Update, 7.25 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 910 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.089.060 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Trump über Ukraine-Krieg: „Werden das regeln“
Update, 5.55 Uhr: Donald Trump hat Gespräche über eine Lösung des Ukraine-Kriegs angekündigt. „Einzelne europäische Spitzenpolitiker kommen am Montag oder Dienstag in unser Land“, so Trump. Wen er damit meinte, war zunächst unklar. Das Weiße Haus äußerte sich dazu zunächst nicht. Trump erklärte zudem, er sei „nicht zufrieden“ mit der Lage. Nach dem massiven russischen Luftangriff, bei dem ukrainischen Angaben zufolge das Hauptregierungsgebäude in Kiew in Brand geraten ist, sagte Trump: „Den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, das werden wir regeln.“ Er stellte zudem ein baldiges Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Aussicht.
Update vom 8. September, 5.15 Uhr: Nach neuen russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Weltgemeinschaft zu Reaktionen aufgefordert. Russland versuche, der Ukraine Schmerzen zuzufügen und immer dreistere Schläge zu verüben, sagte er in seiner Videobotschaft. Nötig seien Sanktionen, Zölle und Handelseinschränkungen, damit Moskau spürbare Verluste erleide. Zudem rechtfertigte Selenskyj ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien mit Moskaus Weigerung, über eine Waffenruhe zu verhandeln. Putin wolle keine Gespräche und verstecke sich davor, betonte Selenskyj.
Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Reaktion der Welt auf jüngste Angriffe von Russland
Update, 21.53 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet eine „breite Reaktion“ der Partner der Ukraine auf die jüngsten russischen Luftangriffe. In der Nacht auf Sonntag (7. September) hat die Armee von Kreml-Chef Wladimir Putin den bislang schwersten Drohnenangriff seit Beginn der russischen Invasion gestartet. In seiner abendlichen Ansprache sagte Selenskyj laut Ukrainska Pravda: „Offensichtlich versucht Russland, der Ukraine zu schaden, und die Schläge sind immer dreister. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Putin die Welt auf die Probe stellt – wird sie das akzeptieren, wird sie sich damit abfinden.“ Mögliche Konsequenzen könnten neue Sanktionen gegen Russland sein.
Update, 19.37 Uhr: Die Lage im Ukraine-Krieg könnte sich durch eine neue US-Sanktionsstrategie entscheidend wenden. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, gemeinsam mit europäischen Partnern Russlands Wirtschaft zum „totalen Kollaps“ zu bringen und damit Moskau zu Verhandlungen zu zwingen.
Bessent beschreibt die aktuelle Situation als Wettlauf zwischen der Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte und der russischen Wirtschaftskraft. Sekundärsanktionen gegen Länder, die russisches Öl kaufen, sollen den Druck weiter erhöhen, wie der Minister gegenüber NBC News erklärte.
Update, 17.08 Uhr: Die Lage im Ukraine-Krieg verschärft sich nach Einschätzung von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko durch Russlands neue Angriffsstrategie. Erstmals seit Kriegsbeginn vor drei Jahren hat Wladimir Putin gezielt ein Regierungsgebäude in der ukrainischen Hauptstadt attackieren lassen.
„Das beweist auch der Angriff auf das Regierungsgebäude, was bislang als rote Linie galt“, sagte Klitschko der Bild-Zeitung mit Blick auf eine neue Eskalationsstufe. Der Politiker wertet dies als klares Signal, dass Putin keine diplomatischen Lösungen anstrebe, sondern den Konflikt weiter eskalieren wolle.
Lage im Ukraine-Krieg: Melnyk kritisiert „Scheindebatte“ bei Friedenstruppe
Update vom 7. September, 14.13 Uhr: Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk (jetzt UN-Botschafter), kritisiert die Diskussion um europäische Friedenstruppen in der Ukraine als „Scheindebatte“ – solange Mandat und Aufgaben unklar sind. Er unterstützt Trumps Friedensgespräche und bedauert, dass Deutschland früher nicht diplomatisch vermittelt hat, so Melnyk gegenüber dem Magazin Stern.
Melnyk entschuldigt sich für seine kontroversen Äußerungen während seiner Zeit als Botschafter in Berlin und erklärt diese mit dem „Ausnahmezustand“ nach dem russischen Überfall. Trotzdem sei Deutschland seine „zweite Heimat“. Bei den UN frustriert ihn die mangelnde internationale Unterstützung für die Ukraine und dass mit russischen „Aggressoren“ weiter diplomatisch verkehrt wird, anstatt sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Selenskyj zu Attacke im Ukraine-Krieg: Vier Tote bei schweren russischen Luftangriffen
Update vom 7. September, 12.20 Uhr: Bei den schweren russischen Luftangriffen in der Nacht sind dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge vier Menschen getötet worden. Dutzende seien allein in Kiew verletzt worden, schrieb er in den sozialen Medien. Demnach kamen die Menschen in der Hauptstadt, der Grenzregion Sumy und in Tschernihiw ums Leben. Nach Behördenangaben wurden in Kiew eine Mutter und ihr drei Monate alter Sohn getötet.
Mehr als 20 Häuser und ein Kindergarten seien bei russischen Angriffen auf Saporischschja beschädigt worden, schrieb Selenskyj. In seiner Geburtsstadt Krywyj Rih seien Lagerhäuser zerstört und in Odessa ein Hochhaus getroffen worden. Zudem berichtete Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko, dass erstmals das Regierungsgebäude getroffen wurde.
Ukraine meldet größten Drohnenangriff seit 2022
Update vom 7. September, 10.14 Uhr: Die Ukraine meldet den bislang größten russischen Drohnenangriff seit Kriegsbeginn. Russland habe in der Nacht mit 805 Drohnen und 13 Raketen angegriffen, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Dies sei die höchste Zahl an Drohnen, die Russland seit Beginn seiner Invasion im Februar 2022 eingesetzt habe. 751 Drohnen und vier Raketen seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Bei dem Angriff kamen nach Angaben der Behörden in Kiew drei Menschen ums Leben, darunter ein Kleinkind.
Erstmals sei in der Hauptstadt auch das Hauptgebäude der ukrainischen Regierung getroffen worden, teilt Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Es sei in Brand geraten. Löschkräfte seien im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters sahen, wie die oberste Etage des Gebäudes im historischen Stadtteil Petschersk in Flammen stand.
Polen startet Kampfflugzeuge: Nach massiven Drohnenangriffen auf Ukraine
Update vom 7. September, 8.42 Uhr: Als Reaktion auf die jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg hat Polen seine Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Russland hatte in der Nacht zu Sonntag mit großangelegten Drohnen- und Marschflugkörperangriffen ukrainische Städte ins Visier genommen. Die Angriffe sollen auch westukrainische Gebiete nahe der polnischen Grenze getroffen haben.
Russland greift Ukraine im Krieg mit Hunderten Drohnen massiv an
Update vom 7. September, 6.37 Uhr: Russlands Militär hat die Ukraine in der Nacht nach Angaben aus Kiew erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Ukrainische Städte in nahezu allen Landesteilen seien mit Hunderten Kampfdrohnen und mit Marschflugkörpern unter Beschuss genommen worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Luftabwehr. In der Hauptstadt Kiew sei ein mehrstöckiges Wohngebäude zerstört worden, Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gebe es ein Todesopfer und elf Verletzte. Weitere Wohnhäuser wurden demnach schwer beschädigt. Explosionen wurden auch aus den Städten Odessa, Charkiw, Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih gemeldet.
Russland attackiert Kiew im Ukraine-Krieg: Zivilisten verletzt
Update, 20.08 Uhr: Russische Streitkräfte haben die Ukraine erneut mit massiven Drohnenangriffen überzogen und dabei auch die Hauptstadt Kiew ins Visier genommen. Das ukrainische Militär aktivierte die Luftabwehr über der Hauptstadt, während Bewohner von Kiew und Cherson aufgerufen wurden, Schutzräume aufzusuchen.
Der Ukraine-Krieg eskalierte am Abend weiter, als Kampfdrohnen auch in Dnipropetrowsk und Saporischschja einschlugen. Laut Militärverwalter Iwan Fedorow wurden in Saporischschja ein Kindergarten und Wohngebäude getroffen, eine Frau erlitt Splitterverletzungen am Kopf, wie die dpa berichtet.
Update, 19.09 Uhr: Russische Truppen haben ihre Angriffstaktik bei der umkämpften Stadt Pokrowsk im Ukraine-Krieg wohl grundlegend geändert. Eine neu verlegte Einheit der russischen Marineinfanterie versucht laut ukrainischen Streitkräften, in kleinen Gruppen tief in die Stadt einzudringen und sich den Positionen der ukrainischen Artillerie zu nähern. Das teilte die ukrainische Armee auf Facebook mit.
Gleichzeitig plant Russland nach ukrainischen Angaben einen „Entscheidungsdurchbruch“ in der Region Donezk und will Pokrowsk mit verstärktem Panzer- und Fahrzeugeinsatz vollständig einkesseln. Der strategisch wichtige Verkehrsknotenpunkt wird bereits seit Monaten von russischen Truppen belagert und ist weitgehend zerstört worden.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Klöckner warnt vor russischer Desinformation im Ukraine-Krieg
Update, 17.25 Uhr: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte beim G7-Parlamentspräsidententreffen in Ottawa vor russischen Desinformationskampagnen im Ukraine-Krieg. Sie bezeichnete den Konflikt als „Krieg gegen die Wahrheit“, der demokratische Gesellschaften destabilisieren solle. Besonders digitale Medien und KI würden als Katalysator für Stimmungsmache wirken. Die G7-Teilnehmer verurteilten erneut Russlands Vorgehen und sagten der Ukraine weitere Unterstützung zu. Klöckner vereinbarte ein weiteres Treffen mit dem ukrainischen Parlamentspräsidenten Stefantschuk für dieses Jahr in Berlin.
Lage im Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe töten drei Menschen im russischen Belgorod
Update, 15.22 Uhr: Bei ukrainischen Drohnenangriffen im Grenzgebiet Belgorod sind nach russischen Angaben drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Gebiets, Wjatscheslaw Gladkow, schrieb bei Telegram von Angriffen an vier verschiedenen Orten, nicht weit von der Grenze zur Ukraine entfernt. Demnach kamen die Fahrer eines Busses und eines Kleintransporters sowie ein weiterer Mann bei verschiedenen Attacken ums Leben. Zwei weitere Menschen seien außerdem verletzt worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete am Samstag auf der Plattform X von rund 2.200 russischen Angriffen seit Monatsbeginn. Moskau habe seit Anfang September mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, fast 900 Gleitbomben und bis zu 50 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Auch in der vergangenen Woche sei wieder zivile Infrastruktur getroffen worden.
Neuer Vorstoß im Ukraine-Krieg: Russische Truppen rücken in Oblast Sumy nahe Junakivka vor
Update, 14.10 Uhr: Der ukrainische Militär-Blog DeepState berichtet, dass russische Truppen in die Nähe des Dorfes Junakivka in der Oblast Sumy vorgerückt sind. Die Siedlung liegt an der Straße Sumy–Junakivka–Kursk, die für die in der Oblast Kursk operierenden ukrainischen Streitkräfte eine wichtige logistische Rolle spielt. Zudem sollen russische Truppen auch im Serebrianka-Wald in der Oblast Luhansk und in der Nähe des Dorfes Sichneve in der Oblast Dnipropetrowsk vorgerückt sein.
Ukraine-Krieg: Russland hat an den ersten fünf Tagen im September mit 900 Lenkbomben angegriffen
Update, 13.20 Uhr: Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine zuletzt weiter verstärkt. Das zeigen auch die Zahlen, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jetzt auf X veröffentlicht hat. Folgende Waffen hat Russland demnach in den ersten fünf Septembertagen gegen die Ukraine eingesetzt:
mehr als 1300 Drohnen
fast 900 gelenkte Fliegerbomben
bis zu 50 Raketen verschiedener Typen
In fast allen Regionen der Ukraine sei es zu Explosionen gekommen. Russland verlängere den Krieg und versuche, die Diplomatie in eine regelrechte Farce zu verwandeln, so Selenskyj. Auf die Angriffe und Zerstörungen, auf die Missachtung diplomatischer Bemühungen und des zivilisierten Dialogs sei eine gemeinsame Antwort nötig.
Update, 11.30 Uhr: Der Militärgeheimdienst der Ukraine schätzt, dass derzeit rund 700.000 russische Soldaten auf ukrainischen Boden stationiert sind. Der größte Teil hält sich demnach im Gebiet Donezk auf. Im umkämpften Sektor Pokrowsk sollen sich 110.000 russische Soldaten aufhalten. Soldaten aus Nordkorea sind den Angaben zufolge nur auf russischem Territorium im Einsatz, nicht auf dem Gebiet der Ukraine.
Update, 8.30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Einladung Wladimir Putins zu Gesprächen nach Moskau abgelehnt. Stattdessen hat er dem russischen Staatschef einen anderen Verhandlungsort nahegelegt: „Er kann nach Kiew kommen … Ich kann nicht nach Moskau gehen, wenn mein Land täglich unter Raketenbeschuss steht. Ich kann nicht in die Hauptstadt dieses Terroristen gehen. Und er [Putin] versteht das“, sagte der ukrainische Präsident dem US-Sender ABC News.
Selenskyj merkte zudem an, dass Putins Vorschlag so wirke, als wollte Putin einem Treffen aus dem Wege gehen. „Wenn jemand während des Krieges kein Treffen möchte, kann er natürlich etwas vorschlagen, was weder für mich noch für andere akzeptabel ist“, so Selenskyj.
Ukraine-Krieg aktuell: Trumps Frist an Putin endet
Erstmeldung: Moskau/Kiew/Washington D.C. – Am Freitag (5. September) endet eine weitere Frist, die US-Präsident Donald Trump dem russischen Machthaber Wladimir Putin gesetzt hat: Frühere Fristen ließ Trump folgenlos verstreichen – ob auf seine jüngste Drohung Taten folgen, bleibt abzuwarten.
Ende August hatte Trump ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefordert. Der US-Präsident hatte damals angekündigt, in zwei Wochen eine Entscheidung treffen zu wollen: Trump wolle sich dann festlegen, ob er „massive Sanktionen“ verhängen oder seine Bemühungen beenden werde, kündigte er gegenüber dem US-Sender CNN an. Das ist nun zwei Wochen her.
Russlands Truppen haben demnach 12 gelenkte Luftbomben eingesetzt, um ukrainische Stellungen und Siedlungen in diesen Bereichen der Front anzugreifen. Zudem habe Moskau 136 Beschussangriffe durchgeführt, darunter vier mit Mehrfachraketenwerfern. „Gleichzeitig führten ukrainische Einheiten aktive Operationen durch und waren in bestimmten Gebieten erfolgreich“, erklärte der Generalstab laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur ukrinform. Am heftigsten umkämpft bleibt der Frontabschnitt bei Pokrowsk: Russische Truppen hätten am Freitag 26 Mal versucht vorzustoßen – Kiew habe die Offensive zurückgehalten: sieben Gefechte dauern an, so der Generalstab. (Redaktion mit Agenturen)