbürgern selbigen Schritt. (han/dpa)

Rubriklistenbild: © dpa/XinHua | Israel Defense Forces + dpa/AP | Omar Albam

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