Der SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat kein Interesse daran, Berliner SPD-Landeschef zu werden.
Berlin - Kühnert sagte am Montag nach einer Sitzung des SPD-Bundesvorstands, er sei Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der Bundespartei. Er frage sich manchmal am Ende einer Arbeitswoche, wie er das alles unter einen Hut bekomme. Er habe definitiv keine Zeit für weitere Aufgaben, falls sie noch zu übernehmen wären.
Nach den Stimmenverlusten für die SPD bei der Berliner Wiederholungswahl waren die beiden Co-Vorsitzenden der Berliner SPD, Franziska Giffey und Raed Saleh, in die Kritik geraten. Es hatte Spekulationen gegeben, Kühnert könnte neuer Berliner SPD-Chef werden. Die Berliner SPD hatte sich bei einer Mitgliederabstimmung mit einer knappen Mehrheit für ein Regierungsbündnis mit der CDU ausgesprochen.
Der in West-Berlin geborene Kühnert sagte mit Blick auf den designierte Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), ein Regierungschef von einer anderen Partei als der SPD könne für die Sozialdemokraten immer nur ein unbefriedigender und temporärer Zustand sein. Kühnert rief Wegner dazu auf, die Stadt in seinem neuen Amt zu einen. (dpa)