Taiwan

Berichte USA: Milliarden-Waffendeal mit Taiwan könnte kommen

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Die USA könnten Taiwan mit einem Milliarden-Deal Waffen liefern (Symbolbild)

Die US-Regierung plant einem Bericht zufolge offenbar, Taiwan Waffen im Wert von rund 1,1 Milliarden Dollar zu liefern.

Washington/Honiara - Das berichtete das Magazin «Politico» am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf drei verschiedene, mit der Angelegenheit befasste Quellen. Die Regierung wolle den Kongress bitten, den Deal zu billigen. In dem Paket seien 60 Anti-Schiffsraketen und 100 Luft-Luft-Raketen beinhaltet. Eine Sprecherin des Außenministeriums habe sich zu dem Bericht nicht äußern wollen. Ein solches Geschäft dürfte die ohnehin gespannten Beziehungen zwischen den USA und China verstärken. China sieht die demokratisch regierte Insel als Teil der Volksrepublik an. Taiwan hingegen versteht sich als unabhängig.

Ein Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan hatte Anfang August schwere Spannungen mit China ausgelöst. Peking begann mit großangelegten Manövern rund um Taiwan. Dabei wurden eine See- und Luftblockade sowie eine mögliche Eroberung geübt. Trotzdem reisten kurz darauf weitere Delegationen mit US-Politikern nach Taiwan. Am Sonntag hatten die US-Streitkräfte das erste Mal seit Pelosis Taiwan-Besuch Kriegsschiffe durch die Taiwan-Straße entsandt. China bezeichnete die Fahrt der zwei US-Kriegsschiffe am Montag als «Provokation».

Salomonen setzen Marinebesuche der USA aus

Die Salomonen haben Berichten zufolge alle Besuche der US-Marine in dem Pazifikstaat vorübergehend ausgesetzt. Die Regierung in Washington sei am Montag von den Behörden auf den Salomonen über ein «Moratorium für alle Marinebesuche bis zur Aktualisierung der Protokollverfahren» informiert worden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag einen Sprecher der amerikanischen Botschaft im australischen Canberra. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind angespannt, seit die Salomonen vor wenigen Monaten ein umstrittenes Sicherheitsabkommen mit China vereinbart haben.

Neuseeland, Australien sowie die USA hatten Premier Manasseh Sogavare aufgefordert, das Abkommen nicht zu unterzeichnen. Dort wächst die Angst vor einem zunehmenden Einfluss Chinas und einer möglichen Militärpräsenz des Landes in der Region, in der sich auch das US-Außengebiet Guam befindet. Es war der erste derartige Sicherheitspakt im Südpazifik und ein wichtiger Sieg für Peking. Erst vor wenigen Tagen kam es zu einem Zwischenfall zwischen den USA und den Salomonen, als einem Schiff der US-Küstenwache das routinemäßige Anlaufen eines Hafens auf der Inselgruppe zum Auftanken verweigert wurde. Die Salomonen mit etwa 700 000 Einwohnern liegen 2000 Kilometer nordöstlich von Australien. (dpa)

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