Aktuelle News im Ticker

Lage im Ukraine-Krieg: Trump kündigt Gespräche an – „Werden das regeln“

Alle Autoren
    schließen
  • Felix Busjaeger
    Felix Busjaeger
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Felix Durach
    Felix Durach
  • Sonja Thomaser
    Sonja Thomaser
  • Christian Stör
    Christian Stör
  • Paula Völkner
    Paula Völkner

News-Ticker zum Ukraine-Krieg: Putin greift die Ukraine unaufhaltsam an – der ukrainische Präsident Selenskyj erwartet eine Reaktion der Welt.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. In unserem neuen Ukraine-Ticker halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

Update, 7.25 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 910 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.089.060 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Trump über Ukraine-Krieg: „Werden das regeln“

Update, 5.55 Uhr: Donald Trump hat Gespräche über eine Lösung des Ukraine-Kriegs angekündigt. „Einzelne europäische Spitzenpolitiker kommen am Montag oder Dienstag in unser Land“, so Trump. Wen er damit meinte, war zunächst unklar. Das Weiße Haus äußerte sich dazu zunächst nicht. Trump erklärte zudem, er sei „nicht zufrieden“ mit der Lage. Nach dem massiven russischen Luftangriff, bei dem ukrainischen Angaben zufolge das Hauptregierungsgebäude in Kiew in Brand geraten ist, sagte Trump: „Den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, das werden wir regeln.“ Er stellte zudem ein baldiges Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Aussicht.

Update vom 8. September, 5.15 Uhr: Nach neuen russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Weltgemeinschaft zu Reaktionen aufgefordert. Russland versuche, der Ukraine Schmerzen zuzufügen und immer dreistere Schläge zu verüben, sagte er in seiner Videobotschaft. Nötig seien Sanktionen, Zölle und Handelseinschränkungen, damit Moskau spürbare Verluste erleide. Zudem rechtfertigte Selenskyj ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien mit Moskaus Weigerung, über eine Waffenruhe zu verhandeln. Putin wolle keine Gespräche und verstecke sich davor, betonte Selenskyj.

Nach massiven russischen Angriffen klagt die Ukraine über Tote, darunter auch ein drei Monate altes Kind.

Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Reaktion der Welt auf jüngste Angriffe von Russland

Update, 21.53 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet eine „breite Reaktion“ der Partner der Ukraine auf die jüngsten russischen Luftangriffe. In der Nacht auf Sonntag (7. September) hat die Armee von Kreml-Chef Wladimir Putin den bislang schwersten Drohnenangriff seit Beginn der russischen Invasion gestartet. In seiner abendlichen Ansprache sagte Selenskyj laut Ukrainska Pravda: „Offensichtlich versucht Russland, der Ukraine zu schaden, und die Schläge sind immer dreister. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Putin die Welt auf die Probe stellt – wird sie das akzeptieren, wird sie sich damit abfinden.“ Mögliche Konsequenzen könnten neue Sanktionen gegen Russland sein.

Update, 19.37 Uhr: Die Lage im Ukraine-Krieg könnte sich durch eine neue US-Sanktionsstrategie entscheidend wenden. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, gemeinsam mit europäischen Partnern Russlands Wirtschaft zum „totalen Kollaps“ zu bringen und damit Moskau zu Verhandlungen zu zwingen.

Bessent beschreibt die aktuelle Situation als Wettlauf zwischen der Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte und der russischen Wirtschaftskraft. Sekundärsanktionen gegen Länder, die russisches Öl kaufen, sollen den Druck weiter erhöhen, wie der Minister gegenüber NBC News erklärte.

Trumps Finanzminister Scott Bessent (r.) hat weitere Sanktionen für Russland in Aussicht gestellt.

Update, 17.08 Uhr: Die Lage im Ukraine-Krieg verschärft sich nach Einschätzung von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko durch Russlands neue Angriffsstrategie. Erstmals seit Kriegsbeginn vor drei Jahren hat Wladimir Putin gezielt ein Regierungsgebäude in der ukrainischen Hauptstadt attackieren lassen.

„Das beweist auch der Angriff auf das Regierungsgebäude, was bislang als rote Linie galt“, sagte Klitschko der Bild-Zeitung mit Blick auf eine neue Eskalationsstufe. Der Politiker wertet dies als klares Signal, dass Putin keine diplomatischen Lösungen anstrebe, sondern den Konflikt weiter eskalieren wolle.

Lage im Ukraine-Krieg: Melnyk kritisiert „Scheindebatte“ bei Friedenstruppe

Update vom 7. September, 14.13 Uhr: Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk (jetzt UN-Botschafter), kritisiert die Diskussion um europäische Friedenstruppen in der Ukraine als „Scheindebatte“ – solange Mandat und Aufgaben unklar sind. Er unterstützt Trumps Friedensgespräche und bedauert, dass Deutschland früher nicht diplomatisch vermittelt hat, so Melnyk gegenüber dem Magazin Stern.

Melnyk entschuldigt sich für seine kontroversen Äußerungen während seiner Zeit als Botschafter in Berlin und erklärt diese mit dem „Ausnahmezustand“ nach dem russischen Überfall. Trotzdem sei Deutschland seine „zweite Heimat“. Bei den UN frustriert ihn die mangelnde internationale Unterstützung für die Ukraine und dass mit russischen „Aggressoren“ weiter diplomatisch verkehrt wird, anstatt sie zur Rechenschaft zu ziehen.

Selenskyj zu Attacke im Ukraine-Krieg: Vier Tote bei schweren russischen Luftangriffen

Update vom 7. September, 12.20 Uhr: Bei den schweren russischen Luftangriffen in der Nacht sind dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge vier Menschen getötet worden. Dutzende seien allein in Kiew verletzt worden, schrieb er in den sozialen Medien. Demnach kamen die Menschen in der Hauptstadt, der Grenzregion Sumy und in Tschernihiw ums Leben. Nach Behördenangaben wurden in Kiew eine Mutter und ihr drei Monate alter Sohn getötet.

Mehr als 20 Häuser und ein Kindergarten seien bei russischen Angriffen auf Saporischschja beschädigt worden, schrieb Selenskyj. In seiner Geburtsstadt Krywyj Rih seien Lagerhäuser zerstört und in Odessa ein Hochhaus getroffen worden. Zudem berichtete Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko, dass erstmals das Regierungsgebäude getroffen wurde. 

Ukraine meldet größten Drohnenangriff seit 2022

Update vom 7. September, 10.14 Uhr: Die Ukraine meldet den bislang größten russischen Drohnenangriff seit Kriegsbeginn. Russland habe in der Nacht mit 805 Drohnen und 13 Raketen angegriffen, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Dies sei die höchste Zahl an Drohnen, die Russland seit Beginn seiner Invasion im Februar 2022 eingesetzt habe. 751 Drohnen und vier Raketen seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Bei dem Angriff kamen nach Angaben der Behörden in Kiew drei Menschen ums Leben, darunter ein Kleinkind.

Erstmals sei in der Hauptstadt auch das Hauptgebäude der ukrainischen Regierung getroffen worden, teilt Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Es sei in Brand geraten. Löschkräfte seien im Einsatz. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters sahen, wie die oberste Etage des Gebäudes im historischen Stadtteil Petschersk in Flammen stand.

Polen startet Kampfflugzeuge: Nach massiven Drohnenangriffen auf Ukraine

Update vom 7. September, 8.42 Uhr: Als Reaktion auf die jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg hat Polen seine Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Russland hatte in der Nacht zu Sonntag mit großangelegten Drohnen- und Marschflugkörperangriffen ukrainische Städte ins Visier genommen. Die Angriffe sollen auch westukrainische Gebiete nahe der polnischen Grenze getroffen haben.

Russland greift Ukraine im Krieg mit Hunderten Drohnen massiv an

Update vom 7. September, 6.37 Uhr: Russlands Militär hat die Ukraine in der Nacht nach Angaben aus Kiew erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Ukrainische Städte in nahezu allen Landesteilen seien mit Hunderten Kampfdrohnen und mit Marschflugkörpern unter Beschuss genommen worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Luftabwehr. In der Hauptstadt Kiew sei ein mehrstöckiges Wohngebäude zerstört worden, Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gebe es ein Todesopfer und elf Verletzte. Weitere Wohnhäuser wurden demnach schwer beschädigt. Explosionen wurden auch aus den Städten Odessa, Charkiw, Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih gemeldet.

Russland attackiert Kiew im Ukraine-Krieg: Zivilisten verletzt

Update, 20.08 Uhr: Russische Streitkräfte haben die Ukraine erneut mit massiven Drohnenangriffen überzogen und dabei auch die Hauptstadt Kiew ins Visier genommen. Das ukrainische Militär aktivierte die Luftabwehr über der Hauptstadt, während Bewohner von Kiew und Cherson aufgerufen wurden, Schutzräume aufzusuchen.

Der Ukraine-Krieg eskalierte am Abend weiter, als Kampfdrohnen auch in Dnipropetrowsk und Saporischschja einschlugen. Laut Militärverwalter Iwan Fedorow wurden in Saporischschja ein Kindergarten und Wohngebäude getroffen, eine Frau erlitt Splitterverletzungen am Kopf, wie die dpa berichtet.

Update, 19.09 Uhr: Russische Truppen haben ihre Angriffstaktik bei der umkämpften Stadt Pokrowsk im Ukraine-Krieg wohl grundlegend geändert. Eine neu verlegte Einheit der russischen Marineinfanterie versucht laut ukrainischen Streitkräften, in kleinen Gruppen tief in die Stadt einzudringen und sich den Positionen der ukrainischen Artillerie zu nähern. Das teilte die ukrainische Armee auf Facebook mit.

Gleichzeitig plant Russland nach ukrainischen Angaben einen „Entscheidungsdurchbruch“ in der Region Donezk und will Pokrowsk mit verstärktem Panzer- und Fahrzeugeinsatz vollständig einkesseln. Der strategisch wichtige Verkehrsknotenpunkt wird bereits seit Monaten von russischen Truppen belagert und ist weitgehend zerstört worden.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Klöckner warnt vor russischer Desinformation im Ukraine-Krieg

Update, 17.25 Uhr: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte beim G7-Parlamentspräsidententreffen in Ottawa vor russischen Desinformationskampagnen im Ukraine-Krieg. Sie bezeichnete den Konflikt als „Krieg gegen die Wahrheit“, der demokratische Gesellschaften destabilisieren solle. Besonders digitale Medien und KI würden als Katalysator für Stimmungsmache wirken. Die G7-Teilnehmer verurteilten erneut Russlands Vorgehen und sagten der Ukraine weitere Unterstützung zu. Klöckner vereinbarte ein weiteres Treffen mit dem ukrainischen Parlamentspräsidenten Stefantschuk für dieses Jahr in Berlin.

Lage im Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe töten drei Menschen im russischen Belgorod

Update, 15.22 Uhr: Bei ukrainischen Drohnenangriffen im Grenzgebiet Belgorod sind nach russischen Angaben drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Gebiets, Wjatscheslaw Gladkow, schrieb bei Telegram von Angriffen an vier verschiedenen Orten, nicht weit von der Grenze zur Ukraine entfernt. Demnach kamen die Fahrer eines Busses und eines Kleintransporters sowie ein weiterer Mann bei verschiedenen Attacken ums Leben. Zwei weitere Menschen seien außerdem verletzt worden. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete am Samstag auf der Plattform X von rund 2.200 russischen Angriffen seit Monatsbeginn. Moskau habe seit Anfang September mehr als 1.300 Angriffsdrohnen, fast 900 Gleitbomben und bis zu 50 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Auch in der vergangenen Woche sei wieder zivile Infrastruktur getroffen worden.

Neuer Vorstoß im Ukraine-Krieg: Russische Truppen rücken in Oblast Sumy nahe Junakivka vor

Update, 14.10 Uhr: Der ukrainische Militär-Blog DeepState berichtet, dass russische Truppen in die Nähe des Dorfes Junakivka in der Oblast Sumy vorgerückt sind. Die Siedlung liegt an der Straße Sumy–Junakivka–Kursk, die für die in der Oblast Kursk operierenden ukrainischen Streitkräfte eine wichtige logistische Rolle spielt. Zudem sollen russische Truppen auch im Serebrianka-Wald in der Oblast Luhansk und in der Nähe des Dorfes Sichneve in der Oblast Dnipropetrowsk vorgerückt sein.

Ukraine-Krieg: Russland hat an den ersten fünf Tagen im September mit 900 Lenkbomben angegriffen 

Update, 13.20 Uhr: Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine zuletzt weiter verstärkt. Das zeigen auch die Zahlen, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jetzt auf X veröffentlicht hat. Folgende Waffen hat Russland demnach in den ersten fünf Septembertagen gegen die Ukraine eingesetzt:

  • mehr als 1300 Drohnen
  • fast 900 gelenkte Fliegerbomben
  • bis zu 50 Raketen verschiedener Typen

In fast allen Regionen der Ukraine sei es zu Explosionen gekommen. Russland verlängere den Krieg und versuche, die Diplomatie in eine regelrechte Farce zu verwandeln, so Selenskyj. Auf die Angriffe und Zerstörungen, auf die Missachtung diplomatischer Bemühungen und des zivilisierten Dialogs sei eine gemeinsame Antwort nötig.

Update, 11.30 Uhr: Der Militärgeheimdienst der Ukraine schätzt, dass derzeit rund 700.000 russische Soldaten auf ukrainischen Boden stationiert sind. Der größte Teil hält sich demnach im Gebiet Donezk auf. Im umkämpften Sektor Pokrowsk sollen sich 110.000 russische Soldaten aufhalten. Soldaten aus Nordkorea sind den Angaben zufolge nur auf russischem Territorium im Einsatz, nicht auf dem Gebiet der Ukraine.

Update, 8.30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Einladung Wladimir Putins zu Gesprächen nach Moskau abgelehnt. Stattdessen hat er dem russischen Staatschef einen anderen Verhandlungsort nahegelegt: „Er kann nach Kiew kommen … Ich kann nicht nach Moskau gehen, wenn mein Land täglich unter Raketenbeschuss steht. Ich kann nicht in die Hauptstadt dieses Terroristen gehen. Und er [Putin] versteht das“, sagte der ukrainische Präsident dem US-Sender ABC News.

Selenskyj merkte zudem an, dass Putins Vorschlag so wirke, als wollte Putin einem Treffen aus dem Wege gehen. „Wenn jemand während des Krieges kein Treffen möchte, kann er natürlich etwas vorschlagen, was weder für mich noch für andere akzeptabel ist“, so Selenskyj.

Ukraine-Krieg aktuell: Trumps Frist an Putin endet

Erstmeldung: Moskau/Kiew/Washington D.C. – Am Freitag (5. September) endet eine weitere Frist, die US-Präsident Donald Trump dem russischen Machthaber Wladimir Putin gesetzt hat: Frühere Fristen ließ Trump folgenlos verstreichen – ob auf seine jüngste Drohung Taten folgen, bleibt abzuwarten.

Ende August hatte Trump ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefordert. Der US-Präsident hatte damals angekündigt, in zwei Wochen eine Entscheidung treffen zu wollen: Trump wolle sich dann festlegen, ob er „massive Sanktionen“ verhängen oder seine Bemühungen beenden werde, kündigte er gegenüber dem US-Sender CNN an. Das ist nun zwei Wochen her.

Russlands Truppen haben demnach 12 gelenkte Luftbomben eingesetzt, um ukrainische Stellungen und Siedlungen in diesen Bereichen der Front anzugreifen. Zudem habe Moskau 136 Beschussangriffe durchgeführt, darunter vier mit Mehrfachraketenwerfern. „Gleichzeitig führten ukrainische Einheiten aktive Operationen durch und waren in bestimmten Gebieten erfolgreich“, erklärte der Generalstab laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur ukrinform. Am heftigsten umkämpft bleibt der Frontabschnitt bei Pokrowsk: Russische Truppen hätten am Freitag 26 Mal versucht vorzustoßen – Kiew habe die Offensive zurückgehalten: sieben Gefechte dauern an, so der Generalstab. (Redaktion mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Svet Jacqueline/ZUMA Press Wire/dpa

Kommentare