«Anti-Terror-Einsatz»

Bundesweite Razzia: Ermittlungen gegen Reichsbürgerszene eingeleitet

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Bundesjustizminister hat eine Razzia gegen die Reichsbürgerszene eingeleitet. Er geht aktiv gegen Terror vor

Die bundesweiten Ermittlungen im Reichsbürger-Milieu richtet sich auch gegen einen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr.

Berlin - Es handele sich dabei um einen Mann aus dem Stab, sagte ein Sprecher des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Informationen der dpa wurden sein Haus und sein Dienstzimmer in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw (Baden-Württemberg) durchsucht. Der Unteroffizier, der kein Kommando-Soldat ist, war in der Bundeswehr bereits als Impfgegner aufgefallen und später aus der Truppe heraus gemeldet worden. Bei den Ermittlungen sind demnach bisher aber keine Bezüge zu früheren Extremismusvorfällen im KSK entdeckt worden.

Buschmann spricht von «Anti-Terror-Einsatz»

«Demokratie ist wehrhaft: Seit heute Morgen findet ein großer Anti-Terror-Einsatz statt», schrieb der Bundesjustizminister und FDP-Politiker Marco Buschmann am Mittwochmorgen auf Twitter. Der Generalbundesanwalt ermittele gegen ein mutmaßliches Terror-Netzwerk aus dem Reichsbürger-Milieu. «Es besteht der Verdacht, dass ein bewaffneter Überfall auf Verfassungsorgane geplant war.»

Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwochmorgen 25 Menschen aus der sogenannten Reichsbürgerszene im Zuge einer Razzia festnehmen lassen. Zahlreiche Beamte seien in elf Bundesländern im Einsatz, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

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