Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz

Ängste schüren: Putins Atom-Drohung „zielt in erster Linie auf Deutschland“

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Zielen Putins Drohungen für einen Atomkrieg 2022 nur auf Deutschland ab? Ja, sagt Sicherheitsexperte Christoph Heusgen. Es sollen Ängste geschürt werden.

Berlin – Will Wladimir Putin einen Atomkrieg 2022 anzetteln oder einfach nur mit seiner Macht spielen? Geht es nach der Einschätzung des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, dann will der russische Präsident Wladimir Putin mit seinen Atom-Drohungen im Ukraine-Krieg vor allem Einfluss auf Deutschland und die Politik ausüben.

„Mit der Atomwaffen-Drohung zielt er in erster Linie auf Deutschland“, sagte Heusgen, Ex-Berater der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Wladimir Putin versuche, mit seiner Androhung eines Atomkriegs 2022 Ängste zu schüren und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. „Wir sind zurück in der Logik des Kalten Krieges“, so Heusgen.

Ängste schüren: Putin zielt mit Drohungen eines Atomkrieg 2022 auf Deutschland ab

Die Amerikaner hätten Moskau klar zu verstehen gegeben, dass der Einsatz von Atomwaffen und damit ein Atomkrieg im Jahr 2022 katastrophale Konsequenzen für Russland hätte, sagte Heusgen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es selbstmörderische russische Generäle gibt, die eine solche Anordnung umsetzen würden“, so Heusgen mit Blick auf das Szenario für einen Atomkrieg 2022 Außerdem wolle sich der Kremlchef nicht in eine weltweite Isolation begeben. Auch China könne den Einsatz von Atomwaffen nicht durchgehen lassen.

 Nach Einschätzung des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, will der russische Präsident Wladimir Putin mit seinen Atom-Drohungen im Ukraine-Krieg vor allem Einfluss auf Deutschland ausüben. (Archivbild)

Der Kreml hat in Verbindung mit dem Angriffskrieg in der Ukraine wiederholt indirekt auch mit dem Atomrkieg 2022 gedroht. Putin hatte etwa angekündigt, zum Schutz Russlands alle zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen. Russland hatte zuvor ukrainisches Territorium annektiert. Beobachter sahen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen.

Atomkrieg 2022: Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ist nicht mehr auszuschließen

Zur Frage einer möglichen Nato-Mitgliedschaft der Ukraine sagte Heusgen, dass die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Gipfel 2008 ihr Veto eingelegt habe. Die Situation habe sich durch Putins Völkerrechtsbruch geändert, statuierte Heusgen, der viele Jahre lang Merkels außenpolitischer Berater war. „Wir müssen uns überlegen, welche Garantien wir der Ukraine geben können“, sagte er Er wolle dem nicht vorgreifen. „Aber ich finde, wir sollten eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine jetzt nicht mehr ausschließen“, konstatierte Heusgen mit Blick auf einen drohenden Atomkrieg 2022. (mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: ©  Mikhail Klimentyev/dpa

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