Bundeswehr

FDP: Absage für die Einführung einer neuen Wehrpflicht

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Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP Johannes Vogel

Die FDP im Bundestag hält nichts von der Einführung einer neuen Form der Wehrpflicht.

Berlin - «Das wird es mit den Freien Demokraten nicht geben», sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Johannes Vogel am Mittwoch im Bundestag. «Es wäre erstens eine Frechheit gegenüber der jungen Generation (...) und vor allem würde es uns aufhalten auf dem Weg zur Profi-Bundeswehr.» Es gebe zwar ein Problem mit dem Gewinnen von Nachwuchs. «Aber was wir dafür tun können, das anzugehen, das ist, dass wir den Soldatinnen und Soldaten den Respekt verschaffen, den sie verdienen.»

Der FDP-Politiker reagierte damit auf ein Interview der Wehrbeauftragten Eva Högl, die sich in der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwoch) für eine Diskussion über die Einführung einer neuen Art der Wehrpflicht ausgesprochen hatte. «Wir müssen die Debatte jetzt beginnen - auch über die Frage, wie viel Zwang, wie viel Freiwilligkeit nötig ist», sagte die in Osnabrück geborene SPD-Politikerin.

Der in Wermelskirchen geborene Vogel begrüßte die Lieferung von mehr Kampf- und Schützenpanzern zur Unterstützung der Ukraine. Man müsse dafür sorgen, dass diese für die kommende russische Frühjahrsoffensive gut ausgerüstet sei, sagte er. «Das ist erstens unsere moralische Verantwortung. Und zweitens: Umso schneller die Ukraine gewinnt, umso schneller wird es Frieden geben.» (dpa)

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