Zahlen von Fox lassen aufhorchen

Befragungen offenbaren: Harris jetzt in zwei Swing States vor Trump - hier winken 35 Wahlleute

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Bei der US-Wahl 2024 stehen die Swing States im Fokus. Nach neuesten Erhebungen hat Kamala Harris in zwei dieser Bundesstaaten die Nase vorn.

New York – Kamala Harris und Donald Trump steuern womöglich auf eine historisch knappe US-Wahl zu. Die Entscheidung fällt am 5. November. Bis dahin wird sich vieles oder sogar fast alles um die Swing States drehen, die das Zünglein an der Waage sind. Hier wechseln die Mehrheiten zwischen Demokraten und Republikanern häufiger, keine Partei kann fest mit den dortigen Wahlleuten planen.

Zu diesen besonders umkämpften Bundesstaaten zählen auch Pennsylvania und North Carolina. In beiden scheint sich Harris einen kleinen Vorsprung gegenüber dem Ex-Staatsoberhaupt erarbeitet zu haben. Dies geht aus Umfragen des US-Senders Fox hervor, die zwischen dem 20. und 24. September stattfanden. Allerdings bleiben die Ergebnisse weiter knapp.

Umfrage vor US-Wahl: Harris erkämpft sich knappen Vorsprung vor Trump

Laut der Erhebung in Pennsylvania führt die Demokratin bei den registrierten Wählern mit 50 zu 48 Prozent. Dagegen liegen Harris und Trump unter den wahrscheinlichen Wählern – also jenen Wahlberechtigten, die auch tatsächlich wählen gehen wollen – gleichauf bei 49 Prozent.

Im Juli hatte eine Umfrage ergeben, dass beide jeweils auf 49 Prozent kommen. Die Erhebung fand damals statt, nachdem Joe Biden seinen Rückzug aus dem Rennen erklärt hatte, Harris aber noch nicht offiziell von der Partei ins Rennen geschickt worden war. Im März hatte Trump, dessen Kampagne auch im eigenen Lager immer kritischer betrachtet wird, noch einen Vorsprung von 49 zu 47 Prozent im Vergleich mit dem Amtsinhaber aufgewiesen.

Vor allem bei drei Gruppen schnitt Harris seit Juli überzeugend ab: Bei Frauen baute sie ihren Vorsprung um neun Punkte aus, bei Nichtweißen um acht Punkte und bei Unter-30-Jährigen sogar um 17 Punkte. Außerdem kann sie vor allem auf Hochschulabsolventen und städtische Wähler bauen.

Diese Umfrage-Ergebnisse begeistern nur ein Lager: Kamala Harris liegt in zwei Swing States aktuell offenbar vor Donald Trump.

Harris und Trump in Pennsylvania: Republikaner schneidet bei Themen Migration und Wirtschaft ab

92 Prozent von Harris‘ Wählern sind sich bereits sicher, wie sie abstimmen, bei Trump sind es 86 Prozent. Der vielleicht streitbarste Präsident der US-Geschichte kann in erster Linie auf Männer, Weiße ohne Hochschulabschluss, Unabhängige und Wähler in ländlichen Gebieten bauen. Bei Männern und der kleinen Gruppe der Unabhängigen verdoppelte der 78-Jährige seinen Vorsprung seit Juli fast.

„Pennsylvania bricht nicht auseinander und das sollte man auch nicht erwarten“, wird der demokratische Meinungsforscher Chris Anderson zitiert, der die Fox-Umfragen gemeinsam mit dem Republikaner Daron Shaw durchführt: „Beide Kandidaten haben noch einen kleinen Weg vor sich, um ihre Basis zu konsolidieren, und derjenige, der dort besser abschneidet, könnte darüber entscheiden, wer den Staat gewinnt.“

Trump wird von den Bürgern in Pennsylvania, wo im Juli das erste Attentat auf ihn verübt wurde und vor wenigen Wochen die TV-Debatte beider Kandidaten stattfand, bei zwei von drei Top-Themen mehr zugetraut als Harris. Hinsichtlich der Frage der Migration und der Grenzsicherheit kommt er auf 57 Prozent, sie auf 40 Prozent. Beim Thema Wirtschaft liegt der Republikaner mit 52 zu 46 Prozent vorne. Geht es um die Frage nach den Abtreibungs-Regeln, erhält er dagegen nur 38 Prozent Zustimmung, hier ist Harris mit 59 Prozent deutlich voraus.

Harris und Trump in North Carolina: Demokratin dreht Rückstand laut Umfrage in Vorsprung

In North Carolina ist der 59-Jährigen laut der Fox-Umfrage sogar ein Umschwung gelungen. Noch vor einem Monat führte Trump dort mit 50 zu 49 Prozent, nun ist Harris ihm bei den registrierten Wählern mit 50 zu 48 Prozent voraus. Anders sieht es hingegen bei den wahrscheinlichen Wählern aus, denn hier verzeichnet Trump 50 Prozent, während die Demokratin auf 49 Prozent kommt.

Das Gesamtbild verändert sich nur leicht, wenn auch Kandidaten anderer Parteien einbezogen werden. In diesem Fall würde Harris unter registrierten Wählern um einen Punkt vorne liegen, bei wahrscheinlichen Wählern wäre Trump zwei Punkte in Führung. Auf die übrigen Kandidaten entfielen jeweils drei Prozent der Stimmen.

Der Trend spricht offenbar gegen ihn: Donald Trump verliert laut einer Umfrage in zwei Swing States an Boden.

USA vor der Präsidentschaftswahl: Beim Thema Migration deutlich größeres Zutrauen in Harris

Harris kann in North Carolina besonders auf Schwarze, Städter und Frauen mit Hochschulabschluss zählen, Trump dagegen auf Weiße – vor allem Männer – ohne Hochschulabschluss, ländliche Wähler und weiße Evangelikale. Interessant: Bei der kleinen Gruppe der Unabhängigen schneidet Harris um sieben Punkte besser ab.

92 Prozent der Harris-Anhänger haben sich bereits fix entschieden, auf Trumps Seite sind es 89 Prozent der Supporter. Die Tendenz bei den drei großen Themen ist die gleiche wie in Pennsylvania. Trump schneidet in Fragen der Migration und der Grenzsicherheit mit 56 Prozent besser ab als Harris, die auf 41 Prozent kommt. Im Hinblick auf die Wirtschaft liegt der Republikaner 52 zu 45 Prozent in Führung, bei den Gesetzen zur Abtreibung trauen die Wähler Harris mit 56 zu 40 Prozent deutlich mehr zu.

US-Wahl 2024: Trump oder Harris – diese Promis beziehen Stellung

Taylor Swift kündigt ihre Unterstützung für Kamala Harris bei der US-Wahl 2024 an
Wie groß der Einfluss von Prominenten auf die US-Wahl sein kann, zeigte zuletzt Taylor Swift. Der Popstar teilte ihre Unterstützung für die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, in einem Instagram-Beitrag mit ihren 283 Millionen Followern. In einem separaten Beitrag teilte Swift auch einen Link zur Wahlregistrierung. Wie die US-Nachrichtenseite NPR berichtete, habe ein Mitarbeiter der U.S. General Services Administration (GSA) mitgeteilt, dass sicher über den geteilten Link der Sängerin in den ersten 24 Stunden bereits 405.999 Menschen für die US-Wahl 2024 registriert haben sollen. Unterzeichnet war Swifts Post außerdem mit den Worten: „Mit Liebe und Hoffnung. Taylor Swift. Kinderlose Katzenlady.“ Wohl eine Anspielung darauf, dass Trumps Vize JD Vance mehrere Demokratinnen als „kinderlose Katzenladys“ bezeichnete. © Lennart Preiss/dpa
Rapper Eminem stellt sich vor der US-Wahl auf die Seite von Kamala Harris
Auch US-Rapper Eminem schlägt sich im US-Wahlkampf auf die Seite von Kamala Harris. Bei einem Wahlkampfauftritt in seiner Heimatstadt Detroit sprach der Rapper zu Anhängerinnen und Anhängern der Demokratin. Dort sprach er auch davon, dass Harris als US-Präsidentin die „Freiheit schützen“ werde. Was er von Trump hält, hat Eminem bereits mehrfach deutlich gemacht. Im Jahr 2017 widmete er dem damaligen Präsidenten sogar ein „Freestyle“, in dem er die Politik Trumps massiv kritisierte. © Ryan Garza/IMAGO
Kid Rock heizt die Menge vor Trumps Auftritt auf dem republikanischen Parteitag vor der US-Wahl 2024 an
Doch auch der Republikaner Donald Trump erhält in seinem Wahlkampf musikalische Unterstützung. Der Sänger Kid Rock hat seine Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten bereits mehrfach unmissverständlich klargemacht. Am 13. Juli teilte er beispielsweise ein Video auf Facebook, in dem er oberkörperfrei in die Kamera sagt: „Wenn du dich mit Trump anlegst, legst du dich mit mir an!“ Beim diesjährigen Parteitag der Republikaner gab Kid Rock sogar den Anheizer für den Ex-Präsidenten. Am letzten Abend gab er das Lied „American Badass“ zum Besten, in dem er die Menge unter anderem mit den Worten „kämpft, kämpft, kämpft“ anstachelte. © Ron Sachs/IMAGO
Country Star Jason Aldean widmet Trump nach einem missglückten Attentat ein umstrittenes Lied.
Ebenfalls auf dem Parteitag der Republikaner war der Country-Sänger Jason Aldean. Er durfte sogar in dem für den Ex-Präsidenten abgesperrten Bereich Platz nehmen – direkt neben Trump. Dieses Privileg kommt jedoch nicht von Ungefähr. Der Sänger widmete Trump nach dem missglückten Attentat auf ihn ein eigenes Lied. „Präsident Trump ist ein Freund von mir, deshalb möchte ich ihm dieses nächste Lied widmen“, so Aldean bei einer Kundgebung am 13. Juli. Das Lied „try that in a small town“ gilt als umstritten. Kritiker werden dem Country-Sänger vor, in dem Lied Schusswaffen zu verherrlichen. Zudem habe das Musikvideo einen rassistischen Unterton. © Mike De Sisti/IMAGO
Hulk Hogan zerreist sein T-Shirt als Zeichen der Unterstützung für Trump bei der US-Wahl 2024.
Einer der einprägsamsten Momente des Parteitags war aber sicher der, als der ehemalige Wrestling Star Hulk Hogan bei seiner Rede sein T-Shirt vom Leib riss. Damit scheint er seine Wut über das Attentat auf Donald Trump zum Ausdruck bringen zu wollen, bei dem ein Schütze den EX-Präsidenten am Ohr verletzte. „Sie haben versucht, den nächsten Präsidenten der USA zu töten“, so Hogan. „Genug ist genug“. Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden zerriss er sein schwarzes Shirt, unter dem ein rotes, ärmelloses Shirt mit der Aufschrift „Trump Vance 2024“ zum Vorschein kam. Dabei rief der Ex-Wrestler aus: „Lasst Trumpamania wieder regieren!“ © J. Scott Applewhite/dpa
Der Wrestler The Undertaker stellt sich bei der US-Wahl 2024 hinter Trump.
Trump scheint einen guten Draht zur Wrestling-Community zu haben. Kein Wunder, denn der Ex-Präsident trat des Öfteren in der Wrestling-Show WWE auf. Jetzt hat auch Mark William Calaway, besser bekannt als The Undertaker, Partei für den Republikaner ergriffen. Trump besuchte ihn in seinem Podcast “Six Feet Under with Mark Calaway”, wo er über Wrestling und seine Politik sprach. In einem kurzen Video machte Calaway dann noch einmal Werbung für Trump und sagte: „Ihr habt die Wahl. Ihr könnt euch für Präsident Trump, Kane und den Undertaker entscheiden, oder ihr könnt Kamala Harris, Dave Bautista und Tim Walz wählen. Wählt weise - die Nation hängt davon ab“.  © JP YIM/AFP
George Clooney unterstützt Harris bei der US-Wahl 2024.
Auch Harris kann im US-Wahlkampf auf die Unterstützung männlicher Prominenter zurückgreifen. Der „sexiest man alive“ und OScar-Preisträger bot nach ihrer Ernennung zur demokratischen Kandidatin gleich seine Hilfe an. „Präsident Biden hat gezeigt, was wahre Führung bedeutet. Er rettet wieder einmal die Demokratie“, schrieb der Schauspieler in einem Statement, dass der New York Times und CNN vorlag. „Wir freuen uns darauf, Vizepräsidentin Harris bei ihrer historischen Aufgabe nach Kräften zu unterstützen.“ Clooney äußerte zuvor Bedenken wegen des Gesundheitszustandes von Biden. Der langjährige Unterstützer der Demokraten schrieb, dass die Partei „im November mit diesem Präsidenten nicht gewinnen“ könne. Auf die Unterstützungserklärung folgte eine Welle der Kritik, auch von Ex-Präsident Trump. Der nannte Clooney auf seiner Social-Media-Webseite Truth Social eine „Ratte“ und riet ihm, sich nicht einzumischen. © Rolf Vennenbernd/dpa
Mark Hamill, alias Luke Skywalker, macht sich für Harris vor der US-Wahl 2024 stark.
Bei der US-Wahl kann sich Harris außerdem der Hilfe von Luke Skywalker persönlich sicher sein. Denn der Schauspieler Mark Hamill, der in den 70er Jahren den Hauptcharakter der Star Wars Trilogie verkörperte, macht sich für die Demokratin stark. „In den Filmen kämpfte ich gegen scheinbare Bösewichte“, sagte der Schauspieler gegenüber Sky News. Jetzt kämpfe man allerdings gegen das echte Böse. „Deshalb flehe ich euch an, bitte geht nicht auf die orange Seite“.  © Evan Agostini/dpa
Das Model Amber Rose unterstützt Trump wegen seiner Haltung zu Abtreibungen vor der US-Wahl 2024
Nicht nur Männer stellen sich öffentlich an die Seite von Donald Trump. Ein Beispiel dafür ist das Model und Rapperin Amber Rose. „Ich bin heute hier, um euch zu sagen, dass, ganz egal, welchen politischen Hintergrund wir haben, Donald Trump als Präsident zu wählen, die beste Chance ist, um unseren Babys ein besseres Leben zu ermöglichen“, sagte die Abtreibungsaktivistin auf dem republikanischen Parteitag. Die Frage, wie man in den USA mit Abtreibungen umgeht, ist eine der wichtigsten im laufenden Wahlkampf. Trump macht regelmäßig mit absurden Falschbehauptungen zu dem Thema auf sich aufmerksam. So sagte er bei dem TV-Duell gegen Harris, dass Biden behaupten würde, dass eine „Exekution“ von Babys nach der Geburt in Ordnung sei. Die Aussage wurde von der Moderatorin Linsey Davis sogleich als falsch entlarvt. © Paul Buck/dpa
Olivia Rodrigues unterstützt Harris in der Abtreibungsdebatte zur US-Wahl 2024
Das Thema Abtreibungen beschäftigt auch die Sängerin Olivia Rodrigo. Dabei steht sie jedoch auf der Seite von Kamala Harris. Auf der Social-Media-Plattform TikTok teilte die 21-Jährige ein Video von Harris Wahlkampfrede in Wisconsin. Dort sagte die Vize-Präsidentin: „Wir, die wir an die reproduktive Freiheit glauben, werden Donald Trumps extreme Abtreibungsverbote stoppen, weil wir darauf vertrauen, dass Frauen Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen und sich nicht von ihrer Regierung vorschreiben lassen, was sie zu tun haben.“ Rodrigos Stellungnahme erreicht dabei vor allem junge Menschen, die ihr auf der Plattform folgen. Und das könnte einen massiven Einfluss nehmen, denn insgesamt kann die Sängerin eine Followerzahl von 21,9 Millionen vorweisen. © Dave Bedrosian/IMAGO
Logan Paul bietet Trump vor der US-Wahl 2024 eine Bühne in seinem Podcast.
Doch nicht nur Harris kann jüngere Unterstützer für sich gewinnen. So trat Trump im Podcast des Influencers Logan Paul „Impaulsive“ auf. Bei dem Gespräch, das am 13. Juni veröffentlicht wurde, durfte Trump die YouTube-Reichweite von Paul (4,73 Millionen Abonnenten) für seinen Wahlkampf nutzen. Dass sich Paul und Trump so gut verstehen, könnte daran liegen, dass der YouTube-Star auch im Boxsport auftritt. Im Podcast unterhalten sich Trump und die Gastgeber beinahe freundschaftlich über die Boxkarriere von Paul. © MediaPunch/IMAGO
Comedian Tony Hinchcliffe sorgt mit rassistischen Äußerungen für Aufsehen auf Trumps Veranstaltung.
Trump wird auch von Comedian Tony Hinchcliffe unterstützt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in New York sprach sich der Host der Show „Kill Tony“ für den Ex-Präsidenten aus und machte mit teils rassistischen Bemerkungen auf sich aufmerksam. So sagte er: „Ich weiß nicht, ob Sie das wussten, aber da gibt es tatsächlich eine schwimmende Müllinsel mitten im Meer. Ich glaube, man nennt sie Puerto Rico“. Die Äußerung traf auf viel Kritik – auch unter Republikanern.  © Evan Vucci/dpa
Leonardo DiCaprio spricht sich wegen Umweltschutz für Harris als Präsidentin aus.
Schauspieler Leonardo DiCaprio macht sich vor allem wegen Umweltschutz für Harris stark. „Wir brauchen einen mutigen Schritt nach vorne, um unsere Wirtschaft, unseren Planeten und uns selbst zu retten“, sagte er in einem Video auf Instagram. „Deshalb stimme ich für Kamala Harris.“ Er lobte das Ziel der Demokratin, bis 2050 die Emissionen in den USA auf null zu bringen und den Aufbau einer grünen Wirtschaft zu unterstützen.  © Rocco Spaziani/dpa
Elon Musk könnte nach der US-Wahl 2024 für Donald Trump arbeiten
Die Liste der Trump-Unterstützer wird von Tech-Milliardär Elon Musk fortgesetzt. Der Unternehmer hat sich sogar für einen politischen Posten unter dem Republikaner beworben, sollte er die US-Wahl 2024 für sich entscheiden. Trump scheint dem Vorschlag nicht abgeneigt und schlug dem Besitzer des Kurznachrichtendienstes X wohl vor, in einer Kommission zur „Regierungseffizienz“ mitzuarbeiten, wie Daily Beast berichtete. Musk zeigte seine Unterstützung für den Ex-Präsidenten bereits auf unterschiedliche Weise. So führte er auf X ein Interview mit Trump und legte sich sogar mit Taylor Swift an, als diese ihre Unterstützung für Harris bekannt gab. „Na gut, Taylor, du hast gewonnen. Ich schenk’ dir ein Kind und werde deine Katzen mit meinem Leben beschützen“, schrieb der Tesla-Chef am 11. September auf X. Ein Kommentar, der von vielen als sexistisch und sexuell übergriffig kritisiert wurde. © Vincenzo Nuzzolese/dpa
Pop-Sängerin Beyoncé wirbt in Houston für Kamala Harris
Die Sängerin Beyoncé hat zehn Tage vor der US-Wahl ihre Unterstützung für Kamala Harris bekannt gegeben. Sie trat gemeinsam mit der Sängerin Kelly Rowland bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokratin in Houston, Texas, auf. Laut Beyoncé liefere Harris das, was die USA nun bräuchten – „Einheit“. © Annie Mulligan/dpa
Katy Perry trägt Harris-Walz Mütze in New York
Die Pop-Sängerin Katy Perry zeigte ebenfalls online ihre Unterstützung für Kamala Harris. In einem Beitrag auf Instagram unterlegte mehrere Videoausschnitte von Harris mit ihrem Lied „Woman‘s World“. Doch damit nicht genug: Kurz nach dem TV-Duell zwischen Harris und Trump wurde Perry in New York mit einer Mütze mit dem Aufdruck „Harris Walz“ gesehen. Außerdem teilte sie ein Bild von sich und der demokratischen Präsidentschaftskandidatin auf Instagram und schrieb dazu: „Glückwunsch Kamala Harris. Ich habe von Anfang an dich geglaubt!“ © PICJER/IMAGO
Die Pop-Sängerin Pink tritt beim demokratischen Parteitag vor der US-Wahl 2024 auf.
Neben Katy Perry, Olivia Rodrigo und Taylor Swift, hat sich auch die Pop-Sängerin Pink vor der US-Wahl klar positioniert. Die Grammy-Gewinnerin spielte gemeinsam mit ihrer Tochter Willow auf dem demokratischen Parteitag in Chicago ihr Lied „What about US“. Pink, die mit bürgerlichen Namen Alecia Beth Moore heißt, setzte sich bereits 2020 für die Kampagne des amtierenden Präsidenten Joe Biden ein. Außerdem sei sie in zahlreichen Wohltätigkeits-Kampagnen eingebunden, die sich für Rechte von Frauen, LGBTQ-Menschen und Tieren einsetzen, wie NBC News berichtete. © Christoph Hardt/IMAGO
Stevie Wonder spricht auf Parteitag der Demokraten und unterstützt Harris bei der US-Wahl 2024
Für musikalische Unterhaltung sorgte neben Pink auch der Soul- und Pop-Sänger Stevie Wonder. Bevor er sein Lied „Higher Ground“ spielte, richtete er sich mit einer Rede an die Anwesenden. „Das ist der Moment, an den man sich erinnert, wenn man seinen Kindern sagt wo du warst und was du getan hast“, so Wonder. „Wir brauchen Kamala Harris.“ © Erin Hooley/dpa
Musiker Usher unterstützt Harris bei der US-Wahl
Ein weiterer Sänger hat seine Unterstützung für Harris bekannt gemacht. Im wichtigen Swing State Georgia sagte der Musiker Usher: „Ich unterstütze Vizepräsidentin Harris, weil sie für die Freiheitsrechte aller Menschen kämpft“. Die Politik von Harris schließe niemanden aus und komme allen zugute. „Es ist egal, woher man kommt, sie hat eine Vision für unser Land, die alle einschließt“, sagte er weiter.  © Jacquelyn Martin/dpa
TV-Star Operah Winfrey hält bei US-Wahl 2024 zu Harris
Mit einem Überraschungsauftritt auf dem Parteitag der Demokraten sprach sich auch TV-Moderatorin Oprah Winfrey für Harris aus. „Bald, und sehr bald, werden wir unseren Töchtern und Söhnen erzählen, wie dieses Kind einer indischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters, zweier idealistischer, energischer Einwanderer … zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten heranwuchs“, so Winfrey über Harris. Winfrey könnte vor allem Frauen von der Wahl der Demokratin überzeugen – eine Wählergruppe, mit der Trump besondere Schwierigkeiten zu haben scheint. In einer Umfrage von ABC News und Ipsos liegt Harris bei Wählerinnen 13 Prozent vor ihrem republikanischen Kontrahenten (Stand 8. September). © Ron Sachs/IMAGO
Kanye West unterstützt Trump seit Jahren. Trotz seiner antisemitischen und rechtsextremen Äußerungen hält Trump zu ihm.
Der wohl umstrittenste Unterstützer Trumps ist der US-Rapper Kanye West. Schon 2018 trat er als Freund des Ex-Präsidenten auf und wurde sogar ins Weiße Haus eingeladen. Seit dieser Zeit fiel der Rapper jedoch durch stark antisemitische und NS-verherrlichende Kommentare auf. In einem Podcast-Interview mit dem rechtsextremen Moderator Alex Jones sagte West sogar: „Ich mag Hitler.“ Zudem bezeichnete er sich selbst als Nazi. Trotz seiner offensichtlich rechtsextremen Gesinnung bezeichnete Trump West in einem Interview mit dem Streamer Adin Ross als „sehr netten Kerl“, der ein „gutes Herz“ habe. © John Taggart/IMAGO

Harris und Trump vor der US-Wahl: Vorsprung in Umfrage liegt innerhalb der Fehlertoleranz

Es dürfte ihr noch einmal Rückenwind verschaffen, dass sie gerade in Umfragen des Senders, dem eine Nähe zu den Republikanern nachgesagt wird, in zwei Swing States auf Platz eins landet. Zudem schnitt Harris auch in einem weiteren Swing State zuletzt besser ab als Trump. Dieser trumpft dagegen in einem anderen umkämpften Bundesstaat auf. Die Demokratin scheint insgesamt aktuell die besseren Aussichten zu haben.

Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass ihr Vorsprung in den beiden neuen Erhebungen innerhalb der Fehlertoleranz liegt, die Fox mit drei Prozentpunkten angibt. Sicher ist nur, dass sich weder Harris noch Trump sicher sein können, in einem der beiden Bundesstaaten vorne zu sein und damit alle Wahlleute abzugreifen.

Sie scheint einen Turnaround hinzulegen: Kamala Harris kann optimistischer nach Pennsylvania und North Carolina schauen.

US-Wahl im November: Harris und Trump benötigen mindestens 270 Wahlleute

Pennsylvania liefert diesmal statt 20 nur noch 19 Wahlleute für das Electoral College. Der Bundesstaat ging vor vier Jahren an Biden und bei den vergangenen vier Präsidentschaftswahlen stets an den Kandidaten, der auch insgesamt gewann. Somit sollte es ein besonders gutes Omen sein, hier vorne zu liegen. North Carolina, das von 15 auf 16 Wahlleute aufstockt, war hingegen seit 2012 fest in der Hand der Republikaner, Trump kennt hier folglich nur eigene Siege.

Insgesamt umfasst das Electoral College, das letztlich offiziell den Präsidenten wählt, 538 Wahlleute. Damit sind 270 von ihnen nötig, um die Amtsgeschäfte von Biden übernehmen zu dürfen. Die meisten gibt es mit 54 in Kalifornien, dann folgen Texas mit 40, Florida mit 30 und der Bundesstaat New York mit 28. Die fünftmeisten weist schon Pennsylvania auf – gleichauf mit Illinois. (mg)

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