Mission geglückt

Jubel bei der Linken, Entsetzen beim BSW: Partei stürzt Wagenknecht in die Bedeutungslosigkeit

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Großer Erfolg für Die Linke bei der Bundestagswahl. Prognosen und Hochrechnungen sprechen für ein starkes Ergebnis für die Partei. Das BSW wurde weit abgehängt.

Berlin – Eigentlich war Die Linke vor der Bundestagswahl totgesagt: Nach internen Reibereien und der Abspaltung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) rechneten viele Beobachter nicht mehr damit, dass die Partei höchstwahrscheinlich den Einzug ins Parlament verpassen wird. Doch dann startete die Aufholjagd: Mit Heidi Reischinnek und der Mission Silberlocke startete die Linke in den Wahlkampf und schaffte am Ende laut Prognosen und Hochrechnungen der Bundestagswahl einen Überraschungssieg – und kann sich deutlich vom BSW absetzen.

Linken-Chef und Spitzenkandidat Jan van Aken hat sich begeistert über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Die Linke lebt“, sagte er vor einer jubelnden Menge in Berlin. Beim BSW war die Stimmung verhalten. BSW-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht gab sich dennoch begeistert vom Wahlkampf ihrer Anhänger. „Wir werden noch zittern müssen“, sagte Wagenknecht in Berlin. Aber unabhängig davon, wie es am Ende ausgehe, sei es ein toller Wahlkampf gewesen. „Ihr habt das großartig gemacht!“

Bei Bundestagswahl: Gewinnerin Linke mit großem Erfolg – BSW abgeschlagen

Um kurz nach 18 Uhr zeigten bereits die Prognosen, dass Die Linke zu den großen Gewinnern der Bundestagswahl gehört. Bei der Bundestagswahl sind CDU und CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz klar stärkste Kraft geworden. Auf Platz zwei kommt nach den 18-Uhr-Prognosen und den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF die AfD. Die SPD liegt leicht vor den Grünen. Die Linke schafft klar den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

Die FDP muss dagegen um die Rückkehr in den Bundestag bangen. Das gilt auch für das BSW, eine Abspaltung von der Linken. Auch die erste Hochrechnung des ZDF bestätigt den Trend: SPD kommt auf 16,3 Prozent, Union auf 28,6 Prozent und Grüne auf 12,4 Prozent. Die Linke erreicht demnach 8,9 Prozent und die AfD auf 20,1 Prozent. FDP und BSW erreichen beide 5 Prozent und müssen weiter zittern.

Erfolg der Linken bei Bundestagswahl: Hohe Wahlbeteiligung von über 80 Prozent

Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl ist laut Prognosen von ARD und ZDF auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Laut Schätzungen des Instituts Infratest dimap für die ARD am Sonntag lag sie bei 84 Prozent, die Forschungsgruppe Wahlen gab für das ZDF einen Wert von 83 Prozent an.

an van Aken (Die Linke), Parteivorsitzender, und Heidi Reichinnek (Die Linke), Spitzenkandidatin und Co-Vorsitzende der Bundestagsgruppe, jubeln bei der Wahlparty der Partei Die Linke im Glashaus. Am Sonntag fand die vorgezogene Wahl zum 21. Deutschen Bundestag statt.

Höher war die Wahlbeteiligung mit 84,3 Prozent zuletzt 1987. Bei der letzten Bundestagswahl vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 76,4 Prozent, also etwa sieben bis acht Prozentpunkte niedriger als nun laut Prognosen erwartet. Eine hohe Wahlbeteiligung hatte sich laut Zwischenständen der Bundeswahlleitung bereits den Sonntag über abgezeichnet.

Prognosen der Bundestagswahl: Erfolg der Linken – BSW muss zittern

Nach den Prognosen der Bundestagswahl von ARD und ZDF verbessern sich CDU und CSU auf 28,5 bis 29 Prozent (Wahl 2021: 24,1 Prozent). Die AfD mit Spitzenkandidatin Alice Weidel kann ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl quasi verdoppeln auf 19,5 bis 20 Prozent (2021: 10,4 Prozent). Die SPD von Kanzler Olaf Scholz stürzt auf ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 ab und landet bei 16 bis 16,5 Prozent (2021: 25,7).

Die Grünen mit Kanzlerkandidat Robert Habeck bleiben dagegen in etwa stabil bei 12 bis 13,5 Prozent (2021: 14,7). Die Linke verbessert sich deutlich auf 8,5 bis 9 Prozent (2021: 4,9). Sie kommt damit klar wieder ins Parlament. Für die FDP mit 4,9 bis 5 (2021: 11,4) und das BSW mit 4,7 bis 5 Prozent ist der Einzug in den Bundestag dagegen wackelig.

Erfolg bei Bundestagswahl: Die Linke mit Triumph – Erste Reaktionen

Der Erfolg von Die Linke bei der Bundestagswahl riss auch den Partei-Chef Jan van Aken zu einer ersten Reaktion hin. Der Politiker zeigte sich angesichts der ersten Prognosen sehr erfreut. „Es ist ein großartiger Erfolg“, sagte er am Sonntagabend der Nachrichtenagentur AFP. „Wir sind als Underdog gestartet und stehen nun stärker da als vorher.“ Die Strategie der Partei, „an der Seite der Menschen für die Themen zu kämpfen, die sie wirklich bewegen“, sei aufgegangen.

Van Aken betonte kurz nach dem Ende der Bundestagswahl: „Wir haben sehr viel richtig gemacht.“ Die nächste Bundesregierung werde auf eine starke linke Opposition treffen, auf eine Bundestagsfraktion mit klarem Fokus auf soziale Gerechtigkeit, bezahlbare Mieten und Preise. „Wir werden die Regierung nicht in Ruhe lassen“, kündigte der Linken-Chef an. „Wir werden sie unter Druck setzen, bis sie endlich eine sozialere Politik macht.“

Koalition mit Linke nach Bundestagswahl? Erfolg motiviert van Aken

Bereits vor wenigen hatte van Aken im Falle eines Einzugs seiner Partei in den Bundestag seine grundsätzliche Bereitschaft für eine Regierungsbeteiligung signalisiert. „Leute, wenn es reicht am Sonntagabend: Ich bin zu Koalitionsgesprächen bereit“, sagte van Aken beim Wahlkampfendspurt seiner Partei in einer Kinohalle im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Dass Die Linke auf so einen Erfolg bei der Bundestagswahl kam, zeichnete sich zuletzt bereits ab: Auch die letzten Umfragen vor der Bundestagswahl deuteten gute Werte für die Partei an.

Die Linken-Spitzenkandidatin Reichinnek sah zuletzt für den aktuellen Erfolg ihrer Partei verschiedene Gründe. Unter anderem betonte die Politikerin gegenüber FAZ die verbesserte Kommunikation der Partei. Die Linke rede nicht nur, so Reichinnek und verwies auf Angebote wie eine Sozialberatung, einen Miet- oder Heizkostenrechner und weiteres. Auch Linken-Chefin Schwerdtner hatte gegenüber RTL und ntv klargemacht, dass die Spitzenkandidaten Reichinnek und auch van Aken seien sehr glaubwürdig. Die Parteiführung wirke wieder „fröhlich und nach außen gewandt“.

Erfolg für Linke bei Bundestagswahl: BSW deutlich abgehängt

Vor der Bundestagswahl hatten Die Linke viele schon abgeschrieben. Nach den Erfolgen des BSW von Sahra Wagenknecht auf Landesebene wurden ihrer Ex-Partei nur noch geringe Chancen bei der Bundestagswahl eingeräumt. Die Diskussion um die „Brandmauer“ zur AfD und eine clevere Kampagne hat ihr aber ein Comeback ermöglicht. Mit 8,5 bis 9 Prozent steht sie nun auf Platz fünf. Das BSW muss dagegen um den Einzug ins Parlament bangen. Eine Regierungsbeteiligung der beiden Parteien gilt aber ohnehin als ausgeschlossen: Für ein Bündnis von SPD, Grünen, der Linken und dem BSW reicht es nicht. (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Carsten Koall/dpa

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