Annalena Baerbock

Außenministerin Baerbock kritisiert anhaltende Konflikte im Sudan scharf

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Annalena Baerbock fordert ein sofortiges Ende der Gewalt im Sudan.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat ein schnelles Ende der Gewalt im Sudan gefordert.

Berlin - Im Hinblick auf die Konflikte zwischen den beiden rivalisierenden Generälen sagte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz mit dem spanischen Außenminister José Manuel Albares: «Lassen Sie zu, dass die Bevölkerung dringend benötigte Hilfe erhält.» Die beiden sollten den Konflikt zwischen sich durch Verhandlungen lösen, anstatt den Sudan «in Schutt und Asche zu legen», forderte die in Hannover geborene Grünen-Politikerin.

Eine sofortige Feuerpause ist laut Baerbock «das A und O» für eine Evakuierung der Menschen im Sudan. Die Bundesregierung arbeite Tag und Nacht daran, die Betroffenen endlich in Sicherheit zu bringen. Daher habe es oberste Priorität eine Feuerpause über die Feiertage zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zu erreichen.

Auch Albares sagte, dass in Spanien bereits Vorbereitungen getroffen würden, um Europäische Bürgerinnen und Bürger aus dem Sudan zu evakuieren. Ein Übergreifen des Konflikts in dem afrikanischen Land auf andere Gebiete in der Sahelzone fürchte er hingegen nicht.

Im Sudan waren am Samstag Kämpfe zwischen den zwei mächtigsten Generälen des Landes und ihren Einheiten ausgebrochen. Dabei kämpft De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist, mit dem Militär gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, den Anführer der mächtigen paramilitärischen Gruppe RSF. Die beiden führten das Land im Nordosten Afrikas mit rund 46 Millionen Einwohnern seit einem gemeinsamen Militärcoup im Jahr 2021. Seit Jahren soll die Macht an eine Zivilregierung übergeben werden. (dpa)

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