Kevin Kühnert

SPD-Generalsekretär Kühnert fordert klare Abgrenzung von der AfD

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SPD-Politiker Kevin Kühnert fordert «die Brandmauer zum blau-braunen Rand nicht nur zu halten, sondern zu stabilisieren».

Vor dem Hintergrund des zehnjährigen Bestehens der Alternative für Deutschland (AfD) hat SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert zur Abgrenzung von der Partei aufgerufen.

Berlin - «Entscheidend für den demokratischen Grundkonsens unserer Gesellschaft ist, dass die AfD auch künftig als Paria unter den Parteien keinerlei unmittelbare politische Wirkung erzielen kann – nicht nur in der Bundespolitik, sondern überall», sagte der in West-Berlin geborene Kühnert der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Insbesondere die Parteien im liberal-konservativen Spektrum seien gefordert, «die Brandmauer zum blau-braunen Rand nicht nur zu halten, sondern zu stabilisieren».

Ähnlich äußerte sich SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast. «Für die SPD war von Tag eins an klar: Es wird niemals eine Zusammenarbeit mit diesen Demokratiefeinden geben», sagte die in Offenburg geborene Politikerin der «Rheinischen Post». Andere Parteien seien jedoch flexibler, was gefährlich sei. Im Osten drohe die AfD eine feste politische Kraft zu werden. «Das ist hochgefährlich.»

Im hessischen Königstein will die AfD an diesem Montag ihr zehnjähriges Bestehen feiern. AfD-Co-Chefin Alice Weidel sieht angesichts starker Umfragewerte in ostdeutschen Bundesländern eine absehbare Chance mitzuregieren, wie sie zum Jahresbeginn mit Blick auf die Landtagswahlen 2024 in Sachsen und Thüringen sagte. Die CDU als aus AfD-Sicht theoretischer Partner hat allerdings eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen. (dpa)

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